Bigotterie
![]() | „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.” Seneca |

7:10 Uhr, nachdem ich meine Herzallerliebste zur Arbeit gebracht hatte und mit Carla schon Gassi war …
Ich dachte mir, ich könne kurz schon mal einkaufen gehen.
Vor dem Kaufland am Goldberg standen Ver.di-Leute und meinten, der Betrieb würde bestreikt, obwohl der Betrieb weiter geht.
So isses eben, wenn man mich in aller Frühe schon agitieren will …
Ich kann meine böse Seite nicht in Zaum halten.
Sie drückten mir einen Flyer in die Hand und brabbelten etwas von sechs (???) Prozent mehr Lohn.
Ich konterte, ob es dann wie immer darauf hinaus laufe, dass sie – der wirtschaftlichen Lage angepasst eine kleine Einmalzahlung bekämen und dann ein horrendes Ergebnis von einem Prozent bekämen, was Herr Bsirske wohl wieder als „Ergebnis des langen Arbeitskampfes“ verkaufe und sich und die seinen auf dem goldenen Gewerkschafts-Tribünchen feiern (lassen) würde.
Das mochten sie nicht, aber sie konnten nicht von mir lassen, weil ich eine Karte am Revers trug, auf dem „Presse“ zu lesen war.
Sie faselten von Gerechtigkeit und trillerten auch mit der Pfeife, worauf ich stuttgart-21-erprobt „Tut mir leid ich beherrsche nicht die Sprache namens Trillerpfeife“ konterte.
Die Pfeife erstickte, trillerte aber ab und zu.
Ich sagte jedes Mal, dass ich es unverschämt fände, wenn jemand mit einer Pfeife randalierte, und fragte die Pfeiferin auch, ob sie mir denn einige Argumente nennen könnte, anstatt sich nichtssagend hinter einer Pfeife zu verstecken oder sonst zu schweigen.
Sie schwieg lieber selbstredend!
Meinen Fragen, ob sich Ver.di-Leute denn auch für die Subunternehmen wie Regalauffüller oder Reinigungskräfte einsetzen, blieben unbeantwortet oder wurden lapidar mit ähnlichem wie „Wir haben den Druck erhöht“ oder ähnlichem Sermon „beantwortet“.
Ebenso konnten sie mir nichts sagen, als ich sie mit den größtenteils im EInzelhandel – respektive Kaufland – beschäftigten 400- bzw. 450-Euro-Jobbern konfrontierte und nebenbei fallen ließ, dass diese Jobs eigentlich dazu gedacht wären, übergangsweise z.B. Mutterschutz oder Auftragshochs zu bewältigen und dass jedes Einzelhandelsunternehmen schon in den Ausschreibungen „Mini-Jobs auf 400-Euro-Basis” anbiete, was natürlich der „Philosophie” dieser Jobs in keinster Weise entspräche.
Gut, es kam nichts, aber die „Streikenden” waren ja vorm Kaufland zusammengekommen, um mehr Lohn zu fordern und sich nicht (schon so früh) mit strukturellen Problemen auseinander zu setzen.
Die Gruppe unterhielt sich untereinander größtenteils über privaten Kram oder das Wetter, anstatt sich auf Besucher vom Kaufland einzuschießen, aber so ist der „Arbeitskampf“ eben.
Privates ist eben wichtiger als die „gemeinsame Sache”.
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Wir hatten vor knapp eineinhalb Jahren über den Kostendruck bei Krankenfahrten berichtet, wie die AOK versuchte, Preise für Krankenfahrten drücken und dafür die Rechnung bekam, dass kein – bis auf eine Ausnahme – Taxi- und Personenbeförderungsunternehmen den Rahmenvertrag unterschrieb, da die Preise sich in keinster Weise mehr rechneten.
Nun hat die AOK – besonders wegen massiver Beschwerden von Versicherten und Beschäftigten in Krankenhäusern und Arztpraxen – nachgegeben und ist bereit, die aktuellen Tarife zu begleichen.
Patienten können also wieder auf Rechnung der AOK fahren und die Taxi- und Personenbeförderungsunternehmen können diese nun direkt mit der AOK ohne Verluste abrechnen.
Wir haben uns mit einem hohen Angestellten eines Personenbeförderungsunternehmen unterhalten und unsere Frage zu der Verklausulierung in den Werbebroschüren bezüglich Krankenfahrten zum Ausdruck gebracht, weil dort nämlich stand, dass dieses Unternehmen keine Krankenfahrten mehr durchführe.
Und nun stand dort, dass das Unternehmen ab dem 1.5.2013 wieder Fahrten für die Krankenkassen durchführe.
Uns wunderte auch die Praxis, wenn ein Patient mit Autos dieser Firma gefahren werden sollte.
Wenn ein Fahrgast das Formular „Anordnung einer Krankenfahrt” vorzeigte, schaute der Fahrer, ob der potentielle Fahrgast AOK-versichert war. War dies der Fall, sagte er, sein Unternehmen fahre nicht mehr für die Krankenkassen, und klärte den Fahrgast auf, er müsse erst Vorkasse leisten, die Fahrt also persönlich bezahlen, dann bekäme er eine Quittung und könne damit zur Krankenkasse gehen.
Ansonsten – nicht AOK – konnte die Fahrt ohne großes Aufheben – ‑der gesetzliche Eigenanteil musste u.U. noch gezahlt werden – stattfinden.
Die Fahrer wurden strikt angewiesen, nicht die AOK zu nennen, geschweige denn zu sagen, dass die Fahrten nur mit der AOK ein Problem seien.
Wir hakten nach und erfuhren, dass dem Unternehmen eine Unterlassungsklage aufgebrannt hatte, den Namen „AOK” nicht explizit nennen zu dürfen.
Man stelle sich folgende Situation vor.
Der AOK-Versicherte wurde von dem Fahrer aufgeklärt und trat die Fahrt trotz alledem an.
Er wird seinen Bekannten natürlich davon erzählen, dass das Unternehmen keine Krankenfahrten mehr „mache”.
Da nicht jeder bei der AOK versichert ist, werden diese Personen bei einer Krankenfahrt ein anderes Unternehmen beauftragen, obwohl sie Anrecht auf das Unternehmen hätten.
Maulkorb-bedingt erfahren sie ja nicht die wahren Zusammenhänge.
Dem Unternehmen entstehen so Mindereinnahmen, weil sie nicht alles kommunizieren darf.
Die AOK hat sich ihrerseits herausgenommen, ihre Versicherten anzuschreiben, dass sie nicht mehr mit diesen Unternehmen fahren sollten, weil es keine Verträge mehr gäbe.
Das Unternehmen darf aber nicht kommunizieren, dass die AOK das Problem ist.
Frei nach dem Motto „Schlechtes gibt man an sieben Personen wieder, gute Erfahrung erzählt man nur vier Personen.” spricht sich dies herum.
Wenn man sich überlegt, dass durch den Maulkorb dem Unternehmen Schaden entsteht und das Unternehmen sich nicht wehrt, kann man nur eins daraus schlussfolgern.
Nämlich dass es gar keine Unterlsssungsklage bzw. ‑anordnung gibt.
Die Verantwortlichen des Personenbeförderungsunternehmen haben sich nicht getraut – warum auch immer – das Problem mit der AOK zu kommunizieren, weil sie Angst haben, die AOK könnte eine Unterlassungsklage einreichen.
![]() | „Versuche nicht jedem alles recht zu machen. Sonst wirst du dir selbst nicht mehr gerecht.”
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In Indien findet zur Begrüßung des Frühlings das sog. „Holi Festival of Colours” statt, bei dem sich viele Menschen auf Plätzen versammeln und auf ein Zeichen (des „Moderators”) hin, Beutel mit Farbpulver in die Luft werfen.
Vor und während des „Festivals” leben die Teilnehmer in Askese, trinken z.B. keinen Alkohol, essen bestimmte Speisen nicht etc.
Der Majordomus von Böblingen hatte ein Video von dem „Festival”, das auf dem Flugfeld Böblingen stattfand, online veröffentlicht.
Wir kommentierten, dass wir es schade gefunden hätten, dass Alkohol geflossen sei, obwohl die Inder dies nicht täten. Wir meinten, dass man sich hätte auch amerikanische Städte zum Vorbild nehmen können, wo nämlich kein Alkohol ausgeschenkt wurde.
Der Majordomus sagte, dass dies in Deutschland nicht durchsetzbar sei, worauf wir argumentierten, dass man dies hätte im Vorfeld schon kommunizieren können.
Er berief sich auf das Ordnungsamt, das dafür zuständig sei, wobei wir aber forderten, er könne doch als Majordomus sagen, man solle das „Festival” wie in Indien zelebrieren.
Dann lenkte er ab mit dem „schönen” Argument, ohne Alkohol wäre niemand gekommen und verwies darauf, dass er das „Festival” nicht plane.
Wir ließen nicht locker und appellierten an ihn, dass Böblingen doch von sich dann sagen könne: „Wir brauchen keinen Alkohol dafür.” Und verwiesen auch darauf, dass der Majordomus sich auch sonst öffentlich gegen Alkoholkonsum ausspreche, wie z.B. bei der Kampagne „Kenn Dein Limit”.
Von da an begann er zu schweigen und ignorierte alles, was noch kam, auch von anderen, die unserer Meinung waren.
Es ist peinlich, wenn man sich – weil es „politisch-korrekt” ist und man sich sooo schön damit profilieren kann – gegen Alkoholkonsum und ‑missbrauch ausspricht – aber dann wegtaucht, weil man festgenagelt wird, seinen Worten auch Taten folgen zu lassen.
![]() | Blasphemie: Ich lästere über die „Heiligen Bücher”. Klemenz Michel |
![]() | „Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert immer das Rennen.” Thomas Stearns Elliot |

Laut einer Verfügung des Oberbürgemeisters – Fitz Kuhn, Grüne – bleibt der Fernsehturm von Stuttgart bis auf Weiteres geschlossen.
Die gastronomischen Einrichtungen bleiben leider auch geschlossen, ebenso kann man nicht mehr mit dem Aufzug auf die Aussichtsplattform fahren.
Die Angestellten können bis auf Weiteres leider ihre (Arbeits-) Tage zu Hause verbringen.
In der offiziellen Stellungnahme wird der Trauer kundgetan.
Siegfried Dannwolf, Geschäftsführer der SWR Media Services GmbH zur Schließung des Fernsehturms:
„Wir haben im Zuge der Turmsanierung 2011 mit Millionen Aufwand den Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht, weil dies in unserem eigenen Interesse lag und wir alle Auflagen der Städtischen Behörden erfüllen wollten. Dass der Fernsehturm jetzt aus Sicherheitsgründen vorübergehend (?) geschlossen werden muss, trifft uns völlig unvorbereitet. Wir werden jetzt prüfen, wie wir die für uns neuen und nicht absehbaren Auflagen erfüllen können und ob ein wirtschaftlicher Betrieb dann überhaupt noch möglich ist. Unser Ziel wird es sein, dieses einzigartige Bauwerk baldmöglichst wieder voll nutzbar zu machen. Wir hoffen auf eine konstruktive Mitwirkung der Stadt Stuttgart, das Wahrzeichen der Landeshauptstadt weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger einträglich zu erhalten.”
Das Prekäre dabei ist, dass die Branschutzauflagen durchleuchtet wurden und angeblich herausgekommen sein soll, dass der Fernsehturm nicht mehr sicher sei und dies so schlimm sei, dass er sofort geschlossen werden musste.
Der Oberbürgermeister – Fritz Kuhn, Grüne – gab „seine” Verfügung erst heraus, nachdem er dies erstmal vor den Medien kundtat, ohne vorher mit dem Betreiber des Ferrnsehturms, dem SWR – Südwestrundfunk – mit Sitz in Stuttgart, gesprochen zu haben.
Deswegen kam dies, wie in der Stellungnahme von Herrn Dannwolf dargestellt, völlig unvorbereitet (für den SWR).
Man bedenke, dass der Stuttgarter Fernsehturm der erste Fernsehturm der Welt ist, und eins der Symbole bzw. Wahrzeichen von Stuttgart ist.
Der Fernsehturm wird von zig Leuten besucht.
Warum der Fernsehturm sofort geschlossen werden musste, weiß moch niemand, nur dass angeblich der Brandschutz „in hohem Maße” nicht gewährleistet sei.
Was uns aufstößt, ist das Gehabe des Oberbürgermeisters.
Anstattzuerst mit dem Betreiber zu sprechen und ein Meeting einzuberufen, um zu klären, was man tun bzw. verbessern kann, wird administrativ eine „Verfügung” erlassen.
Dies zeigt, dass Fritz Kuhn als Oberbürgermeister – als „erster Bürger Stuttgarts”- nichts taugt.
![]() | „Sich zu schmücken begierig verfolgte den rinnenden Bach einst früh die Muse hinab, sie suchte die ruhigste Stelle. Johann Wolfgang von Goethe |

Die Keintologen – anderes Wort für Stuttgart-21-Gegner – gaben bekanntermaßen nie zu, wenn sie Mist gebaut, Unsinn verzapft oder sich daneben benommen haben.
Die S21-Gegner feiern sich und ihren „Märtyrer“, der einen Teil seines Augenlichts verloren haben soll hat.
Die Keintologen spulen immer und immer wieder wie eine hängengebliebene Schallplatte ihre diesbezüglichen Märchen über diesen Mann ab, der von der „bösen Polizei“ am Möchtegern-Schwarzen-Donnerstag so gebeutelt wurde.
Die Polizei hatte kurze Zeit, nachdem die Anschuldigungen gegen sie initiiert wurden, ein Beweisvideo ins Internet gestellt, dass man seltsamerweise auch etwas später auf der Videoplattform YouTube anschauen kann.
Darauf wird eindeutig gezeigt, dass sich der Mann permanent Richtung Wasserwerfer zubewegt und jegliche Warnungen der Polizei, aus den Gefahrenbereich zu gehen, in den Wind schlägt.
(Der Mann ist übrigens mit einem Kreis und mit Pfeilen markiert.)
Die Keintologen haben mit dem Polizei-Video – das auf der Webseite der Polizei zu sehen ist und war – einen gewaltigen Schlag vor den Bug bekommen.
Sie haben sich aber ein abstruses Lügengebilde einfallen lassen, um doch noch ihren „Märtyrer“ ins „rechte Keintologenlicht“ setzen zu können.
Die Keintologen behaupteten erst mal, angeblich hätten Zeugen etwas anderes gesehen und die Polizei hätte den Mann malträtiert.
Als aber die Zeugen als unglaubwürdig dastanden, weil andere das Gegenteil behaupteten, mussten sie sich noch etwas Abstruseres einfallen lassen.
Die Timestamp-Lüge!
Timestamps – Zeitstempel – befinden sich in den Einzelbildern von Videos, und deren Durchnummerierung ist eindeutig und fortwährend sowie mit gleichem Abstand.
Angeblich haben die Keintologen das Video, als es nur auf der Polizei-Webseite zu sehen war, heruntergeladen. (!!!)
Sie hätten bemerkt, dass die Timstamps – Zeitstempel – nicht in konformer Ordnung seien.
Sie behaupteten, dass Polizei-Video sei kreuz und quer zusammengeschnitten und es wäre gefälscht.
Dies wurde so lange immer und immer wiederholt, bis der letzte Zweifler von Keintologen es auch nachplapperte. Es wurde auch sehr viel (psychischer) Druck von die Zweifler ausgeübt, dass es so krachte.
Man bedenke, dass es diese Timestamp-Lüge nicht erst gab, als das Video bei YouTube auftauchte, sondern schon, seit es auf der Polizei-Webseite stand.
Dies ist mal wieder eine perfide Lüge der Keintologen, um sich selbst reinzuwaschen.
