Opportunismus

Wenn herauskommt, dass ein Firmenchef, Politiker o.ä. korrupt ist oder krumme Geschäfte mit Geld macht, gibt es immer einen riesengroßen Aufschrei.
„Wie konnte sowas passieren?”, „Hat das denn niemand bemerkt?”, „Wir müssen besser kontrollieren!” schreit man dann.
„Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere.
Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn.
- Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden;
- 20 Prozent, es wird lebhaft;
- 50 Prozent, positiv waghalsig;
- für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß;
- 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.
Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren.
Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.”
Das hat schon T.J. Dunning im 19. Jahrhundert gesagt.
Da die CDU eine große Partei ist, könnte man sie als Wal(fisch) bezeichnen.
Doch darum geht es hier nicht …
Wir können sehen, was man über die Suchfunktion unserer Webseite gesucht hat.
Dabei kommen stellenweise kuriose Sachen heraus.
So hat jemand nicht das Wahlprogramm der FDP gesucht, sondern meinte ein sog. FTP-Programm und wunderte sich, dass er etwas über Politik findet.
Heute schauten wir wieder in die Such-Statistik und fanden das hier.

Man kann es mit H schreiben, muss man aber nicht.

Totes Wissen zu haben, bedeutet, etwas auswendig gelernt zu haben, abgespeichert zu haben, und nicht darüber nachgedacht zu haben.
Wissen ist nicht gleich Information.
Information wäre totes Wissen, weil es ohne Zusammenhänge abgespeichert wurde.
Der Historiker und Politologe Robert Traba sagte dazu:
„Alle Schüler in Deutschland wissen: Am 1. September 1939 wurde Polen von den Deutschen überfallen, der Zweite Weltkrieg hatte damit begonnen. Doch in den allermeisten Fällen ist das doch totes Wissen, ein totes Datum. Auswendig gelernt, um in der nächsten Klassenarbeit eine gute Note zu schreiben. Es ist bestimmt keine lebendige Aufarbeitung der Geschichte. Dazu wäre es wichtig, wirklich über alle relevanten historischen Ereignisse zu reden, aber in einem ganz bestimmten Kontext.”

In einigen Foren, Blog, Nachrichtenseiten und Onlinemagazinen wird berichtet, das Schäuble plane, das Grundgesetz dementsprechend zu ändern, dass die Bundeswehr auch im Inland gegen Terrorismus einzusetzen.
Die SPD stellt sich und hat sich dagegen gestellt und positioniert sich auch medienwirksam gegen die Pläne Schäubles.
Dies ist mal wieder ein Beispiel dafür, wie genau es (etablierte) Parteien mit der Wahrheit nehmen.
Die Sache mit dem Einsatz der Bundeswehr im Inland bei besonderer Schwere einschließlich der Grundgesetzänderung steht in der Koalitionsvereinbarung der CDU und SPD.
Warum hat sie es überhaupt zugelassen, dass dieser Punkt im Kolalitionsvertrag steht?
Weil es nur darum geht, an die Macht zu kommen, also niedrige Beweggründe.
Die Bundestagswahl ist insbesondere eine Wahl über den Erhalt des Grundgesetzes.
Nachtrag:
Die Guido Westerwelle hat übrigens vor einigen Tagen gesagt, die FDP würde sich weiteren Sicherheitsgesetzen nicht verweigern.

Auf dem Poster eines Handballverein befindet sich dies.
Sportlern – vor allem Kindern – wird so vorgegaukelt, dass Alkohol nichts Schlimmes darstellt.
So kann man sich Alkoholiker erziehen.
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

Eine Erhebung unter Wahlberechtigten, die am 27.9.2009 die Bundesregierung wählen dürfen, hat zu Tage gefördert, dass mehr als ein Drittel eben dieser potentiellen Wähler nicht weiß, welche Parteien die Regierung bilden.
Wissen diese potentiellen Wähler dann auch nicht, was die Regierung in den zurückliegenden Jahren getan hat?
Wohl nicht!
Vor der Wahl der momentanen 16. Regierung unter Angela Merkel hat die CDU gesagt, sie wolle die Mehrwertsteuer von derzeit 16 Prozent auf 18 erhöhen.
Die SPD, zu der Zeit noch an der Regierung, hatte sich strikt gegen jegliche Mehrwertsteuererhöhungen ausgesprochen.
Ebenso sprachen sich sowohl die CDU gegen eine große Koalition mit der SPD aus, als auch die SPD mit der CDU.
Nach der Wahl koalitierten CDU und SPD und bildeten die Regierung.
Ebenso schufen sie ein mathematisches Phänomen.
Der Mittelwert zwischen 16 Prozent Mehrwertsteuer, wie sie laut SPD vor der Wahl versprochen bleiben sollte, und 18 Prozent, wie von der CDU es vorhatte, ergaben dann eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent.
So ging es dann auch weiter.
Franz Müntefering wurde in einer Diskussionsrunde deswegen angesprochen, sagte aber: „Wir werden als Koalition an dem gemessen, was in Wahlkämpfen gesagt worden ist. Das ist unfair.”
Ebenso ging es aber seitens der CDU so weiter.
Die SPD brachte ein Gesetzesvorhaben ein und die CDU verweigerte sich einige Zeit, stimmte dann aber doch zu.
So ging es weiter.
Wen soll man eigentlich wählen? Weiterlesen

Das braune Gesocks der NPD beobachtet ja unser Internet-Tagebuch.
Dazu hatte meine Herzallerallerliebste, Glühwürmchen, noch einen Kommentar hinzugefügt.
Wir haben von den braunen Stinktieren nichts mehr gehört.
Im Internet hört Dich niemand schreien!

Wir – Glühwürmchen und Herzbeben – stammen bekanntlich aus Nordrhein-Westfalen, Glühwürmchen aus der Nähe von Aachen und Herzbeben aus der Nähe von Münster – Rheinländerin und Westfale!
Wir interessieren uns ja auch (noch), was in NRW passiert, weil wir dort Verwandte und Bekannte haben.
Gestern, den 30.9.09, war in NRW Kommunalwahl.
Trotz allem Geplänkel der „etablierten” Parteien hat es eine kleine Minderheit doch geschafft, in die Kommunalparlamente einzuziehen.
Münster und Aachen waren die einzigen Städte in NRW, in denen die Piratenpartei Kandidaten für den Stadtrat aufgestellt hat.
Nun gibt es in Münster und in Aachen jeweils einen Stadtrat von den Piraten.

In dem Artikel „Das verplante Leben” wurde berichtet, dass es zumindest einen Menschen gibt, die ihr eigenes Leben, das sie sich im Perfektionismuswahn ausgemalt haben, über alles stellen.
Man kann, wenn man will, auch mal, um seinen Willen zu bekommen, auf andere zugehen. Aber das ist dann aber auch nur minimalst.
Man tut dann so, als höre man zu, hat aber schon längst auf Durchzug gestellt.
Ansonsten pocht man wieder auf sein „Recht” der eingebildeten eigenen Entfaltung, die man aufs Kleinste zusammenphantasiert geplant hat.
Die anderen haben sich nach einem zu richten, wenn man mal Zeit hat haben will.
Wenn man in seiner „Arbeit” vertieft ist, kann man diese auch nicht für ein paar Sekunden verlassen, weist aber andere an, Sprachrohr für sich zu sein.
Während man in seiner „Arbeit” vertieft ist, hört man zu, dass die anderen auch genau das sagen, was man will und weist sie auch an, es richtig zu tun.
Wenn die andere Seite dann sagt, sie akzeptiere kein Sprachrohr, sondern nur das direkte Wort, ignoriert man diese Wünsche, weil die anderen ja nicht verstehen, dass man keine Zeit hat für niedrige „Dienste” und man ja die Welt bewegt und nicht die anderen.
Heucheln gehört ebenso zum eigenen Verhalten.
Wenn man die vermeintliche Kontrolle über Menschen verliert, weil sie plötzlich auch keine Rücksicht mehr nehmen, beginnt man zu heucheln, wobei die Tatsachen verdreht werden.
Die anderen haben einen plötzlich nicht mehr „lieb”, haben sich gegen einen verschworen!
Gemeine Welt!
Man redet dann davon, dass man viel mehr Zeit hätte und sie auch nutzen will, doch es bleibt beim reden davon, denn Versprechen waren es nicht, weil man schon im Vorfeld eine Notbremse definiert hat, die man dann einsetzen kann, wenn es „akut” wird.
So kommt plötzlich dann eine „spontane” Grill-Party dazwischen, zu der man „urplötzlich” uuunbedingt gehen muss, die dann auch nicht lange dauert, nur so von sechs Uhr abends bis zum nächsten Morgen gegen zwei Uhr oder später.
„Eine halbe Stunde” oder „maximal eine Stunde” kann auch von sechs Uhr abends bis zum nächsten Morgen um zwei Uhr dauern, weil um sechs Uhr die Uhr stehen bleiben könnte.
Am nächsten Tag hat man dann vergessen, was man sich vorgenommen hat, weil man Gehirnzellen getötet hat, die eigentlich für die Erinnerungs- und Versprechen-Ecke zuständig sind.
Man geht dann in die Therme, denn dann kann man sich „uneigennützig” von den Strapazen der „spontanen” Grill-Party erholen und gleichzeitig ist man mit den anderen zusammen, zumindest irgendwie!
Man nimmt nicht an Kommunikation teil, kümmert sich auch nicht um die anderen, weil es einem ja sooo schleeecht geht.
Magenprobleme sind schon heimtückisch!
Oder Kreislaufattacken!
Oder Kopfschmerzen!
Es gibt in Köln ein Schokoladenmuseum und nebenan ein Sport-Museum, etwas weiter kann man sich anschauen, wie Parfüm ( „Echt Kölnisch Wasser” ) hergestellt wird.
Als man zur „spontanen” Grill-Party gerufen wurde, versprach man, dass man dorthin gehe – als Wiedergutmachung – , weil man ja von den anderen etwas haben will.
Einen Tag vor den Museumsbesuchen hört man in der Wettervorsage, dass das Wetter seeehr schleeecht wird.
Sonnig, stellenweise leicht bewölkt bei 23 bis 26 Grad Celsius!
Der Museumsbesuch hat sich dann erledigt, wird verschoben … auf den Sankt-Nimmerleins-Tag!
Und es ist ja auch Zufall gewesen, dass das Wetter nicht mitgespielt hat, dann kann man auch irgendwas erledigen, was man sowieso schon lange vorhatte, z.B. andere dazubringen, die Terrasse zu säubern oder Vorbereitungen für die Schule zu treffen!
Das auch immer etwas dazwischen kommen muss!
Es ist nicht so einfach, wenn man der Weisheit letzter Schluss ist!
Alkohol benebelt.
Kinder gehören zu ihrer Mutter.

Gestern, als ich mit Carla Gassi gegangen sind, sahen wir auf dem Sömmerda-Platz eine kleine Menschengruppe, die sich unterhielt. Einige fragten sich, ob sie denn richtig seien.
Etwas später stieß ein Auto mit Anhänger zu ihnen, und alle zusammen bauten einen Info-Stand auf – die MLPD.
Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands.
Als wir dann vom Gassigang zurück kamen, schlenderten wir – wie zufälligerweise – über den Sömmerda-Platz und gingen extra auf die Gruppe, von der nur noch drei Personen übrig geblieben waren – der „Spitzenkandidat” Peter Bäuerle, eine alte Frau und eine übergewichtige Frau um Mitte 40 – zu.
Die alte Frau drückte mir das Propaganda-Blättchen „Die sozialististische Alternative” in die Hand.
Da ich so tat, als interessierte mich der Schrieb, blieb ich stehen und las gespielt interessiert.
Wie ich beabsichtigt hatte, sprach mich die alte Frau an. Der „Spitzenkandidat” blieb im Hintergrund.
Sie wies mich darauf hin, dass es am Info-Stand noch mehr Info-Material gebe, und ich folgte ihr.
Als ich das Zentralorgan „Die Rote Fahne” sah, meinte ich gespielt enthusiastisch: „ ‚Die Rote Fahne’ ! Ich dachte, die ist von der KPD.”
Die übergewichtige Frau verneinte, der „Spitzenkandidat” bewegte sich überhaupt nicht und machte nur ein fragendes Gesicht, die alte Frau mit der abgewetzten Kleidung korrigierte ihre „Genossen”, dass die KPD diese „ganz früher” herausgebracht habe, vor dem Krieg.
Gut, das ist nur die halbe Wahrheit.
Die KPD wurde 1919 gegründet und hatte als Zentralorgan „Die Rote Fahne” herausgebracht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, worauf sich die alte „Genossin” bezog, wurde die KPD, die ja von den Nazis verboten wurde, 1949 wiedergegründet. Bis zum Jahr 1956, in dem die KPD wegen Verfassungsfeindlichkeit verboten wurde, brachte sie ebenfalls „Die Rote Fahne” heraus.
Ich hätte „Die Rote Fahne” bekommen können, allerdings war sie kostenpflichtig.
Ebenfalls war ein Heftchen der MLPD über die Einschätzung der politischen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland kostenpflichtig.
Als mir die alte Frau sagte, es koste zwei Euro, sagte ich: „Ihr seid doch antikapitalistisch.” und erntete von allen drei fragende bis beleidigte Blicke.
Die anderen Schriebe konnte man auch haben, allerdings gegen eine Spende.
Das verneinte ich ebenfalls und fragte, warum ich denn bezahlen solle, doch man blieb mir eine Antwort schuldig.
Die drei „Genossen” stellten sich nicht nur hiermit ein Armutszeugnis aus.
Die Art und Weise, wie sie mich zu agitieren versuchten, war Nullniveau.
„Wir haben auch hier drüber eine Broschüre, die gegen eine Spende zu haben ist”, zeugt daher, dass die Motivation der Mitglieder des Info-Standes nicht vorhanden war.
Was sie eigentlich genau wollten, erzählten sie mir nicht. Sie erzählten sowieso kaum etwas, wenn dann hielten sie mir Broschüren unter die Nase.
Warum der Sozialismus besser sei, erfuhr ich nicht.
Das hielten sie wohl für Allgemeinwissen.
Der „Spitzenkandidat” Peter Bäuerle hielt sich schön im Hintergrund und schaute weg. Er entfernte sich sogar stellenweise noch.
Vielleicht wollte er den Kontakt mit dem Kapitalismus meiden.
Als es mir dann zu blöd wurde, ging ich mit Carla weiter, mit der Bemerkung: „Ich schaue mal auf Eurer Webseite.”
Ob die „alte Genossin” überhaupt wusste, was eine Webseite ist, bezweifle ich.
So kann man keine Wählerstimme bekommen.
Zuhause angekommen las ich dann „Die sozialistische Alternative”, die Broschüre, die mir die alte „Genossin” gratis in die Hand gedrückt hatte.
Die Frage, auf welche Wahl sich der Wisch bezog, konnte ich nur ahnen.
Anscheinend auf die Bundestagswahl 2009!
Oder auch nicht!
Der Schrieb triefte nur so von sozialistischer Ideologie,was eigentlich klar ist, doch die Realitätsferne der Autoren war schon maßgeblich peinlich.
Der Sozialismus bzw. Kommunismus als einzige Alternative!
Klar, dafür sind die MLPD-ler ja da.
Sozialistische Ausdrücke ohne Ende, „weitreichende” Thesen, wie schlecht der Kapitalismus (Arbeitslosigkeit, Armut) doch sei, gewürzt mit traditionellem Antifaschismus („Verbot aller faschistischen Organisationen”), Solidaritätsbekundungen („Hoch die internationale Solidarität!”, „Unsere Kollegen” bei Daimler, Hewlett Packard …), Lobeshymnen auf den Sozialismus bzw. Kommunismus als einzige Alternative u.s.w.
Der normale Bürger wird diesen Schrieb stellenweise nicht verstehen, weil die Sozialismus-Thesen so hochgestochen sind, dass man schon in der Materie stecken muss, um überhaupt zu wissen, was die Theoretiker meinen.
Um die Mittagszeit tönte eine Lautsprecherstimme vom Sömmerda-Platz zu uns auf den Balkon herüber.
„Wir sind die einzige Alternative. Wir wollen den echten Sozialismus, aber keinen Sozialismus, wie Sie ihn von der DDR kennen. Sprechen Sie mit uns, der MLPD!”
Da Carla Gassigehen wollte, schlenderten wir einige Minuten später über den leeren Sömmerda-Platz.
Von der MLPD und einer etwaigen Lautsprecheranlage nichts zu sehen.
So gewinnt man nichts!