Kürzlich ereignete sich eine unerwartete Situation am Fährhafen Schlüttsiel, als Robert Habeck, amtierender Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, nach seiner Rückkehr von der Hallig Hooge von aufgebrachten Bauern daran gehindert wurde, an Land zu gehen. Die Situation eskalierte, als die Bauern die Ankunft des Politikers am Fährhafen erwarteten und ihn daran hinderten, von Bord zu gehen oder das Schiff zu verlassen.

Dieses Ereignis sorgte für Aufsehen und Diskussionen über die direkte Konfrontation zwischen politischen Entscheidungsträgern und Teilen der Landwirtschaft. Aber auch selbst deklarierte Politiker, wie die sogenannten „Querdenker”, beteiligten sich am politischen Diskurs, allerdings machten sie nur Stimmung gegen Herrn Habeck und veröffentlichten in sozialen Onlinenetzen hämische und aggressive Beiträge.

Sprüche wie „Hat der Bauern Angst um seine Butter, bleibt der Habeck auf dem Kutter” oder „Hat der Bauer Angst um seine Getreideähre, bleibt der Habeck auf der Fähre.” machen die Runde.
Die Nötigung von Robert Habeck und das Hindern am Verlassen der Fähre wird hochgelobt, in der Manier: „Wir haben es den Herrschenden mal richtig gezeigt.„
Dazu kommen Videos und Fotos, wie die Bauern den Bundesminister angepöbelt wird, damit er die Fähre nicht verlässt.

Dies alles wird als „Riesen-Ding” gefeiert

Heute allerdings wendete sich das Blatt auf eine kuriose Weise.

Auf einer bekannten Fake-News-Webseite wird behauptet, diese Proteste hätten nicht beziehungsweise so nicht stattgefunden, wie die sogenannten „Mainstreammedien” es behaupten würden.

Die Bauern hätten durch Zufall erfahren, dass Robert Habeck mit der Fähre von Hooge aufs Land nach Schlüttsiel übersetzen gewollt habe und hätten nur vorgehabt, mit ihm „im ruhigen Ton” zu reden.
Dies habe ein ehemaliger Journalist, der zufälligerweise am Fährhafen gestanden habe, so bestätigt.
Niemand habe randaliert oder herumgepöbelt. Alle wären sehr ruhig gewesen.
Einzig und allein habe Herr Habeck aus „Publicity-Gründen” entschieden, nicht an Land zu gehen und die Sache aufzubauschen. Dies kenne man ja von den „Mainstreammedien”. Auch habe es auch kein Poster mit einem Galgen gegeben, auf dem Habeck zu sehen gewesen sei.

Es ist schon erstaunlich, dass es auch bei „Querdenkern” Videos und Bilder gibt, die eindeutig beweisen, dass Robert Habeck dran gehindert wurde, an Land zu gehen. Auch ist auf manchen Bildern das Poster mit dem Galgen zu sehen.

Die Intention dahinter ist, dass diese „Fake-News-Nachrichtenagentur” gemerkt hat, dass die Aktion mit der Nötigung Habecks ein schlechtes Licht auf dessen Anhänger, insbesondere den „Querdenkern” geworfen hat.

Die sogenannten „Querdenker” verhalten sich dabei wie das von ihnen verachtete „Schlafschaf”, das sich alles aus Bequemlichkeit gefallen lässt.

Um nochmals die neuen Fake-News zu unterstreichen, wird behauptet, sogar der Präsident des Bauernverbands habe mit in das angebliche „Lügen-Horn” geblasen, um die „Mitleidsnummer” um Habeck mit zu inszenieren.

Es wird nicht wundern, dass die sogenannten „Querdenker” ins gleiche Horn blasen wie die Fake-News-Webseite, die täuschend echt eine echte Nachrichten-Webseite plagiiert.

Querdenker kritisieren immer wieder in der Politik den Opportunismus von Politikern.

Ich mutmaße, dass „Querdenker” nicht darüber nachdenken, was sie wirklich tun und was sie wollen.
Um ihre Ziele, wenn es überhaupt welche gibt, werden sie oft zu Opportunisten.

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