Die Nachwehen einer Pandemie – eine ironische Betrachtung

Endlich!

Die Pandemie, die uns jahrelang in Atem gehalten hat, ist zwar schon über eineinhalb Jahre offiziell vorbei.
Nun haben es auch die letzten Blitzmerker gemerkt!

Wir haben den Horror, die Panik, das ständige Desinfizieren und die täglichen Pressekonferenzen überlebt.

Aber wenn man dachte, das Schlimmste sei überstanden und es gäbe nichts mehr, worüber man sich aufregen könnte, irrt man gewaltig.

Denn die Corona-Pandemie wirkt nach – und zwar auf eine Weise, die sich kaum einer hat träumen lassen.

Plötzlich treten überall Menschen auf, die von ihren „Impfschäden“ berichten.

Da ist zum Beispiel Michaela (Name der Redaktion bekannt), die seit dem Tod ihres Mannes an Depressionen leidet.
Jahrelang kämpfte sie sich durch die düsteren Wintertage und die noch düstereren Sommerabende, doch jetzt, endlich, hat sie eine Erklärung für ihre Traurigkeit: Es war die Impfung!

Ganz klar, die mRNA-Technologie hat sich tief in ihre Psyche gegraben und dort alles durcheinandergebracht.

Dass sie schon vor Corona depressive Phasen hatte?

Ein unwichtiger Fakt, der in der neuen Weltordnung der nach-pandemischen Ära keine Rolle mehr spielt.
Denn jetzt gibt es ja die Impfung, auf die man alles schieben kann.

Nicole (Name der Redaktion bekannt) geht es ähnlich.
Sie ist eine dieser Personen, die man als „Lebensfreude in Maßen“ bezeichnen könnte.
Eigentlich war Nicole schon immer etwas griesgrämig, aber seit der Impfung ist sie überzeugt, dass dieser chronische Missmut ein „Langzeitschaden“ ist, den sie kurioserweise vorher auch nicht gehabt haben will.

Denn warum sollte man die ewige Miesepetrigkeit und den Hang zur Schwarzseherei auf die eigene Persönlichkeit schieben, wenn es so viel bequemer ist, die Impfung dafür verantwortlich zu machen?

Vor der Pandemie war Nicole einfach nur „so“, jetzt ist sie ein „Opfer“ der globalen Gesundheitsmaßnahmen.

Eine elegante Lösung, wenn man es genau betrachtet.

Es gibt viele solcher Fälle.

Peter (Name der Redaktion bekannt) klagt über ständige Müdigkeit, die sich bereits seit Jahrzehnten in sein Leben eingeschlichen hat.

Früher nannte man das „faul“, aber jetzt ist es ein klarer Fall von „Post-Vaccine-Fatigue“.

Auch wenn seine Frau darauf besteht, dass er schon vor Corona ein Meister des Sofaliege-Weltmeistertitels war, lässt Peter sich nicht beirren: „Das muss von der Impfung kommen!“

Und was ist mit Stefanie (Name der Redaktion bekannt)?
Sie hatte schon immer Probleme mit ihrem Magen – Blähungen, Magenschmerzen und eine generelle Unverträglichkeit gegen gesundes Essen.
Vor Corona wurde das als „Reizdarm“ diagnostiziert, doch heute weiß sie es besser: Die Impfung hat ihren Darm in einen permanenten Streik versetzt.

Dass sie sich jahrzehntelang von Fast Food und Zucker ernährt hat, tut natürlich nichts zur Sache.

Der Reizdarm ist jetzt ein „Impfschaden“, und das klingt doch gleich viel dramatischer.

Selbstverständlich hat die Pandemie, so verheerend sie auch war, uns alle ein wenig zusammengebracht – vor allem in dem gemeinsamen Bedürfnis, für alles und jedes eine plausible Erklärung zu finden.

Dass diese Erklärungen oft nichts mit der Realität zu tun haben, macht sie nur umso charmanter.

Die Corona-Pandemie hat uns eines gelehrt: Es ist viel einfacher, unangenehme Eigenschaften oder langjährige Probleme auf die Impfung oder die Infektion zurückzuführen, anstatt sich mit der eigenen Verantwortung auseinanderzusetzen.

Und so lässt sich resümieren, dass die Corona-Pandemie doch etwas Gutes hatte: Sie hat uns ein neues Vokabular gegeben, um all unsere Unzulänglichkeiten und Probleme elegant wegzuerklären.

Ob es der Impfschaden oder die Long-COVID-Symptome sind – die Pandemie hat uns die perfekte Ausrede geliefert.

Und wer könnte das schon für schlecht halten?

Schließlich ist es doch beruhigend zu wissen, dass wir für unser Versagen, unsere schlechte Laune oder unsere chronische Faulheit nicht länger selbst verantwortlich sind.

Dank Corona wissen wir.

Es lag einfach an der Impfung.

Oder am Virus.

Oder vielleicht an beidem.

Und das macht die Welt doch ein klein wenig einfacher, oder?

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