
Am 18. Februar 1937 hielt der Reichsführer SS Heinrich Himmler eine Geheimrede vor den SS-Gruppenführern in Bad Tölz, in der er Homosexualität als „anormales Leben“ verurteilte und die SS als „Orden der nordischen Rasse“ pries.
Die Rede ist ein Dokument der rassistischen und homophoben Ideologie der SS, die sich als Elite des Nationalsozialismus verstand und an zahlreichen Verbrechen beteiligt war.
Himmler begann seine Rede mit einer Lobpreisung der SS als einer „Gemeinschaft von Männern“, die sich durch „Treue, Ehre, Tapferkeit, Gehorsam und Kameradschaft“ auszeichne.
Er betonte, dass die SS eine „Weltanschauungstruppe“ sei, die nicht nur militärische, sondern auch politische und kulturelle Aufgaben habe.
Er nannte die SS einen „Orden der nordischen Rasse“, der die „Reinheit des Blutes“ bewahren und vermehren solle. Er forderte die SS-Männer auf, möglichst viele Kinder zu zeugen, um die „Vermehrung der Besten“ zu fördern.
Dann kam er auf das Thema Homosexualität zu sprechen, das er als eine „Gefahr für die SS“ und eine „Schande für Deutschland“ bezeichnete.
Er behauptete, dass Homosexualität eine „anormale Erscheinung“ sei, die „gegen die Natur“ verstoße und die „Fortpflanzung des Volkes“ verhindere.
Er sagte, dass Homosexualität eine „Erkrankung des Willens“ sei, die durch „Erziehung, Disziplin und Strafe“ geheilt werden könne.
Er kündigte an, dass er jeden SS-Mann, der sich als homosexuell erweise, „unbarmherzig ausstoßen“ und „vernichten“ werde.
Er warnte die SS-Männer davor, sich von „homosexuellen Verführern“ beeinflussen zu lassen, die er als „Feinde des Staates“ und „Verräter des Volkes“ diffamierte.
Himmler schloss seine Rede mit einem Appell an die SS-Männer, sich ihrer „hohen Verantwortung“ bewusst zu sein und sich als „Vorbilder für das deutsche Volk“ zu verhalten.
Er sagte, dass die SS die „Schicksalsgemeinschaft des Dritten Reiches“ sei, die „den Kampf um die Zukunft der nordischen Rasse“ führe.
Er forderte die SS-Männer auf, ihm „blindlings zu folgen“ und ihm „bedingungslos zu gehorchen“.
Er sagte, dass er die SS als seine „Familie“ liebe und dass er bereit sei, für sie zu „leben und zu sterben“.
Die Rede Himmlers zeigt, wie die SS eine radikale Form des Nationalsozialismus vertrat, die auf Rassenwahn, Führerkult und Gewalt beruhte.
Die Rede zeigt auch, wie die SS Homosexualität als eine Bedrohung für ihre Ideologie und ihre Machtansprüche ansah und wie sie Homosexuelle als Sündenböcke und Opfer ihrer Verfolgung machte.
Die Rede ist ein Zeugnis der Menschenverachtung und des Fanatismus der SS, die zu den schlimmsten Verbrechern der Geschichte gehörte.






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