Backwerk

„Für Dich immer noch …
… Herr Ruprecht.”

Im Kontext des Stuttgarter Messeherbstes fand vom 22. bis zum 24.10.2013 in Halle 7 „Eat & Style – Die Genuss-Messe” statt.
Dort wurde sehr lecker gekocht, z. B. die „Speisemeisterei”, ansässig im Schloss Hohenheim bei Stuttgart, zeigte sehr interessante Gerichte.
Mein Highlight – Kaninchen-Salami.
Als Kenner und Genießer diverser Salamisorten vom Rind über Esel und Pferd war dies ein besonderes Geschmackserlebnis.
Auf dem Stand der Schweiz gab es sehr viele bekannte, aber auch unbekannte Käsesorten.
Beim sog. „Käsehimmel” gab es ebenso viel Käse, den man wie üblich auf solchen Messen probieren konnte.
Schokoladen-Macher zeigten eye to eye vor den Messebesuchern, wie Schokolade gemacht wurde und verteilten das teilweise noch warme Produkt zur Geschmacksprobe.
Wenn man jedes Mal bei einer Aufforderung einen Wein probiert hätte, hätte man nach knapp zwei Stunden nicht mehr aktiv das Messegeschehen verfolgen können.
So ähnlich galt dies fü das Probieren von Speisen.

Am Samstag kochte der Fernsehkoch Stefan Marquard auf der Eventbühne und erzählte – Das habe ich mir besonders gemerkt. – viele Details zum Umgang mit Rosmarin beim Kochen.
Wir waren direkt bei dem Kochevent dabei und sprachen kurz mit Stefan Marquard, der wie immer sehr gut gelaunt war.
Weitere Berichte zum Stuttgarer Messeherbst folgen.

Nachdem ein Rindfleisch-Fabrikant aufs (falsche) Pferd gesetzt hatte, sind die Behörden inklusive Lebensmittelkontrolleuren hellhörig geworden.
Verbraucherschutzministerin Aigner hat gehandelt und wies an, Lebensmittel aller Bereiche besser zu überwachen.
Bei den Kontrollen kam nun ans Tageslicht, dass in bestimmten Fertigpackungen von Dinkelbrätlingen Roggenvollkornmehl gefunden wurde.
Skandal!
Vegetarier gingen auf die Barrikaden und forderten, Mehl besser zu kontrollieren, um solchen Deklarationsmissbrauch schon im Vorfeld aufdecken zu können.
Es sei nicht auszuschließen, dass gesundheitliche Probleme durch Roggenmehl auftauchen könnten, sagte ein Sprecher des VVV – Vegetarier- und Veganer-Verband – und schloss auch nicht aus, dass sogar noch viel gefährlicheres Weizenmehl wegen Kosteneinsparung in der Produktion zum Einsatz käme.
Dass dies möglicherweise, eventuell und vorallem vielleicht nicht auszuschließen sei, hörte man auch aus gut informierter Quelle der untersten Ebene des Verbraucherschutzministeriums.
Die Verifikation stehe allerdings noch aus, kam die Information aus der gleichen Quelle.
Endverbraucher schütteten aus Protest Dinkel und Roggenmehl in die Flüße und auf Felder, um ein Zeichen zu setzen.
Tja, „liebe” Vegetarier!
So kann es gehen, wenn man den armen Tieren die Nahrug wegisst und hofft, auf der guten Seite zu stehen.

„Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Sendepause.”
aus Deutschland

1.12. – Startschuss für die Bevölkerung in die Advents- und Weihnachtszeit!
Lichterketten und Weihnachtsfensterbilder werden aus der Versenkung ausgegraben oder neu erworben und schmücken Vorgärten, Fenster und Balkone.
Weil es so ist!
Bis zum 6.12. kauft man sinnlosen Nikolaussüßkram und viel zu große Geschenke, die nicht mal in die Stiefel passen – um andere zu überbieten.
Weil es so ist!
Weihnachtsmärkte werden gestürmt, damit man große Mengen Glühwein – in Gesellschaft und nicht Alkohol im Verborgenen – in sich hineinkippen kann, um „gegen die Kälte”, welche man auch immer verspürt, anzukämpfen.
Weil es so ist!
Jeden Adventssamstag werden Geschäfte gestürmt, um Konsumgüter für die „Lieben”, ob Freund oder Feind, gekauft, damit man am Heiligen Abend nicht mit leeren Händen dasteht.
Weil es so ist!
Im Fernsehen wird zu Spenden aufgerufen für Kinder und Bedürftige, die weit weg sind von Schuss, und mit deren Schicksalen man sich nicht auseinandersetzen muss, aber auf jeder Veranstaltung damit prahlen kann, welch „guter Mensch” man doch ist.
Weil es so ist!
Pflichtweihnachtsveranstaltungen von der Firma, in der man beschäftigt ist, werden aufgebrezelt besucht, und mit Kollegen, die eigentlich unkollegial sind, wird an diesen Tagen Hochprozentiges getrunken.
Weil es so ist!
Wenn man bis zum 20.12. die „ach so besinnliche Adventszeit” überstanden hat, geht es zum Endspurt, ins große Finale, der letzte Weihnachts-Run in die Supermärkte.
Weil es so ist!
Lebensmittel werden in großen Mengen eingekauft, und auf den Euro wird nicht geschaut. Man muss sich auch mal etwas gönnen! Auch wenn es nicht recht schmeckt – eingefrorener billiger Hummer – allein schon um Freunde und Verwandte zu beeindrucken.
Weil es so ist!
Wenn man dann noch ganz viel Glück hat, hat Petrus noch ein Einsehen und es schneit für die Kinder.
Weil es so ist!
Ob der Schnee bis zum 24.12. liegen bleibt, ist irrelevant, von dem ganzen Verkehrschaos mal abgesehen, aber der „Geist der Weihnacht” … mit viel Schnee irgendwann vorher oder nachher … Na … So ist’s schön!
Weil es so ist!
Um den vierten Advent wird der Tannenbaum ins Zimmer gezerrt und geschmückt.
Weil es so ist!
Und endlich hat man diese 24 Tage überstanden, so wie die Tradition es will!
Weil es so ist!
Nun kann man sich auf die finalen Weihnachtstage einstellen!
Weil es so ist!
Der Kirchgang … und wehe, man sitzt nicht in der ersten Reihe, schließlich hat man gespendet!
Weil es so ist!
Die Bescherung … und wehe, man bekommt nicht den gleichen Wert zurück – schließlich hat man „zufälligerweise” die Preisschilder nicht entfernt – den man den anderen geschenkt hat und sich dafür in den Kaufrauschhäusern so abgerackert hat.
Weil es so ist!
Das Weihnachtsessen – besser gesagt: „Das Menü” – warum hat man im Supermarkt solche Delikatessen – eingefrorenen billigen Hummer – gekauft, wenn es nicht schmeckt…
Weil es so ist!

Nun haben wir – Glühwürmchen und Herzbeben – auch mal ausprobiert, wie Schokoladenkuchen mit Chili schmeckt.
Wir sind fasziniert und wollen nun unser Rezept vorstellen.
Chili-Schokoladen-Kuchen
Man kaufe diese Zutaten ein und nehme sie dann, um den Kuchen zu backen:
- Zwei Eier
- 125 Gramm (weiche) Margarine
- Im Messbecher 125 Milliliter Zucker tarieren
- Ebenfalls auf diese Weise 125 Milliliter Mehl tarieren
- zwei Tafeln Zartbitterschokolade (à 100 Gramm)
- eine Packung Vanillin-Zucker
- eine Packung Backpulver
- eine frische Chili-Schote
- Papierförmchen
Nun geht es rund …
- Den Backofen auf ca. 200 Grad Celius – für die Amerikaner 392 Grad Fahrenheit … für Physiker 473.16 Grad Kelvin – vorheizen!
- Die Margarine leicht erhitzen – ein paar Sekunden in den Mikrowellenherd – und zerlaufen lassen!
- Eine (emaillierte) Metalltasse mit der zerkleinerter Schokolade nehmen, diese in heißem Wasser eines Topfes erhitzen und die Schokolade flüssig werden lassen.
- Nun eine Rührschüssel nehmen!
- Von den Eiern das Weiße nehmen (Ei-Klar), also nicht das Gelbe vom Ei.
- Das Ei-Klar etwas cremig rühren und danach mit der Butter verrühren!
- Danach den Zucker und den Vanillin-Zucker mit diesem verrühren!
- Die flüssige Schokolade nun ebenfalls unterrühren!
- Nachdem die – hoffentlich scharfe – Chilli-Schote zerhackt wurde, diese ebenfalls unterrühren!
- Da das Backpulver nun mitmischen will, kommt es auch noch mit hinein.
- Mit dem Mehl wird die Masse nun etwas eingedickt.
- Nun verteilt man den Teig in kleine Papierförmchen.
- Diese Förmchen auf ein Backblech stellen.
- Die Kuchen nun ca. 45 Minuten oder eine Dreiviertelstunde backen.
Guten Appetit!
Wenn wir – Glühwürmchen und Herzbeben – backen, ist der Kuchen wie unser Leben bunt.

Nicht nur von außen ist der Kuchen bunt …

Der Kuchenteig ist grün eingefärbt, innen sind Pfirsichstücke.
Gleich wohl nach dem Motto „Normal sind die anderen.” backen wir – Glühwürmchen und Herzbeben – Plätzchen.
Bunte Plätzchen!

Mann oder auch Frau oder beide nehmen:
- Lebensmittelfarben
- 250 Gramm Mehl
- 125 Gramm gemahlene Mandeln oder Nüsse
- 175 Gramm Puderzucker
- eine Prise Salz
- ein ganzes Ei – nicht nur das Gelbe vom Ei
- einen halben Teelöffel Orangenschalengewürz
- 200 Gramm weiche Butter
Mann oder auch Frau oder beide bereiten aus dem Mehl, den Mandeln bzw. Nüssen, der weichen Butter sowie dem ganzen Ei, dem bisschen Salz und dem Orangenschalengewürz mit dem Mixer einen Teig.
Diesen Teig dann zusammenkugeln, also „zu einer Kugel formen” – wie es so schön im Bäcker-Jargon heißt – und diese etwas eine halbe Stunde oder auch dreißig Minuten in den Kühlschrank legen.
Nach der Wartezeit den Teig in soviele Teile teilen, wie verschiedene Lebensmittelfarben vorhanden sind.
Diese Teile einzeln mittels der Lebensmittelfarben einfärben und direkt nach dem Einfärben auf der Arbeitsfläche zwischen vier und sechs Millimeter dick ausrollen.
Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass Mann und Frau nicht unbedingt ein Nudelholz oder eine Küchenrolle benötigt.
Eine zylindrische Flasche mit Alufolie umwickelt tut genauso ihren Dienst.
Aber das nur am Rande erwähnt!
Während der Einfärbe- und Ausrollphase den Backofen auf etwa 200 Grad Celsius vorheizen!
Die bunten Plätzchen in bzw. mit beliebigen Formen, z.B. Teddybären, Nashörner, Elefanten, Giraffen, ausstechen.
Diese „Tierchen” auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
Die bunten Plätzchen etwa zehn Minuten backen, anschließend abkühlen lassen!
Hmmmm …