Natur

Wir 8ten nicht nur uns, sondern auch die Natur.

Bei einer Lesung bekamen wir, die Besucher, ein Notizbuch geschenkt.
Das Notizbuch ist etwas ganz Besonderes.
Die Seiten sind aus Umweltpapier,der Einband aus Maulbeerbaumrinde gefertigt.
Eine Frau hier aus der Gegend – Schwaben – schaute sich das Buch an und las den Aufkleber. Der Produzent ist hier aus der Gegend – Schwaben.
„Moment”, meinte die Frau zu der Person, die die Geschenke verteilte, „hier stimmt was nicht. Hier wächst kein Maulbeerbaum.”
Dass man nicht einfach mal mit einem Geschenk zufrieden sein kann …

In Baden-Württemberg waren am Wochenende Ende Mai / Anfang Juni schwere Unwetter, in der darauffolgenden Woche stellenweise auch noch.
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat Hilfe angeboten bzw. organisiert.
So war vor einigen Tagen eine öffentliche Veranstaltung, zu der auch Vertreter von Versicherungen geladen waren.
Die Betroffenen waren ziemlich erbost über die Arroganz der Versicherungsmitarbeiter, denn diese wiesen daraufhin, dass Versicherungsleistungen nur gezahlt würden, wenn explizit im Versicherungsvertrag „Hochwasser” deklariert sei.
Das ist typisch für Versicherungen!
Wenn sie bezahlen sollen, gibt es Ausreden en gros!
Darüber habe ich mich nicht (wirklich) gewundert.
Eine Frau sagte, dass sie aus Angst, dass ihr die Versicherung kündigen würde, alles aus eigenen Tasche zahlen würde.
Auch das ist eine Unart der Versicherungsunternehmen.
Ein Schaden wird beglichen. Wenn dann die Versicherung nochmal in Anspruch genommen wird, sagen die Versicherungen nach der Begleichung, ohne rot zu werden, dass man zu „teuer” sei und die Versicherung kündigt den Vertrag.
Hier sieht man mal wieder den wahren Charakter der Versicherungen.
Beiträge kassieren und einem das Blaue von Himmel versprechen, doch wenn man sie in Anspruch nehmen will, wehren sie sich und kommen mit Ausreden.
Was mich nachdenklich für einen kurzen Moment gemacht hat, war die Aussage eines Mannes: „Ich überlege, ob die Versicherung in Anspruch nehme, weil ja sonst mein Beitrag erhöht wird.“”
Ah ja ! ?
Man zahlt also Jahre bzw. Jahrzehnte ein, aber hat Angst, die Versicherung in Anspruch zu nehmen, weil sich die Beiträge erhöhen …
Nachdem ich nun im Bilde bin, was Erdstrahlen sind und wie sie entstehen, habe ich versucht, die negativ-polarisierten Felder und Kuben abzudecken, damit die negative Polarisierung keinen Schaden (mehr) anrichten kann, doch leider hatte bzw. habe ich ein Problem.
Es war nicht möglich, so viel Kupfer zu bekommen, dass ich damit 254647909 km2 Erdoberfläche abdecken gekonnt hätte.
Diese Fläche von 254647909 km2 ist nur halb so groß wie die gesamte Oberfläche der Erde, weil sich die negativ- und positiv-polarisierten Felder und Kuben bekannterweise abwechseln.
Ein anderes Argument war und ist der Preis.
Bei meinen Forschungen stieß ich auf den „Stein der Weisen”.
Tachyonen!
Der Kleine hatte seit Dienstag keinen aua Bauch mehr.
Er hüpfte und tollte hier herum, vor allem der neue Ball hat es ihm angetan. Als ich ihn ihm schenkte, waren zwei Stunden Spielen damit angesagt.
Er durfte auch bei mir schlafen, was ihm sehr gefallen hat.
Lange Autofahren will Devil nicht mehr, eher Spazierengehen, vornehmlich im Wald. Dementsprechend viele Zecken hatte er auch. Wir schauten alle paar Stunden in seinem Fell nach und achteten auch darauf, ob er sich öfters an der gleichen Stelle kratzte. In den meisten Fällen, wurden wir dort fündig.
Von Montag bis Mittwoch musste ich arbeiten, von Donnerstag bis Sonntag habe ich Devil und meinen Eltern die Gegend gezeigt – den Naturpark Schönbuch.
Wir waren im Schloss Hohenentringen und haben traditionelle schwäbische Gerichte gegessen – sauren Fleischsalat, Ochsenmaul, Käse in Essig und Öl etc.
Devil nicht, meine Eltern und ich!
Dazu Most!
Im Neckarmüller – Brauerei und Gasthaus – gab wie immer sehr leckeres Essen – Braumeisterpfännle und Weßbierhaxe.
Man kann dort auch Zwei-Liter-Flaschen selbstgebrautes Bier kaufen.
Ab und zu ist dort „Schauen beim Brauen”, also ein Tag, an dem man zuschauen kann, wenn gebraut wird.
In der Weiler Hütte, einem Waldgasthof, ist es immer sehr schön, weswegen wir auch mehrmals dort waren und dort zu Mittag gegessen haben.
Das Schloss Hohentübingen, das Kloster Bebenhausen haben wir uns angeschaut. Devil durfte nicht mit ins Kloster, und wenn, hätten wir wohl nicht sagen dürfen, wie er heißt …
Natürlich sind wir viel spazierengegangen, auch den Hohernzollernweg.
Heute morgen um halb zwölf sind Devil und meine Eltern wieder in Richtung Beckum gefahren.
Devil ist sehr glücklich in Dettenhausen gewesen.
Er wollte am liebsten bei mir bleiben …
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Vor einiger Zeit hatte ich bereits über Kupfermatten, die gegen Erdstrahlen helfen sollen, berichtet.
Gestern habe ich wieder die Kupfermatten-Anzeige, die sich in Revolverblättern über zwei Seiten erstreckt, gesehen.
Auf der zweiten Seite sind im Gegensatz zum vorigen Mal noch mehr Dankesschreiben abgedruckt.
Wahrhaft erstaunlich, was die Kupfermatte doch alles vermögen zu lindern. Das hatte ich vergessen.
Ich bin jedenfalls nun besser informiert, was genau Erdstrahlen sind und wie Störungszonen entstehen. Und was man dagegen machen kann.

Gestern bin ich von Dettenhausen wieder nach Beckum gefahren, um hier Ostern – vor allem mit Devil – zu verbringen.
Mein Chef hat mir erlaubt, dass ich wegen des Osterreiseverkehrs schon um 14:30 Uhr fahren durfte.
In der Nähe von Stuttgart war ich im Stau, dann wieder beim Kreuz Leonberg etwas weiter entfernt.
In Pforzheim wieder …
Insgesamt waren es – trotz Umfahrungen – sechs Staus.
Auf der A45 machte ich Halt an einer Raststätte im Siegerland, wo der Kaffee teuer war.
Als ich wieder auf der Autobahn weiterfuhr, begann es erst zu regnen – das dachte ich. Es war aber Schnee, der in starkem Maße zunahm und dafür sorgte, dass Matsch und Schnee sowie stellenweise Eis auf der Autobahn herrschte.
Auf der Autobahn waren Leuchtschilder mit dem Eis-Symbol (Eiskristall mit roten Dreieck) eingeschaltet.
Man konnte maximal sechzig bis achtzig km/h fahren, manchmal auch nur 50.
So tröpfelte die Zeit dahin.
Wegen eines Staus von 21 Kilometern auf der A1 machte ich einen Schlenker und war dann im Dunkeln in Beckum.
Um 22:30 Uhr!
„Dank” des Osterreiseverkehrs und des „Winters” …

Auf einer Party erzählte ein Kollege vom vorigen Urlaub in Schottland.
Er und seine Frau waren dort mit dem Fahrad unterwegs und hatten über Nacht gezeltet.
„Der Regen war nicht so schlimm”, sagte seine Frau, „aber trotz dicker Matten spürte man morgens jeden Wirbel im Rücken.”
„Halb so schlimm”, sagte ich ohne erkennbaren Zusammenhang zum Reisebericht grinsend mit einer Wegwerfbewegung der Hand, „Hauptsache, die Peristaltik geht.”
„Genau”, plapperte mein Kollege nach, „Hauptsache, die Peristaltik geht.”
„Hauptsache, die Peristaltik geht”, wiederholte seine Frau verhohlen und nickte, „die war in Ordnung.”
An diesem Abend wurde Peristaltik zum geflügelten Wort.
Ob wohl jeder wusste, was das ist?

Am Samstag machte ich mich gegen zehn Uhr auf den Weg nach Stuttgart.
Im Radio SWR 3 wurde den ganzen Morgen über das Orkantief „Emma” berichtet.
Als ich durch Waldenbuch, Nachbarstadt von Dettenhausen, durchgefahren war, wurde im Radio darauf aufmerksam gemacht, dass das Orkantief momentan über Stuttgart ziehe.
Nachdem ich Steinenbronn hinter mir gelassen hatte, wechselte der Regen in ein heftiges Graupel- und Hagelschauer. Ich fuhr instinktiv langsamer. Ich hatte auch Angst, dass Bäume bzw. Äste auf die Straße vor mir oder auf mein Auto fallen könnten.
In Leinfelden-Echterdingen angekommen, machte ich in einem Café Pause, um das Graupel- und Hagelschauer abwarten. Der Wind wurde auch heftiger.
Nach knapp dreißig Minuten hatte sich das Schauer verzogen, aber es war kälter geworden. Der Regen war auch weg.
Ich entschloss mich, weiter Richtung Stuttgart zu fahren.
Auf der Bundesstraße 27 hatte es einen Unfall gegeben. Ein Kombi war einem Kleinwagen vorne hineingefahren. Der Kleinwagen hatte die Kotflügel und die Motorhaube verloren.
Ab Stuttgart-Degerloch bis ins Zentrum von Stuttgart hatte sich der Graupel bzw. Hagel als knapp drei Zentimeter dicke Schicht auf die Straße gelegt.
Autofahrer ohne M+S-Reifen hatten stellenweise massive Probleme mit dem Lenken und Fahren, da man von oben in Stuttgart hineinkommt und Stuttgart selbst in einem Tal liegt.
In Stuttgart angekommen, fuhr ich in ein Parkhaus nahe der Landesbank und begab mich erstmal zur „Arnulf-Klett-Passage”, einer unterirdischen Einkaufspassage.
Als ich nach knapp einer halben Stunde die Passage verließ, war das Unwetter weg.
Ich trank in einem Café einen Cappuccino.
Als ich wieder auf der Einkaufstraße war, kam ab und zu die Sonne durch.
Das war mein kleines Erlebnis mit bzw. im Orkantief „Emma” …

„Was könnte die uralte Eiche erzählen?”
„Mein Gott, hatte ich Angst, als die Schergen der Inquisition angefangen sind, hier abzuholzen”, sagte die uralte Eiche und schüttelte ihre Äste, sodass es raschelte.
„Die In-qui-si-ti-on?”, fragte der Junge lang gezogen und abgehackt.
„Ja, die Inquisition”, antwortete die Eiche, „üble Gesellen!”
„Was haben die denn gemacht?”, wollte der Junge wissen, „wollten die dich fällen?”
„Bestimmt”, machte die Eiche, „ich hatte wohl Glück.”
„Erzähl mal von der Inquisition, oder wie die hieß”, forderte der Junge die Eiche auf.
„Ich kann zwar nicht lesen, aber in Eurer Bibel steht, dass man faule Zweige, die sich im Weinberg des Herrn befinden, verbrennen soll”, begann die Eiche, „und das haben die üblen Gesellen getan.”
„Dann hast du also Glück gehabt, weil du eine Eiche bist”, sagte der Junge.
„Nein, nein. Sie meinten mit faulen Zweigen die Abtrünnigen. Wer nicht genau das machte, was der Vatikan vorschrieb, war ein Abtrünniger. Und die wurden bestraft.”
„Wenn einer nicht sonntags zur Kirche ging, war er ein Abtrünniger”, fragte der Junge neugierig und dachte sich, dass er wohl auch ein Abtrünniger wäre.
„So schlimm war es nicht”, beschwichtigte die Eiche, „man musste schon einiges verbrechen. Wer nicht genau das glaubte, was der Vatikan sagte, wurde erstmal befragt. Wenn er dann schuldig im Sinne des Vatikans war, wurde er verurteilt. Die Strafe konnte Fasten sein, Auspeitschen, Einweisung in ein Kloster und in schlimmen Fällen auch das Verbrennen sein.”
„Das war ja schlimm”, hakte der Junge nach, „nur weil ich nicht glaube, was der Pfarrer sagt, werde ich bestraft?”
„Jetzt nicht mehr, aber früher. Du kannst dir nicht vorstellen, was die Inquisitoren getan haben, um Leute zu überführen. Sie haben ganze Familien gegeneinander aufgehetzt. Und wenn das nicht half, dann haben sie gefoltert.”
„Ich bekomme eine Gänsehaut”, sagt der Junge und schüttelte sich, „ich dachte, man darf nicht töten.”
„Das haben sie ja auch nicht. Sie haben die Todgeweihten einem weltlichen Gericht übergeben. Die haben dann die Abtrünnigen bestraft. So war der Vatikan schön raus.”
„Das ist ja verlogen”, empörte sich der Junge, „im Unterricht in der Schule haben wir gelernt, dass dies Beihilfe zum Mord ist.”
„Was ist Beihilfe zum Mord?”, hörte der Junge eine Stimme neben sich.
„Was die Kirche gemacht hat.”
„Natürlich”, sagte Stimme wieder. Der Junge schlug die Augen auf und schaute auf das Buch, das er neben sich liegen hatte, ein Geschichtsbuch über die Inquisition.
Er gähnte.
„Ich muss wohl eingeschlafen sein”, meinte er grinsend und dachte an die uralte Eiche, die ihm im Traum erschienen war.
„Stimmt”, sagte sein Vater, „du hast einiges gemurmelt.”