
Man kann sich den Job nicht immer aussuchen …
Heute zog es mich berufsbedingt zur Kundgebung gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung auf das Cannstatter Wasen-Gelände nach Stuttgart.
Heute, Samstag, den 9. Mai 2020, fand ab 15 Uhr die Kundgebung gegen die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie statt.
Es wird niemanden wundern, dass sich dort Impfgegner, Pandemie-Verharmlosen und ‑Leugner, Verschwörungstheoretiker und sonstige Aluhut-Träger trafen.
Der Konsens aller Teilnehmer war und ist, dass die Corona-Pandemie gar nicht so schlimm sei und dass eine Grippe oder eine starke Erkältung weit schlimmer sei.
Blöder als durch einen Mundschutz zu atmen, ist beatmet zu werden, doch das interessierte keinen von den Teilnehmern.
So gut wie niemand trug einen Mundschutz.
Nicht mal die Ordner!
Abstandsregeln wurden generell nicht eingehalten, sehr oft wurde sich zur Begrüßung umarmt.
Wir haben uns immer wieder gefragt, warum die Polizei nicht einschritt, da eklatant die Hygieneregeln gebrochen wurden.
Hätten wir es mit eigenen Augen nicht gesehen und hätten wir keine Fotobeweise gemacht, wie Demonstranten – weil es keine Miet- oder sonstigen Toiletten gab – in die Hecken u. ä. ihre kleinen und großen Notdurften verrichtet haben.
Aus Gründen der Diskretion werde ich diese Fotos nicht veröffentlichen.
Ich behalte mir aber vor, die Gesichter unkenntlich zu machen.
Bei den Redebeiträgen wie von Ken Jebsen, Winfried Geissler, Stefan Homburg kam nichts Neues heraus.
Rhetorisch gut verpackter Unfug und Unsinn gepaart mit den wildesten Verschwörungstheorien, dass „wir” alle nur manipuliert werden. und so weiter und sofort.
Uns war langweilig, da wir die ganzen „Thesen” kannten, nur eben nicht in der Reihenfolge, wie sie gestern vorgetragen wurden.
Ein kleines „Highlight„
Als wir Richtung der Kundgebung gingen, trafen wir am Mineralbad Leuze einen Mann, der uns ansprach: „Gehen Sie auch zur Demo?”
„Nein! Wir gehen nicht zu den Deppen.„
Der Mann: „Ich gehöre zu den Deppen. In zwei Jahren werden Sie es sehen.„
Meine Gattin: „Ich arbeite auf der Corona-Ambulanz.„
Der Mann rückte einige Meter von uns.






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