Verkehr

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Ricarda Lang, ist am Sonntag in Magdeburg mit heftigem Widerstand von Bauern konfrontiert worden.
Die Landwirte der Vereinigung „Freie Bauern Deutschland GmbH” blockierten mit rund 90 Traktoren die Hauptverkehrsstraße im Stadtteil Buckau, wo Lang eine parteiinterne Veranstaltung besuchte. 

Sie zündeten Feuer an, buhten Lang aus und hinderten sie an ihrer Abreise.
Die Polizei musste eingreifen, um Lang den Weg freizumachen.
Die Grünen-Politikerin war aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet, wie ein Sprecher der Partei mitteilte.
Es gab keine Festnahmen.

Lang suchte das Gespräch mit einigen Bauern und nahm einen Zettel mit Forderungen entgegen.
Die Landwirte fordern unter anderem eine Abkehr von der Ampel-Politik, die sie für Subventionskürzungen und Umweltauflagen verantwortlich machen. 

Sie werfen den Grünen vor, die Landwirtschaft zu zerstören und die Ernährungssicherheit zu gefährden.

Die Grünen hingegen betonen, dass sie eine ökologische und soziale Agrarwende wollen, die den Bauern faire Preise und Perspektiven bietet.

Die Bauernproteste gegen die Grünen haben in den letzten Wochen zugenommen, nachdem die Partei im Januar ihren Entwurf für ein neues Agrargesetz vorgelegt hatte. 

Das Gesetz sieht unter anderem eine Reduzierung des Pestizid- und Düngemitteleinsatzes, eine Förderung des Ökolandbaus und eine Tierwohlabgabe vor.
Die Bauern befürchten, dass sie dadurch wirtschaftlich benachteiligt werden und ihre Existenz bedroht ist.

Die Grünen argumentieren, dass das Gesetz notwendig ist, um die Klimaziele zu erreichen und die Artenvielfalt zu schützen.

Die Grünen sind seit der Bundestagswahl 2021 Teil der Ampel-Koalition mit der SPD und der FDP.
Sie stellen mit Annalena Baerbock die Vizekanzlerin und sechs Minister, darunter die Ressorts Umwelt, Verkehr und Landwirtschaft. 

Lang ist seit 2020 die Bundesvorsitzende der Partei, nachdem sie Robert Habeck abgelöst hatte. 

Sie gilt als Vertreterin des linken Flügels der Partei und setzt sich für eine stärkere soziale Gerechtigkeit und eine radikalere Klimapolitik ein.

Der Freistaat Flaschenhals war ein kurioses Gebilde, das zwischen 1919 und 1923 in Deutschland existierte.
Er entstand nach dem Ersten Weltkrieg, als die Alliierten das Rheinland besetzten und dabei einen schmalen Streifen zwischen dem Rhein und dem unbesetzten Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau übrig ließen. 

Dieser Streifen hatte die Form eines Flaschenhalses und war vom restlichen Deutschland faktisch isoliert.

Die Bewohner des Gebiets mussten sich daher selbst organisieren und nannten sich ironisch Freistaat Flaschenhals. 

Der Freistaat Flaschenhals umfasste die Orte Lorch, Kaub, Lorchhausen, Sauerthal, Ransel, Wollmerschied, Welterod, Zorn, Strüth, Egenroth und Laufenselden. 

Er hatte etwa 8000 Einwohner und eine Fläche von rund 50 Quadratkilometern. 

Die Verwaltung des Freistaats wurde vom Lorcher Bürgermeister Edmund Pnischeck übernommen, der als de facto Oberhaupt fungierte.
Er kümmerte sich um die Versorgung, die Sicherheit und die Kommunikation mit den Besatzungsmächten.
Der Freistaat Flaschenhals hatte jedoch viele Probleme zu bewältigen. 

Er war von allen Verkehrs- und Handelswegen abgeschnitten und konnte nur mit speziellen Pässen betreten oder verlassen werden.
Die Eisenbahnzüge durften nicht halten und die Post wurde nicht zugestellt.
Die Wirtschaft war stark eingeschränkt und die Inflation machte das Geld wertlos. 

Die Bevölkerung litt unter Armut, Hunger und Krankheiten. 

Der Freistaat Flaschenhals war auch ein Ziel von Schmugglern, Schiebern und Abenteurern, die sich die Situation zunutze machen wollten. 

Der Freistaat Flaschenhals endete am 25. Februar 1923, als die Franzosen das Gebiet besetzten, um den deutschen Widerstand gegen die Ruhrbesetzung zu brechen.
Damit wurde der Flaschenhals wieder in das Deutsche Reich eingegliedert. 

Der Freistaat Flaschenhals ist heute ein Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. 

Er ist eine historische Kuriosität, die an eine schwierige Zeit in der deutschen Geschichte erinnert. 

Einige Winzer, Hoteliers und Gastronomen haben sich 1994 zur Freistaat Flaschenhals Initiative zusammengeschlossen, um die Erinnerung an den Freistaat zu bewahren und den Tourismus zu fördern.

Sie bieten unter anderem Flaschenhals-Weine an, die eine besondere Qualität haben. 

Der Freistaat Flaschenhals ist also ein interessantes Beispiel für die Selbstverwaltung und den Überlebenswillen einer kleinen Gemeinschaft in einer Krisensituation.

Die Theorie der sogenannten „Chemtrails” postuliert, dass die sichtbaren Kondensstreifen, die Flugzeuge am Himmel hinterlassen, mehr als nur Wasserdampfspuren seien. Vielmehr wird behauptet, dass diese Streifen absichtlich erzeugte Emissionen von Chemikalien darstellen. 

Die genaue Natur und Absicht dieser Chemikalien sind Gegenstand zahlreicher Spekulationen und kontroverser Diskussionen bei den Verschwörungstheoretikern.
Ein zentraler Bestandteil dieser Theorie ist die Annahme, dass Regierungen oder andere „mächtige Organisationen” weltweit Flugzeuge dazu verwenden, bestimmte Substanzen in die Atmosphäre zu verteilen.
Es wird behauptet, dass diese Chemikalien eine Vielzahl von Zwecken erfüllen sollen.

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Der 6. Februar 1919 war ein historischer Tag für Deutschland, denn an diesem Datum trat die erste demokratisch gewählte Nationalversammlung in Weimar zusammen.
Sie hatte die Aufgabe, eine Verfassung für die neu gegründete Weimarer Republik auszuarbeiten, die den Übergang von der Monarchie zur parlamentarischen Demokratie gewährleisten sollte.
Die Nationalversammlung war das Ergebnis der Novemberrevolution von 1918, die das Ende des Kaiserreichs und des Ersten Weltkriegs bedeutete.

Die Wahl zur Nationalversammlung fand am 19. Januar 1919 statt und war die erste Wahl in Deutschland, bei der Frauen das aktive und passive Wahlrecht hatten.

Außerdem wurde das Wahlalter von 25 auf 20 Jahre gesenkt.
Die Wahlbeteiligung war mit 83 Prozent sehr hoch.
Die stärkste Partei wurde die sozialdemokratische MSPD mit 37,9 Prozent der Stimmen, gefolgt von der katholischen Zentrumspartei mit 19,7 Prozent und der linksliberalen DDP mit 18,5 Prozent. Die nationalliberale DVP erhielt 10,3 Prozent, die unabhängige sozialdemokratische USPD 7,6 Prozent und die nationalkonservative DNVP 6,6 Prozent. Die kommunistische KPD nahm nicht an der Wahl teil.

Die Nationalversammlung bestand aus 423 Abgeordneten, von denen 37 Frauen waren.
Sie tagte zunächst nicht in Berlin, sondern in Weimar, um den revolutionären Unruhen in der Hauptstadt zu entgehen.
Der Tagungsort war das Nationaltheater, das später zum Symbol der Weimarer Republik wurde.
Die erste Sitzung wurde von Wilhelm Pfannkuch (SPD) als Alterspräsident geleitet.
Die Nationalversammlung wählte Friedrich Ebert (SPD) zum Reichspräsidenten und bestätigte die Regierung unter Philipp Scheidemann (SPD), die aus einer Koalition von MSPD, Zentrum und DDP bestand.

Die wichtigste Aufgabe der Nationalversammlung war die Ausarbeitung einer Verfassung, die die Grundrechte und ‑pflichten der Bürger, die Staatsform, die Staatsgliederung, die Flagge, das Wahlsystem, die Gewaltenteilung, die Rechtspflege, die Kirche, die Bildung, die Wirtschaft und das Eigentum regeln sollte.
Die Verfassungsberatungen dauerten mehrere Monate und waren von intensiven Debatten, Kompromissen und Konflikten geprägt.

Die Verfassung wurde schließlich am 31. Juli 1919 von der Nationalversammlung angenommen und am 11. August 1919 vom Reichspräsidenten unterzeichnet.
Sie trat am 14. August 1919 in Kraft und wurde als Weimarer Verfassung bekannt.

Die Weimarer Verfassung war die erste demokratische Verfassung in der deutschen Geschichte und enthielt viele fortschrittliche Elemente, wie das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht für Männer und Frauen, die Volkssouveränität, die parlamentarische Verantwortlichkeit der Regierung, die Möglichkeit von Volksentscheiden, die Anerkennung der Gewerkschaften, die Sozialpflichtigkeit des Eigentums, die Trennung von Kirche und Staat, die Religionsfreiheit, die Pressefreiheit, die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Koalitionsfreiheit, die Gleichberechtigung der Geschlechter, die Abschaffung der Todesstrafe und die Garantie der Menschenwürde.

Die Verfassung war jedoch auch von einigen Schwächen und Widersprüchen geprägt, wie der unklaren Rolle des Reichspräsidenten, der mangelnden Loyalität der Parteien zur Republik, der Zersplitterung des Parteiensystems, der Instabilität der Regierungen, der Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem Versailler Vertrag, der Bedrohung durch den Extremismus und der wirtschaftlichen und sozialen Krise.

Die Nationalversammlung war nicht nur für die Verfassung, sondern auch für andere Gesetze und Entscheidungen zuständig, die das Schicksal der Weimarer Republik beeinflussten.
Dazu gehörten die Annahme des Versailler Vertrags, der den Frieden nach dem Ersten Weltkrieg besiegelte, aber auch hohe Reparationsforderungen, Gebietsverluste und eine Kriegsschuldklausel für Deutschland enthielt, die Ratifizierung des Friedensvertrags mit Österreich. die Einführung der Reichsmark als neue Währung, die Schaffung des Reichswahlgesetzes, das die Verhältniswahl einführte, die Verabschiedung des Reichsnotopfergesetzes, das eine Vermögensabgabe zur Finanzierung der Kriegslasten vorsah, die Gründung des Reichsarbeitsamtes, das die Arbeitslosenversicherung organisierte, die Errichtung des Reichsfinanzhofs, der die Finanzverwaltung kontrollierte,

Zudem war zuständig für die Einführung des Achtstundentags, die Schaffung des Reichsinnenministeriums, die Bildung des Reichsverkehrsministeriums, die Gründung des Reichsjustizministeriums, die Errichtung des Reichswehrministeriums, die Schaffung des Reichswirtschaftsministeriums, das die Wirtschaftspolitik koordinierte, die Einführung des Reichsernährungsministeriums, die Gründung des Reichspostministeriums, das die Post und Telekommunikation verwaltete, die Bildung des Reichsministeriums für Wiederaufbau, um nur einige zu nennen.

Die Nationalversammlung löste sich am 21. Mai 1920 auf, nachdem sie die Wahl zum ersten Reichstag der Weimarer Republik angesetzt hatte.

Die Wahl fand am 6. Juni 1920 statt und brachte einen deutlichen Rechtsruck im Parlament. Die MSPD verlor fast die Hälfte ihrer Stimmen, während die DNVP und die DVP stark zulegten. Die USPD und die KPD gewannen ebenfalls an Stimmen, während die Zentrumspartei und die DDP leicht verloren.

Die Nationalversammlung hatte somit eine kurze, aber bedeutende Existenz, die die Grundlagen für die erste deutsche Demokratie legte, aber auch ihre Grenzen und Herausforderungen aufzeigte.

Die Nationalversammlung war die Geburtsstunde der Weimarer Republik, die von 1919 bis 1933 bestand. Die Weimarer Republik war die erste demokratische Republik in der deutschen Geschichte, die viele Errungenschaften, aber auch viele Probleme hatte. Die Weimarer Republik war geprägt von politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Umbrüchen, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen boten. Die Weimarer Republik war eine Zeit der Hoffnung, aber auch der Angst, eine Zeit des Aufbruchs, aber auch des Niedergangs, eine Zeit der Freiheit, aber auch der Gewalt.

Die Weimarer Republik hatte viele positive Aspekte, die sie zu einer modernen und fortschrittlichen Republik machten. Die Weimarer Republik war eine parlamentarische Demokratie, die auf der Weimarer Verfassung basierte, die viele Grundrechte und ‑pflichten garantierte.
Sie war eine föderale Republik, die aus 18 Ländern bestand, die jeweils eigene Verfassungen, Parlamente und Regierungen hatten.
Die Weimarer Republik war eine soziale Republik, die viele soziale Reformen durchführte, wie die Einführung der Arbeitslosenversicherung, der Rentenversicherung, der Krankenversicherung, der Unfallversicherung, der Invalidenversicherung, der Witwen- und Waisenversicherung, der Mutterschutzversicherung, der Kinderfürsorge, der Jugendhilfe, der Altenhilfe, der Wohnungsbauförderung, der Ernährungshilfe, der Gesundheitsförderung, der Bildungsförderung, der Kulturförderung, der Sportförderung, der Umweltförderung und der Friedensförderung.

Die Weimarer Republik war eine kulturelle Republik, die eine Blütezeit der Kunst, der Literatur, der Musik, der Architektur, des Theaters, des Films, der Fotografie, der Malerei, der Bildhauerei, der Grafik, der Mode, der Werbung, der Presse, des Rundfunks, der Wissenschaft, der Technik, der Philosophie und vielem mehr

Die Weimarer Republik hatte aber auch viele negative Aspekte, die sie zu einer instabilen und gefährdeten Republik machten.
Die Weimarer Republik war eine umstrittene Republik, die von vielen Deutschen nicht akzeptiert oder sogar bekämpft wurde.
Die Weimarer Republik war eine bedrohte Republik, die von innen und außen angegriffen wurde. Die Weimarer Republik war eine krisenhafte Republik, die von vielen Schwierigkeiten und Konflikten heimgesucht wurde.
Die Weimarer Republik war eine scheiternde Republik, die von vielen Fehlern und Versäumnissen geplagt wurde.
Die Weimarer Republik war eine untergehende Republik, die von vielen Katastrophen und Niederlagen erschüttert wurde.

Die Weimarer Republik war eine umstrittene Republik, weil sie von vielen Deutschen als illegitim, unerwünscht oder sogar verräterisch angesehen wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit dem Versailler Vertrag in Verbindung gebracht, der als Diktatfrieden, Schmachfrieden oder Schandfrieden empfunden wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Novemberrevolution in Verbindung gebracht, die als Umsturz, Putsch oder Verrat empfunden wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Demokratie in Verbindung gebracht, die als Schwäche, Zerfall oder Chaos empfunden wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Republik in Verbindung gebracht, die als Fremdkörper, Abfall oder Abschaum empfunden wurde. Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Moderne in Verbindung gebracht, die als Verfall, Verderbnis oder Verwirrung empfunden wurde. Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Welt in Verbindung gebracht, die als Feind, Bedrohung oder Gefahr empfunden wurde.

Die Weimarer Republik war eine bedrohte Republik, weil sie von innen und außen angegriffen wurde. Die Weimarer Republik wurde von innen angegriffen durch Putschversuche, wie den Kapp-Putsch, den Hitler-Putsch, den Ruhraufstand, den Hamburger Aufstand, den Rheinlandaufstand, und vielen anderen Heimsuchungen.

Die aktuelle Diskussion über die Erhöhung der Parkgebühren für SUVs wirft wichtige Fragen auf, insbesondere hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Fahrer dieser Fahrzeuge. Während die Idee, umweltbewusstes Verhalten zu fördern, begrüßenswert ist, ist die vorgeschlagene Maßnahme möglicherweise nicht die effektivste oder faireste Lösung.

Zunächst einmal sollte beachtet werden, dass nicht alle SUV-Fahrer unbedingt eine Wahl haben, welches Fahrzeug sie nutzen. Manche Menschen benötigen aufgrund ihrer beruflichen oder familiären Anforderungen größere Fahrzeuge, sei es für den Transport von Waren oder aufgrund einer größeren Familienstruktur. Eine pauschale Erhöhung der Parkgebühren für SUVs könnte somit unverhältnismäßig und unfair sein.

Ein konstruktiverer Ansatz wäre es, das Verhalten der Fahrer zu ändern, anstatt sie finanziell zu bestrafen. Anstatt die Parkgebühren zu erhöhen, könnten strengere Regelungen für die Nutzung von Parkplätzen eingeführt werden. Zum Beispiel könnte man vorschlagen, dass Fahrzeuge, die mehr als einen Parkplatz beanspruchen, verwarnt werden, es sei denn, sie zahlen für beide Plätze. Dies würde nicht nur SUVs betreffen, sondern alle Fahrzeuge, die sich über die Markierungen hinaus ausdehnen.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Umweltauswirkungen nicht nur von der Fahrzeuggröße abhängen, sondern auch vom jeweiligen Antriebssystem. Ein kleines, spritsparendes Auto kann unter Umständen mehr Emissionen verursachen als ein moderner, emissionsarmer SUV. Daher sollte die Diskussion über Umweltauswirkungen auf eine differenziertere Ebene gehoben werden, die verschiedene Aspekte der Fahrzeugnutzung berücksichtigt.

Des Weiteren könnte die Implementierung von Anreizen für umweltfreundliche Fahrzeugmodelle eine bessere Alternative sein. Subventionen für den Kauf von Elektroautos oder anderen umweltfreundlichen Fahrzeugen könnten dazu beitragen, den Fuhrpark in Richtung nachhaltigere Optionen zu lenken, anstatt bestimmte Fahrzeugtypen zu bestrafen.

Insgesamt sollte die Diskussion über die Parkgebührenerhöhung für SUVs auf einer ausgewogeneren Grundlage geführt werden. Es ist wichtig, umweltfreundliches Verhalten zu fördern, aber dies sollte nicht auf Kosten einer bestimmten Gruppe von Autofahrern geschehen. Durchdachte und differenzierte Lösungen, die Anreize schaffen und Verhaltensänderungen fördern, könnten eine effektivere Strategie darstellen.

Am Samstagmorgen begaben sich Landwirte im Nordschwarzwald mit ihren Traktoren auf einer Schlepperparade. Dieses landwirtschaftliche Unterfangen wurde vom Bauernverband in Pforzheim initiiert und erstreckte sich über die Gemeinden im Enzkreis, durch den Landkreis Böblingen, weiter in den Kreis Calw, dann in den Kreis Freudenstadt und schließlich wieder zurück nach Bad Liebenzell.

Dieser beeindruckende Zug von Traktoren verdeutlichte nicht nur die Entschlossenheit der Landwirte, sondern auch ihre Forderungen und Anliegen.

Der Bauernprotest beschränkte sich jedoch nicht nur auf den Nordschwarzwald, sondern erstreckte sich auch auf andere Teile des Landes, wie zum Beispiel den Landkreis Lörrach.
In diesen Regionen riefen Landwirte zu ähnlichen Protestaktionen auf, um auf die Herausforderungen und Belange der Landwirtschaft aufmerksam zu machen.

Die rollenden Traktoren bildeten eine imposante Karawane, die nicht nur durch ihre physische Präsenz, sondern auch durch den symbolischen Akt des Protests die Aufmerksamkeit auf die Anliegen der Landwirte lenkte. Dieser kollektive Ausdruck von Unzufriedenheit und die Demonstration der Einheit unter den Landwirten verdeutlichten die Dringlichkeit von Veränderungen und die Notwendigkeit, die Anliegen der Landwirtschaft in den politischen Diskurs einzubringen.

Obwohl es keine zentrale Kundgebung gab, wurde der Schlepperparade von einer bedeutenden Anzahl von Landwirten unterstützt.

Das Polizeipräsidium Pforzheim, das für die Sicherheit und Koordination des Einsatzes verantwortlich war, berichtete, dass etwa 70 Fahrzeuge an dem Protestzug teilnahmen.
Dies verdeutlicht die dezentrale Natur der Aktion, bei der die Teilnehmer in einer fließenden Formation durch die verschiedenen Regionen des Nordschwarzwalds fuhren.

Die Einschätzung des Bauernverbands am Mittag ergab eine höhere Anzahl von Teilnehmern, indem er von etwa 300 bis 400 Personen sprach, die an dem landwirtschaftlichen Protest beteiligt waren.
Diese Diskrepanz in den Angaben könnte auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein, einschließlich unterschiedlicher Zählmethoden oder dem ständigen Hinzukommen und Verlassen von Teilnehmern im Verlauf der Aktion.

Trotz der niedrigen Anzahl der Fahrzeuge und Teilnehmer verdeutlicht diese Mobilisierung der Landwirte die gemeinsame Sorge und den Wunsch nach Veränderungen in der Agrarpolitik.
Der dezentrale Charakter des Protests könnte auch als Ausdruck der Breite und Vielfalt der Anliegen innerhalb der Landwirtschaft verstanden werden, die durch verschiedene Regionen und Gemeinden vertreten wurden.

Die jüngste Schlepperparade im Nordschwarzwald markierte bereits die zweite bedeutende Protestaktion in diesem Monat.
Bereits Anfang Januar hatten sich etwa 500 Landwirte, sowie Handwerker und Lkw-Fahrer, an einer beeindruckenden Sternfahrt nach Pforzheim beteiligt. Diese breite Mobilisierung von verschiedenen Akteuren unterstreicht die Vielschichtigkeit der Anliegen, die über die Landwirtschaft hinausgehen und eine breite Unterstützung in der Bevölkerung finden.

Die Landwirte setzten mit diesen Aktionen gezielt Druck auf die Ampelregierung in Berlin, um ihre Forderungen und Anliegen in den politischen Diskurs einzubringen. Ein zentrales Anliegen der Landwirte ist die Beibehaltung der Steuerbegünstigung beim sogenannten „Agrardiesel“.
Obwohl die Regierung angekündigt hat, einen Teil der ursprünglich geplanten Kürzungen zurückzunehmen, betrachten viele Landwirte dies als unzureichend.

Die Unzufriedenheit der Landwirte zeigt sich nicht nur in der Teilnahme an den Protestaktionen, sondern auch in ihrer klaren Haltung gegenüber den politischen Entscheidungen.
Die Tatsache, dass sich nicht nur Landwirte, sondern auch Handwerker und LKW-Fahrer am Protest beteiligen, unterstreicht die breite Solidarität und das gemeinsame Bestreben, auf die Herausforderungen in der Landwirtschaft und anderen Branchen aufmerksam zu machen.

Der Landesbauernverband schlägt Alarm und weist darauf hin, dass die Landwirte zunehmend unter einem spürbaren Preisdruck litten.
Diese anhaltende Belastung schwäche die Branche weiter und erschwere die Produktion heimischer Lebensmittel, so der Verband. Die steigenden Kosten und der Druck auf die Preise setzten die Landwirte unter erheblichen wirtschaftlichen Stress, was langfristige Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion im Inland haben könne.

In Lörrach plant der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) gemeinsam mit Bauern am Samstagnachmittag eine Demonstration.
Ein zentrales Anliegen ist der Protest gegen die geplante Aufhebung der Steuervorteile beim sogenannten „Agrardiesel“.

Dabei betont der BLHV auch ausdrücklich, dass er sich gegen eine politische Vereinnahmung des Protests wehren möchte und dass man den Protest für die eigenen Interessen klar politisch abzugrenzen und nicht von externen Interessengruppen, wie beispielsweise den sogenannten „Querdenken“ oder rechten Parteien unterwandern ließe.

Diese Sorge vor politischer Vereinnahmung kommt nicht von ungefähr.

In einer vorherigen Kundgebung in Lörrach hatte sich ein Sprecher zu Wort gemeldet, der kein Landwirt war und zudem politische Themen des rechten Rands verbreitete.
Der BLHV distanziert sich entschieden von solchen Entwicklungen und betont seine Unabhängigkeit.

Die Deutsche Bahn (DB) rüstet sich für den nächsten Streik der Lokführergewerkschaft GDL ab heute, Mittwoch, den 24.1.2024.

Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, können Reisende nun online den Notfahrplan der Bahn für die ersten Tage des bevorstehenden Streiks einsehen.
Die üblichen Fahrplanauskünfte im Internet zeigen an, ob Züge fahren oder nicht. Im Regionalverkehr der DB Regio sind erhebliche Einschränkungen zu erwarten.

Die GDL hat im laufenden Tarifstreit mit der DB zu einem neuen, sechstägigen Streik aufgerufen.
Dieser soll in der Nacht zum Mittwoch, 24. Januar, um 2 Uhr beginnen und bis Montagabend, 29. Januar, 18 Uhr andauern.
Die GDL warnt vor massiven Beeinträchtigungen im Personenverkehr der Bahn in diesem Zeitraum. Beim für den Güterverkehr zuständigen Unternehmen DB Cargo soll der Streik bereits am Dienstagabend um 18 Uhr starten.

Der Notfahrplan der Bahn gewährleistet nach eigenen Angaben ein sehr begrenztes Zugangebot im Fern‑, Regional- und S‑Bahn-Verkehr der DB. Pendler müssen sich somit erneut auf schwierige Tage mit zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen einstellen.

Die Gewerkschaft GDL werde erst wieder verhandeln, wenn klar sei, dass der Bahnvorstand mit ihr in Verhandlungen einträte über alle Elemente, die sie gefordert habe, so der GDL-Vorsitzende Weselsky. Die Gewerkschaft fordert eine verpflichtende Absenkung der Wochenarbeitszeit.

Der anstehende Arbeitskampf wäre der vierte im aktuellen Tarifkonflikt.
Vor dem Jahreswechsel legte die GDL bei zwei Warnstreiks große Teile des Personenverkehrs lahm.
Im Januar folgte ein dreitägiger Streik mit ähnlichen Auswirkungen.

Die Tarifverhandlungen mit der Bahn liegen derzeit auf Eis. 

Trotz zweier vorheriger Streiks konnten die Gespräche, insbesondere aufgrund der Forderung nach einer Senkung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, nicht voranschreiten.

Am Freitag präsentierte die Bahn ein neues Angebot, das die Arbeitszeitwahl ab 2026 bei vollem Lohnausgleich auf 37 Wochenstunden ermöglicht.
Alternativ steht den Beschäftigten eine stärkere Lohnerhöhung zur Verfügung.

Joachim Rukwied, der amtierende Präsident des Deutschen Bauernverbands, hat angekündigt, dass Landwirtinnen und Landwirte landesweit gegen die geplanten Maßnahmen der Regierung protestieren werden. In einem Interview mit der „Rheinischen Post” in Düsseldorf betonte Herr Rukwied, dass für den Haushalt ebenso wie für jedes andere Gesetz gilt, dass erst nach Abschluss aller Verhandlungen endgültige Entscheidungen getroffen werden können.

Der Fokus der Landwirte liegt nach seinen Aussagen weiterhin auf der Suche nach einer angemessenen Lösung bezüglich des Agrardiesels. Herr Rukwied betonte, dass die landesweiten Aktionen daher fortgesetzt werden, da die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. In Bezug auf Angebote seitens der Koalition, Landwirte anderweitig zu entlasten, beispielsweise durch Unterstützung bei Stallumbauten, äußerte sich Herr Rukwied zurückhaltend. Er erklärte, dass zwar auch über andere Themen gesprochen werden müsse, dies jedoch erst nach Abschluss der aktuellen Verhandlungen erfolgen könne.

In den vergangenen Wochen hatten Bäuerinnen und Bauern deutschlandweit bereits gegen die geplanten Einschnitte protestiert. Als Reaktion darauf verzichtete die Regierung zunächst auf die vorgesehene Abschaffung der Vorteile bei der Kfz-Steuer für landwirtschaftliche Betriebe. Außerdem wurde die Aufhebung der Steuervergünstigungen beim sogenannten „Agrardiesel” zeitlich gestreckt.

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir äußerte Verständnis für die Proteste der Bauern. In einem Statement erklärte er, dass im laufenden Jahr für die Agrarstrukturförderung mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung stünden.
Trotz strenger Sparvorgaben hätten die ursprünglich geplanten Kürzungen bei der „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz” nahezu vollständig rückgängig gemacht werden können.
Herr Özdemir betonte, dass die Förderung für starke ländliche Räume gesichert bleibe und dass dies das Ergebnis eines hart erkämpften und erfolgreichen Engagements sei..

Bundesfinanzminister Lindner hat die rationale Rechtfertigung für das Ende der Subventionen für Agrardiesel erneut artikuliert.
Er betonte, dass alle Akteure einen Beitrag zu den notwendigen Sparmaßnahmen leisten müssten.
Dabei unterstrich er sein Bestreben, sich für eine Reduktion der bürokratischen Belastungen einzusetzen.
Finanzminister Christian Lindner beabsichtigt, an der geplanten Abschaffung der Agrardiesel-Subvention festzuhalten.
Er argumentierte, dass sämtliche Akteure ihren Beitrag leisten müssten, um eine generelle Steuererhöhung zu vermeiden. Der FDP-Politiker Lindner fügte hinzu, dass er keine zusätzlichen finanziellen Zuwendungen mehr bereitstellen könne.
Gleichzeitig signalisierte er jedoch die Bereitschaft, an der Reduzierung von bürokratischen Hürden und anspruchsvollen Auflagen mitzuwirken, die landwirtschaftliche Betriebe belasten würden.
Lindner formulierte dies als einen möglichen Kompromiss, der ohne Mobilisierung von Steuergeldern auskomme und dennoch Entlastung für die Betriebe bedeute.
Lindner erklärte erneut die Ausrichtung der Bundesregierung, die aufgrund der angespannten Haushaltslage Prioritäten setzen müsse.
Bildungsinvestitionen, die Bundeswehr, die Infrastruktur und niedrige Strompreise würden vorrangig behandelt. Dabei sei eine allgemeine Steuererhöhung unter Einhaltung der Schuldenbremse ausgeschlossen. Lindner betonte, dass auch die Politik auf bestimmte Vorhaben verzichten müsse, wie beispielsweise den geplanten Neubau des Bundesfinanzministeriums.
Das übergeordnete Ziel sei eine gesunde Staatsfinanzlage.
Der FDP-Chef bezeichnete die Kürzungen für Landwirte als moderat.
Die Landwirte erhielten jährlich neun Milliarden Euro aus Brüssel und Berlin, wovon im Jahr 2025 drei Prozent wegfallen würden.
Lindner äußerte den Eindruck, dass die Proteste mehr umfassen als die aktuellen Sparmaßnahmen und dass sich ein Druck aufgebaut habe, der verstärkt in die Betriebe hineinregiere.
Er strebe an, diesen Druck zu mindern, indem er verlässliche Rahmenbedingungen schaffe. Als Lösungsvorschlag brachte er die Bildung von Steuerrückstellungen in ertragreichen Jahren vor, um die Lage der Landwirte zu verbessern, ohne auf die finanzielle Unterstützung der Steuerzahler zurückzugreifen.
Lindner betonte wiederholt, dass auch bei Sozialleistungen Kürzungen vorgenommen würden.
Sanktionen gegenüber Bürgergeldempfängern, die ihre Arbeit verweigerten, würden über eine Milliarde Euro für den Haushalt generieren.
Vor seiner Rede auf der Abschlusskundgebung der Bauernproteste hatte Lindner auf die Notwendigkeit des Dialogs hingewiesen.
Trotz der Pfiffe und Buhrufe während seiner Rede unterstrich er die Bedeutung des Austauschs und der Kommunikation.

Ein Bekannter ist durch seine neue Lebenspartnerin zu den sogenannten „Querdenkern” gekommen.

Ganz stolz erzählte er davon, als wir uns bei einem Event trafen.
Er musste mir auch sofort sagen, dass seine „Neue” bei den sogenannten „Querdenkern” sei und er konform mit ihr gehe, was das beträfe, weil wir ja seit dem Zweiten Weltkrieg von den Amerikanern unterdrückt worden seien.

Dies war mir jetzt neu, also das mit den „Amis”.
Ich wartete darauf, die Bundesrepublik wäre nur eine von den „Amis” verwaltete „AG”, doch das passierte nicht,

Meine Gattin und ich konnten nicht glauben, was er erzählte, doch in den nächsten Wochen erlebten wir ihn ganz anders.

Plötzlich kamen von ihm „politische” Postings bei Facebook.
Es ging um so verworrene Dinge wie, dass die Alliierten nach dem Sieg über das „Deutsche Reich” alle deutschen Patente gestohlen hätten.
So ganz verkehrt ist es nicht, nicht ganz!
Der amerikanische Geheimdienst hatte in der Tat deutsche Patente gestohlen, weil die USA wissen wollten, welche Raketen die Deutschen entwickelten.

Es wurde von Mal zu Mal abstruser.

Alte Reden von Franz-Josef Strauß, Helmut Schmidt wurden gepostet, ohne Kommentar dazu.
Ich fragte, was die Absicht dahinter sei, bekam doch keine Antwort oder nur lapidar, dass dies dazu da sei, sich seine (eigene) Meinung zu bilden.

Irgendwann begann er auch zu behaupten, dass wir in der Bundesrepublik eine Zensur hätten.
Ich widersprach und erklärte ihm, was der Unterschied zwischen Zensur und Nutzungsregeln sei, doch ich stieß auf taube Ohren bei ihm. Er behauptete, dass man in den sozialen Onlinenetzwerken nicht mehr alles sagen dürfe und das wäre Zensur.
Ich erklärte ihm, dass es bei Facebook eine der Nutzungsregel sei, dass man fair diskutieren solle und dazu gehöre auch, keine fremdenfeindlichen Statements zu geben oder Fake-News zu posten. Wenn man dies tue, könne Facebook diese Statements löschen und die dementsprechenden Nutzer temporär oder ganz ausließen.
Ich erklärte ihm, dass Zensur sei, wenn man das Statement erst vorlegen müsse und jemand darüber entscheide, ob es oder ob es so veröffentlicht werden dürfe. Nutzungsbedingungen durchzusetzen und im Nachhinein Statements zu löschen, wäre keine Zensur.
Man habe Konsequenzen zu tragen aus seinem Verhalten.
Dies sei so ähnlich wie, als wenn man zu schnell gefahren sei und Bußgeld bezahlen müsse.
Wenn Autos automatisch nicht schneller fahren könnten als beispielsweise 50, wäre dies Gängelung, also so ähnlich wie Zensur. Oder jemand würde fragen, wo man hinfahren wolle und stelle dann die Höchstgeschwindigkeit im Auto auf 50 ein, wenn man sagen würde, man wolle nur kurz in die Stadt. 

Dann sprach er eben von Diktatur.

Wie immer fragte ich ihn, wie er einen Begriff mit eigenen Worten fülle, bekam doch nie eine Auskunft.

In Deutschland herrsche eben Diktatur, schlimmer als zur Nazizeit, meinte er und Punkt.
Daran gab es auch nichts zu rütteln.

Heute hat er ein Video mit Bundeskanzler Scholz gepostet, worauf ich sagte, es wäre nur zum Hetzen da, und bat ihn, konkrete politische Vorschläge zu machen, was man ändern solle, wenn er gewählter Politiker wäre.
Wie ein kleines Kind schrieb er: „dann schau es Dir einfach nicht an. Und die tägliche Hetze gegen Andersdenkende ist legitim, sie kommt ja von den ‚Guten Menschen’ … Zu gegebener Zeit mache ich Vorschläge an die, die dafür ein ernsthaft interessiertes Ohr haben und auch bereit sind, den einen oder anderen umzusetzen. Ich mache keine Vorschläge, nur weil Du es jetzt willst.”

Er war ein wirklicher, sogenannter „Querdenker” geworden.
Um ihn anzustupsen, damit er merkt, welchem Irrglauben er hinterherläuft, kommentierte ich einen nichts-sagenden Beitrag von ihm, in teils ironischem Ton.
Ich gratulierte ihm zu seiner Veränderung, denn er sei ein richtiger sogenannter „Querdenker” geworden. In den letzten Monaten hätte ich seine Facebook-Beiträge verfolgt und festgestellt, dass sich etwas massiv geändert habe. Trotz meiner wiederholten Bitte um politische Statements und Erklärungen zu Themen wie Zensur und Diktatur in Deutschland, habe er sich dazu nicht geäußert. Er veröffentliche jetzt ‚quergedachte’ Beiträge und Videos, ohne die Absicht dahinter zu erklären. Du bist zu einem ‚Querdenker’ geworden, der hauptsächlich Unzufriedenheit ausdrückt, Verschwörungen vermutet, aber wenig konkrete Vorschläge macht. Bisher habe er mich nicht überzeugen können, dass er politisch fundiert sei, außer dass er eben ein ‚Querdenker’ sei.

Es dauerte ein paar Tage, bis eine Antwort kam.
Aber anstatt auf meine Bedenken und Fragen zu antworten, konterte er, ich sei selbstherrlich und mein Verhalten sei menschenverachtend.
Das „menschenverachtend” bezog ich auf mein Statement zu einem „Bauern”, der sich selbst als Friedensengel deklariert hatte. Dieser hatte behauptet, alleine dadurch, dass die Bauern allen Essen gäben, hätten wir in Deutschland Frieden. Ich bemerkte, dass dieser Bauer selbstherrlich und heuchlerisch daher komme, um die Bauernproteste, auch die Nötigung gegen Robert Habeck, zu rechtfertigen.
Er ging also wieder nicht auf Fragen ein, wobei ich nicht der einzige seiner Facebook-Freunde bin, die so reagieren.

Ich war sehr überrascht, als er mir dies vorhielt und überlegte, was ich kontern könnte, brauchte aber ein paar Tage.

Ich wies nochmal darauf hin, dass ich dazu stünde, dass der „Friedensengel” selbstherrlich und überheblich sei. Ich machte klar, dass das „menschenverachtend” wohl völlig aus der Luft gegriffen sei. Ich gratulierte nochmals ironisch, dass der zum „echten” sogenannten „Querdenker” geworden sei, weil er sich selbst und seine „Kumpanen” in einer Opfer manövriere, um sich einen Freibrief zu erstellen, alles sagen zu können.
Er stellte auch klar, dass ich als Journalist alles von allen Seiten beleuchte und dann zu einem Konsens käme und nicht einfach etwas plakativ in den Vordergrund stelle, von dem ich weiß, dass es nicht oder nicht ganz stimme.

Dann wurde es noch kurioser.

Wie man sich denken kann, gingen ihn die Argumente wieder aus und er sagte mir, ich könne über den Bauern gar nicht urteilen, weil ich ihn nicht persönlich kennen würde.
Meine Frage war, ob er ihn denn kenne, worauf er nur sagte, dass für ihn die Diskussion beendet sei, weil er keine Lust habe, sich mit einem „menschenverachtenden Menschen” wie mich auszutauschen.

Schade!

Dies hatte mir allerdings eindeutig gezeigt und mir bewiesen, wie sich sogenannten „Querdenker” verhalten.

Wie man sich denken kann, hat mich bei Facebook blockiert, was bedeutet, dass ich keine Aktivität mehr von ihm sehen kann. Meine Gattin hat er auch gleichzeitig blockiert, wahrscheinlich, damit sie mir nicht etwas über seine Aktivitäten bei Facebook erzählt oder mit ihm diskutiert.

Es gestaltete sich allerdings kurios:
Kurz vorher bekam ich eine „Persönliche Nachricht” von ihm, dass ich diesen Blog-Beitrag löschen solle.
Er sagte gleichzeitig, dass er nichts gegen mich habe und auch keinen Streit mit mir haben wolle, denn er sei ein friedlicher Mensch.
Da ich noch auf der Arbeit im Büro saß, versprach ich ihm, dass ich diesen Betrag etwas später löschen wolle.
Ich hatte dies geschrieben und nach ein paar Minuten schrieb er mir, dass es eigentlich egal sei, ob der Beitrag online bliebe oder nicht, denn schließlich wüssten jetzt sowieso „alle” (!) über ihn Bescheid.
Ich wollte noch schreiben, dass ich es vom Smartphone geschafft hatte, diesen Beitrag zu löschen, doch ich war schon blockiert.

Nachdem ich auf ihn eingegangen war, stellte ich diesen Beitrag wieder online.

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