Stuttgart

Am Samstag, den 31.07.2010, waren wir in der Sternwarte Stuttgart.
Gegen 22 Uhr, nachdem der Eintritt kassiert wurde, füllte sich der Beobachtungsraum unter der Kuppel, unter der sich das Teleskop befindet.
Während die „Astronomen“ am Teleskop herumkurbelten und von Webseiten Positionen ablasen, dümpelten die Minuten vor sich hin.
Irgendwann wurde kurz darauf eingegangen, dass man nun die Venus anschaute.
Jeder durfte mal durch das „Rohr“ schauen.
Die Venus war spektralbunt, was durch die Fehler der Linsen – Das Teleskop wurde 1911 erbaut, und die Optik ist 100 Jahre alt. – resultierte und durch die atmosphärischen Störungen.
Der „Dozent“ erzählte Dinge, die nicht immer nachvollziehbar waren.
Damit ist nicht gemeint, das Thema, sondern die Zusammenhänge zwischen Themen wie „Automatisches Nachziehen des Teleskops“, „Vergrößerung des Teleskops“, „Nicht in die Sonne schauen ohne bestimmte Schutzgläser“, „Baujahr des Teleskops“ etc., zwischen denen auch hin- und hergehüpft wurde.
Vergleichbar wäre es in der Schule, wenn Mathematik auf dem Plan stünde und der Lehrer erst mal ein paar Zahlen an die Tafel schriebe. Danach schaute er sich die Zahlen an und entschiede dann, erst mal etwas Rechtschreibung zu machen. Nachdem er dann ein paar Worte angeschrieben hätte, ordnete er sie im Geiste alphabetisch und wischte sie wieder aus, weil er dann entschiede, Physik zu machen. Dann sagte er: „Geht schon mal in die Sporthalle, dort warte der Kollege! Ich baue in der Zeit ein Experiment auf.“ Unten in der Sporthalle lägen Bälle aus und die Schüler kämen nach einer Viertelstunde Alleinunterhaltung nach oben und der Lehrer säße am Tisch, ohne aufgebautem Experiment und löste ein Kreuzworträtsel, das ihm Zehntklässler gegeben hatten, dass sie selbst nicht gelöst bekommen hätten. Die Kinder dürften dann wieder in die Sporthalle, kämen irgendwann hoch und der Lehrer machte mit ihnen schließlich etwas Religion.
So ähnlich war es in der Sternwarte, in der an jedem sternklaren Tag „Führungen“ stattfinden.
Zu unserem Beispiel wäre der Klassenraum oben in der Kuppel und die Sporthalle unten auf der Terrasse.
Nachdem jeder die Venus in 210-facher Vergrößerung gesehen hatte, war das kleine Teleskop unten auf irgendet was – nicht näher beschriebenes ‑gerichtet.
Wir schlenderten von oben nach unten, weil irgendwann Langeweile aufkam, und wir bald überdrüssig waren, von schlecht vorbereiteten „Astronomen“ und „Dozenten“ veralbert zu werden.
Unten schauten wir uns „Epsilon“ an, einen Doppelstern, der aber ein Vierfachstern war!
Mit 150-facher Vergrößerung haben alle „Interessierten“ geheuchelt, gesehen zu haben, wie die vier Sterne umeinander rotierten!
So viel also auch zu den anderen Besuchern!
Oben passierte nichts, denn das Teleskop war eingefahren. Die „Astronomen” recherierten im Internet, was man denn wohl machen könnte bzw. welcher Stern oder Planet wohl zu der Zeit zu sehen wäre.
Irgendwelche Leute in „schicken” Anzügen standen oben.
Der „Dozent” schickte uns Andere erst mal nach unten, weil er schließlich Privatunterricht für die „Besseren” machte.
Nach knapp einer Stunde entschieden wir uns dann, nach Hause zu gehen, obwohl wir Lust gehabt haben, den schlecht vorbereiteten „Astronomen“ den Marsch zu blasen.
Gleich geht es los …
AC/DC – BLACK ICE TOUR

Wir sagen nur „Wechselstrom/Gleichstrom” …
Hard Rock never dies!

AC/DC auf den Cannstadter Wasen
Hard Rock never dies!

Die Eloquenz der englischen Sprache, Öttinger, wird nun doch EU-Kommissar.
Er war sich – So seine weitschweifenden Reden – sowieso zu mehr als 100 Prozent sicher, dass er es wird.
Nun ist es offiziell – Öttinger wird EU-Kommissar für Energie.
Er hat versprochen, er wolle jetzt Englisch lernen.
Vielleicht hält er ja endlich mal EIN Versprechen!
Man sollte sich allerdings fragen, warum er denn erst gerade in dem Moment sein Amt als Landes-Chef von Baden-Württemberg gekündigt hat, als er als EU-Kommissar bestätigt wurde.
Wispert dort irgendjemand etwas von offengelassenen Hintertürchen?

Ein wunderschönes Bild von Carla, aufgenommen auf der Wahlparty der Piratenpartei, am 27.9.2009, in Stuttgart.
Foto: © 2009, Piratenpartei – (Lizenz: CC-BY-NC-SA)

„Wo ist denn das neue Blues-Mobil, Herzbeben?”
„Dies ist das neue Blues-Mobil, Glühwürmchen!”

In dem Artikel „Ablehnung von Carla bei Lesungen” konnte man lesen, dass wir nachgefragt hatten, ob Carla mit zu einer Lesung dürfe, doch man hatte uns nicht zugehört, sondern sofort bei dem Wort „Hund” abgeschmettert.
Im Lindemuseum zu Stuttgart ist momentan eine Ausstellung über Schamanen Sibiriens zu sehen, die wir gerne anschauen möchten.
Wir fragten dort per E‑Mail nach, ob wir Carla mitnehmen dürften.
Die Antwort kam rasch, aber man erklärte uns sehr freundlich, warum es nicht ginge.
…
das Mitbringen von Tieren ist in unserem Museum nicht erlaubt, da wir über sehr wertvolle Objekte aus Naturmaterialien verfügen, die nicht zu ersetzen sind. Aus diesem Grund sind auch alle Fenster geschlossen, die Raumtemperatur gleich- bleibend und die Lichtverhältnisse den Objekten angepasst.Wir hoffen auf Ihr Verständnis und würden uns freuen, Sie im Linden-Museum begrüßen zu dürfen.
Herzliche Grüße
…
Dort gehen wir doch gerne hin.

Rechts oder links … zwei Wege treffen aufeinander … und ein Rudel Menschen steht mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn an der Weggabelung.
Zielstrebig steuern wir drei – Herzbeben, Glühwürmchen und Carla – auf den Wegweiser zu, sahen die großen Fragezeichen auf den Schultern der Touristen, wo vormals Köpfe waren, und entschlossen uns spontan als Entwicklungshelfer für diese Region unsere Arbeit aufzunehmen.
Carla schlug den linken Weg ein, und der Tross Touristen setzte seinen Weg in diese Richtung fort.
Muss ja so sein, wenn Drei so zielstrebig darauf los eilen!
Am Fernsehturm sahen wir die Gruppe mit überglücklichen, dankbaren Gesichtern, da sie ihn gefunden hatten.

So sind nun mal Menschenrudel, die ein klares Ziel brauchen!
Nur ein selbstbewusstes Auftreten, von nichts eine Ahnung, und davon ganz viel, schön verpackt und alle folgen!
Als wir mit der Straßenbahn von Böblingen nach Stuttgart unterwegs waren, sahen wir eine Frau, die an ihrem Handy einen Spiegel befestigt hatte.

(Pfeil zeigt auf den Spiegel)
Wir haben gerätselt, welchen Zweck er wohl hat, kamen dann jedoch auf die Lösung.
Er dient zur Rückverfolgung des Anrufers.

Dieses Foto ist wie das Kussbild auch nicht „auf normalem Wege” entstanden.
Wir warteten auf einem Bahnsteig am Böblinger Bahnhof auf unseren Zug nach Stuttgart.
Vor uns hantierten zwei Bahn-Angestellte herum und hoben einen Kanaldeckel hoch, um einen Versorgungsschacht zu inspizieren.
Einer von ihnen holte seine Digitalkamera heraus und machte ein Testbild.
Es befanden sich viele Leute auf dem Bahnsteig, doch man fotografierte uns.
„Das kann ich auch”, sagte Herzbeben, „Wenn Sie uns fotografieren, fotografiere ich Sie auch.”
Herzbeben holte seine Digitalkamera heraus und lichtete den Mann ab.
Der Mann stand etwas gekbückt und Herzbeben meinte: „Ein Bahn-Angestellter, der groß macht.”
Glühwürmchen, Herzbeben und der Mann lachten.
Der Mann meinte allerdings, er wolle nicht, dass das Bild von ihm veröffentlicht werde.
Das versprachen wir ihm.
Herzbeben bot ihm an, er bekomme sein Bild, wenn wir im Gegenzug seins bekämen. Der Mann willigte ein.
Am darauffolgenden Morgen war schon das Bild in unserer E‑Mail-Box.
Wir schickten dem Mann sein Bild.
Es sind zig Leute im Blickwinkel des Mannes gewesen, aber wir wurden fotografiert.