Medien

Aus der Welt der Medien – TV, Zeitung etc.

Gestern war hoher Besuch bei den Zeitreisenden Sabine Edelfrau und Dietmar Edelherr von Syntronica.

Reporter und Bewegtbildner vom SWR waren gekommen.

Vier Stunden waren angesetzt, die auch gebraucht wurden, um ein umfassendes Bild zu zeigen.

Das Team des SWR besuchte uns und zeigte uns erstmal in Alltagskleidung unserer Gegenwart.
Nach einer kurzen Einleitung verwandelten wir uns von den Privatleuten in die Edelleute.

Gegen 15 Uhr trafen wir bei einem Café namens Seelenschmeichler an und ließen uns dort nieder.
Auf dem großen Sofa plauderten wir über dies und das.

Die Inhaberin und die Mitarbeiterinnen machten sehr gut mit.
Es entstand unter anderem eine Szene, wie wir bestellten.

Wir danken den Leuten vom Seelenschmeichler für den herzlichen Empfang und die Atmosphäre,die sie uns baten. 

Der Bericht über uns kommt in einer Serie über unsere neue Heimat Böblingen, die wir sehr mögen.

Das Team des SWR beraumt die Ausstrahlung entweder vor oder nach Ostern 2024.

Eine Woche lang wird über Böblingen berichtet, wie beispielsweise über die MotorWorld, über eine Fechtgemeinschaft, die in Rollstühlen sitzen, über einen Fernsehkoch, Restaurantbesitzer und Jäger, der in Böblingen ansässig ist.

Wir danken dem SWR für den wunderschönen Tag!

Liebe Leserinnen und Leser, freut Euch auf die Zeit um Ostern, denn dann werden wir im Rahmen der Vorstellung Böblingen unseren (kurzen) Auftritt als Zeitreisende im Fernsehen haben.

In einer parlamentarischen Auseinandersetzung nutzte der Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union (CDU), Friedrich Merz, die Diskussion über die Agrarpolitik im Bundestag als Bühne für einen wortgewaltigen Generalangriff auf die Bundesregierung. Mit bemerkenswerter Klarheit und einer gehörigen Portion rhetorischer Finesse eröffnete Merz nicht nur ein Diskursfenster zur Agrarpolitik, sondern weitete seine Kritik auf die Finanzpolitik, die Energiepolitik und die Einwanderungspolitik aus. Seine pointierte Feststellung, dass diese Politikfelder in der Bevölkerung keinerlei mehrheitliche Zustimmung mehr finden würden, verlieh seinen Worten eine unüberhörbare Dringlichkeit.

In einem dramatischen Appell vor versammeltem Parlament führte Merz an, dass die aktuelle Regierung nicht nur in der Agrarpolitik, sondern in ihrer Gesamtheit „immer weiter die Zustimmung zu den Institutionen unseres demokratischen Rechtsstaates” gefährde. Mit einem scharfen Ton wies er darauf hin, dass die Ampel-Regierung nicht mehrheitsfest agiere und vielmehr gegen die Interessen der Bevölkerung handele. Seine kritische Analyse mündete in dem Vorwurf, dass die Regierung ihre Politik exklusiv für ihre eigene Klientel betreibe und diese zudem mit einem moralischen Anspruch überhöhe.

Merz schreckte nicht davor zurück, die Regierung zu beschuldigen, durch ihre Politik einen Nährboden für Extremisten sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite zu schaffen. Mit nachdrücklichen Worten warnte er davor, dass diese Politik des Ausschließens und des Ignorierens der Bevölkerungsmeinung dazu führe, dass sich immer mehr Menschen den „Vereinfachern” von politischen Rändern zuwendeten. Als Vorsitzender der Unionsfraktion betonte Merz die Ernsthaftigkeit seiner Besorgnis und hob hervor, dass er sich in der Agrarpolitik-Debatte zu Wort gemeldet habe, um die Regierung eindringlich aufzufordern, die Unzufriedenheit der Landwirte und den Widerspruch in der Bevölkerung ernst zu nehmen.

In einem eindringlichen Schlusswort richtete der Oppositionsführer einen dringenden Appell an die Regierung, ihre Politik zu überdenken und sich der wachsenden Unzufriedenheit in Teilen des Landes bewusst zu werden. Er warnte vor der Gefahr, dass ohne eine Besinnung auf die Interessen und Bedürfnisse der Bevölkerung Teile des Landes in diesem Jahr in einen Zustand der Unregierbarkeit abgleiten könnten. Es bleibt abzuwarten, ob diese eindrucksvollen Worte Merz’ eine nachhaltige Wirkung auf die politische Debatte und die Handlungen der Regierung haben werden.

Am Sonntag lief in der ARD die Folge „Mit Volldampf in den Tod” aus der Krimi-Serie „Brokenwood”.
Diese haben wir uns erst am Dienstagabend in der Mediathek angeschaut.
Nach dreißig Minuten haben wir entschieden, nicht mehr weiter zu schauen.

In der Folge ging es um Folgendes:
In der Kleinstadt Brokenwood feiern Steampunks ein Fest. Während eines Feuerwerks ereignet sich eine Explosion. Der Anführer der Steampunk-Gesellschaft, namens „Aeronautic Society”, kommt bei dieser Gasexplosion ums Leben.
Was zunächst wie ein Unfall erscheint, weckt das kriminalistische Interesse der Polizei. Die Ermittlungen gestalten sich jedoch alles andere als einfach, da die verkaterten Zeugen an Gedächtnislücken leiden.

Die Folge war chaotisch und leider klischeebehaftet.

Was uns am meisten geärgert hat, war die Beschreibung, was Steampunk ist.
Laut eines „Steampunks” aus dem Krimi ist Steampunk eine Art Science-Fiction, welches auf der Vergangenheit fußt. „Steampunks” fänden sich in der jetzigen Welt nicht zurecht und flüchteten sich eben in eine „andere Vergangenheit”. „In Steampunk kann jeder alles sein”, war der die abschließende Bemerkung. 

Mehr wurde nicht erklärt.

Die „Steampunks” wurden generell als „harmlose Irre” dargestellt, die zudem viel Alkohol trinken.

Bei Vernehmungen der „Aeronautic Society”, wie der Verein der „Steampunks” hieß, hatten alle Zeugen seltsamerweise Erinnerungslücken, weil sie durch den Konsum von Alkohol am Vortag völlig verkatert waren.
Dem Autor dieser Folge war es sehr wichtig, dass ein „Steampunk” einen Toilettenmietservice besaß. Dieser durfte seine völlig verkorkste Weltansicht über das Geschäftsleben ad absurdum führen.
Ein anderer hatte eine Spielzeughandlung, in der Eisenbahnenanlagen aufgebaut waren. Dieser lebte in einer parallelen Realität und hatte nur Augen für seine Loks und Züge.

Was uns sehr geärgert hat, war die dumm-dämliche Darstellung der „Steampunks”.

Steampunk ist eine (Sub-)Kultur des sogenannten „Retrofuturismus”,
Man stelle sich vor, dass die Welt so geworden wäre, wie Jules Verne und H.G. Wells sie in ihren Romanen beschrieben haben. Das hieße, dass der Kleidungsstil immer noch der viktorianische wäre, also Männer mit eleganten Anzügen und Zylindern, Frauen mit glockenförmigen Kleidung mit viel Spitze. Steampunk-Treffen sind in einer Atmosphäre vergangener Zeiten: Mit Picknick-Körben auf Decken, dazu Musik, die früher gehört wurde.
Die vorherrschenden Techniken und Technologien wären Dampf und Mechanik
Viele Steampunks sehen sich als Zeitreisende und interessieren sich sehr für Geschichte.
Basierend auf der Annahme antiker Wissenschaftler, dass sich Lichtwellen über das Medium Äther fortpflanzen würden, wird die Äther-Theorie weitergesponnen, dass man damit durch die Zeitreisen könnte.
Bei den Steampunks sind Bastler, Tüftler, Schneider, Geschichtenerzähler, Künstler, Sänger und vieles mehr dabei. 

Für jeden ist es lohnenswert, eine Steampunk-Veranstaltung zu besuchen.

In dem Krimi wurde nicht über „Steampunk” recherchiert, was dazuführte, dass diese kulturelle Bewegung als Alkohol-trinkende „Spezies” abgetan wird.

Was daran lustig gewesen sein soll, kann ich nicht entdecken.

Das dumme Geschwafel über Steampunk kommt einer Denunziation sehr nahe.

Bundesfinanzminister Lindner hat die rationale Rechtfertigung für das Ende der Subventionen für Agrardiesel erneut artikuliert.
Er betonte, dass alle Akteure einen Beitrag zu den notwendigen Sparmaßnahmen leisten müssten.
Dabei unterstrich er sein Bestreben, sich für eine Reduktion der bürokratischen Belastungen einzusetzen.
Finanzminister Christian Lindner beabsichtigt, an der geplanten Abschaffung der Agrardiesel-Subvention festzuhalten.
Er argumentierte, dass sämtliche Akteure ihren Beitrag leisten müssten, um eine generelle Steuererhöhung zu vermeiden. Der FDP-Politiker Lindner fügte hinzu, dass er keine zusätzlichen finanziellen Zuwendungen mehr bereitstellen könne.
Gleichzeitig signalisierte er jedoch die Bereitschaft, an der Reduzierung von bürokratischen Hürden und anspruchsvollen Auflagen mitzuwirken, die landwirtschaftliche Betriebe belasten würden.
Lindner formulierte dies als einen möglichen Kompromiss, der ohne Mobilisierung von Steuergeldern auskomme und dennoch Entlastung für die Betriebe bedeute.
Lindner erklärte erneut die Ausrichtung der Bundesregierung, die aufgrund der angespannten Haushaltslage Prioritäten setzen müsse.
Bildungsinvestitionen, die Bundeswehr, die Infrastruktur und niedrige Strompreise würden vorrangig behandelt. Dabei sei eine allgemeine Steuererhöhung unter Einhaltung der Schuldenbremse ausgeschlossen. Lindner betonte, dass auch die Politik auf bestimmte Vorhaben verzichten müsse, wie beispielsweise den geplanten Neubau des Bundesfinanzministeriums.
Das übergeordnete Ziel sei eine gesunde Staatsfinanzlage.
Der FDP-Chef bezeichnete die Kürzungen für Landwirte als moderat.
Die Landwirte erhielten jährlich neun Milliarden Euro aus Brüssel und Berlin, wovon im Jahr 2025 drei Prozent wegfallen würden.
Lindner äußerte den Eindruck, dass die Proteste mehr umfassen als die aktuellen Sparmaßnahmen und dass sich ein Druck aufgebaut habe, der verstärkt in die Betriebe hineinregiere.
Er strebe an, diesen Druck zu mindern, indem er verlässliche Rahmenbedingungen schaffe. Als Lösungsvorschlag brachte er die Bildung von Steuerrückstellungen in ertragreichen Jahren vor, um die Lage der Landwirte zu verbessern, ohne auf die finanzielle Unterstützung der Steuerzahler zurückzugreifen.
Lindner betonte wiederholt, dass auch bei Sozialleistungen Kürzungen vorgenommen würden.
Sanktionen gegenüber Bürgergeldempfängern, die ihre Arbeit verweigerten, würden über eine Milliarde Euro für den Haushalt generieren.
Vor seiner Rede auf der Abschlusskundgebung der Bauernproteste hatte Lindner auf die Notwendigkeit des Dialogs hingewiesen.
Trotz der Pfiffe und Buhrufe während seiner Rede unterstrich er die Bedeutung des Austauschs und der Kommunikation.

Die Zensur ist ein Mechanismus, der die Inhalte vor ihrer öffentlichen Verbreitung kontrolliert.
Diese Art der Kontrolle wird von einer zentralen Instanz, sei es staatlicher oder privater Natur, durchgeführt und beinhaltet die Prüfung von Inhalten, um sicherzustellen, dass sie den festgelegten Richtlinien und Vorschriften entsprechen.
Dies kann in verschiedenen Medienformen auftreten, von traditionellen Printmedien über Fernsehen und Radio bis hin zu sozialen Medien und anderen Online-Plattformen.
Die zugrunde liegende Absicht besteht darin, unerwünschte oder als schädlich erachtete Inhalte zu verhindern, bevor sie die Öffentlichkeit erreichen. Dieser Prozess schränkt die Meinungsfreiheit ein, da er die Entscheidung darüber, was veröffentlicht werden darf, einer zentralen Autorität überlässt.

Im Gegensatz dazu basiert die Anwendung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) in sozialen Netzwerken auf einem Rahmenwerk von Regeln und Bedingungen, denen Nutzer zustimmen müssen, um die Plattform nutzen zu können.
Diese Bedingungen legen die Regeln und Einschränkungen fest, die die Nutzer einhalten müssen, während sie die Dienste der Plattform nutzen.
Die AGB umfassen normalerweise Aspekte wie die Art der Inhalte, die Nutzer veröffentlichen können, Verhaltensrichtlinien, geistiges Eigentum und andere vertragliche Bestimmungen. Wenn Nutzer gegen diese Bestimmungen verstoßen, behält sich das soziale Netzwerk das Recht vor, Maßnahmen zu ergreifen, wie das Entfernen von Inhalten, die Sperrung von Konten oder andere Sanktionen.

Der Hauptunterschied zwischen (Vorab-) Zensur und der (Nachher-) Anwendung von AGB liegt in ihrem zeitlichen Ablauf und ihrer Funktion. 

Während die Zensur eine Kontrolle über den Inhalt vor der Veröffentlichung ausübt und eine zentrale Instanz darüber entscheidet, was veröffentlicht werden darf, regeln die AGB die Verhaltensweisen und Inhalte nach ihrer Veröffentlichung auf der Plattform. 

Die Zensur verhindert Inhalte aufgrund vordefinierter Kriterien, während die AGB die Nutzung der Plattform durch die Nutzer regeln und Konsequenzen für Verstöße festlegen, die nach der Veröffentlichung von Inhalten auftreten. Dieser Unterschied zeigt sich in der direkten Kontrolle von Inhalten durch die Zensur im Vergleich zur nachträglichen Einhaltung von Regeln und Bedingungen durch die AGB.

Das „Recht am eigenen Bild” stellt einen wichtigen Baustein des individuellen Persönlichkeitsrechts dar, das ausnahmslos jedem Individuum zusteht.
Jedes Individuum verfügt über das „Recht am eigenen Bild”, das als integraler Bestandteil des persönlichen Persönlichkeitsrechts fungiert.
Dieses Recht gewährt die Autonomie, eigenständig über die öffentliche Darstellung des eigenen Bildnisses zu bestimmen. 

Diese Regel gilt generell auch für Politiker in ihren privaten und beruflichen Belangen, doch existieren gewisse Ausnahmeszenarien, die eine Beschränkung dieses Rechts am eigenen Bild ermöglichen können.

Eine wesentliche Ausnahme betrifft die Bildberichterstattung über „Personen von zeitgenössischer Bedeutung”, insbesondere Prominente wie Politiker, Sportler oder Schauspieler.
Wenn diese Personen an gesellschaftlich relevanten Ereignissen teilnehmen oder unmittelbar damit in Verbindung stehen, kann ihre Abbildung ohne ausdrückliche Zustimmung verbreitet werden, sofern das öffentliche Informationsinteresse sowie die Meinungs- und Pressefreiheit überwiegen.
Dies tritt beispielsweise ein, wenn ein Politiker eine öffentliche Rede hält, an einer Demonstration teilnimmt oder einen Skandal provoziert.

Diese Ausnahmeregelung greift jedoch nicht in sämtlichen Situationen, in denen ein Politiker bildlich festgehalten wird.
Falls es sich um rein private oder intime Momente handelt, die keinen Bezug zur zeitgenössischen Relevanz aufweisen, ist die Zustimmung des Politikers erforderlich, bevor sein Bild veröffentlicht wird.
Ein solcher Umstand kann beispielsweise eintreten, wenn ein Politiker im Urlaub, beim Einkaufen oder in familiären Situationen fotografiert wird.
In solchen Kontexten obliegt es dem Politiker, ein berechtigtes Interesse an der Wahrung seiner Privatsphäre zu wahren.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es bezüglich des Rechts am eigenen Bild Unterschiede bei Politikern privat und beruflich gibt, je nachdem, ob sie im Moment des Ablichtens als Personen der Zeitgeschichte gelten oder nicht. 

Das muss im Einzelfall abgewogen werden, unter Berücksichtigung aller Umstände der Bildaufnahme und ‑verbreitung.

Ach, ja, der geläuterte Moment ist gekommen, die neueste Enthüllung zu feiern!
Endlich werden die Schleier des Ozonlochs gelüftet, dieses geheimnisvolle Phänomen, das angeblich unser aller Leben beeinflusst. 

Die Klimakrise?
Nichts als eine erfinderische Ausrede derjenigen, die ständig in tropischen Gefilden zu schwitzen scheinen.
Offenbar sind diejenigen, die behaupten, dass die Erde sich aufheizt, lediglich übererhitzt!

Was für ein brillanter wissenschaftlicher Beweis, dass CO2 eine bloße Fantasie ist!
Warum sollten wir uns mit Fakten herumschlagen, wenn wir es nicht mit unseren eigenen Augen sehen können?
Es ist ja nicht so, als würden Wissenschaftler auf der ganzen Welt Konsens darüber haben oder als würde es eine Vielzahl von wissenschaftlichen Experimenten und Daten geben, die darauf hinweisen. 

Nein, nein, das ist doch alles nur Täuschung!

Der gesamte Tanz um den Klimawandel, die Erwärmung der Temperaturen – das ist einfach nur ein Schwindel, inszeniert von den ewig schwitzenden Menschen, um ihre endlose Forderung nach Kälte zu rechtfertigen.

Klimaerwärmung?

Ach, das ist doch nur ein geschickter Trick, um die Klimaanlagen zu rechtfertigen und diejenigen zu befriedigen, die einfach nicht genug von Eiswürfeln in ihrem Drink bekommen können.

Natürlich, wir alle wissen, dass die Erde sich nicht erwärmt.
Die Jahreszeiten sind nur eine Illusion, und die Gletscher schmelzen einfach, weil sie ein wenig Urlaub wollen!

Lasst uns die sogenannte Wissenschaft ignorieren und in unserem eigenen kleinen Kokon der Annehmlichkeit verweilen. 

Warum sollten wir uns mit solchen lästigen Dingen wie Fakten oder dem Zustand unseres Planeten befassen, wenn es so viel angenehmer ist, unsere eigenen Behaglichkeitsbedürfnisse zu erfüllen? 

Cheers, auf die Ignoranz und darauf, dass wir weiterhin den Kopf in den (vermeintlich nicht existierenden) Sand stecken!

Kürzlich ereignete sich eine unerwartete Situation am Fährhafen Schlüttsiel, als Robert Habeck, amtierender Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, nach seiner Rückkehr von der Hallig Hooge von aufgebrachten Bauern daran gehindert wurde, an Land zu gehen. Die Situation eskalierte, als die Bauern die Ankunft des Politikers am Fährhafen erwarteten und ihn daran hinderten, von Bord zu gehen oder das Schiff zu verlassen.

Dieses Ereignis sorgte für Aufsehen und Diskussionen über die direkte Konfrontation zwischen politischen Entscheidungsträgern und Teilen der Landwirtschaft. Aber auch selbst deklarierte Politiker, wie die sogenannten „Querdenker”, beteiligten sich am politischen Diskurs, allerdings machten sie nur Stimmung gegen Herrn Habeck und veröffentlichten in sozialen Onlinenetzen hämische und aggressive Beiträge.

Sprüche wie „Hat der Bauern Angst um seine Butter, bleibt der Habeck auf dem Kutter” oder „Hat der Bauer Angst um seine Getreideähre, bleibt der Habeck auf der Fähre.” machen die Runde.
Die Nötigung von Robert Habeck und das Hindern am Verlassen der Fähre wird hochgelobt, in der Manier: „Wir haben es den Herrschenden mal richtig gezeigt.„
Dazu kommen Videos und Fotos, wie die Bauern den Bundesminister angepöbelt wird, damit er die Fähre nicht verlässt.

Dies alles wird als „Riesen-Ding” gefeiert

Heute allerdings wendete sich das Blatt auf eine kuriose Weise.

Auf einer bekannten Fake-News-Webseite wird behauptet, diese Proteste hätten nicht beziehungsweise so nicht stattgefunden, wie die sogenannten „Mainstreammedien” es behaupten würden.

Die Bauern hätten durch Zufall erfahren, dass Robert Habeck mit der Fähre von Hooge aufs Land nach Schlüttsiel übersetzen gewollt habe und hätten nur vorgehabt, mit ihm „im ruhigen Ton” zu reden.
Dies habe ein ehemaliger Journalist, der zufälligerweise am Fährhafen gestanden habe, so bestätigt.
Niemand habe randaliert oder herumgepöbelt. Alle wären sehr ruhig gewesen.
Einzig und allein habe Herr Habeck aus „Publicity-Gründen” entschieden, nicht an Land zu gehen und die Sache aufzubauschen. Dies kenne man ja von den „Mainstreammedien”. Auch habe es auch kein Poster mit einem Galgen gegeben, auf dem Habeck zu sehen gewesen sei.

Es ist schon erstaunlich, dass es auch bei „Querdenkern” Videos und Bilder gibt, die eindeutig beweisen, dass Robert Habeck dran gehindert wurde, an Land zu gehen. Auch ist auf manchen Bildern das Poster mit dem Galgen zu sehen.

Die Intention dahinter ist, dass diese „Fake-News-Nachrichtenagentur” gemerkt hat, dass die Aktion mit der Nötigung Habecks ein schlechtes Licht auf dessen Anhänger, insbesondere den „Querdenkern” geworfen hat.

Die sogenannten „Querdenker” verhalten sich dabei wie das von ihnen verachtete „Schlafschaf”, das sich alles aus Bequemlichkeit gefallen lässt.

Um nochmals die neuen Fake-News zu unterstreichen, wird behauptet, sogar der Präsident des Bauernverbands habe mit in das angebliche „Lügen-Horn” geblasen, um die „Mitleidsnummer” um Habeck mit zu inszenieren.

Es wird nicht wundern, dass die sogenannten „Querdenker” ins gleiche Horn blasen wie die Fake-News-Webseite, die täuschend echt eine echte Nachrichten-Webseite plagiiert.

Querdenker kritisieren immer wieder in der Politik den Opportunismus von Politikern.

Ich mutmaße, dass „Querdenker” nicht darüber nachdenken, was sie wirklich tun und was sie wollen.
Um ihre Ziele, wenn es überhaupt welche gibt, werden sie oft zu Opportunisten.

Seit dem 1. Januar dieses Jahres gilt für Ärzte die obligatorische Verwendung des sogenannten „E‑Rezepts”.

Das E‑Rezept stellt eine digitale Form des ärztlichen Rezepts für verschreibungspflichtige Arzneimittel dar und wurde im Jahr 2020 in Deutschland eingeführt.
Diese Initiative entspringt dem „E‑Health-Gesetz”, das primär darauf ausgerichtet ist, die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu fördern und den Austausch von Gesundheitsdaten zu optimieren.

Das E‑Rezept ermöglicht die elektronische Übermittlung ärztlicher Verschreibungen und erleichtert somit die Abwicklung von Rezepten in Apotheken. Ebenso verbessert es die Verwaltung und den Zugang zu medizinischen Informationen für Patienten sowie für Gesundheitsdienstleister.
In Bezug auf seine Vorteile für Patienten und Ärzte bietet das E‑Rezept folgende Merkmale:

Es reduziert unnötige Wege und Papier, indem es direkt über die Telematik-Infrastruktur des BMG übermittelt wird.
Durch mehrfache Verschlüsselung wird der Zugriff auf das Rezept auf autorisierte Personen beschränkt. Der sogenannte „Sicherheitsschlüssel” basiert auf den Daten der Krankenkassenkarte und kann folglich auch nur mit dieser oder mit der hierfür extra autorisierten E‑Rezept-App angefordert werden.
Das E‑Rezept kann bei Bedarf direkt an Online-Apotheken geschickt werden, was den Prozess der Medikamentenbeschaffung vereinfacht.

Man kann verstehen, dass Patienten und auch Ärzte sowie Apotheken und Gesundheitsdienstleister damit potenzielle Probleme haben.
Es wird davon gesprochen, dass die Übermittlung nicht immer funktionieren würde.
Dies ist aber kein Problem des Telematik-Netzes des BMG, sondern oftmals liegt es an der Internetanbindung in den Arztpraxen und dergleichen mehr.

Der Verweise darauf, dass die Einarbeitungszeit zu kurz gewesen wäre, kann man nicht nachvollziehen, da der Testbetrieb schon im Jahre 2020 gestartet wurde. Im Sommer 2023 wurden noch einige Hürden beseitigt.

Schade ist es, wenn man hört, dass nur etwas ein Zehntel der Ärzte und Gesundheitsdienstleister das E‑Rezept genutzt haben, weil angeblich die Einführungsphase zu kurz gewesen wäre.

Der soziale Riss in unserer Gesellschaft besteht nicht allein aufgrund der jüngsten globalen Gesundheitskrise, sondern hat bereits zuvor existiert und sich seither vertieft.
Ein zentraler Punkt dieser gespaltenen Ansichten sind die sogenannten „alternativen Fakten”. 

Der Begriff selbst, „alternative Fakten”, birgt eine semantische Problematik, indem er impliziert, dass etablierte Fakten fehlerhaft sein könnten.
Es steht außer Frage, dass Fakten durch nachgewiesene Tatsachen bestehen, die als gültig gelten. 

Zum Beispiel existiert ein Virus, weil es durch wissenschaftliche Entdeckungen nachgewiesen wurde. Das Argument, dass „alternative Wahrheiten” per definitionem akzeptiert werden müssen, steht dem entgegen, da nachgewiesene Fakten als solche bestehen bleiben, unabhängig von anderen Behauptungen.

Jedoch geht es hierbei nicht nur um dieses spezifische Thema.

Ich habe ausgiebig „alternative Medien” studiert, die vorgeben, die „Wahrheit” zu präsentieren.
Es ist beunruhigend, wenn behauptet wird, dass „Eliten” Kinder foltern, um durch gewonnene Stoffe aus deren Blut Unsterblichkeit zu erlangen. Diese Thesen wurden unter anderem von bekannten Persönlichkeiten wie Kеn Jеbsеn, Attilа Hildmаnn oder von „alternativen Medien” wie „AUF1” vertreten.

Es existieren nicht mehrere Wahrheiten, sondern Fakten auf der einen und Fantasiegebilde auf der anderen Seite.
Es ist bedauerlich, dass viele Menschen sich nach diesen Fantasien sehnen. 

Beispielsweise wird behauptet, dass reptilienartige Wesen mittels Kondensstreifen von Flugzeugen absichtlich die Atmosphäre vergiften, um gezielt Menschen zu töten (Chemtrails-Verschwörungstheorie).

Während der jüngsten globalen Gesundheitskrise wurden derartige falsche Behauptungen verstärkt, da anfänglich viele – auch ich – Schwierigkeiten hatten zu glauben, dass eine derartige Seuche existieren könnte.
Jedoch wurden wir eines Besseren belehrt.

Es bedarf keiner Erklärung von Individuen „alternativer Medien”, dass bestimmte Dinge nicht existieren oder wir alle einem Irrtum unterliegen.

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