Familie

Die Gegend ist weiß,
und der Rest unseres Lebens liegt vor uns.

1.12. – Startschuss für die Bevölkerung in die Advents- und Weihnachtszeit!
Lichterketten und Weihnachtsfensterbilder werden aus der Versenkung ausgegraben oder neu erworben und schmücken Vorgärten, Fenster und Balkone.
Weil es so ist!
Bis zum 6.12. kauft man sinnlosen Nikolaussüßkram und viel zu große Geschenke, die nicht mal in die Stiefel passen – um andere zu überbieten.
Weil es so ist!
Weihnachtsmärkte werden gestürmt, damit man große Mengen Glühwein – in Gesellschaft und nicht Alkohol im Verborgenen – in sich hineinkippen kann, um „gegen die Kälte”, welche man auch immer verspürt, anzukämpfen.
Weil es so ist!
Jeden Adventssamstag werden Geschäfte gestürmt, um Konsumgüter für die „Lieben”, ob Freund oder Feind, gekauft, damit man am Heiligen Abend nicht mit leeren Händen dasteht.
Weil es so ist!
Im Fernsehen wird zu Spenden aufgerufen für Kinder und Bedürftige, die weit weg sind von Schuss, und mit deren Schicksalen man sich nicht auseinandersetzen muss, aber auf jeder Veranstaltung damit prahlen kann, welch „guter Mensch” man doch ist.
Weil es so ist!
Pflichtweihnachtsveranstaltungen von der Firma, in der man beschäftigt ist, werden aufgebrezelt besucht, und mit Kollegen, die eigentlich unkollegial sind, wird an diesen Tagen Hochprozentiges getrunken.
Weil es so ist!
Wenn man bis zum 20.12. die „ach so besinnliche Adventszeit” überstanden hat, geht es zum Endspurt, ins große Finale, der letzte Weihnachts-Run in die Supermärkte.
Weil es so ist!
Lebensmittel werden in großen Mengen eingekauft, und auf den Euro wird nicht geschaut. Man muss sich auch mal etwas gönnen! Auch wenn es nicht recht schmeckt – eingefrorener billiger Hummer – allein schon um Freunde und Verwandte zu beeindrucken.
Weil es so ist!
Wenn man dann noch ganz viel Glück hat, hat Petrus noch ein Einsehen und es schneit für die Kinder.
Weil es so ist!
Ob der Schnee bis zum 24.12. liegen bleibt, ist irrelevant, von dem ganzen Verkehrschaos mal abgesehen, aber der „Geist der Weihnacht” … mit viel Schnee irgendwann vorher oder nachher … Na … So ist’s schön!
Weil es so ist!
Um den vierten Advent wird der Tannenbaum ins Zimmer gezerrt und geschmückt.
Weil es so ist!
Und endlich hat man diese 24 Tage überstanden, so wie die Tradition es will!
Weil es so ist!
Nun kann man sich auf die finalen Weihnachtstage einstellen!
Weil es so ist!
Der Kirchgang … und wehe, man sitzt nicht in der ersten Reihe, schließlich hat man gespendet!
Weil es so ist!
Die Bescherung … und wehe, man bekommt nicht den gleichen Wert zurück – schließlich hat man „zufälligerweise” die Preisschilder nicht entfernt – den man den anderen geschenkt hat und sich dafür in den Kaufrauschhäusern so abgerackert hat.
Weil es so ist!
Das Weihnachtsessen – besser gesagt: „Das Menü” – warum hat man im Supermarkt solche Delikatessen – eingefrorenen billigen Hummer – gekauft, wenn es nicht schmeckt…
Weil es so ist!


Vonwegen „Frohe Weihnachten“!
Erst im Jahre 2012!
Glühwürmchen arbeitet im medizinischen Bereich und wie bekannt ist, gilt dort die sog. Sieben-Jahre-Regelung.
Ausgehend vom Turnus „Montag bis Sonntag“, muss Glühwürmchen 2009 über Weihnachten arbeiten, weil turnusmäßig noch kein Sonntag erreicht ist.
In der „einen“ Woche – also Montag bis Sonntag bis 2011 – muss Glühwürmchen auf Weihnachten arbeiten und hat über Silvester/Neujahr frei.
2012 ist Heiligabend auf einem Montag, also hat Glühwürmchen auf Weihnachten frei, muss also „über die Jahre“ arbeiten.
Dies geht dann so lange, bis ein Heiligabend wieder auf einen Montag fällt.
Dann gehen wieder die sieben Jahre – sog. Wochen-Turnus – los, in denen Glühwürmchen über Weihnachten arbeiten muss.
Diese Regelung ist völlig realitätsfern, denn laut Bundesarbeitsgesetz ist dies nicht zulässig, da man – basierend auf religiöser Betätigung – niemanden zwingen kann, jahrelang auf Heiligabend bzw. über Weihnachten auf den Kirchgang zu verzichten.
Auch für den persönlichen/privaten Bereich ist es schon eine Anmaßung, so etwas zu erlassen.
Bei Familien, die Kinder haben, müssen also die Kinder „schön im Takt“ sieben Jahre auf gemeinsame Weihnachten verzichten.
Es gibt auch keine Ausnahme zu dieser Regelung.
Sieben Jahre kein gemeinsames Weihnachten, dann sieben Jahre nicht ins neue Jahr feiern können.
An einen Turnus „Dies Jahr auf Pfingsten frei, dafür nächstes Jahr Ostern frei“ kann man sich einstellen, aber von oben angeordnet zu bekommen, sieben Jahre auf gemeinsames Weihnachten – ohne Ausnahme – zu verzichten ist eine Anmaßung sondergleichen.
Das Problem bei der Sieben-Jahre-Regelung ist ein rechnerisches.
Einmal von Montag bis Sonntag ist nur ein Schaltjahr dazwischen, im zweiten Turnus sind zwei Schaltjahre dazwischen.
Weil dieser Turnus nämlich nicht reale sieben Tage als Grundlage hat, sondern einen Wochenturnus, ist diese Regelung ungerecht, denn diejenigen, die im Turnus „zwei Schaltjahre“ arbeiten, müssen de facto einmal weniger arbeiten als die im Turnus „ein Schaltjahr“.
Dies ist absolut ungerecht.
Weiterhin ist die Regelung – wie oben gesehen – unsozial.
Wir geben ein persönliches Beispiel.
Wir sind im November 2008 zusammengezogen, und Glühwürmchen musste 2008 über Weihnachten arbeiten, glücklicherweise Heiligabend vormittags.
Wir konnten also abends die Bescherung machen.
2009, 2010 und 2011 können wir wieder auf Weihnachten verzichten, weil Glühwürmchen nämlich noch im Turnus ist.
Herzbeben bereitet gerne das Essen vor und macht auch liebend gerne die Organisation zu Weihnachten. Dies ist hier nicht die Frage.
Wir leben zusammen und können jahrelang nicht miteinander Weihnachten feiern, weil irgendjemand etwas in einem Zustand geistiger Umnachtung „erfunden“ hat.
Nachtrag:
Im gleichen Klinikverbund ließ sich Glühwürmchen in eine andere Notaufnahme versetzen und siehe da, die „Sieben-Jahre-Regelung gab es hier nicht. Es wurde auch kurioserweise nicht mehr darüber gesprochen. Sie musste immer abwechselnd Silvester/Weihnachten arbeiten.

Ich lieb‘ den Winter,
wenn es endlich scheint.
Ich hol‘ den Schnitten, denn es ist Winterzeit.
Und Rodeln geh’n, das ist schön.
Di dumm di da … di dumm di da …

Es begann damit, dass Carla ein paar Pusteln am Ohr hatte, die uns aber nicht wirlkich störten, ebensowenig wie die kaputten Stellen an den Gelenken, da wir wissen, dass Carla beim Spielen ab und zu gegen die Heizung, den Tisch, den Stühlen etc. knallt, wenn sie nicht aufpasst und mal wieder zu viel Energie mit ins Spiel bringt.
Carla begann irgendwann zu humpeln.
Weil es schlimmer wurde, besuchten wir den Tierarzt und Carla bekam Medikamente, weil der Verdacht bestand, dass irgendetwas am Gelenk nicht in Ordnung sei.
Carla hatte auch Durchfall.
Irgendwann erkannte dann der Tierarzt den kausalen Zusammenhang, dass Carla aus Kalabrien/Italien stammt, Pusteln an den Ohren hatte, unter Gelenkschmerzen litt und Durchfall an der Tagesordnung stand.
Ein Anfangsverdacht war da.
Der Durchfall ging wieder weg, wie er gekommen war.
Wir dachten, es sei eine Allergie gegen Lebensmittel gewesen. Wir hatten ein anderes Hundefutter gekauft und anscheinend hörte der Durchfall auf.
Nach mehreren Blutuntersuchungen war die erschreckende Diagnose gestellt.
Leishmaniose!
Eine bei Menschen heilbare Krankheit, bei Hunden jedoch nur behandelbar, nicht heilbar!
Leishmaniose ist so heimtückisch, dass die Erreger nicht vom Immunsystem angegriffen werden können, sondern diese wuchern dort, wo es nicht hinkommt.
Allupurinol – bei Menschen gegen Gicht eingesetzt – hilft Carla, jedoch kann die Krankheit immer wieder ausbrechen, zwar nicht so stark wie unbehandelt, aber sie macht sich stellenweise arg bemerkbar.
An Leishmaniose erkrankte Hunde können allerdings sehr alt werden.
Unser Mäuschen sehr krank!
Wir gaben nicht auf, obwohl es einen Moment gab, in dem wir uns sagten: „Wenn sie weiter so leiden muss, sollten wir ihr Leiden verkürzen.”
Das war an dem Tag, an dem Herzbeben mit Carla Gassi gegangen war und Carla kraftlos von der Treppe gerutscht und in sich zusammengesackt war.
Herzbeben trug Carla in die Wohnung hinein und streichelte sie liebevoll. Carla zitterte und hatte Angst.
Unser Mäuschen erholte sich wieder etwas.
Als Glühwürmchen nach Hause kam, wollte Carla zu ihr und brach wieder zusammen, bekam den Popo nicht hoch, so sehr sie sich auch bemühte.
Ein Bild des Elends!
Uns standen die Tränen in den Augen.
In diesem Moment hatten wir den Gedanken, aber zum Wohl von Carla!
Doch wir gaben nicht auf!
Carla spürte dies und fasste neuen Mut und neue Kraft.
Solange sie noch so schlapp war, trugen wir sie nach draußen, damit sie ihrer Notdurft nachgehen konnte.
Carla spürt(e) die endlose Liebe, die wir ihr entgegen brachten und bringen und schöpft(e) neuen Mut.
Es ging und geht ihr stetig besser und besser.
Sie tobt wieder herum, als wäre nie etwas gewesen.
Ab und zu hängt sie daneben, aber wir sind bei ihr und stehen ihr zur Seite, zeigen ihr, dass sie nicht alleine ist.
Wir geben nie auf.

In unserem Shop gibt es wieder neue Artikel.
Schaut einfach unter https://www.syntronica.net/ hinein!
Wenn man nicht richtig aufpasst …
… kann es durchaus passieren, …

… dass sich im Kühlschrank Dramen abspielen.

365 Tage
365 Tage, für die Menschheit ein Jahr, für Glühwürmchen und Herzbeben das erste gemeinsame Jahr in Schwaben!
Unsere Wünsche die uns bewegten, und immer noch bewegen und berühren, trieben und treiben uns immer noch in manch kurz bemessener Zeit mit Menschlichkeit ans Ziel!
Viel haben wir erreicht, wir haben Carla, trotz schwerer Krankheit ein wohlbehütetes Zuhause gegeben! Wir haben ihr beigestanden, sie nicht aufgegeben, und sich nicht selbst ihrem Schicksal überlassen.
Nächtelang ging Herzbeben nachts mit ihr raus, wenn ihr Durchfall sie, als Symptom der Krankheit, ins Freie trieb!
Fing sie an zu lahmen, wurde sie von uns beiden getragen!
Selbst Fledermaus passte sich dem Krankheitsbild ihrer Fußballgegnerin an, und nahm Rücksicht auf sie!
Carla sieht in Fledermaus eine dankbare Verbündete, die ihr das Tor des geliebten Kühlschrankes öffnete!
Wir kämpfen weiter gegen mangelnde Vorbilder, die mediale Grausamkeit und Respektlosigkeit an Schwächeren auslebten!
Dass wir dafür von Außen Unterstützung bekommen, der Zahn wurde uns sehr schnell gezogen!
Lieber steckt man den Kopf in den Sand, nur nichts Verkehrtes machen, und mit der eventuellen Konsequenz leben!
Wir, Herzbeben und Glühwürmchen, stellen uns nicht blind, taub und dumm.
Wir engagieren uns weiter, damit auch die Mauern in einigen Köpfen eingerissen werden, und manch einer seinen Tellerrand sieht, und darüber hinausschauen kann!
„Wo andere Urlaub machen, dort leben wir. ”
Ein sehr schöner Satz, und wir haben ihn umgesetzt!
Wir LEBEN unser Leben, so wie wir sind, und beugen uns keinen auferlegten Schablonen!
Durch unsere progressive Art und Weise haben wir manchen Schwaben aus der Reserve gelockt, und Entwicklungshilfe geleistet!
Angekommen sind wir noch lange nicht, jeder Tag bringt für Glühwürmchen und Herzbeben eine neue Herausforderung! Und das, was wir an Höhen und Tiefen in den vergangen 365 Tagen erlebt haben, erlebt manch einer sein Leben lang nicht!
Was uns zusammenschweißt, was uns verbindet, ist unsere innige Liebe und unser gemeinsames pures Glück.
Wir sind neugierig, was die nächsten 365 Tage an Überraschungen für uns bereit hält…
„Langweilig” und „Langeweile”, das sind die einzige Wörter, die für uns mittlerweile zum Fremdwort geworden sind!

Jacques, der Künstler, unser neuer Untermieter, hat sich bedankt bei uns und uns in Öl gemalt.

Dies hat Jacques’ „Beschützer”, die Schaf-Angels erzürnt.
Sie verlangten Wiedergutmachung.
Jacques fühlte sich genötigt, auch ein Bild von ihnen zu malen.

Es ist gerade noch mal gut gegangen …