Esoterik

Angeblich könnte man sich auf PCR-Tests und Schnelltests ja nicht verlassen, behaupten die Corona-Leugner. Sie behaupten, dass ein PCR-Test auch Influenza-Viren erkennen könne.
In dem Beitrag, wie ein PCR-Test funktioniert, wurde bewiesen, warum ein PCR-Test, der Corona-Viren erkennen soll, keine Influenza-Viren erkennen kann.
Nun folgt eine Testreihe, um zu erklären, wie Corona-Leugner auf widersprüchliche Aussagen zu Schnell- und PCR-Test kommen.
Die Grenze zwischen Wahrheit und Unwahrheit der Corona-Leugner ist dabei sehr dünn.
Allen PCR-Tests liegen Verfahrensregeln zugrunde, die für jeden PCR-Test gelten.
PCR-Test ist der Oberbegriff. Um etwas Spezielles erkennen zu können, werden PCR-Test extra „abgestimmt“ auf das, was sie erkennen sollen.
Ein spezialisierter PCR-Test kann nur zwei Aussagen treffen, nämlich die, ob etwas gefunden wurde oder nicht.
„Gefunden“ heißt „positiv“, „nicht gefunden“ „negativ“.
Einer Person wird ein Abstrich aus dem Rachen und der Nase genommen.
Dazu wird ein PCR-Test angewandt, der darauf ausgelegt ist, Corona-Viren zu erkennen. Der PCR-Test ist „negativ“, was bedeutet, dass die Person nicht mit Corona-Viren infiziert ist.
Nun wird ein weiterer Abstrich von Rachen und Nase bei der gleichen Person genommen.
Nach der Anwendung eines auf Influenza (Grippe) geeichten PCR-Tests kommt heraus, dass dieser „positiv“ verläuft. Dies bedeutet, dass die Person mit Influenza infiziert ist.
Ein PCR-Test kann nur immer nach einer Sache suchen.
Wenn er für Influenza geeicht ist, schaut er nur noch Influenza-Viren. Spürt er sie auf, ist das Ergebnis „positiv“, ansonsten „negativ“.
Ein PCR-Test für Corona-Viren kann nur Corona-Viren aufspüren.
Ein PCR-Test, der auf Masern geeicht ist, nur Masern-Viren.
PCR-Tests, können nicht nur Viren erkennen, sondern auch andere Krankheiten und sogar Erbkrankheiten oder Gendefekte.
Sie benutzen „genetische Fingerabdrücke“ zu Erkennung.
Ein PCR-Test, der zum Beispiel nach dem „genetischen Fingerabdruck“ von Corona-Viren sucht, kann nicht Influenza, Masern et cetera erkennen.
Das Verfahren, wie ein PCR-Test funktioniert, ist hier sehr einfach dargestellt.
Nun ist der Fokus wieder auf der Person weiter oben.
Der „Corona-PCR-Test“ war „negativ“, der „Influenza-PCR-Test“ war „positiv“.
Man musste ja zwei Abstriche machen, weil man zwei PCR-Tests angewandt hat.
Jetzt nimmt man von der Personen einen Schnelltest, der für Corona-Viren geeicht ist.
Nach knapp einer Viertelstunde zeigt dieser Test an, dass man „positiv“ auf Corona getestet wurde.
Ein Widerspruch?
Keinesfalls!
Der Schnelltest basiert auf Antikörper – sogenanntes Immunglobulin G und Immunglobulin M – und zeigt eine Konstellation an.
Die Person, die getestet wurde, hat vor einigen Monaten eine Corona-Erkrankung gehabt und ist davon genesen.
Der (Antikörper-) Schnelltest zeigte an, dass die Person Antikörper zu Corona hat.
Der Schnelltest sagt unter anderem nicht nur aus, ob man gerade infiziert ist, sondern ob man infiziert war (und Antikörper gebildet hat).
Nun wird auch klar, weswegen jemand, der laut Schnelltest „positiv“ ist, danach einen PCR-Test machen sollte.
Der PCR-Test sucht explizit nach dem Corona-Viren.
Er sucht nicht nach Antikörpern.
Zusammen mit dem „positiven“ Schnelltest sagt ein „negativer“ PCR-Test aus, dass die Person an Corona erkrankt gewesen (und genesen) ist.
Sind beide Tests „positiv“, bedeutet dies, dass die Antikörper sich gerade bilden und dass im Körper Corona-Viren gefunden wurden.
Es sollte nach dieser Darstellung klar sein, warum der Schnelltest und der PCR-Test bei der gleichen Indikation verschiedene Ergebnisse liefern können.

Quanten sind unendlich kleine Energiepakete. Diese nicht teilbar.
Nun haben auch sogenannte „Heiler” die Quanten für sich entdeckt.
Sie nennen es „Quantenheilung”.
Was steckt genau dahinter?
Das Konzept, das dahinter steckt, ist einfach.
Man stelle sich einen Stoß vor wie beim Billard.
Wenn man die Kugeln anstößt, verteilen sie sich durch den Stoß der ersten Kugel in alle Richtungen und geben ihn weiter. Irgendwann stehen die Kugeln wieder.
Bei der „Quantenheilung” gibt es auch solche Energiestöße.
Quanten sind ja Energiepakete.
Durch Globuli oder von außen – zum Beispiel durch Energieeinleitung durch „Quantenmassage” oder REIKI-Methoden – werden die Energien im Körper zu der „Krankheit”” geleitet.
Eine Krankheit ist ja nur ein falsch geleiteter Energieimpuls.
Ein richtig geleiteter Energiestoß kann dies wieder richten.
Vereinfacht kann man es sich anhand einer Muskelverspannung vorstellen.
Um diese zu lindern, legt man ein warmes Kissen auf die Stelle, die wehtut. Durch die Wärme entspannen sich die Muskeln und die Schmerzen verschwinden.
Man hat also Wärme (-Energie) auf die Stelle gegeben.
Dieses System machen sich „Quantenheiler” zunutze.
Doch die „Theorie”, die bei ihnen dahintersteckt, funktioniert nicht.
Krankheiten, wie zum Beispiel Infektionen, sind keine Verspannungen oder fehlgeleiteten Energien.
Wenn man Einsteins Theorien zurate zieht, kann man sagen, dass Masse und Energie das Gleiche in verschiedenen Formen sind.
Quantenmechanische Prozesse funktionieren nämlich anders, als „Quantenheiler” es darstellen.
Zurück zum Billard.
Man stelle sich vor, dass die Kugeln Quanten seien.
Ein Quantum ist eine unteilbare Energieeinheit.
Nun kommt der „Quantenheiler” mit seinem Queue – gesprochen: „Kö” – und tickt die erste Kugeln an. Das Quantum bekommt eine Richtung „mitgeteilt” und bewegt sich nun.
Dann trifft es auf eine andere Kugel.
Ein Quantum ist unteilbar. Das heißt, die erste kann die zweite Kugel anstoßen, dass diese sich bewegt, mehr aber nicht. Die anderen Kugeln bleiben also stehen.
In der Welt der Quanten funktioniert dies nämlich anders.
Eine Kugel kann auch keine zwei Kugeln anstoßen, weil das übertragene Quantum nicht teilbar ist.
In der „normalen Welt” funktioniert das Billardspielen deswegen, weil Millionen und Milliarden Quanten und Energiestöße zusammenwirken und sich viele Stöße und Impuls in einzelne Quanten „herunter” teilen können.
Im Gegensatz zu einer „Quantum-Kugel” sind ja Billard-Kugeln um Millionen- und Milliardenfaches größer.
Hier kommt es zur Diskrepanz bei den „Quantenheilern”.
Sie behaupten nämlich, dass ein Quantum zig andere anstoßen und so bewegen könnte.
Das stimmt nicht,
Das Wort „Quanten” in „Quantenphysk” und „Quantenmechanik” ist anscheinend modern oder neu, aber die Esoterik bedient sich alter Methoden.
Es wird wie immer nur die halbe Wahrheit gesagt und diese „Wahrheit” noch mit sogenannten„Barnum-Aussagen” untermauert.
Die sogenannte „Quantenheilung” ist also nichts mehr als Quacksalberei.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
Liebe Teilnehmer an den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen!
Am 1.8.2020 habt Ihr auf Eurer Demo in Berlin das „Ende der Pandemie” deklariert.
Das dürft Ihr deswegen tun, weil es Artikel 5 des Grundgesetzes gibt.
Ihr dürft auch behaupten, dass Corona (Covid-19) nicht schlimmer als eine Erkältung ist.
Ihr dürfte auch behaupten, dass es eine Impfpflicht in Deutschland gibt.
Ebenso ist es legitim, einfach in den Raum zu stellen, dass Bill Gates der „Neue Weltordnung” dem Weg bereitet.
Ihr könnt auch behaupten, dass kein einziger an Corona in Deutschland gestorben ist.
Ihr könnt auch die Corona-Tests in Abrede stellen.
Artikel 5 lässt sowas zu.
Andererseits müsst Ihr aber auch anerkennen, dass andere ebenso eine eigene Meinung haben und diese belegen können. Dabei schaffen es Eure „Gegner”, Argumente zu liefern, die beweisen, dass Ihr falsch liegt.
Diese Argumente sind dann doof und Ihr kommt damit nicht klar.
Dann geht das unterschwellige Beleidigen los, dass sich dann irgendwann aufbauscht.
Das ist Euer Umgang mit Kritikern an Euch.
Die, die Argumente gegen Euch auffahren, sind plötzlich Lemminge, schlafende Schafe, Trottel und dergleichen mehr.
Ihr fahrt dann irgendwelche nichtssagenden Geschütze auf, beweist aber nur, dass Ihr andersherum andere nicht ernst nehmt. Das bedeutet, Artikel 5 gilt nur für Euch.
In Euren Augen sind wir ja „Merkels Zombies”.
Aber auch sowas dürft Ihr behaupten. Persönlich angezogene können Euch deswegen aber auch verklagen. Es ist nämlich legitim, sich mit juristischen Mitteln zu wehren.

In Hollywood soll es „Eliten” geben, die Kinder rauben, diese in schalldichte Keller sperren und sie foltern. Dann gewinnen sie angeblich das Hormon Adrenochrom aus dem Blut der Kinder, spritzen sich dies und verjüngen such damit. Die Kinder würden anschließend an Organbanken oder Kannibalen verkauft.
Diese Verschwörungstheorie kursiert nicht erst seit kurzem, sondern schon weitaus länger, als man denkt.
Man denke an die Gerüchte aus dem Mittelalter, Juden würden Kinder essen oder deren Blut trinken.
Am 28.10.2017 veröffentlichte jemand im Politikforum der Plattform „4chan” – Synonym für „Fortune” (Schicksal)) – einen Beitrag mit der Überschrift „Ruhe vor dem Sturm”.
Darin behauptet der Autor, der sich selbst „Q” nennt, dass Hollywoodstars und Eliten wie hohe Beamte einen Kinderhändlerring betreiben würden. Er formulierte, dass das Ziel sei, Kinder zu foltern und Adrenochrom zu gewinnen, um sich damit zu verjüngen beziehungsweise „ewige Jugend” zu erlangen. Der Autor mit dem Namen „Q” stellte sich selbst ein hoher Mitarbeiter des Militärs vor, der „Q Clearance” besäße, was bedeutet, dass er Zugang zu streng geheimen Informationen wie Waffensystemen et cetera hat.
Um wen es sich bei „Q” handelt, ist bis jetzt nicht geklärt.
Er selbst beschrieb vieles so, dass man einen riesigen Interpretationsspielraum hat.
Darauf angesprochen, was er konkret meine oder warum er stellenweise kryptisch oder sehr vage spreche, antwortet er, wenn er deutlicher formuliere, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass er identifiziert würde, sehr groß.
Er weist auch darauf hin, dass Präsident Trumpf den Kriminellen in der Regierung Paroli biete und der „Tag der Abrechnung” nahe sei.
John F. Kennedy habe seinen Tod nur vorgetäuscht, damit er zusammen mit Trump den Kriminellen das Handwerk legen könne.
Dass John F. Kennedy hundert Jahre alt wäre, spielt keine Rolle.
Aus den „Erläuterungen”, die „Q” veröffentlichte, hat sich eine Verschwörungstheorie namens „QAnon” entwickelt.
Personen, die die „Berichte” vn „Q” weiterverteilten nannten sich „Q Anonym”, abgekürzt „QAnon”.
Das Kuriose ist, dass eine Person, die auch noch größtenteils vage Angaben macht oder auch in Rätsel etwas darstellt, so etwas bewirken kann.
Die Behauptung beweisen konnte dieser „Q” nicht, denn er sagte immer wieder, wenn er konkreter würde, könnte man darauf kommen, wer er sei.
Alles, was er sagte, kann mit keinem Beweis belegt oder gar falsifiziert werden.
Adrenochrom ist ein Stoffwechselprodukt des Adrenalins und ist an der Bildung des Hautpigments (Melanozyten) beteiligt. Es wurde 1952 im Zuge klinischer Studien zum Verständnis der Schizophrenie und deren Behandlung näher untersucht. 1982 wurde Adrenochrom allerdings als psychisch-aktive Substanz verworfen.
Q ist ein gottähnlicher Charakter bei der Serie „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert” ( „Star Trek – TNG” ).

Den Verschwörungstheoretiker rund um die angebliche „Corona-Lüge” ist nichts zu schade, um es für eigene Zwecke zu missbrauchen.
Die wirren Aluhut-Träger haben einen Zusammenhang zwischen dem neuen Mobilfunkstandard 5G und Corona (Covid-19) konstruiert.
Angeblich sei Corona zeitgleich mit der Einführung von 5G aufgetreten.
Da Deutschland nur in einigen wenigen Großstädten 5G-Anlagen zum Testen aufgestellt hat, ist ein Zusammenhang nicht gegeben, wie von den Verschwörungstheoretikern behauptet wird.
Wenn es stimmte, müsste es in Gangelt, Kreis Heinsberg, – dem Corona-Hotspot in Deutschland – ein funktionsfähiges 5G-Netz geben.
Dies ist aber nicht der Fall.
Es wird ohne Vergleichsstudien behauptet, dass das 5G-Netz das Immunsystem des Menschen schwäche und dadurch gefördert werde, dass sich Krankheiten schneller ausbreiten könnten.
Bedingt durch die höheren Datenübertragungsraten bei 5G werden höhere Frequenzen benötigt. Diese liegen im Bereich um 38 Gigahertz. Man spricht auch von Millimeterwellen.
Durch neue fokussierbare Antennen und Transmitter reduzieren sich die Übertragungszeiten für Datenpakete auf unter einer Millisekunde.
Da höhere Frequenzen und kleinere Wellenlängen nicht soviel Energie erzeugen, reduziert sich folglich auch die Wärmewirkung.
Experten des Bundesamts für Strahlenschutz haben in Studien bewiesen, dass diese geringe Wärmewirkung nur in den oberen Hautschichten eindringe und keinen Schaden anrichte.
Um das Immunsystem zu schwächen, müsste man Menschen schon sehr hohen Strahlungen aussetzen, die nicht mal in der Anfangszeit des Mobilfunks erreicht wurden.
Noch bevor es die Mobilfunknetze gab, wurden ISDN-Telefone eingeführt, die nicht mehr wie die „alten” analog, sondern digital funktionierten.
Zu dieser Zeit kamen auch sogenannte Schnurlos-Telefone heraus und es kursierten die ersten Gerüchte, dass diese Telefon durch die „getakteten Verbindungen” Krebs verursachen würden.
Dies konnte weder bei den Schnurlos-Telefonen noch bei Mobiltelefonen nachgewiesen werden.
Jedes Mal, wenn ein Mobilfunkstandard oder Datenübertragungsstandard bei Mobiltelefonen durch einen neueren abgelöst wurde, flammten diese Gerüchte wieder auf.
Diese Verschwörungstheorie wird auch bei Personen verbreitet, die sich gegen die angeblichen „Freiheitsbeschränkungen durch die Anti-Corona-Maßnahmen” aufzulehnen meinen.
Da diese Corona-Leugner und ‑Verharmloser behaupten, dass Corona nicht schlimmer als eine Grippe oder Erkältung sei, kommt es ihnen gerade recht, dass man einen Zusammenhang mit 5G konstruieren kann.
Da angeblich die elektromagnetische Strahlung von 5G das Immunsystem schwäche, kann man bei der Behauptung bleiben, dass Corona harmlos sei, denn wenn Menschen erkrankten und im schlimmsten Fall stürben, liege dies nicht am Corona-Virus, sondern daran, dass das Immunsystem durch die „5G-Strahlung” zerstört worden sei.
So kann man auch behaupten, dass diese Personen durch eine völlig harmlose Erkältung gestorben seien, weil der Körper keinerlei Abwehrkräfte mehr gehabt habe.

Man kann sich den Job nicht immer aussuchen …
Heute zog es mich berufsbedingt zur Kundgebung gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung auf das Cannstatter Wasen-Gelände nach Stuttgart.
Heute, Samstag, den 9. Mai 2020, fand ab 15 Uhr die Kundgebung gegen die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie statt.
Es wird niemanden wundern, dass sich dort Impfgegner, Pandemie-Verharmlosen und ‑Leugner, Verschwörungstheoretiker und sonstige Aluhut-Träger trafen.
Der Konsens aller Teilnehmer war und ist, dass die Corona-Pandemie gar nicht so schlimm sei und dass eine Grippe oder eine starke Erkältung weit schlimmer sei.
Blöder als durch einen Mundschutz zu atmen, ist beatmet zu werden, doch das interessierte keinen von den Teilnehmern.
So gut wie niemand trug einen Mundschutz.
Nicht mal die Ordner!
Abstandsregeln wurden generell nicht eingehalten, sehr oft wurde sich zur Begrüßung umarmt.
Wir haben uns immer wieder gefragt, warum die Polizei nicht einschritt, da eklatant die Hygieneregeln gebrochen wurden.
Hätten wir es mit eigenen Augen nicht gesehen und hätten wir keine Fotobeweise gemacht, wie Demonstranten – weil es keine Miet- oder sonstigen Toiletten gab – in die Hecken u. ä. ihre kleinen und großen Notdurften verrichtet haben.
Aus Gründen der Diskretion werde ich diese Fotos nicht veröffentlichen.
Ich behalte mir aber vor, die Gesichter unkenntlich zu machen.
Bei den Redebeiträgen wie von Ken Jebsen, Winfried Geissler, Stefan Homburg kam nichts Neues heraus.
Rhetorisch gut verpackter Unfug und Unsinn gepaart mit den wildesten Verschwörungstheorien, dass „wir” alle nur manipuliert werden. und so weiter und sofort.
Uns war langweilig, da wir die ganzen „Thesen” kannten, nur eben nicht in der Reihenfolge, wie sie gestern vorgetragen wurden.
Ein kleines „Highlight„
Als wir Richtung der Kundgebung gingen, trafen wir am Mineralbad Leuze einen Mann, der uns ansprach: „Gehen Sie auch zur Demo?”
„Nein! Wir gehen nicht zu den Deppen.„
Der Mann: „Ich gehöre zu den Deppen. In zwei Jahren werden Sie es sehen.„
Meine Gattin: „Ich arbeite auf der Corona-Ambulanz.„
Der Mann rückte einige Meter von uns.

Heute findet auf dem Cannstatter Wasen wieder eine Demonstration beziehungsweise Kundgebung gegen die von der Regierung beschlossenen Corona-Eindämmungsmaßnahmen.
Die Bewegung, die sich in Stuttgart „Querdenken 711” – Die Telefonvorwahl von Stuttgart ist 0711 – nennt und hinter der auch die „Partei” namens „Widerstand 2020” steht, beruft sich auf die Versammlungsfreiheit des Grundgesetzes.
Wenn ein Journalist bei der „Partei” akkreditieren möchte, muss er eine Erklärung ausfüllen und diese bestätigen.
Er verpflichtet sich darin, ordnungsgemäß, objektiv und wahrheitsgemäß und im Sinne von Artikel 5 des Grundgesetzes zu handeln und zu berichten.
Jeder Journalist ist laut Deutschem Pressecodex gehalten, so zu handeln.
Die „Querdenker” meinen, wenn man deren Erklärung unterschreibt, könnten sie Druck gegen einen ausüben, bis hin vors Gericht.
Der sogenannte „Widerstand 2020” beruft sich auf Artikel 5 des Grundgesetzes, selektiert aber vor, was eine Zensur bedeutet.
Nachtrag:
Eine Person vom „Widerstand 2020” wurde mit diesem Artikel konfrontiert, um sich dazu zu äußern.
Die einzige Reaktion war eine Kurzmitteilung:
Ganz schön engstirnig und einseitig informiert… aber egal…ihr werdet schon sehen! Schönes Leben!
Dann wurde bei Facebook geblockt, was bedeutet, dass man jegliche Diskussion unterbindet.
QED

In verfahrenen Diskussionen fällt immer wieder der Satz: „Lass mir meine Meinung!”.
In dem Moment hat sich für mich die Diskussion erledigt.
„Lass mir meine Meinung!” ist eine Floskel, die einzig und allein aussagt, dass man keine Diskussion will. Man tarnt dadurch seine eigene Unfähigkeit, Fakten anzuerkennen.
Anstatt zuzugeben, dass man Unrecht hat oder dass man nicht alles durchdacht hat, bringt man die „eigene Meinung” ins Spiel.
Dies ist das letzte Aufgebot, doch noch irgendwie die Kurve zu kriegen, um nicht zugeben zu müssen, dass man falsch liegt. Mit diesem sogenannten Totschlagargument glaubt man, doch gewinnen zu können.
Das ist aber ein Trugschluss!
In einer Gesellschaft ist die Meinungsfreiheit das höchste Gut.
Jeder darf zu allem seine eigene Meinung haben.
Eine Meinung ist weder richtig noch falsch.
In einem Redebeitrag oder einem Text können aber Fakten falsch sein oder nicht richtig wiedergegeben sein.
Dies kann man anprangern und richtig stellen.
Das hat nichts mit der freien Meinung zu tun.
Ein Beispiel :
Zwei Personen stehen vor einem Auto.
Einer sagt: „Ich mag besonders Benzinautos. Deswegen würde ich mir dieses Auto kaufen.„
Die andere Person entgegnet: „Dann kannst Du dieses Auto nicht kaufen, denn es ist ein Diesel.„
Der erste bestreitet dies und argumentiert, dass dies kein Diesel sein könnte, weil es zu leise sei.
Der zweite sagt, dass Dieselmotoren leiser geworden seien.
Irgendwann öffnet er die Motorhaube und auf dem Motor steht: „Diesel”.
Nach kurzer Überraschung fordert der Benziner-Fan: „Lass mir meine Meinung, dass dies ein Benziner ist!”.
Dieses Beharren auf die „eigene Meinung” zeigt, wie töricht es ist, dies zu fordern. Die Fakten sind klar. Daran ändert nicht, dass man der Meinung ist, sie seien anders oder könnten es sein.
Solche und ähnliche Diskussionen wie oben mit dem Auto kenne ich zur Genüge zum Beispiel im Bereich „Homöopathie”.
Genauso wie in Diskussionen um Esoterik oder „Verschwörungstheorien” geht es hier immer heiß her.
Die Seite „Homöopathie” steht unversöhnlich der Seite Medizin gegenüber und es wird hitzig argumentiert.
Spätestens, wenn wissenschaftliche Betrachtungen wie die Avogadro-Konstante oder die Brownsche Bewegung ins Spiel kommen und „Homöopathie”-Anhängern klar werden sollte, dass ihr Konstrukt nicht funktionieren kann, schreit irgendjemand, dass man ihnen die „eigenen Meinung” lassen solle.
Sie argumentieren, argumentieren und plötzlich erschüttert etwas ihr gesamtes „Weltbild”. Die einzige Antwort, die ihnen einfällt, ist: „Lass mir meine eigene Meinung”.
„Was möchtest Du mir denn mitteilen?”, frage ich dann höflich; „Möchtest Du mir sagen, dass wissenschaftliche Fakten und Erkenntnisse nichts taugen, weil Du anderer Meinung bist?”.
Dann wird es kurios. Sie beziehen sich auf das Grundgesetz wie oben erwähnt, in der Hoffnung, dass ich einknicke und ihnen recht gebe.
Doch das tue ich nicht.
Ich kann jemandem recht geben, weil er der Meinung ist, dass es eben etwas anderes noch zwischen Himmel und Erde existiere, was unsere Schulweisheit nicht kenne.
Klar, gibt es wissenschaftliche Gesetze, die wir noch nicht kennen, doch damit ist es nicht getan. Falls diese irgendwann anerkannt würden, hätten diese aber nichts mit der persönlichen Meinung zu tun, sondern mit Allgemeinwissen oder wissenschaftlicher Erkenntnis.
Fakten und Wissen haben nichts mit der „eigenen Meinung” zu tun.
Wer meint, wider besseres Wissen und oder Beweise fordert, seine „eigene Meinung” zu akzeptieren, handelt antikommunikativ und egoistisch.

Durch die Beschränkungen hat es Deutschland geschafft, die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus tief herunterzudrücken, von über 6000 Neuinfektionen pro Tag vor dem sogenannten „Lockdown” bis aktuell unter eintausend.
Manche Stimmen, wie zum Beispiel auch die Teilnehmer der gestrigen Anti-Corona-Maßnahmen-Kundgebung schließen daraus, dass alles gar nicht so schlimm gewesen sei.
Sie verkennen dabei, dass erst durch die Maßnahmen die zahlen gedrückt werden konnten.
Vor dem „Lockdown” gab es in Deutschland knapp 30 000 Infizierte und pro Tag steckten sich etwa 4 000 an. Dies erreichte am Anfang des „Lockdowns” 6 200. Dann fiel es langsam aber stetig.
Die Maßnahmen wie Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen waren erfolgreich.
Was die Verharmlosen verkennen, ist das sogenannte „Ausbreitungsparadoxon”.
Wissenschaftler und Mediziner analysieren (Neu-)Infektionszahlen.
Daraus erstellen sie eine Prognose.
Sie entwickeln Thesen, wie man die Infektionszahlen drücken kann.
Die Maßnahmen werden durchgesetzt.
Das sind die ersten Stufen.
Durch die eingeleiteten Maßnahmen (Ausgangsbeschränkungen, Hygieneregeln et cetera) verringert sich die Zahl der Neuinfektionen.
Die Maßnahmen sind beziehungsweise waren erfolgreich.
Wären die Maßnahmen nicht unternommen worden, hätte sich die Infektion noch mehr ausgebreitet.
Durch das Handeln im Vorhinein oder zu einem frühen Zeitpunkt konnte der schlimmere Fall, den man befürchtet hatte, gemildert werden.
Bei dieser Handlungsweise kommt es zu einem Paradoxon, oder zumindest kann man es so bezeichnen.

Die Corona-Krise ist noch nicht vorüber, doch es gibt Lockerungen der Beschränkungen, die erlassen wurden, um die Seuche (Pandemie) einzudämmen. Doch immer öfter hört man Stimmen, die laut verbal auf Politiker für die Vorsichtsmaßnahmen einprügeln.
Vor dem sogenannten „Lockdown” steckte ein Infizierter circa dreieinhalb andere an. Momentan ist diese Zahl auf 0,7 gesunken. Dass bedeutet, dass viel weniger Ausbreitung erreicht wurde.
Man könnte dankbar sein, dass die Beschränkungen diesen Erfolg gebracht haben.
In Anfang des „Lockdowns” wurde sich strikt an die Regeln gehalten. Jetzt, wo die Lage wesentlich besser geworden ist, war alles angeblich übertreiben.
Dabei wird aber vergessen, dass es Deutschland im Vergleich zu anderen Nachbarländern – gelinde gesagt – „harmlos” erwischt hat, insbesondere, was Verstorbene angeht.
Klar, zu Hause bleiben und wenig Kontakte pflegen ist nicht jedermanns Sache, besonders nicht auf Dauer.
Aus der eigenen Unzufriedenheit heraus spricht man sich gegen „die da oben” aus. „Die da oben” hätten nämlich mit den Maßnahmen gegen Corona vollkommen übertrieben. Man hätte es auch anders machen können.
Als es hieß, es gäbe Lockerungen, sagte man, das würde auch Zeit. Man konnte dich freuen.
Als wenn man es sich nicht hätte denken können, verurteilte man massiv die Regeln, die für eine Lockerung nötig seien: Mundschutze, Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen, Einlasskontrollen et cetera.
Kurz vorher hatte es schon Demonstrationen gegen die Corona-Bescvchränkungen gegeben.
Nun sind also erste Lockerungen angelaufen, weil die Reproduktionsrate des Virus in den Keller gegangen ist.
Das reicht den Permanent-Unzufriedenen nicht!
Jetzt prügeln sie verbal und wahllos auf Politiker ein, weil ja alles gar nicht so schlimm gewesen sein soll.
Anstatt immer seine eigene Unzufriedenheit (mit allem und jedem) auf andere zu reflektieren, könnte man einfach mal tief durchatmen und denkbar sein, dass es uns nicht so schlimm erwischt hat.