Verbalmassaker

„Manche Vögel putzen lieber den offenstehenden goldenen Käfig, als ihn zu verlassen.”

Das Leben schreibt bessere Geschichten, als jeder Romanautor oder Drehbuchautor es sich ausdenken könnte.
Eine dieser Geschichten ist genau so passiert. Lediglich die Namen der Protagonisten wurden geändert.
Frau Meier hatte einen schweren Autounfall, weil ein LKW im Dunkeln plötzlich auf der Autobahn ausscherrte. Frau Meier erschrak, reagierte nicht schnell genug und überschlug sich mehrmals mit dem Auto, nachdem sie die Leitplanke gerammt hatte.
Als sie wieder (medizinisch) stabilisiert war, wurde sie mit einem Krankenwagen bzw. Medi-Mobil in ein Krankenhaus in die Stadt überführt, wo sie wohnt.
Unterwegs zum Krankenhaus in ihrer Stadt hätte ein unaufmerksames Autofahrer fast einen Unfall verursacht, weil er den Krankenwagen nicht gesehen hatte. Der Krankenwagenfahrer konnte gerade noch einen Schlenker fahren und einen Zusammenstoß verhindern.
Dies hat Frau Meier natürlich nochmal dazu veranlasst, über ihr Leben nachzudenken – einen schweren Unfall und einen Beinahe-Unfall, der so ähnlich war und gerade noch mal abgewendet wurde.
Der Taxifahrer – Nennen wir ihn wegen seiner langen Fingernägel einfachhalber Herr Nagel – hatte den Auftrag von der Zentrale erhalten, Frau Meier von der Station im Krankenhaus abzuholen und sie in den Schwarzwald in eine Fachklinik zur Rehabilitation bzw. Kur zu bringen.
Herr Nagel fuhr mit einem der Aufzüge, der nicht von einer Wartung betroffen war, nach oben zur Station. Oben angekommen wurde er kurz geblendet, weil die Aufzugschachttür nebenan geöffnet war und dort Schweißarbeiten – helles flackerndes Licht ! – durchgeführt wurden.
Als er den Gang der Station entlang lief, sah er eine Frau, neben der zwei Koffer standen, an einem Tisch sitzen.
„Frau Meier?“
„Ja!“
„Ich möchte sie holen.“
Eine Schwester drückte Herrn Nagel noch ein paar Unterlagen – Transportgenehmigung, Kostenübernahmeerklärung, Adresse der Reha-Klinik etc. – in die Hand, die Herr Nagel kurz noch kontrollierte, während er weiter auf Frau Meier zuging.
„Dann wollen wir zusammen gehen“, sagte er zu Frau Meier, nahm ihr Gepäck und Frau Meier, einmal kurz laut ausatmend, begleitete ihn mit wackeligen Knien.
Auf der Autofahrt, die knapp eine Stunde dauerte, unterhielten sie sich und irgendwann sagte Frau Meier: „Sie dürfen es mir nicht krumm nehmen, was ich Ihnen jetzt erzähle, aber ich weiß, dass sie Humor besitzen.“
„Nur zu“, ermutigte sie Herr Nagel.
Frau Meier begann.
„Ich hatte Ihnen ja von meinem schweren Unfall erzählt und von dem Beinahe-Unfall bei der Überführung.“
Herr Nagel nickte bestätigend, und Frau Meier fuhr fort.
„Als Sie auf die Station kamen, sah ich bedingt durch das helle Licht im Aufzugschacht nur einen Schatten. Dann sagten Sie, dass mich abholen wollten. Als sie dann näher kamen, sah ich erst Ihre langen Haare, danach Ihren Schnurrbart, Ihre dunklen Augen, und dann erblickte ich Ihre langen schwarz lackierten Fingernägel. Da ging mir durch den Kopf: ‚Zweimal bin ich dem Tod von der Sense gesprungen, doch nun holt mich der Leibhalftige persönlich ab.’.“
Frau Meier und Herr Nagel lachten sich fast schlapp aufgund der kuriosen Situation, an der wirklich alles „stimmte“:
- Das helle Licht und der Schatten davor,
- Die Sprüche: „Ich möchte Sie holen“ und „Dann wollen wir zusammen gehen.“
- Dann die Person mit den dunklen Augen, dem Schnurrbart, den langen Haaren und den schwarz lackierten langen Fingernägeln.
Das Leben schreibt bewiesenermaßen die besten Geschichten!

Plötzlich geht der Ehepartner weg, ohne eine Vorwarnung!
Man hört dies immer und immer wieder bei der Selbstbeweihräucherung sitzengelassener Ehepartner.
Jahrelang kriselt es in der Ehe. Man versucht dann irgendwie, die Ehe zu „retten”.
Meistens macht man einfach so weiter, als wäre nichts gewesen, denn es hat sich ja bewährt, und schlecht war es ja bis dahin nicht. Ansonsten hätte es ja nicht solange gehalten.
Der Ehepartner setzt irgendwann gefrustet den Ring ab, aber das ist ja nur ein vorübergehender Effekt des Protestes, der nicht lange andauert.
Man findet schon wieder zusammen.
Dann lernt ein Ehepartner jemand anders kennen.
Nun ist das Geheule groß. Man schreit „Du gehst fremd.“ heraus und poltert herum, alles ohne vorher einen Versuch unternommen zu haben, die Ehe zu retten.
Großkotzig erzählt man herum, man finde wieder zu sich, denn alles ist nur ein Ausrutscher.
Wenn dann das „Fremdgehen“ nicht geklappt hat und sich beide trennten, geht man wieder zurück und palavert von Wieder-Vertragen etc. etc.
Man hat aber immer noch nichts geändert, um den „Ehepartner“ zurückzuerobern.
Wenn es dann zum Auszug kommt, ist man vor den Kopf gestoßen und ist völlig überrascht. Man vergisst dabei, dass es schon lange bekannt war.
So dümpelt man dann weiter und verliert sich in narzisstischem Selbstmitleid, anstatt sich bewusst zu werden, wie alles in die Brüche ging.
Man könnte sich ja aufraffen, tut man aber nicht.
Man steckt lieber täglich mit Elan Salzstangen in einen Pferdeapfel und genießt dies als einzige Freude, die man noch hat.
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

„Verzögern und Aufschieben führt zu keiner Entscheidung.”

Man bemerkt es immer wieder, wenn man genau hinschaut und hinhört …
Manche Menschen ändern plötzlich für andere kaum bzw. nicht nachvollziehbar ihre Ansichten und versuchen sich in ein „rechtes Licht” zu setzen, indem sie so tun, als wären sie schon immer der neuen Ansicht gewesen.
Man trifft solche Situationen sehr oft an, nicht nur bei Politikern!
Eine Person hat jemanden etwas empfohlen, was dieser auch getan hat.
Dann ist sie plötzlich anderer Meinung und rät dem anderen plötzlich davon ab, was dieser nicht tut.
Darauf angesprochen, was los sei, sagt die Person, sie habe es nur getan, weil der andere es wollte!
Sie versucht also, im Nachhinein – a posteriori – die Vergangenheit (Geschichte) anders darzustellen, um sich in ein Möchtegern-Rechtes-Licht zu stellen. Auch versucht sie, „Schuld” von sich zu weisen und dem anderen den „Schwarzen Peter” zuzuschieben.
Aposteriori-Geschichtsverfälschung bzw. ‑Realitätsverfälschung fällt auf.

„Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Sendepause.”
aus Deutschland

Treten Sie endlich zurück, Herr Wulff!
Wir lassen uns von Ihnen nicht weiter verschaukeln!
Bundespräsident Wulff steht seit langem in Kreuzfeuer der Kritik, weil er sich Urlaube hat von „Geschäftsleuten” bezahlen lassen, Kredite mit fast keinen Zinsen aufgenommen hat, zu „geschäftlichen” Events unterwegs war, die ihn „Geschäftsleute” haben bezahlt etc.
Man munkelt auch, er habe fast für umsonst einen Audi Q3 fahren dürfen, doch das auszusprechen, hat Herr Wulff mittels einer einstweiligen Verfügung verbieten lassen.
Das „Seltsame” an der Sache ist, dass Herr Wulff nur soviel zugibt, wie aufgedeckt wurde!
Er wird ja auch (noch) von der Kanzlerin gedeckt!
Im Klartext also …
Herr Wulff lässt sich einladen, was verwerflich ist, tut so, als wäre nichts geschehen.
Wenn jemand seinen Rücktritt fordert, lamentieren die er und die Kanzlerin, die sich „hinter” ihn stellt, land und breit herum, dass alles ganz koscher sei und sind erhaben über jeden Schatten.
Und es sind Mega-Schatten, die die Möchtegern-Weiße-Weste Wulffs verdunkeln.
Uns reicht es, wie der (Noch-) Bundespräsident meint, er könne mit purer Arrogsanz seine korrupten Adern vertuschen.
Herr Wulff, wenn Sie noch Ehrgefühl im Leib haben und Ihnen das Wohl des Deutschen Volks am Herzen liegt, treten Sie zurück.
Auf der Stelle!

„Das Unverständlichste am Universum ist im Grunde, dass wir es verstehen können.”
Albert Einstein

Nachdem die Absperrung der Straße „Am Schlossgarten“ am Südflügel des noch bestehenden Stutttgarter Kopfbahnhofs abgeschlossen ist, wird nun der Südflügel abgerissen, Bäume gefällt und Stuttgart 21 (S21) zu Ende gebaut.
Das stimmt nicht!
Aus geheimen Quellen des Syntronischen Geheimdienstes wurde nun etwas sehr Eklatantes bekannt.
Insgeheim wird K21 – Kopfbahnhof 21 – gebaut!
Der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Kretschmann, und der Verkehrsminister, Hermann, sind angetreten und wollten S21 verhindern und den bestehenden Kopfbahnhof renovieren (Projekt K21).
Der Volksentscheid hat gezeigt, dass gerade mal knapp zwanzig Prozent der wahlberechtigten Bürger Baden-Württembergs zur Urne gezogen sind, um S21 (irgendwie) zu verhindern.
Der Volksentscheid hat ergeben, dass S21 weiter gebaut wird.
Nun mussten die Grünen einlenken …
… aber nur vordergründig!
Insgeheim wird nämlich K21 gebaut und zwar unterirdisch, denn nur so ist zu erklären, dass der sog. Widerstand verebbt.
Während jeder glaubt, dass S21 gebaut wird, wird K21 gebaut, unterirdisch!
Wenn K21 fertig ist, wird er hochgehievt und kann dann in Betrieb genommen werden, ad hoc!
Vonwegen Volksentscheid, alles nur eine Verschwörung!

„Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit.”
Joseph Joubert