Religion
![]() | „Das einzige Land, das keine Geburten im Jahre 1983 verzeichnete, war der Vatikan.” |
![]() | „Manche Politiker sind so toll, da kommt sogar das Essen hoch, um sie zu sehen.” |
![]() | „Was die Raupe ‚Ende der Welt’ nennt, nennt der Rest der Welt ‚Schmetterling’.” Laotse |
In Köln hat gestern eine Pro-Erdogan-Demo stattgefunden.
Im Vorfeld gab es schon Querelen, da der türkische Möchtegern-Sultan meinte, er dürfe zu seinen „Untertanen“ per Videoleinwand live reden. Dies wurde vom Verfassungsgericht allerdings nicht genehmigt.
Nun bestellt die türkische Regierung den deutschen Botschafter ein, weil sie beleidigt ist, dass die Video-Live-Schaltung nicht stattgefunden hatte.
Und wie immer verlangt man eine „befriedigende Stellungnahme“ der deutschen Regierung.
Immer noch nicht haben Erdogan und seine Vasallen begriffen, dass es in Deutschland eine Trennung von Regierung und Justiz gibt und dass die Justiz unabhängig ist und nicht wie in der Türkei der Regierung hörig bzw. weisungsgebunden und rechenschaftspflichtig ist.
Was uns schon seit Längerem ärgert, ist dass die Regierung Erdogan meinte, Deutschland habe zu springen, wann sie will. Wenn Deutschland – oder die Europäische Union – dies nicht tut, wird gemault und dann gedroht, mit der Auflösung des Grenz-Deals.
Man fragt sich als deutscher Patriot, warum Erdogan in Deutschland sich nicht nur einmal selbst inszenieren durfte oder warum Türken – von denen der Großteil die sog. „Doppelstaatsbürgerschaft” besitzen – in Deutschland zu den Urnen gehen dürfen, wenn in der Türkei Parlaments- oder Regierungswahlen sind.
Diesen Stumpfsinn gibt es in keinem anderen Staat außer Deutschland.
Politiker schrien kurz vor der genehmigten (!!!) Demo, dass regierungshörige Türken in Deutschland bloß nicht auf die Idee kommen sollten, die Querelen der Türkei nach Deutschland zu verlegen. Muhterem Aras, Landtagspräsidentin von Baden-Württemberg, forderte die deutschen moslemischen Verbände auf, sich eindeutig von der menschenfeindlichen Politik der Erdogan-Regierung zu distanzieren und sich zum Grundgesetz zu bekennen.
Andere bliesen weiter in diese Hörner. Wenn in Deutschland lebende und aufgewachsenen Türken die Regierung in der Türkei unterstützen wollen, können sie das gerne in der Türkei tun. Ein Hineinziehen Deutschlands in die türkischen Querelen darf es nicht geben.
Ebenso darf sich Deutschland die Einmischung der Erdogan-Vasallen bzw. –Regierungsmitglieder nicht (mehr) gefallen lassen.
Unser Land – Unsere Regeln!
Und diese Regeln sind die freiheitlich-demokratische Grundordnung.
Wer das nicht versteht oder verstehen will, hat in dieser Regierungsform nichts zu suchen und soll dort hingehen, wo das vorherrscht, was er sich erträumt.
In Deutschland gibt es eine deutliche Trennung von Kirche und Staat, auch wenn dies nicht explizit im Grundgesetz steht.
Wer meint, er müsse die Religion und die damit verbundene Pseudotoleranz bzw. Pseudoakzeptanz in den Vordergrund stellen, hat unsere Grundordnung nicht verstanden.
Im Vordergrund steht bei uns der Staat, alles andere ist untergeordnet, wie z. B. die Religion.
Dies alles sollten der „Sultan vom Bosporus“ und seine Marionetten begreifen.
Deutsche Politiker sollten auch nicht im Nachhinein schimpfen, sondern sich vorher öffentlich positionieren. Anscheinend will „man“ das aber nicht.
Diplomatie hilft nicht weiter, nur Tacheles.
Dann bestellt man eben mal den türkischen Botschafter ein und macht ihm eindeutig klar, dass wir eine Einmischung nicht dulden und es auch keine „Rechtfertigung“ geben wird.
Aber „unsere“ Politiker sind nur Speichellecker in einer globalen Inszenierung!

Am 18.6.2016 wurde unsere Mutter und Schwiegermutter Helga Schneidewind beigesetzt.
Die Urnenbeisetzung fand auf dem evangelischen Friedhof in Beckum – Eike Schneidewind (der Wittwer) ist evangelisch. – statt. Den Wortgottesdienst hielt Kaplan Jiji Vattapparambil von der St.-Stephanus-Gemeinde Beckum, da Helga Schneidewind Katholikin war.
Dieser Gottesdienst war alles andere als angemessen unserer verstorbenen Mutter und Schwiegermutter sowie den Hiinterbliebenen gegenüber.
Kaplan Vattapparambil nannte ihr Geburtsdatum falsch , den 23.10.1940, statt den 29..
Dann sagte er, die Verstorbene habe immer in Beckum gelebt, sei aber 1956 nach Beckum gezogen. Hier hatte er wohl etwas falsch verstanden, denn 1956 flohen die Eltern von Eike Schneidewind mitsamt der Kinder aus der damaligen DDR nach Hamburg-Bergedorf.
Er sagte: „1946 heirateten beide“, was uns sehr kalt beschlich. Da wären beide sechs Jahre alt gewesen.
Zu Recht räusperte sich eine Verwandte und sagte laut: „Das stimmt nicht“.
Kaplan Vattapparambil korrigiert nach ein paar Sekunden auf 1964.
Er schloss mit : „Sie durften ihre Goldenen Hochzeit zusammen feiern … Sie war sauber.“
Bis jetzt ist meiner Frau und mir nicht klar, was immer er mit „Sie war sauber“ gemeint haben könnte.
Wir sind bis jetzt sehr erbost und enttäuscht über dies, was sich Kaplan Vattapparambil „geleistet“ hatte.
Sowas hat unsere Mutter und Schwiegermutte nicht verdient.
Noch eine Pietätlosigkeit passierte dem Geistlichen.
O.g. Kaplan war im St.Elisabeth-Krankenhaus am 9.6. anwesend, als Eike Schneidewind in der Intensivstation am Bett saß, als Helga gegen 3:15 Uhr starb.
Als der Kaplan ihn nachmittags zuhause besuchte, frsgte er: „War das Ihre Frau im Krankenhaus?“
Man kann sich vorstellen, wie es einem bei so einer Pietätlosigkeit ihm und seiner kürzlich verstorbenen Gattin gegenüber ging.
Wir beschwerten uns bei der Evangelischen Gemeinde in Beckum, bei der katholischen St.-Stephanus-Gemeinde und beim Bistum Münster, und forderten von dem Kaplan eine persönliche oder eine schriftliche Entschuldigung.
Uns wurde versprochen, dass der Kaplan „in Klausur” genommen würde.
Er war, wie wir vom Regens des Bistums Münster erfuhren, noch in der frühen Phase eines Geistlichen.
Einige Tage später meldete der Kaplan sich bei Eike Schneidewind und beide trafen sich.
Kaplan Vattapparambil entschuldigte sich Eye to Eye bei Eike Schneidewind und überreichte ihm auch einen Brief, der uns als E‑Mail vom Kaplan erreichte.
Sehr geehrte Familie Schneidewind,
ich habe am 23. Juli Nachricht vom Regens unseres Priesterseminars in Münster bekommen. Er hat mich über Ihren Brief informiert und mit mir mein Handeln reflektiert. Am 18.Juli hatte ich die Urnenbeisetzung von Frau Schneidewind, und zum Tod ihrer Mutter spreche ich Ihnen auch auf diesem Wege nochmal meine herzliche Anteilnahme aus.
Ich bedauere die Vorkommnisse sehr, die verständlicherweise zu Ihrer Verärgerung geführt haben, und entschuldige mich hiermit für die Fehler, die mir während des Gottesdienstes passiert sind.
Ich habe schon telefonisch mit Herrn Eike Schneidewind gesprochen und ihn um Entschuldigung gebeten. Wir haben auch einen Besuch gemacht, bei dem ich noch einmal persönlich mein Bedauern zum Ausdruck gebracht.
Mit freundlichen Grüßen
Kaplan Jiji Vattapparambil
Propsteikirche St.Stephanus
Beckum
Die Entschuldigung haben wir angenommen.
Der Friede ist eingekehrt.

Wenn Gesetz und Politik sowie Glauben kollidieren, kann es zu glaubensbehaftete Verwirrungen kommen.
Heute hat ein Gespräch zwischen der „Alternative für Deutschland” (AfD) und dem „Zentralrat der Muslime” (ZMD) stattgefunden. Dieses wurde nach knapp einer Stunde vonseiten der AfD beendet.
Die Vertreter der AfD hatten vergeblich versucht, dass Aiman Mazyek (ZMD) damit aufhören solle, die AfD als eine Partei aus dem ‚Dritten Reich’ zu bezeichnen bzw. dort hinzustellen.
Da dies nicht gelang, arbeiteten die AfD-ler daraufhin, dass man zumindest diese Anschuldigungen unterlassen sollte. Da auch dies misslang, verließ die AfD das Treffen.
Wir haben das Gespräch nach einer knappen Stunde beendet, weil wir es leider nicht erreicht haben, was für uns Ziel dieses Diskurses war, zu den Sachfragen und vorallem zu der Frage, wie man mit unterschiedlichen Wertvorstellungen eines nach wie vor politisch motivierten Islam in seinen wesentlichen Ausprägungen und einer säkularen Gesellschaft umgeht.
Stattdessen mussten wir uns – Das berüht uns persönlich in der Tat. – vorwerfen lassen, eine Partei aus dem ‚Dritten Reich’ zu sein. Vergleiche, die AfD immer wieder in die Nähe des ‚Dritten Reiches’ führen, wurden nicht zurückgenommen. Darum haben wir mehrmals höflich gebeten, ohne wohlgemerkt, ohne eine Entschuldigung von Herrn Mazyek und seinen Vertretern, weil uns schon klar ist, dass es emotionale Hürden in einem solchen Gespräch gibt. Dazu war man aber nicht bereit.
Und man hat von uns verlangt, ein demokratisch beschlossenes Parteiprogramm hier in diesem Gespräch zurückzunehmen, indem man eine schlichte Verfassungswidrigkeit dem Programm und damit auch der ‚Alternative für Deutschland’ unterstellt hat.
(Dr. Frauke Petry, AfD)
Herr Mazyek bestätigte kurz darauf, was Dr. Petry ihm und dem ZMD vorgeworfen hatte.
Er sagte, dass er das islamische Wertesystem nicht ankratzen lasse und kam mit absurden Sachen, dass das Aufsetzen des Kopftuches ein Zeichen der Freiheit sei. Ebenso sagte er, dass er auch nicht über das (grausame) Schächten von Tieren verhandeln bzw. sprechen gewollt habe.
Wir haben gesagt, dass das Grundgesetz für uns nicht verhandelbar ist und dass das die Grundlage unseres Gesprächs ist.
Ich stelle mit Bedauern fest, dass die AfD das Gespräch abgebrochen und es nicht fortgeführt hat.
Und dass sie nicht bereit war, auf die einzelnen, umstrittenen Punkte in ihrem Parteiprogramm einzugehen, das da wäre:
Uns vorzuschreiben, wie wir unsere heiligen Stätten, die Moscheen, zu bauen haben.
Uns vorzuschreiben, wie wir das Schächten und andere Themen behandeln.
Uns vorzuschreiben, dass das Selbstbestimmungsrecht der Frau ein Kopftuch zu tragen, welches oder keines, dass das vorgeschrieben wird.
Und das vorallem durch den Duktus „Islam gehört nicht zu Deutschland” klar gemacht wird, dass man den Weg des Populismus, der Diffamierung und des Vorurteileschürens weitergeht.
Wir sehen, dass das eine große Gefahr für unser Land ist, weil es letztendlich den gesellschaftlichen Frieden stört.
(Aiman Mazyek, ZMD)
Es ist sehr schade, was Herr Mazyek gesagt hatte. Er zeigte eindeutig, dass er nicht ernst meinte, dass das Grundgesetz oder das Tierschutzgesetz für ihn gelte.
Aus der islamischen Rechtslehre geht hervor, dass sich Muslime, die sich in einem nicht-islamischen Rechtsstaat befinden, an dessen Rechtsnormen halten müssen, solange diese nicht im Widerspruch zum Islam stehen.
(Von: Islam.de)
Genau dies ist nämlich ein wichtiger Punkt, weswegen die AfD den Islam kritisiert.
Eine Umfrage hat ergeben, dass Moslems (im Zweifel) eher die Scharia – „Rechtsprechung” im Islam – befürworten als die Rechtsprechung in unserem Deutschen Lande.
In einem laizistischen Staat sind Kirche und Staat streng voneinander getrennt.
Dies konterkariert den obigen Ausspruch.
Was mich persönlich gestört hat, war die Hetze von Herrn Mazyek im „Morgenmagazin”.
Warum muss er permanent die AfD anklagen, anstatt einfach mal zu sagen: „Das werden wir heute erörtern.”?
Mit seinem und dem Gehabe seiner Vertreter hat Herr Mazyek gezeigt, dass er das Grundgesetz nur vorgeschoben hatte. Einen Konsenz wollte er nicht.
Ansonsten wären er und seine Vertreter auf die Bitte der AfD eingegangen, die „Nähe zum ‚Dritten Reich’ ” zu unterlassen.
Auffallend ist die Ignoranz Mazyeks, was Negatives im Islam angeht.
Er kontert dumm und dreist oft: „Das gehört nicht zum Islam.” und ingnoriert jeden weiteren Einwand, so z.B. wenn man auf den islamistischen Terrorismus zu sprechen kommt.
Er verweigert sich jegliche Kritik am Islam.
Der AfD muss man zugute halten, dass sie sich hat nicht einlullen lassen!
Nachtrag (I) – Dienstag, den 24.5.2016
Aiman Mazyek hat noch einen nachgelegt, indem er sagte, er wolle mit der AfD zwar in Kontakt bzw. Gepräch bleiben, doch dies nur mit den „Gemäßigten”.
Er verkennt, dass die AfD Anforderungen an ihn und seine Mannen gestellt hat, was Nazi-Vergleiche angeht.
Ohne die Revision dieser Vergleiche wird sich die AfD ihm verweigern.
Schade, dass ihn nichts interessiert, außer seine eigene Meinung.
Nachtrag (II) – Dienstag, den 24.5.2016
Wie bekannt wurde, haben sich „prominente” Moslems in einen offenen Brief an die Deutschen gewandt.
Inhalt dieses Briefs ist, dass man sich von der AfD distanzieren solle, da diese verfassungsfeindliche Ziele verfolge, z.B. die Ausgrenzung der Moslems.
Keine Rede – nicht mit einem Wort – ist von den Nazi-Vergleichen!
Dies zeigt leider wieder das getrübte Bild der Protagonisten der deutschen Moslems, denn sie reagieren nur, um andere zu diffamieren.
Sie zeigen, dass sie sich wie Kinder verhalten nach dem Motto: „Bekomme ich meinen Willen nicht, mache ich alles kaputt.”.
Die „Prominenten” sind übrigens ein Islamwissenschasftler und ein Anwalt.
Und die Aktion ist mitnichten auf den Eklat zwischen afD und ZMD zurückzuführen, sondern dieser Aufruf ist von vorigem Freitag.
Weiterführendes
Bild: © Syntronica.net & einige Recht Pixelio.de / _Rookie_3D_

Wir wünschen Frohe Ostern!

Wir sind in Gedanken in Brüssel.
Wir beugen unsere Häupter vor den Toten, aber niemals beugen wir uns dem Terror.
![]() | „Die Welt, in der wir leben, läßt sich als das Ergebnis von Wirrwarr und Zufall verstehen; wenn sie jedoch das Ergebnis einer Absicht ist, muß es die Absicht eines Teufels gewesen sein. Ich halte den Zufall für eine weniger peinliche und zugleich plausiblere Erklärung.” Bertrand Russel |
![]() | „Dass jemand keine Ahnung hat, wovon er redet, erkennt man meist zuverlässig am angehängten ‚Ist doch wahr!’ ” |

