Philosophie

Auszug – Die Ärzte: Deine Schuld
Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es wär’ nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es wär’ nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.Weil jeder, der die Welt nicht ändern will,
Ihr Todesurteil unterschreibt
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

Der (magische) Würfel ist gefallen.

Undank ist der Welten Lohn.
Altes deutsches Sprichwort

Das Jahr geht zu Ende und ein neues fängt an.
Nun nimmt man sich etwas vor.
Die guten Vorsätze fürs neue Jahr!
Die wichtigsten sind:
- „Ich werde abnehmen.”
Hätte man sich über die Adventssonntage und Weihnachtstage nicht an „Aber bitte mit Sahne!” kugelrund gefressen, müsste man nun nicht abnehmen!
Aber so ist es eben!
Zu Weihnachten gibt es leider keine „Weihnachtsgans light” oder „Sahnetorte light”.
Alles muss triefen vor Fett und abgesehen vom den Fettaugen auf der Suppe, muss der Zucker der Torte zwischen den Zähnen knirschen, und eine Torte, die nicht ekelhaft süß ist, schmeckt sowieso nicht.
Und so ist es nun mal auf Weihnachten – Es wird nicht gegessen, sondern gefressen! - „Ich esse gesünder.”
Um dies zu erreichen, muss man erstmal gesund gegessen haben.
Gut, man kann auch sagen: „Ich beginne mit gesunder Ernährung.”
Es beginnt also mit Gesundem, schon beim Frühstück.
Schokocrèmes sind out, Marmelade und Honig ist nun angesagt.
Man klatscht sich eine Unmenge an zucker- und wasserhaltiger Pampe aufs Brot und hofft so, gesund zu essen.
Marmelade besteht zu einem riesengroßen Teil aus Zucker, mit Honig verhält es sich auch nicht viel anders. „Zucker in dieser anderen Form” ist angeblich „gesund”.
Ebenso geht es mit Cornflakes weiter, schön angemacht mit Zucker und Milch, manchmal auch noch Kakao dabei.
Allein schon der Gedanke an Cornflakes – „volles Schrot und Korn” – macht den Körper „glücklich”, der Zucker, übrigens „nur für den Geschmack”, bliebt außen vor bei der Betrachtung.
Dann Salate, schön ohne Öl angemacht, weil es ja leicht sein muss.
Um Vitamine verdauen zu können, braucht der Magen bzw. der Darm zwar Öl.
Das ist aber egal, so spart man eben Kalorien. Vordergründig!
Irgendwann ist man dann den „gesunden Kram” auch leid, weil es ja nicht wirklich schmeckt. - „Ich mache (regelmäßig) Sport.”
Das ist schlechthin der Knaller unter den Vorsätzen!
Sport ist in den meisten Fällen dann „Walking”, in extremer Form „Nordic Walking”.
Man nimmt die Arme demonstrativ in Känguruh-Stellung nach oben, halb vor die Brust, halb neben den Körper.
Dann schreitet – „walkt” – man los.
Im Schneckentempo – auf jeden Fall langsamer als Spazierengehen!
Die demonstrativ zur kriechend langsamen Schrittbewegung der Beine seitlich gegengleich leicht hochgezogenen Arme zeigen, dass der Sportler richtig Kalorien verbrennt. - „Ich höre auf zu rauchen.” – alternativ: „Ich saufe nicht mehr.”
Der Klassiker schlechthin!
Auf Neujahr läuft man dann hechelnd durch die Gegend, total nervös, schnüffelt durch die Gegend, um irgend ein Umweltgift mit der Nase erhaschen zu können, dass der Lunge „gut tut”.
Spätestens nach einer Woche ist die Lunge mit „gesunder” Luft so ruiniert, dass man die Lungenbläschen mit Teer und Nikotin davon abbringen muss, vor Freude nach Freiheit zu schreien.
Beim Alkohol ist das so eine Sache!
Man muss ja irgendwie das Zittern wegkriegen!
Weil es das gesunde Empfinden stört!
Im stillen Kämmerlein hortet man die Flaschen „Kluck”, am besten Wodka, weil Wodka ja so gut wie keine Alkoholfahne erzeugt!
Dann genehmigt man sich einen vor dem Frühstück, indem man in den Keller geht und nach der Heizungsanlage schaut. Schließlich ist ja Winter und man muss sich schon vergewissern, dass die Heizung es tut!
Den Wodka kann man bei dieser Gelegenheit auch in eine Orangensaft- oder Sprudelflasche beimischen.
Den ganzen Tag trinkt man Orangensaft oder Sprudel, hat keine Fahne und genießt den „Tag ohne Alk”.
Es gibt noch viele solcher klischeebehafteten Vorsätze, die allesamt schön klingen, aber nicht eingehalten werden.
Bei der Ernährung, vor allem der gesunden, kann man sich schon mal einen „Sünde” gönnen, nicht nur einmal pro Woche!
Da es ja Winter ist, muss man ja auch nicht jeden Tag raus zum Sportmachen!
Und ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren …


Vonwegen „Frohe Weihnachten“!
Erst im Jahre 2012!
Glühwürmchen arbeitet im medizinischen Bereich und wie bekannt ist, gilt dort die sog. Sieben-Jahre-Regelung.
Ausgehend vom Turnus „Montag bis Sonntag“, muss Glühwürmchen 2009 über Weihnachten arbeiten, weil turnusmäßig noch kein Sonntag erreicht ist.
In der „einen“ Woche – also Montag bis Sonntag bis 2011 – muss Glühwürmchen auf Weihnachten arbeiten und hat über Silvester/Neujahr frei.
2012 ist Heiligabend auf einem Montag, also hat Glühwürmchen auf Weihnachten frei, muss also „über die Jahre“ arbeiten.
Dies geht dann so lange, bis ein Heiligabend wieder auf einen Montag fällt.
Dann gehen wieder die sieben Jahre – sog. Wochen-Turnus – los, in denen Glühwürmchen über Weihnachten arbeiten muss.
Diese Regelung ist völlig realitätsfern, denn laut Bundesarbeitsgesetz ist dies nicht zulässig, da man – basierend auf religiöser Betätigung – niemanden zwingen kann, jahrelang auf Heiligabend bzw. über Weihnachten auf den Kirchgang zu verzichten.
Auch für den persönlichen/privaten Bereich ist es schon eine Anmaßung, so etwas zu erlassen.
Bei Familien, die Kinder haben, müssen also die Kinder „schön im Takt“ sieben Jahre auf gemeinsame Weihnachten verzichten.
Es gibt auch keine Ausnahme zu dieser Regelung.
Sieben Jahre kein gemeinsames Weihnachten, dann sieben Jahre nicht ins neue Jahr feiern können.
An einen Turnus „Dies Jahr auf Pfingsten frei, dafür nächstes Jahr Ostern frei“ kann man sich einstellen, aber von oben angeordnet zu bekommen, sieben Jahre auf gemeinsames Weihnachten – ohne Ausnahme – zu verzichten ist eine Anmaßung sondergleichen.
Das Problem bei der Sieben-Jahre-Regelung ist ein rechnerisches.
Einmal von Montag bis Sonntag ist nur ein Schaltjahr dazwischen, im zweiten Turnus sind zwei Schaltjahre dazwischen.
Weil dieser Turnus nämlich nicht reale sieben Tage als Grundlage hat, sondern einen Wochenturnus, ist diese Regelung ungerecht, denn diejenigen, die im Turnus „zwei Schaltjahre“ arbeiten, müssen de facto einmal weniger arbeiten als die im Turnus „ein Schaltjahr“.
Dies ist absolut ungerecht.
Weiterhin ist die Regelung – wie oben gesehen – unsozial.
Wir geben ein persönliches Beispiel.
Wir sind im November 2008 zusammengezogen, und Glühwürmchen musste 2008 über Weihnachten arbeiten, glücklicherweise Heiligabend vormittags.
Wir konnten also abends die Bescherung machen.
2009, 2010 und 2011 können wir wieder auf Weihnachten verzichten, weil Glühwürmchen nämlich noch im Turnus ist.
Herzbeben bereitet gerne das Essen vor und macht auch liebend gerne die Organisation zu Weihnachten. Dies ist hier nicht die Frage.
Wir leben zusammen und können jahrelang nicht miteinander Weihnachten feiern, weil irgendjemand etwas in einem Zustand geistiger Umnachtung „erfunden“ hat.
Nachtrag:
Im gleichen Klinikverbund ließ sich Glühwürmchen in eine andere Notaufnahme versetzen und siehe da, die „Sieben-Jahre-Regelung gab es hier nicht. Es wurde auch kurioserweise nicht mehr darüber gesprochen. Sie musste immer abwechselnd Silvester/Weihnachten arbeiten.

Einst sagte ein Zündholz zur Kerze: „Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden.“
„Nein“, wehrte sich die Kerze, „tu‘ das nicht! Denn wenn ich brenne, werde ich nicht mehr lange leben. Dann kann niemand mehr sehen, wie schön ich bin und mit wie viel Liebe der Künstler meine Ornamente gestaltet hat.“
„Aber willst du immer kalt und wächsern bleiben, ohne zu leben?“, fragte das Zündholz.
„Brennen tut weh, und ich werde daran sterben“, flüsterte die Kerze unsicher und voller Angst.
„Das ist doch das Geheimnis unseres Lebens“, sagte das Zündholz. „Wir sind geschaffen, um Licht zu machen und Licht zu sein. Wenn ich dich nicht anzünde, hat mein Leben keinen Sinn. Ich bin da, um Feuer zu entfachen. Und du bist eine Kerze. Du sollst für andere leuchten und ihnen Wärme schenken. Alles, was du an Kraft, Schmerz und Anstrengung hergibst, wird zu Licht. Wenn du brennst, geht nichts verloren. Andere werden dein Licht, deine Kraft und deine Wärme weiter tragen.“
Die Kerze schwieg eine Weile. Dann spitzte sie ihren Docht und bat das Zündholz: „Bitte zünde mich an!“

Die Zwillinge und die Blechgang: Alkohol Alkohol
Der Geist aus der Flasche hat mich wie immer wieder beseelt.
Wenn er an meiner Seite ist, weiß ich, dass mir nichts fehlt.
Morgens, mittags,abends – ein kleiner Schluck in Ehren,
den kann ich mir immer wieder nicht verwehren.
Und meine schöne heile Welt
wird langsam wieder hell.
Womit du abends aufgehört hast, sollst du morgens wieder starten.
Ein Schlückchen vorm Aufstehen, ich kann es kaum erwarten.
Wodka und Wein und Bier und Schnaps,
Freunde, ich hab’s!Alkohol, Alkohol,
Du bist mein Feind, das weiß ich wohl.
Doch in der Bibel steht geschrieben,
du sollest auch deine Feinde lieben.…
Von den Zwillingen und der Blechgang, eine Jazzband aus den 1980er-Jahren
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.
„Da hilft kein Hohn und auch kein Spott,
kein Fluchen und kein Beten.Die Nachricht stimmt: Der liebe Gott
ist aus der Kirche ausgetreten!”Erich Kästner

Bots: Sieben Tage lang
Was wollen wir trinken,
sieben Tage lang,
was wollen wir trinken,
so ein Durst.Es wird genug für alle sein,
wir trinken zusammen,
roll das Fass mal rein,
wir trinken zusammen,
nicht allein.Dann wollen wir schaffen,
sieben Tage lang,
dann wollen wir schaffen,
komm fass an!Und das wird keine Plagerei,
wir schaffen zusammen,
sieben Tage lang,
ja schaffen zusammen,
nicht allein.Jetzt müssen wir streiken,
keiner weiß wie lang,
ja für ein Leben ohne ZwangDann kriegt der Frust uns nicht mehr klein,
wir halten zusammen,
keiner kämpft allein
wir gehen zusammen
nicht allein
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.