„Ich kann Euch die Lizenz auch wieder entziehen”, sagte der „Beamte”, als wir mit jemandem im Gespräch waren.

Jemand war zu uns gekommen, zu Chrono.Tours, um sich zu erkundigen, worum es sich bei uns handelt.
Die Personen mit den komischen Hüten und der Kleidung aus längst vergangener Zeit erklärten, dass Chrono.Tours ein Zeitreisebüro sei.
Im Gegensatz zu einem „normalen” Reisebüro bereisen wir nicht andere Länder, sondern fliegen durch die Zeit zum Beispiel ins alte Ägypten, ein paar hundert Jahre vor Christi Geburt, oder zur Unterzeichnung der Urkunde zum Westfälischen Frieden (1648) und viele geschichtliche Ereignisse mehr.
Dazu benutzen wir sogenannte Zeitschiffe, mit denen man durch die Zeit reisen kann. Im Prinzip sind dies Zeitmaschinen, in denen Passagiere Platz nehmen können.
Das fand der Mann ganz toll und war begeistert von unserer Kreativität.

Der „Beamte”, der seinen Tisch neben uns hatte, schaute genau, was wir machten und sagten.

Zeitreisen sind ein Teil der Steampunk-Kultur.
Das ist natürlich Fantasie.
Man malt sich einfach aus, was passiert wäre, wenn Jules Vernes Visionen wahr geworden wären. Dazu kommt noch das Buch „Die Zeitmaschine” von H.G. Wells.
Man nimmt an, dass die Kleidung – Stichwort: Mode – geblieben wäre, wie sie zur Viktorianischen Zeit (ca. 1860 – 1900) aussah. Deswegen kleiden sich Steampunks zum überwiegenden Teil im „viktorianischen Stil” oder daran angelehnt. Hinzu kommen futuristisch anmutende Geräte, Maschinen oder Waffen, die so aussehen, als stammten sie aus der Vergangenheit, denn sie sind verschnörkelt und mit Zahnrädern besetzt. Sie müssen ja in die Viktorianische Zeit passen.
Es gibt auch sogenannte „Zeitreisepässe”, die ähnlich wie ein Poesiealbum aufgebaut sind. Dort hinein werden Marken und Visa geklebt von Picknicks und Veranstaltungen, die man besucht hat.
Die Marke oder das Visum bestätigt, dass die Zeitreise „legal” war.
Dafür sind in der Regel die „Beamten” da. Von ihnen bekommt man auch einen „offiziellen” Stempel zur Marke.
Es ist zwar ein Spiel und Fantasie, aber es muss eben alles seine Richtigkeit haben.

Wir erzählten der Person, die vor unserem reichlich dekorierten Tisch stand, wie eine Zeitreise abläuft und dass der „Mann vom Amt” theoretisch kontrollieren würde, ob alles in Ordnung wäre und dass sie von ihm einen „Zeitreisepass” bekommen könnten, wenn sie möchten.
Dieser meinte, dass er unserem Zeitreisebüro auch die Lizenz entziehen könnte.

Dieses sogenannte „Amt”, zu dem der „Beamte” gehört, entstammt ein paar Romanen aus dem „Fantasy-Genre”. Ein paar Leute haben sich mit der Autorin zusammengesetzt und haben die Sache mit den Marken erkoren. Dies ist aber nur ein kleiner Teil des Romans.
Die Idee – Stichwort: Poesiealbum – wurde dankend von den Steampunks angenommen.
Man muss dazu wissen, dass die Steampunk-Kultur um 1980 entstand, die Sache mit den „Zeitreisepässen” gegen 2014.

Manche Ausrichter von Picknicks, Treffen, Stammtischen und diversen Veranstaltungen geben auch Marken und Visa aus, weil es ihnen Spaß macht und den Teilnehmern auch.
Dazu kommen noch die Marken vom „Amt”.
Dies ist den „Beamten” ein Dorn im Auge, obwohl die Autorin der Romane – und Erfinderin des „Amts” – eindeutig sagt, dass jeder in seinen Zeitreisepass kleben könne, was er wolle.
Dies teilte sie uns persönlich in einem Gespräch mit.

Man muss dazu sagen, dass niemand das sogenannte „Amt” dazu berufen (oder legitimiert) hat, dies zu tun.
Manche „Beamte” spielen sich auch auf wie „Anstandspäpste” auf Mittelaltermärkten und meinen, sie hätte Befehlsbefugnisse anderen gegenüber.

Wir haben das Zeitreisebüro Chrono.Tours ersonnen, weil wir uns vorgestellt haben, dass es auch Tourismus in andere Zeiten geben könnte, wenn die Technik der Zeitreisen vorhanden wäre.
Wir haben Reisekataloge, wo man hinfliegen kann, und verteilen diese. Wir erzählen Geschichten dazu und haben immer eine sehr gute Resonanz bekommen.
Wir waren mit Chrono.Tours auch auf der „Comic Con Stuttgart 2021″ vertreten und hatten einen riesigen Erfolg.

Nun meinte also ein „Beamter”, er könne uns die Lizenz entziehen.

Welche Lizenz?

Das sogenannte „Amt” hat uns keine erteilt, weil es kein echtes „Amt” ist und wir erkennen es auch nicht wirklich an. Alles ist nur ein Spiel und Fantasie.

Wir sind Inhaber der Marken- und Patentrechte auf Chrono.Tours.
„Chrono.Tours“ sowie „Chrono-Tours“ in diesen Schreibweisen und Buchstabenfolgen, inklusive der Symbole und Logos, sind eingetragene Markennamen beziehungsweise Schutzmarken beim Deutschen Patent‑ und Markenamt (DPMA).

Chrono.Tours und alles, was dazu gehört, haben wir eigenständig entwickelt. Anfangs war alles noch sehr holperig, aber man lernt schnell dazu.
Nun ist Chrono.Tours eine Domäne.

Was wollte uns der „Beamte” also mitteilen?

Nichts!

Er hat wohl nicht begriffen, worum es geht.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kalender
Mai 2026
MDMDFSS
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031
Kategorien
Editorial

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem Urheberrecht bzw. dem Copyright des explizit gezeichneten Autoren.

Beiträge und Materialien Dritter sind als solche gekennzeichnet.

Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung bedürfen der expliziten, schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Urhebers bzw. Erstellers und des Herausgebers.

Downloads und Kopien dieser Seite sowie Konvertieren in andere Darstellungen bzw. Darstellungsformen sind nicht gestattet.

Beachten : Haftung und Recht