Medien
Aus der Welt der Medien – TV, Zeitung etc.

Schon bevor wir in den Urlaub unterwegs waren, meinte „Töchterchen” (23 Jahre alt), dass sie am Donnerstag, den 26.5.2022, „Germany’s Next Top Model” schauen müsste. Schließlich sei das Finale und das dürfe man auf keinen Fall verpassen. Sie schaut „GNTM” jedes Mal.
Ich hatte dieses „sagenumwobene” Model-Casting noch nie gesehen und sah nun eine Möglichkeit, mich hineinzudenken und zu informieren, was genau dort passierte.
Nun war besagter Donnerstag da und meine Gattin und ich saßen mit einer jungen Frau aus der Generation „Ich nehme mein Smartphone auch mit zum Duschen, damit ich nichts verpasse.” im Wohn- und Aufenthaltsraum des Ferienhauses und schauten in die Glotze.
Eine farbenfrohe Show begann.
Bei der Eröffnung „performte” Moderatorin und Entscheiderin Heidi Klum einen techno-ähnlichen Song. So heißt es neudeutsch, wenn man etwas zum Besten gibt.
Die einzige Songzeile und gleichzeitig auch der Refraim „When I fall in love again, I know it’s gonna last forever.” stammt übrigens aus dem Song „Baby Jane”, den der britische Sänger Sir Rod Stewart im Jahr 1983 zusammen mit dem Songwriter und Bassisten Jay Davis geschrieben hat.
Danach wurden die Finalistinnen vorgestellt.
Die junge Frau in der Mitte streckte den Arm nach oben und hielt ihn mit der Hand des anderen Arms fest.
Dies sei wichtig, wurde ich belehrt, weil die Person in der Mitte „den wichtigsten Part” habe.
Weiter ging es auf dem Laufsteg, genannt „Catwalk”.
Die jungen Damen warfen sich in Kleidung mehrerer bekannter Modedesigner und stolzierten – „Gehen” kann man es nicht nennen! – über den Catwalk.
Der seltsame Gang der Frauen rührt daher, dass man unweigerlich mit der Hüfte wackelt, wenn man beim Gehen den einen Fuß quer über den anderen auf der anderen Seite aufsetzt. Man setzt nicht den rechten Fuß rechts auf, sondern er wird links vor das andere Bein gesetzt. Links holt dann etwas aus und dann wird seitenverkehrt das Gleiche mit diesem Fuß gemacht.
Die Sinnhaftigkeit habe ich nicht verstanden und „sexy” oder zumindest elegant sieht es auch nicht aus.
Die jeweiligen Modeschöpfer sprachen sich mit Heidi Klum ab und diese warf ein „Model” nach dem anderen heraus, bis nur noch die Gewinnerin (namens Lou-Anne) übrigblieb.
Diese bekommt einen Exklusivvertrag bei einem der größten Kosmetikunternehmen.
Dieser „Contest” ging von 20:15 Uhr bis knapp 23 Uhr.
Mindestens die Hälfte der Ausstrahlungszeit wurde durch Werbung oder Werbeeinblendungen unterbrochen. Zudem nannte Heidi Klum zahlreiche Mode-Marken.
Jetzt habe ich „GNTM” auch endlich mal gesehen!
Mich hat es nicht vom Hocker gerissen.
Die Stimmung war auf dem Siedepunkt. Warum die Zuschauer stellenweise ausflippten, konnte ich nicht nachvollziehen. Heidi Klum bezog die Zuschauer mehr oder weniger mit ein, eigentlich nur als Bestätigung ihrer selbst.
Die Gespräche mit den Modeschöpfern, den Fans und den Kandidatinnen war zum überwiegenden Teil sinnentleert.
Besonders die Teilnehmerin Sophie, die in den Vorrunden schon herausgeflogen war, fungierte als „Reporterin” im Backstage-Bereich. Sie fiel durch Floskeln und Phrasen auf, die sie wohl eingehämmert bekommen hatte, bis sie sie ohne Holperer und Versprecher wiederholen konnte.
Sie interviewte die anderen schon herausgeflogenen Kandidaten oder man wollte es uns zumindest verkaufen.
Die „Ehemaligen” erzählten aus der Zeit, als sie noch aktiv in der Serie dabei war.
Alle waren völlig enthusiastisch und aufgedreht, wenn sie erzählten, wie ihre Persönlichkeiten durch die Teilnahme an Heidi Klums Contest positiv verändert wurden, und wenn es nur eine Folge war.
Jede von ihnen war sehr zufrieden und strahlte über das ganze Gesicht.
Alles war „MMMEEEGGGAAA”.
Heidi Klum und die Modeschöpfer wiederholten immer wieder das Wort „Diversity”.
Bei dreißig hörte ich auf zu zählen, weil die Modeschöpfer unter anderem immer wiederholten, was dies eigentlich bedeutet.
Dass „Diversität” mit Vielfältigkeit im Sinne von Alter, Herkunft und so weiter beschrieben wird, haben wahrscheinlich die dümmsten Zuschauer nach der fünfzigsten Wiederholung auch verstanden.
Dazu kam, dass „Diversity” nur von Heidi Klum angewandt wurde.
Das sagten die Anwesenden durch die Reihe.
Von Modenschauen ist man ja Einiges an Verrücktem gewöhnt, aber die Teilnehmerinnen mussten auch auf dem Trampolin ihr „Können” unter Beweis stellen. Eine Fotografin lichtete sie dabei ab. Danach wurden die Fotos begut- und beschlechtachtet.
Nach dieser Runde musste eine Aspirantin gehen.
Was an den gezeigten drei Fotos „lasziv”, „ausdrucksstark”, „selbstbewusst” und so weiter war, erschloss sich mir nicht.
Zumindest waren aber alle Hüpfdarbietungen laut der Fotografin „MMMEEEGGGAAA”.
Bei den drei jungen Frau fand sie auch die „Diversity” ganz toll.
Laut Heidi Klum, Sophie und den anderen Teilnehmenden sowie dem Publikum war die Stimmung laut Heidi Klum und den Teilnehmenden immer „MMMEEEGGGAAA”.
Das sagte sogar Sophie merhmals.
Oftmals kam es mir so vor, als hätte man allen, die zu sehen waren, Aufputschmittel gegeben, doch „Töchterchen” meinte, das wäre eben so, weil alle ja allen alles gönnten.
„GNTM” war eine interessante Erfahrung und ein Einblick in einer Parallelwelt, die sich mir allerdings nicht erschloss.
Es kam mir vor wie eine durchweg inszenierte Darbietung, die jedoch herüberkommen sollte, als wenn alles spontan passieren würde.
Vieles, das passierte, war sehr fragwürdig und wirkte wie fingiert und gekünstelt.
Ich muss mir „GNTM” nicht freiwillig antun.

Bekanntermaßen kursieren momentan die Affenpocken.
Die Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die durch das Affenpockenvirus verursacht wird. Beim Menschen löst sie meist eine milde, fieberhafte Erkrankung mit Pusteln (Pocken) aus. Es gibt aber auch schwere Krankheitsverläufe.
In den (un)sozialen Onlinenetzwerken wird behauptet – auch anhand von Fotos – Affenpocken, Gürtelrose und Covid-19 seien das Gleiche.
Dass Covid Pusteln beziehungsweise Pocken verursachen kann, stimmt nicht. Covid-19 ist eine durch das Coronavirus ausgelöste, potenziell schwere Lungenerkrankung.
Biologisch, medizinisch und gentechnisch betrachtet gibt es eklatante Unterschiede zwischen den Erregern.
Die Gürtelrose und die Affenpocken verursachen Hausausschläge.
Bei den Affenpocken verteilen sich die Hautausschläge über den ganzen Körper, während Gürtelrose nur einen kleinen Teil des Körpers, vornehmlich entlang eines Nervenstrangs, befällt.
Affenpocken werden durch Pockenviren ausgelöst, Gürtelrose durch Herpesviren.
Beide sind sogenannte DNA-Viren.
Es sind also zwei verschiedene Virenstämme, die nichts miteinander zu tun haben.
Dass das Coronavirus Affenpocken auslösen kann, ist auch nicht möglich. Das Affenpockenvirus kann auch kein Covid auslösen.
Das Coronavirus ist nebenbei bemerkt ein RNA-Virus.
Ein RNA-Virus beinhaltet die Erbinformationen in einem Einzelstrang, DNA-Viren haben einen Doppelstrang an Erbinformationen in sich.
Ein RNA-Virus kann nicht in ein DNA-Virus mutieren, andersherum auch nicht.
Die Impfgegner haben sich übrigens auch gemeldet und behaupten, dass das Affenpockenvirus durch eine Mutation durch die Corona-Impfung entstanden wäre.
Diese Geschichte beziehungsweise Ammenmärchen taucht immer wieder auf, zuletzt bei der Pseudo-Betrachtung der „Spanischen Grippe“.
Man sieht mal wieder, dass die Realitätsverweigerer wieder lügen ohne Ende.

Der 17.5. ist der „Internationale Tag gegen Homophobie“.
Dieser Tag wird deswegen am 17.5. begangen, weil die WHO am 17. Mai 1990 beschloss, Homosexualität als Krankheit zu streichen.
Eigentlich heißt der Tag „… gegen Homo‑, Bi‑, Inter‑ und Transphobie“ und hat die Intention, auf die stellenweise Diskriminierung von „nicht der Norm entsprechenden“ Menschen aufmerksam zu machen.
Noch immer werden diese Menschen in 69 Staaten strafrechtlich verfolgt. In elf Ländern sind sie sogar von und mit der Todesstrafe bedroht. Vielerorts sind staatliche Behörden an der Unterdrückung von sogenannten LGBTQIA-Personen beteiligt und verweigern ihnen jeglichen Schutz vor Anfeindungen und Gewalt. Dies geschieht allerdings (vornehmlich) nicht nur in arabischen und afrikanischen Ländern, sondern auch in Europa, wie zum Beispiel Polen.
§ 175 des Deutschen Strafgesetzbuches existierte vom 1. Januar 1872 bis zum 11. Juni 1994. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe.
Bezugnehmend auf den „Schwulen-Paragrafen“ wurden Homosexuelle spöttisch als „175-er“ gebrandmarkt und der 17.5. als „Feiertag der Schwulen“ herabgestuft.
In Deutschland und vielen europäischen Staaten interessiert es im Prinzip niemanden mehr, ob jemand „anders“ lebt, doch in vielen Staaten ist dies immer noch ein Problem, weswegen dieser „Aktionstag“ notwenig ist.

Etwas Neues in der Berichterstattung ist die sogenannte „Re-Infektion mit dem Coronavirus”. Dies bedeutet, dass sich jemand mehrmals mit dem Coronavirus angesteckt hat. Insbesondere ist dies ein Thema bei der momentan kursierenden Omikron-Variante.
Was genau ist eine „Re-Infektion” und wann liegt diese vor?
In Rheinland-Pfalz gab es beispielsweise 14 133 Fälle von potenziellen Re-Infektionen. Sieben Prozent davon gelten als wahrscheinlich, doch nur bei insgesamt 33 konnte eine Re-Infektion wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen werden.
Bei 12 768 handelt es sich also nicht um Re-Infektionen, sondern die Viren aus einer durchgemachten Infektion sind noch in geringen Maße nachweisbar.
Eine Re-Infektion, also eine erneute Corona-Infektion, ist sehr schwer zu unterscheiden von einer sehr langen Nachweisbarkeit des Virus (wie bei den 12 768 Personen).
Fakt ist, dass relativ viele genesene Personen das Coronavirus noch in sich tragen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie noch infektiös sind. Die Virenlast kann dabei aber auch in Laufe der Zeit in sehr geringen Schwankungen variieren, erreicht allerdings nicht mehr den Schwellenwert (CT-Wert oder TTP-Wert) der Infektiosität.
Mit sehr sensiblen PCR-Tests kann man eine vergleichsweise geringe Virenlast nachweisen und es hat sich gezeigt, dass viele als genesen geltende Personen eben noch sehr, sehr wenige Viren über einen längeren Zeitraum in sich tragen und trugen.
Laut Robert-Koch-Institut müssen mindestens 90 Tage zwischen zwei Infektionen liegen, um eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Re-Infektion betrachten und gegebenenfalls nachweisen zu können.
Ob jemand sich wirklich re-infiziert hat, kann allerdings dann nur durch eine Gen-Analyse beziehungsweise Gen-Bestimmung beider Viren – erste und zweite Infektion – verifiziert werden.

Sie liegen auf den Sofas oder laufen mehr oder weniger apathisch durch die Gegend. Das beobachtet man immer und überall bei der sogenannten Generation Y und Z. Diese wurde mit Smartphones und Computern sowie vielerlei Apps groß.
Oftmals muss man aufpassen, dass man von den apathischen Leuten nicht umgelaufen wird. Es passiert auch nicht selten, dass jemand ins Handy schaut und andere anrempelt.
Zu Hause sitzen die sogenannten „Digital Natives“ irgendwo und schauen sich stundenlang die neuesten Videos und Fotos von anderen Mitgliedern in sozialen Onlinenetzwerken an.
Aber auch das Liegen auf dem Bett oder auf dem Sofa mit der unbequemen Haltung des Arms, um in das Mobiltelefon oder in den Tablet zu schauen, ist ein Erscheinungsbild der „Neuzeit“.
Was machen diese Leute sonst?
Wie alle jungen Leute: Entweder Arbeiten, zur Schule, in die Universität gehen oder einfach nur herumhängen.
Weil beim Herumhängen nicht viel bis gar nichts passiert, nehmen sie sich ihre elektronischen Geräte und schauen dort hinein.
Die Gruppe der „Digital Natives“ lässt sich ein zwei Gruppen einteilen: Aktive und Passive.
Die Gruppe der Aktiven ist nicht groß.
Sie setzt Inhalte in die sozialen Netzwerke und lässt sich dafür von den Passiven bewundern.
Viele lassen sich berieseln und tun in der Zeit im Prinzip nichts Anderes.
So wird die reale Welt ausgeblendet uns sich voll und ganz der digitalen Welt hingegeben.
Dazu kommt das Liken und das Kommentieren, wobei sich das Kommentieren auf Symbole „Daumen nach oben“ oder Smileys begrenzt. Kommunikation ist es definitiv nicht.
Das Kuriose ist, dass man nicht aktiv wird und nicht wirklich kommuniziert, als an Gesprächen oder ähnlichem teilnimmt, sondern man schaut nur das an, was man „vorgesetzt“ bekommt und tut kund, ob es einem gefällt. Das „Gefallen“ alias „Liken“ ist nicht immer authentisch, denn es gibt bestimmte Regeln, die sich nach dem richten, was gerade in und was gerade out ist.
Wenn ein „Online-Star“ gerade in oder angesagt ist, muss man dessen Veröffentlichungen liken, egal ob es einem gefällt oder nicht. Ansonsten ist man out.
Massenschwimmer ohne Sinn und Verstand!
Was gerade in und out ist, muss man wissen, denn das „erfährt“ man durch diejenigen, die ersten jemandem folgen – die „Follower“ – oder durch die Likes, die Veröffentlichungen – Posts oder Postings – bekommen.
Die Welt der „Digital Natives“ ist also sehr einfach.
Aus Langeweile, die dadurch größtenteils entsteht, dass man niemanden mehr real trifft, schaut man sich Veröffentlichungen in der digitalen Welt an und meint, man gehöre dazu.
Das Dazugehören ist aber nur eine Berieselung mit Inhalten, die einem nicht gefallen müssen.

„Jus primae noctis“ oder „Das Recht der ersten Nacht“ bezeichnet das Recht des Gebietsherren oder Lehensherren, die erste Nacht mit der Braut seines Untergebenen verbringen zu dürfen.
Das Recht der ersten Nacht ist in der frühen Neuzeit und während der Aufklärung in literarischen Werken dargestellt und mehrfach beschrieben worden. Ob es jemals tatsächlich bestand, ist stark umstritten.
In der Komödie „‚Der tolle Tag‘ oder ‚Die Hochzeit des Figaro“‘ wird dies von Pierre-Augustin Caron – ab 1757: Caron de Beaumarchais – thematisiert. Der Autor setzt sich mit den Machtansprüchen der Obrigkeit auseinander. Das Stück entstand vor der Französischen Revolution. Zu dieser Zeit brodelte es schon sehr in Frankreich. Die Komödie skizziert den Konflikt zwischen dem Adel, der sich über moralische Werte hinwegsetzt, und seinen unter dem Einfluss der Aufklärung selbstbewusster gewordenen Untergebenen.
Geschichtlich genannt, aber nicht belegt, wird das „Jus primae noctis“ im dritten Jahrhundert vor Christi Geburt im Gilgamesch-Epos genannt. In diesem Epos übt Herrscher Gilgamesch seine Macht aus, in dem er dieses für sich beansprucht.
In der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts wird das sogenannte „Herrenrecht“ in einem Gedicht über Bauern in Normandie (Frankreich) erwähnt. Auch in einem Roman über Kreuzritter taucht es auf. In diesem im Jahr 1350 erschienenem Werk wird sich sehr mit der Mitgift beschäftigt. Diese zahlt der Vater der Braut an den Vater des Bräutigams.
Im germanischen Eherecht gibt es auch das sogenannte „Mundium“, das so gesehen wird, dass der Bräutigam dies zahlen muss, damit er seine Braut nach Hause – in das gemeinsame Haus – führen darf. Damit war die (erste) „eheliche Pflicht“ verbrämt.
In manchen Quellen wird auch dargestellt, dass der Bräutigam dem Gebietsherren dieses Mundium zahlen musste, als Gewohnheitsrecht sozusagen.
Daraus könnte sich das „Jus primae noctis“ entwickelt haben.
Es gibt kein niedergeschriebenes Gesetz, in dem dieses „Herrenrecht“ genannt wird.
Auch gibt es keine Schilderungen, wo oder wann die Ausübung stattgefunden haben mag.
Einziges schriftliches Zeugnis ist ein Urteil des spanischen Königs Ferdinand II., der einen solchen Anspruch als Missbrauch bezeichnete und ihn für null und nichtig erklärte.
Was genau dahinter steckte, kann allerdings nicht mehr nachvollzogen werden.
Es kann also davon ausgegangen werden, dass es das „Recht der ersten Nacht“ real nie gegeben hat, sondern dass es als Ammenmärchen oder als Machtfantasie mancher „Herrscher“ oder auch Autoren angesehen werden kann.

Gestern lief „Robin Hood” im Fernsehen. Es war ein neuer Film von 2018, dessen Regisseur Otto Bathurst sagte, dass es ihm darin darum ginge, zu reflektieren, was gerade passiere, um damit der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Es sei die Intension, anstatt reine Unterhaltung zu sein.
Der Film ist misslungen, nicht nur, was die Gestaltung und Ausstaffierung angeht.
Der Film hält sich sehr grob an die Geschichte von Robert von Locksley und Robin Hood. Es geht auch weniger darum, dass die Charaktere authentisch sind und den Vorlagen des Originals sehr entfernt entsprechen. Sie könnten ebenso andere Namen haben. Die Geschichte ist auch noch sehr halbherzig erzählt.
Der Adelige Robert von Locksley nimmt an den Kreuzzügen teil, kehrt aber mit einem Araber, den er John nennt, zurück. Dieser stachelt ihn gegen den Sheriff von Nottingham und den Klerus auf.
Dadurch wird Robert von Locksley – in der Filmschreibweise „Loxley” – zu Robin Hood.
Bei Feiern und Gelagen gibt es Elemente aus dem Mittelalter, aus Filmen über antike Reiche, wie das römische Reich oder Erzählungen aus der Pharaonenzeit und der Viktorianischen Zeit.
Die Erzählungen und Balladen aus dem 13-ten Jahrhundert, in denen erstmal eine Person namens Robin Hood auftaucht, stellen diesen erst als Räuber und Wegelagerer dar, der Reiche bestiehlt und das Diebesgut den Armen gibt. Erst im 15-ten Jahrhundert wandelte sich diese Figur zu einem Adeligen, der als sein Alter Ego Robin Hood zum „Wohltäter” wird.
Es weist übrigens nichts daraufhin, dass eine Figur namens Robin Hood jemals real gegeben hatte.
Die Geschichte es hier erwähnten Films ist folgende.
Der Adelige Robin von Loxley – nicht Robert von Locksley – verliebt sich in Lady Marian. Dann muss er jedoch an den Kreuzzügen teilnehmen in Arabien teilnehmen und beide verlieren sich aus den Augen.
In Arabien verbünden sich der Araber namens John und Robin von Loxley. Loxley nimmt ihn mit nach England. Da der Sheriff von Nottingham Gelder eintreibt, um die Kreuzzüge zu verlängern, beschließen die beiden nach Johns Aufforderung, Raubzüge zu starten und den Armen das Geld zurückzugeben. Irgendwann erheben sich die Minenarbeiter von Nottingham gegen den Sheriff und den Klerus.
Die Handlung des Films widerspricht sich sehr oft und eine rote Linie gibt es nicht.
Zwischen den Rivalen und den anschließend Verbündeten gibt es keinen Konsens und man fragt sich immer wieder, warum alles sehr konstruiert ist.
Auch die Darstellung Robin Hoods in einem Kostüm, das in Ninjafilme passt, wirft Fragen auf.
Empfehlung: Nicht anschauen!

Bei der Fernsehserie „Rosins Heldenküche – Letzte Chance Traumjob“ sollten Personen, die nie eine Chance im Leben hatten, eine Chance auf einen Ausbildungsplatz als Koch in der Spitzengastronomie bekommen.
So weit, so gut!
Mir war immer wieder aufgefallen, dass einiges, was passierte, nicht schlüssig war oder Fragen aufwarf.
Eine junge Frau namens Katharina kam in der ersten Folge anscheinend nicht mit dem Stress klar und der Coach (und Fernsehkoch) Frank Rosin nahm sie heraus.
Ein junger Mann namens Mirko hatte den Coach der angehenden Köche mehrfach belogen und musste deswegen gehen.
Maria, eine andere Frau, kündigte, weil sie am Tag drei Stunden zum sogenannten „Bootcamp“ hin und drei Stunden wieder zurück nach Hause fahren musste.
Moritz musste gehen, weil er jemand anderes verprügelt hatte im „Bootcamp“.
Das war noch nicht alles.
Kurz vor dem Halbfinale musste Pascal gehen, was noch einigermaßen nachvollziehbar war, wenn man sich auf die Erklärung Rosins einließ.
Während der Final-Folge warf Rosin Brian heraus, weil er zu spät kam.
Bei Pia zeigte Rosin immer wieder Verständnis, weil sie damit leben musste, dass ihre zwei Kinder bei Pflegefamilien waren, obwohl sie sich viele „Schnitzer“ lieferte.
Viele Situationen, die die Kandidaten erlebten, wurden zwar erklärt, aber nicht alles war nachvollziehbar, vor allem nicht, wenn Rosin seine emotionalen „Ausraster“ bekam und diese rechtfertigte.
Es sind aber nicht nur Situationen, die nicht stimmen, sondern auch Diskrepanzen bei den Kandidaten.
Als ich eine Bilderrückwärtssuche mit mehreren Gesichtern der Kandidaten durchführte, wurde ich bei drei Personen fündig.
Pascal war der permanente „bad Boy“ bei den Küchenhelden. Er hatte andauernd Probleme, besonders mit Pia. Er machte Fortschritte in der Entwicklung seiner Person, blieb aber irgendwann stehen. Er fiel in alte Verhaltensmuster zurück, von denen man glaubte, er habe sie längst überwunden.
Pascal heißt mit realem Namen Marco Greiten und ist (Laien‑) Schauspieler. Er ist bei mehreren Agenturen gelistet. Mehrere Auftritte hatte er schon bei Serien wie „Auf Streife“, „Klinik am Südring“ und bei „Auf Streife – Die Spezialisten“.
Auf seiner Facebook-Seite macht Pascal alias Marco Greiten aufmerksam, wo er noch mitgespielt hat.
Pascal ist im Gegensatz zur Realperson Marco Greiten ein depressiver, unzufriedener, aggressiver Charakter ohne Selbstbewusstsein. Marco Greiten lächelt auf Bildern seines Facebook-Kontos fast nur. Seine Auftritte bei den obengenannten Serien sind völlig anders als die Rolle „Pascal“.
Angeblich sind die Kandidaten Langzeitarbeitslose, die auch noch eine „schlimme Vergangenheit“ hatten, wie Drogensucht, Alkoholismus, Straffälligkeit und so weiter.
Diese offiziellen Informationen des Senders führen sich ad absurdum, wenn man recherchiert.
Katharina, die auf „Empfehlung“ von Rosin in der ersten Folge gehen musste, weil sie dem angeblichen Stress nicht gewachsen war, erzählt bei ihren Social-Media-Kanälen etwas anderes, als Rosin und der Sender tun. Sie sagt, sie habe das Team von sich aus verlassen, weil sie mit dem Konzept und den Vorgaben der Serie von Anfang an Probleme gehabt hätte. Sie hat momentan eine neue Anstellung in einer anderen Serie, die allerdings in einem völlig anderen Genre spielt.
Der Schläger Moritz ist schon seit mehreren Jahren bei einer Schauspiel-Agentur gelistet, was ein dunkles Licht auf die Serie wirft.
Laut Senderinformationen und dem, was Rosin sagte, sollte es sich bei allen Kandidaten um „Problemfälle“ handeln. Angeblich habe man sie über die Jobcenter bekommen.
Plötzlich hieß es, dass diese sich bewerben mussten auf einen Platz in der Serie.
Als ich nachhakte, wurde gesagt, man sei „enttäuscht“ darüber, dass einige Leute es wohl als „Sprungbrett“ ihrer Karriere als Schauspieler genutzt hätten.
Die Verantwortlichen des Senders hatten wohl nie Gespräche im Vorfeld geführt.
Das wollen sie uns Glauben machen.
Rosin wiederholt nur, dass seine neue Serie „vollkommen authentisch“ sei und spielt das Opfer einer Kampagne gegen sich und seine „Schützlinge“.
Ich habe im Anfang gerne zugeschaut, wie sich Personen entwickeln.
Ich habe einen ähnlichen Job gemacht, bei dem ich Langzeitlose wieder auf den Arbeitsmarkt integrieren wollte. Das hat bei manchen leider nicht geklappt, weil sie sich nicht ändern wollten (oder es aus welchen Gründen auch immer nicht konnten). Im Großen und Ganzen hat es aber funktioniert.
Das Verhalten der sogenannten „Coaches“ bei der Serie war für mich nicht hinnehmbar.
Auch die „Ausraster“ von Frank Rosin als „Oberaufseher“ behagten mir nicht.
Nun ergibt alles einen Sinn.
Einschaltquoten!

Dieses Blog wurde von mir vor sechzehn Jahren gegründet.

„Dominik ist wirklich sehr nett und zuvorkommend und ich mag ihn wirklich”, dachte Sarah, „aber unsere Sternenkonstellation ist nicht für die Liebe gemacht.„
In ihrem Kopf, vorm inneren Auge, sah sie etwas von Horoskopen und Aszendenten, die nicht im Einklang stünden und auf kurz oder lang nicht zuließen, dass die Liebe glücklich würde, über kurz oder lang.
Dominik schaut von ihr weg, nachdem er sie angeschaut hatte, als sie sprach. Sein Gesicht zeigte Enttäuschung. Auch war ihm anzusehen, dass er genervt war.
Das erste Date zwischen ihnen war gut verlaufen. Sie hatten sich sehr angenehm unterhalten, doch irgendwann leitete Sarah das Gespräch in die esoterische Ebene und fragte ihn aus, wann er geboren sei. Dann bestimmte sie sein Horoskop und erzählte in einem langen Statement, wie Horoskope das Leben – und insbesondere ihres – bestimmten und sie sich vollkommen auf diese verließe.
Dominik hörte erst gutgelaunt zu, doch dann driftete ab und tauchte immer weiter in die Astrologie ein.
Es wurde unangenehm, da die Frau, die er gerade beim „First Date” im Hotel kennengelernt hatte, plötzlich in eine esoterische Bahn einschwenkte.
Man sah besonders Sarah an, dass ihr Dominik gefiel. Sie „himmelte” ihn an, wenn er etwas erzählte. Ihre Mimik sprach Bände.
Das Gespräch war anfangs sehr angenehm, bis Sarah ihr „Lieblingsthema” anschnitt. Dominik hatte noch interveniert mit: „Ich glaube nicht an Horoskope” und hatte gedacht, dass er das Thema abwenden gekonnt hätte, doch das hatte nicht geklappt, da Sarah es als Mission sah, ihn zu bekehren.
Er hatte keine Chance, dem zu entkommen. Er schnitt ein anderes Thema an, sie schaffte es, immer wieder auf die Horoskope zu sprechen zu kommen.
Sie wollte ihn darauf stoßen, doch einen anderen Standpunkt anzunehmen, um die „Dinge” anders betrachten zu können.
Mit anfänglicher Freundlichkeit und diplomatischem Verhalten hatte er nichts erreicht, denn Sarah spulte ihren Sermon herunter und war in ihrem Element. Er resignierte irgendwann und sagte nur noch „Ja und Amen”, doch sie merkte nicht, dass aus dem redseligen Dominik ein desinteressierte „Zuhörer” wurde, der nur noch „Hm”, „Ja” und ähnliches sagte. Er begann sich zu langweilen und ging auf die Toilette. Dort programmierte er auf seinem Smartphone den Wecker. Wenn das Gespräch nach der kurzen „Zwangspause” wieder in die normale Bahn ginge, könnte der den Wecker ja lapidar abhaken.
Zurück am Tisch begann Dominik ein neues Thema, merkte jedoch, dass sein Gegenüber wieder abdriftete.
Irgendwann läutete der Wecker und er trat so, als ob er mit jemandem sprach. Ein Kollege hatte ihn angeblich angerufen und er müsse ihn abholen, da er eine Autopanne gehabt hätte. Dann trennten sie sich und jeder ging seinen Weg.
Irgendwie hatte die „Prognose” von Sarah ja gestimmt.
Sie hatten sich nicht „gefunden”.