Deutschland

Seit mehreren Jahren verbreitet sich in sozialen Netzwerken und auf WhatsApp eine Warnung in Form eines Kettenbriefs, der vor einem vermeintlichen Video namens „Martinelli” warnt.
Die Nachricht behauptet, dass das Öffnen des Videos das Telefon hacken würde und dass es danach nicht mehr repariert werden könne.
Zudem warnt der Kettenbrief vor angeblichen Aktualisierungen zu einer App namens „Whatsapp Gold”, was ebenfalls nicht angeklickt werden sollte.
Die Warnung wird als „sehr ernst” dargestellt und soll angeblich von den „Nachrichten” bestätigt worden sein.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Mitteilung und der darin genannte Martinelli-Unsinn bereits seit mindestens 2017 im Umlauf ist
Die Figur „Martinelli” sowie das Video sind jedoch vollständig erfunden.
Es existiert weder ein Video mit diesem Namen noch eine tatsächliche Bedrohung durch das Öffnen dieses Videos.
Die Warnung hat sich seit Jahren gehalten, und es ist klar, dass sie in regelmäßigen Abständen wieder auftaucht, stellenweise an neue Begebenheiten angepasst.
Der Kettenbrief ist nicht auf Deutschland beschränkt, sondern hat auch in anderen Ländern wie Spanien seine Runden gedreht.
Die Polizei in Spanien hat bereits im Sommer 2017 darauf hingewiesen, dass die Geschichte erfunden ist.
Trotz der Verbreitung dieses Kettenbriefs geht keine unmittelbare Gefahr von ihm aus. Es sind keine schädlichen Links enthalten, die auf Phishing oder andere Betrugsmethoden hindeuten.
Dennoch ist es ratsam, den Kettenbrief nicht weiterzuverbreiten, um die Verbreitung von Falschinformationen zu verhindern. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass solche Warnungen oft auf erfundenen Geschichten basieren und darauf abzielen, Panik zu verbreiten.

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Ricarda Lang, ist am Sonntag in Magdeburg mit heftigem Widerstand von Bauern konfrontiert worden.
Die Landwirte der Vereinigung „Freie Bauern Deutschland GmbH” blockierten mit rund 90 Traktoren die Hauptverkehrsstraße im Stadtteil Buckau, wo Lang eine parteiinterne Veranstaltung besuchte.
Sie zündeten Feuer an, buhten Lang aus und hinderten sie an ihrer Abreise.
Die Polizei musste eingreifen, um Lang den Weg freizumachen.
Die Grünen-Politikerin war aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet, wie ein Sprecher der Partei mitteilte.
Es gab keine Festnahmen.
Lang suchte das Gespräch mit einigen Bauern und nahm einen Zettel mit Forderungen entgegen.
Die Landwirte fordern unter anderem eine Abkehr von der Ampel-Politik, die sie für Subventionskürzungen und Umweltauflagen verantwortlich machen.
Sie werfen den Grünen vor, die Landwirtschaft zu zerstören und die Ernährungssicherheit zu gefährden.
Die Grünen hingegen betonen, dass sie eine ökologische und soziale Agrarwende wollen, die den Bauern faire Preise und Perspektiven bietet.
Die Bauernproteste gegen die Grünen haben in den letzten Wochen zugenommen, nachdem die Partei im Januar ihren Entwurf für ein neues Agrargesetz vorgelegt hatte.
Das Gesetz sieht unter anderem eine Reduzierung des Pestizid- und Düngemitteleinsatzes, eine Förderung des Ökolandbaus und eine Tierwohlabgabe vor.
Die Bauern befürchten, dass sie dadurch wirtschaftlich benachteiligt werden und ihre Existenz bedroht ist.
Die Grünen argumentieren, dass das Gesetz notwendig ist, um die Klimaziele zu erreichen und die Artenvielfalt zu schützen.
Die Grünen sind seit der Bundestagswahl 2021 Teil der Ampel-Koalition mit der SPD und der FDP.
Sie stellen mit Annalena Baerbock die Vizekanzlerin und sechs Minister, darunter die Ressorts Umwelt, Verkehr und Landwirtschaft.
Lang ist seit 2020 die Bundesvorsitzende der Partei, nachdem sie Robert Habeck abgelöst hatte.
Sie gilt als Vertreterin des linken Flügels der Partei und setzt sich für eine stärkere soziale Gerechtigkeit und eine radikalere Klimapolitik ein.

Der Freistaat Flaschenhals war ein kurioses Gebilde, das zwischen 1919 und 1923 in Deutschland existierte.
Er entstand nach dem Ersten Weltkrieg, als die Alliierten das Rheinland besetzten und dabei einen schmalen Streifen zwischen dem Rhein und dem unbesetzten Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau übrig ließen.
Dieser Streifen hatte die Form eines Flaschenhalses und war vom restlichen Deutschland faktisch isoliert.
Die Bewohner des Gebiets mussten sich daher selbst organisieren und nannten sich ironisch Freistaat Flaschenhals.
Der Freistaat Flaschenhals umfasste die Orte Lorch, Kaub, Lorchhausen, Sauerthal, Ransel, Wollmerschied, Welterod, Zorn, Strüth, Egenroth und Laufenselden.
Er hatte etwa 8000 Einwohner und eine Fläche von rund 50 Quadratkilometern.
Die Verwaltung des Freistaats wurde vom Lorcher Bürgermeister Edmund Pnischeck übernommen, der als de facto Oberhaupt fungierte.
Er kümmerte sich um die Versorgung, die Sicherheit und die Kommunikation mit den Besatzungsmächten.
Der Freistaat Flaschenhals hatte jedoch viele Probleme zu bewältigen.
Er war von allen Verkehrs- und Handelswegen abgeschnitten und konnte nur mit speziellen Pässen betreten oder verlassen werden.
Die Eisenbahnzüge durften nicht halten und die Post wurde nicht zugestellt.
Die Wirtschaft war stark eingeschränkt und die Inflation machte das Geld wertlos.
Die Bevölkerung litt unter Armut, Hunger und Krankheiten.
Der Freistaat Flaschenhals war auch ein Ziel von Schmugglern, Schiebern und Abenteurern, die sich die Situation zunutze machen wollten.
Der Freistaat Flaschenhals endete am 25. Februar 1923, als die Franzosen das Gebiet besetzten, um den deutschen Widerstand gegen die Ruhrbesetzung zu brechen.
Damit wurde der Flaschenhals wieder in das Deutsche Reich eingegliedert.
Der Freistaat Flaschenhals ist heute ein Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.
Er ist eine historische Kuriosität, die an eine schwierige Zeit in der deutschen Geschichte erinnert.
Einige Winzer, Hoteliers und Gastronomen haben sich 1994 zur Freistaat Flaschenhals Initiative zusammengeschlossen, um die Erinnerung an den Freistaat zu bewahren und den Tourismus zu fördern.
Sie bieten unter anderem Flaschenhals-Weine an, die eine besondere Qualität haben.
Der Freistaat Flaschenhals ist also ein interessantes Beispiel für die Selbstverwaltung und den Überlebenswillen einer kleinen Gemeinschaft in einer Krisensituation.

Die Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) war ein komplexer und tiefgreifender Prozess, der durch eine Vielzahl von Ursachen beeinflusst wurde. Insbesondere die Rolle Joseph Stalins und seine politischen Ziele spielten eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung dieses historischen Ereignisses, insbesondere im Kontext des Nichtangriffspakts zwischen Nazi-Deutschland und der Sowjetunion.
Die politische Landschaft in Deutschland in den Jahren vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten war von sozialen, wirtschaftlichen und politischen Spannungen geprägt. Die Arbeiterbewegung, die sich einst gemeinsam gegen die Herausforderungen des Kapitalismus stellte, begann sich zu spalten, wobei unterschiedliche ideologische Strömungen und strategische Ansätze entstanden.
Joseph Stalin, der zu dieser Zeit die Sowjetunion führte, verfolgte seine eigenen geopolitischen Ziele und suchte nach Wegen, die Interessen seines Landes zu schützen. Der Nichtangriffspakt, auch als Molotow-Ribbentrop-Pakt bekannt, den die Sowjetunion und Nazi-Deutschland im August 1939 abschlossen, hatte erhebliche Auswirkungen auf die politische Dynamik in Deutschland.
Stalin strebte anfangs an, kommunistische Parteien in verschiedenen Ländern zu stärken, um seine geopolitische Position zu festigen. In Deutschland bedeutete dies, die KPD zu fördern und die Einheit der Linken zu unterstützen. Allerdings änderte sich Stalins Strategie nach dem Abschluss des Nichtangriffspakts dramatisch. Die Sowjetunion priorisierte nun ihre eigenen Interessen über die globalen revolutionären Ambitionen.
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Mülltrennung ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung.
Durch die getrennte Sammlung und Verwertung von unterschiedlichen Abfallarten können wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und weniger Energie verbraucht werden.
Außerdem wird die Menge an Restmüll reduziert, die verbrannt oder deponiert werden muss. Das ist gut für das Klima und die Gesundheit.
In Deutschland beginnt die Mülltrennung schon beim Verbraucher.
Jeder Haushalt muss seinen Müll selbst sortieren und in verschiedene Tonnen und Container werfen. Dabei gibt es einige Regeln zu beachten, die je nach Region variieren können. Im Folgenden werden die wichtigsten Abfallarten und ihre Entsorgungswege erklärt.
Gelber Sack / Gelbe Tonne
In den gelben Sack oder die gelbe Tonne gehören Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterialien, wie zum Beispiel:
- Folien, Beutel, Tüten
- Flaschen, Becher, Schalen, Deckel
- Tuben, Dosen, Spraydosen, Kronkorken
- Getränkekartons, Milchkartons, Saftkartons
Es ist nicht wichtig, ob die Verpackungen einen Grünen Punkt oder ein anderes Zeichen haben.
Alle Hersteller müssen sich einem dualen System angeschlossen haben, das die Verpackungen dem Recycling zuführt. Die Verpackungen müssen nicht gespült werden, aber theoretisch „löffelrein” sein. Das heißt, sie sollten keine Essensreste oder Flüssigkeiten enthalten.
Außerdem sollten verschiedene Materialien voneinander getrennt werden, wenn es möglich ist.
Zum Beispiel sollte bei einem Joghurtbecher der Deckel abgezogen und die Papiermanschette entfernt werden.
Nicht in den gelben Sack oder die gelbe Tonne gehören:
- Spielzeug, Kleiderbügel, Zahnbürsten und andere Gegenstände aus Kunststoff, die keine Verpackungen sind
- Alufolie, Backpapier, Kaffeekapseln und andere Metallgegenstände, die keine Verpackungen sind
- Windeln, Binden, Taschentücher und andere Hygieneartikel
- Styropor, das nicht als Verpackung dient
- CDs, DVDs, Kassetten und andere Datenträger
Diese Abfälle müssen über die Restmülltonne oder andere Sammelstellen entsorgt werden.
Glascontainer
In den Glascontainer gehören Glasflaschen und ‑gläser, die als Verpackungen dienen, wie zum Beispiel:
- Bierflaschen, Weinflaschen, Sektflaschen
- Saftflaschen, Mineralwasserflaschen, Limonadenflaschen
- Marmeladengläser, Gurkengläser, Honiggläser
- Babygläschen, Konservengläser, Senfgläser
Das Glas muss nach Farben sortiert werden: weiß, grün und braun.
Blaues oder anderes farbiges Glas gehört in den grünen Container.
Die Deckel müssen vorher abgeschraubt und in den gelben Sack oder die gelbe Tonne geworfen werden. Das Glas muss nicht gespült werden, aber leer sein.
Nicht in den Glascontainer gehören:
- Porzellan, Keramik, Steingut und andere Geschirrteile
- Spiegel, Fensterglas, Bilderrahmen und andere Glasgegenstände, die keine Verpackungen sind
- Glühbirnen, Energiesparlampen, LED-Lampen und andere Leuchtmittel
- Trinkgläser, Vasen, Schalen und andere Glasgegenstände, die noch gebrauchsfähig sind
Diese Abfälle müssen über die Restmülltonne, den Sondermüll oder die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden.
Papiertonne
In die Papiertonne gehören Papier und Pappe, die als Verpackungen oder Schreibmaterialien dienen, wie zum Beispiel:
- Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte, Kataloge
- Bücher, Hefte, Blöcke, Briefe, Notizen
- Kartons, Schachteln, Pappbecher, Eierkartons
- Geschenkpapier, Servietten, Papiertüten
Das Papier muss trocken und sauber sein. Es sollte nicht zerknüllt oder zerrissen werden, sondern flach gefaltet in die Tonne gelegt werden. Die Papiermenge sollte nicht zu groß sein, damit die Tonne nicht überfüllt wird.
Nicht in die Papiertonne gehören:
- Tapeten, Fotos, Aufkleber und andere beschichtete oder selbstklebende Papiere
- Hygienepapiere, wie Küchenrolle, Toilettenpapier, Taschentücher oder Wattepads
- Milchund Saftkartons, die aus Verbundmaterialien bestehen
- Pizzakartons, die mit Fett oder Käse verschmutzt sind
Diese Abfälle müssen über die Restmülltonne oder den gelben Sack entsorgt werden.
Biotonne / Kompost
In die Biotonne oder den Kompost gehören organische Abfälle, die verrotten können, wie zum Beispiel:
- Obst und Gemüsereste, Schalen, Kerne, Strünke
- Brot und Gebäckreste, Nudeln, Reis, Kartoffeln
- Eierschalen, Kaffeesatz, Teebeutel, Filtertüten
- Blumen, Pflanzen, Gras, Laub, Zweige, Rinde
Die organischen Abfälle sollten möglichst klein geschnitten werden, damit sie schneller kompostieren.
Sie sollten nicht in Plastiktüten oder anderen Behältern verpackt werden, sondern lose oder in speziellen kompostierbaren Beuteln in die Tonne oder auf den Komposthaufen gegeben werden.
Die Biotonne sollte regelmäßig geleert und gereinigt werden, um Gerüche und Ungeziefer zu vermeiden.
Nicht in die Biotonne oder den Kompost gehören:
- Fleischund Fischreste, Knochen, Muscheln, Wurst
- Käse, Milchprodukte, Speiseöle, Fette
- Asche, Zigarettenkippen, Streichhölzer
- Kunststoffe, Metalle, Glas, Textilien
Diese Abfälle müssen über die Restmülltonne oder andere Sammelstellen entsorgt werden.
Sondermüll
Sondermüll sind Abfälle, die schädliche oder gefährliche Stoffe enthalten, die nicht über die normalen Tonnen entsorgt werden dürfen, wie zum Beispiel:
- Batterien, Akkus, Knopfzellen
- Farben, Lacke, Lösungsmittel, Klebstoffe
- Medikamente, Spritzen, Verbandsmaterial
- Pflanzenschutzmittel, Dünger, Chemikalien
Sondermüll muss gesondert gesammelt und abgegeben werden, um eine fachgerechte Entsorgung zu gewährleisten.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel:
- Rückgabe im Handel, zum Beispiel bei Batterien, Akkus oder Leuchtmitteln
- Abgabe bei Sammelstellen, zum Beispiel bei Schadstoffmobilen, Recyclinghöfen oder Apotheken
- Abholung durch die Müllabfuhr, zum Beispiel bei Sperrmüll, Elektrogeräten oder Problemstoffen
Sondermüll sollte immer in der Originalverpackung oder in einem dicht verschlossenen Behälter aufbewahrt und transportiert werden.
Er sollte nicht mit anderen Abfällen vermischt oder in die Umwelt gelangt werden.
Restmülltonne
In die Restmülltonne gehören alle Abfälle, die nicht zu den oben genannten Abfallarten gehören oder die nicht verwertet werden können, wie zum Beispiel:
- Hygieneartikel, wie Windeln, Binden, Tampons, Watte
- Verschmutzte Verpackungen, wie Pizzakartons, Kaffeekapseln, Alufolie
- Nicht recycelbare Kunststoffe, wie Spielzeug, Kleiderbügel, Zahnbürsten
- Nicht recycelbare Textilien, wie Leder, Gummi, Kunstfasern
Die Restmülltonne sollte möglichst wenig gefüllt werden, da die Entsorgungskosten davon abhängen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass keine Abfälle in die Restmülltonne gelangen, die wiederverwertbar sind oder die Sondermüll sind.
Der Restmüll wird in der Regel verbrannt oder deponiert, was die Umwelt belastet und wertvolle Ressourcen verschwendet.
Fazit
Mülltrennung ist eine einfache und effektive Maßnahme, um die Umwelt zu schützen und die Ressourcen zu schonen. Jeder kann dazu beitragen, indem er seinen Müll richtig sortiert und entsorgt.
Dadurch wird die Menge an Restmüll verringert und die Qualität der Recyclingstoffe erhöht.
Das spart Energie, Geld und schont das Klima.
Mülltrennung ist also nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Chance für eine nachhaltige Zukunft.

Die Erste Hilfe ist eine wichtige und lebensrettende Maßnahme, die jeder Mensch in einer Notsituation erbringen sollte.
Das Gesetz verpflichtet uns dazu, anderen Menschen in Not zu helfen, wenn wir dazu in der Lage sind.
Das bedeutet, dass wir nicht einfach wegsehen oder weitergehen dürfen, wenn jemand verletzt oder krank ist und unsere Hilfe braucht. Wir müssen versuchen, die Gefahr für die betroffene Person zu verringern, ihre Vitalfunktionen zu erhalten und weitere Schäden zu vermeiden.
Die Erste Hilfe ist nicht nur eine moralische, sondern auch eine rechtliche Pflicht.
Wer sich weigert, Hilfe zu leisten oder Hilfe zu holen, macht sich strafbar.
Das steht im Strafgesetzbuch (StGB) in Paragraph § 323c, der die unterlassene Hilfeleistung regelt:
„Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.”
Die Erste Hilfe ist also nicht nur eine gute Tat, sondern eine gesetzliche Verpflichtung.
Aber was bedeutet das konkret?
Was müssen wir tun, wenn wir jemandem in Not begegnen? Wie können wir sicherstellen, dass wir richtig handeln und niemandem schaden?
Hier sind einige Grundsätze, die uns dabei helfen können:
Erforderlichkeit:
Die Hilfeleistung ist erforderlich, wenn eine verletzte oder erkrankte Person einer gesundheitsbedrohlichen Gefahr ausgesetzt ist. Das heißt, dass die Person ohne unsere Hilfe ernsthaft verletzt bleiben oder sogar sterben könnte.
Wir müssen also einschätzen, wie schwer die Situation ist und ob die Person unsere Hilfe braucht oder nicht.
Wenn wir uns nicht sicher sind, sollten wir lieber auf Nummer sicher gehen und Hilfe leisten oder Hilfe holen.
Zumutbarkeit:
Die Hilfeleistung ist zumutbar, wenn sie für den Helfenden keine erhebliche Gefahr darstellt und keine anderen wichtigen Pflichten verletzt werden.
Das heißt, dass wir uns nicht selbst in Gefahr bringen oder andere Menschen vernachlässigen dürfen, um Hilfe zu leisten.
Wir müssen also abwägen, ob wir die Hilfeleistung gefahrlos und ohne große Nachteile für uns oder andere erbringen können oder nicht.
Wenn wir uns nicht sicher sind, sollten wir lieber vorsichtig sein und Hilfe leisten oder Hilfe holen, solange wir uns selbst oder andere nicht gefährden.
Möglichkeit:
Die Hilfeleistung ist möglich, wenn die potenzielle Helferin oder der potenzielle Helfer die Möglichkeit hat, die Gefahr abzuwenden.
Das heißt, dass wir über die nötigen Fähigkeiten, Kenntnisse und Mittel verfügen, um Hilfe zu leisten oder Hilfe zu holen.
Wir müssen also prüfen, ob wir wissen, was zu tun ist und ob wir es tun können oder nicht. Wenn wir uns nicht sicher sind, sollten wir lieber nachfragen oder nachschlagen und Hilfe leisten oder Hilfe holen, solange wir uns selbst oder andere nicht gefährden.
Die Erste Hilfe kann also je nach Situation unterschiedlich aussehen.
Manchmal reicht es aus, einen Notruf abzusetzen oder einen Rettungswagen zu rufen. Manchmal muss man aber auch selbst aktiv werden und Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen, wie zum Beispiel die stabile Seitenlage, die Herz-Lungen-Wiederbelebung oder die Wundversorgung.
Wichtig ist, dass wir immer versuchen, so viel Unterstützung zu leisten, wie wir können, ohne uns selbst oder andere zu gefährden.
Denn damit können wir Leben retten und Leid lindern.
Die Erste Hilfe ist also eine wichtige und lebensrettende Maßnahme, die jeder Mensch in einer Notsituation erbringen sollte.
Das Gesetz verpflichtet uns dazu, anderen Menschen in Not zu helfen, wenn wir dazu in der Lage sind.
Das bedeutet, dass wir nicht einfach wegsehen oder weitergehen dürfen, wenn jemand verletzt oder krank ist und unsere Hilfe braucht.
Wir müssen versuchen, die Gefahr für die betroffene Person zu verringern, ihre Vitalfunktionen zu erhalten und weitere Schäden zu vermeiden.
Die Erste Hilfe ist nicht nur eine moralische, sondern auch eine rechtliche Pflicht. Wer sich weigert, Hilfe zu leisten oder Hilfe zu holen, macht sich strafbar.
Wir sollten also immer bereit sein, Erste Hilfe zu leisten oder Hilfe zu holen, wenn wir jemandem in Not begegnen.
Denn damit können wir Leben retten und Leid lindern.

Am 18. Februar 1937 hielt der Reichsführer SS Heinrich Himmler eine Geheimrede vor den SS-Gruppenführern in Bad Tölz, in der er Homosexualität als „anormales Leben“ verurteilte und die SS als „Orden der nordischen Rasse“ pries.
Die Rede ist ein Dokument der rassistischen und homophoben Ideologie der SS, die sich als Elite des Nationalsozialismus verstand und an zahlreichen Verbrechen beteiligt war.
Himmler begann seine Rede mit einer Lobpreisung der SS als einer „Gemeinschaft von Männern“, die sich durch „Treue, Ehre, Tapferkeit, Gehorsam und Kameradschaft“ auszeichne.
Er betonte, dass die SS eine „Weltanschauungstruppe“ sei, die nicht nur militärische, sondern auch politische und kulturelle Aufgaben habe.
Er nannte die SS einen „Orden der nordischen Rasse“, der die „Reinheit des Blutes“ bewahren und vermehren solle. Er forderte die SS-Männer auf, möglichst viele Kinder zu zeugen, um die „Vermehrung der Besten“ zu fördern.
Dann kam er auf das Thema Homosexualität zu sprechen, das er als eine „Gefahr für die SS“ und eine „Schande für Deutschland“ bezeichnete.
Er behauptete, dass Homosexualität eine „anormale Erscheinung“ sei, die „gegen die Natur“ verstoße und die „Fortpflanzung des Volkes“ verhindere.
Er sagte, dass Homosexualität eine „Erkrankung des Willens“ sei, die durch „Erziehung, Disziplin und Strafe“ geheilt werden könne.
Er kündigte an, dass er jeden SS-Mann, der sich als homosexuell erweise, „unbarmherzig ausstoßen“ und „vernichten“ werde.
Er warnte die SS-Männer davor, sich von „homosexuellen Verführern“ beeinflussen zu lassen, die er als „Feinde des Staates“ und „Verräter des Volkes“ diffamierte.
Himmler schloss seine Rede mit einem Appell an die SS-Männer, sich ihrer „hohen Verantwortung“ bewusst zu sein und sich als „Vorbilder für das deutsche Volk“ zu verhalten.
Er sagte, dass die SS die „Schicksalsgemeinschaft des Dritten Reiches“ sei, die „den Kampf um die Zukunft der nordischen Rasse“ führe.
Er forderte die SS-Männer auf, ihm „blindlings zu folgen“ und ihm „bedingungslos zu gehorchen“.
Er sagte, dass er die SS als seine „Familie“ liebe und dass er bereit sei, für sie zu „leben und zu sterben“.
Die Rede Himmlers zeigt, wie die SS eine radikale Form des Nationalsozialismus vertrat, die auf Rassenwahn, Führerkult und Gewalt beruhte.
Die Rede zeigt auch, wie die SS Homosexualität als eine Bedrohung für ihre Ideologie und ihre Machtansprüche ansah und wie sie Homosexuelle als Sündenböcke und Opfer ihrer Verfolgung machte.
Die Rede ist ein Zeugnis der Menschenverachtung und des Fanatismus der SS, die zu den schlimmsten Verbrechern der Geschichte gehörte.

Der Russe Oleg Orlow ist ein bekannter Menschenrechtler und der Ko-Vorsitzende des Menschenrechtszentrums „Memorial”, das mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.
Er steht in Moskau vor Gericht, weil er in einem Artikel im Jahr 2022 die russische Militärintervention in der Ukraine kritisiert und als Angriffskrieg bezeichnet hat.
Die russische Justiz wirft ihm vor, die russischen Streitkräfte diskreditiert und die öffentliche Ordnung gestört zu haben. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft.
Orlow und seine Unterstützer sehen in dem Prozess einen politisch motivierten Versuch, ihn zum Schweigen zu bringen und die Arbeit von Memorial zu behindern.
Memorial ist eine der ältesten und renommiertesten Menschenrechtsorganisationen in Russland, die sich unter anderem für die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien, die Erinnerung an die Opfer des Stalinismus und die Förderung der Demokratie einsetzt.
Memorial ist in Russland bereits als „ausländischer Agent” und „unerwünschte Organisation” eingestuft worden, was ihre Tätigkeit stark einschränkt und kriminalisiert.
Der Prozess gegen Orlow ist nicht der erste seiner Art.
Bereits im Oktober 2023 wurde er zu einer Geldstrafe von 150.000 Rubel1 verurteilt, doch die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein und forderte eine härtere Strafe.
Im Dezember 2023 hob eine Richterin das Urteil auf und ordnete einen neuen Prozess an, der am 16. Februar 2024 begann.
Orlow plädierte auf nicht schuldig und wiederholte seine Kritik an der russischen Regierung.
Er verzichtete auf Zeugen zu seiner Verteidigung, um sie nicht zu gefährden.
Er bat nur darum, am Ende des Prozesses das letzte Wort sprechen zu dürfen.
Der Prozess gegen Orlow findet in einer Zeit statt, in der die Menschenrechtssituation in Russland sich weiter verschlechtert hat.
Der prominente Oppositionelle und Kremlkritiker Alexej Nawalny ist am 14. Februar 2024 in einem Gefängniskrankenhaus gestorben, nachdem er einen Hungerstreik begonnen hatte, um eine angemessene medizinische Versorgung zu erhalten.
Nawalny war im Januar 2020 nach seiner Rückkehr aus Deutschland, wo er sich von einem Giftanschlag erholt hatte, festgenommen und zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden.
Sein Tod hat weltweit Trauer und Empörung ausgelöst.
Viele Menschenrechtsaktivisten, Journalisten, Anwälte und Oppositionelle in Russland sind ebenfalls bedroht, verfolgt, inhaftiert oder ermordet worden.
Der Prozess gegen Orlow ist also ein Beispiel für die Repression, die die russische Zivilgesellschaft und die Meinungsfreiheit erleiden.
Er ist auch ein Zeichen für den Mut und die Prinzipientreue, die Orlow und andere Menschenrechtler zeigen, indem sie sich für die Werte der Demokratie, des Friedens und der Menschenwürde einsetzen.
- 1 800 Euro ↩︎

Alexej Nawalny war der bekannteste und schärfste Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Er kämpfte gegen die Korruption in Russland und gründete eine politische Bewegung, die sich für demokratische Reformen einsetzte.
Er wurde mehrmals verhaftet, verurteilt und inhaftiert, unter anderem wegen Extremismus, einem Vorwurf, den er stets bestritt.
Seine Organisation wurde verboten, seine Mitarbeiter wurden verfolgt oder ins Exil gezwungen.
Er galt als der einzige ernstzunehmende Herausforderer Putins bei den Präsidentschaftswahlen 2024.
Im August 2020 wurde Nawalny Opfer eines Giftanschlags, den er nur knapp überlebte.
Er wurde nach Deutschland ausgeflogen, wo er sich erholte.
Er machte den russischen Geheimdienst FSB für den Anschlag verantwortlich und veröffentlichte eine aufsehenerregende Recherche, die die Beteiligung von FSB-Agenten aufdeckte.
Im Januar 2021 kehrte er nach Russland zurück, wo er sofort festgenommen wurde.
Er wurde zu weiteren 19 Jahren Haft verurteilt, zusätzlich zu den elfeinhalb Jahren, die er bereits absaß.
Er wurde in eine Strafkolonie in der arktischen Region verlegt, wo er von der Öffentlichkeit abgeschnitten war.
Er trat mehrmals in den Hungerstreik, um medizinische Versorgung zu erhalten, und klagte über Folter und Schikanen.
Ende 2023 erlitt er angeblich einen Schwächeanfall, von dem er sich nicht mehr erholte.
Am 16. Februar 2024 teilte die Gefängnisverwaltung mit, dass Nawalny in der Haft gestorben sei.
Die Todesursache wurde nicht bekannt gegeben, es wurde lediglich gesagt, dass eine Untersuchung eingeleitet werde.
Die Nachricht löste weltweit Bestürzung und Empörung aus.
Viele Politiker, Menschenrechtler und Aktivisten machten den Kreml für Nawalnys Tod verantwortlich. Sie vermuteten, dass er ermordet wurde, weil Putin ihn hasste und fürchtete.
Sie forderten eine unabhängige und transparente Aufklärung des Falls.
Sie warnten, dass Nawalnys Tod ein Zeichen für die zunehmende Unterdrückung und Gewalt gegen die Opposition in Russland sei.
Nawalny war nicht nur ein politischer Gefangener, sondern auch ein Symbol für den Widerstand gegen das autoritäre Regime Putins.
Er war ein mutiger und charismatischer Anführer, der Millionen von Menschen inspirierte, für ihre Rechte und Freiheiten einzustehen.
Er war ein Held, der sein Leben für seine Überzeugungen riskierte.
Nachtrag, 24.2.2024:
Es gibt widersprüchliche Berichte über den Zustand der Überwachungskameras in dem Gefängnis, in dem Alexei Nawalny starb. Laut einigen Quellen wurden die Kameras einen Tag vor seinem Tod entfernt oder deaktiviert.
Andere Quellen behaupten, dass die Kameras funktionierten, aber keine Aufnahmen von seinem Tod gemacht haben.
Die genaue Ursache seines Todes ist noch nicht offiziell bekannt gegeben worden.

Am 14. Februar feiert man nach dem alten katholischen Heiligenkalender das Fest des heiligen Valentin. Die Tradition, an diesem Tag einem geliebten Menschen etwas zu schenken, hat ihren Ursprung in Heiligenlegenden und antiken Bräuchen.
Das Leben des heiligen Valentin ist jedoch von mehr Fragen und Spekulationen als gesicherten Antworten umgeben.
Das Gedenken könnte möglicherweise dem Valentin gelten, der im dritten Jahrhundert als Bischof von Terni in Umbrien diente und um das Jahr 268 in Rom als Märtyrer starb.
Es könnte aber auch der römische Priester Valentin sein, der am 14. Februar 209 das Martyrium erlitt. Trotz des Verbots von Kaiser Claudius II. soll er Liebespaare nach christlichem Zeremoniell getraut und in Partnerschaftskrisen geholfen haben.
Der Valentinstag hat sowohl kirchliche als auch heidnische Wurzeln.
Die Tradition, den 14. Februar als Tag der Verliebten zu begehen, könnte auf das kirchliche Fest der Darstellung Jesu im Tempel zurückgehen, das in frühen Zeiten an diesem Tag gefeiert wurde und oft das biblische Bild des Bräutigams verwendete.
Ursprünglich ein kirchlicher Feiertag, wurde der Valentinstag später zu einem weltlichen Fest, wobei vom himmlischen Bräutigam nur der Bräutigam übrig blieb.
Seit dem späten 14. Jahrhundert wird der Valentinstag in England und Frankreich als „Tag der Verliebten” betrachtet.
In Deutschland kamen Valentinsgrüße erst viel später in Mode.
Meine Herzallerliebste und ich sowie unsere Hündin Cora waren heute im Vintage-Café „Die Seelenschmeichler” und haben ein wunderschönes Frühstück genossen.