Familie
Glühwürmchen, Herzbeben, Carla und Fledermaus waren mit ihrem geliebten fünfzehn Jahre alten Vehikel unterwegs, um neue Welten zu entdecken und zu erkunden.
Bei dieser Mission musste Glühwürmchen ihrem Laster fröhnen und rauchte genüsslich einen Glimmstängel.
Da Herzbeben, Carla und Fledermaus nicht auch noch ihren Weg zur Lunge geteert bekommen sollten, öffnete sie eine Seitenscheibe.
Aus ihrer Gedankenwelt aufgetaucht bemerkte Fledermaus mit entsetztem Blick Rauch im Cockpit.
Mit Panik in der Stimme machte sie uns darauf aufmerksam.
Geistesgegenwärtig fuhr Herzbeben auf den Seitenstreifen, stellte den Motor ab, und es wurde nach der Ursache der Rauchentwicklung geschaut.
Fledermaus setzte ganz andere Prioritäten.
Erst die neuen, in einem „Fast-Food-Restaurant” geschenkten, Stofftiere und ihre Geldbörse retten!
Sollte der Ernstfall eintreten, und wir hätten unseren Weg per pedes zurücklegen müssen, wäre sie wenigstens gut ausgerüstet gewesen mit ihrem Baren.
Für einen „Neuanfang” nicht mittellos!

Das Fotoalbum „Glück Pur“ wurde wieder aktualisiert.
Einige Fotos vom Schloss Lichtenstein sind hinzugekommen.

Auf unserem Lebensweg begleiten uns Menschen, die man respektiert und sehr achtet.
Man kann (oder mag?) es ihnen nicht immer so zeigen.
Mit ihrer Fürsorge in Form von Ratschlägen und Tipps schlagen sie hin und wieder über die Stränge und erdrücken einen fast damit. Manschmal hat man im Verlauf eines Gespräches das Gefühl, sie hören einen nicht zu, da ihre Antworten in belanglose Floskeln übergehen.
Doch wenn es darauf ankommt, dann sind sie da, da handeln sie, ohne große Worte zu machen.
Sie geben, ohne dafür etwas zu verlangen.
Aus Ratschläge werden Handlungen.
Das sind Mitmenschen, auf die man ein Lebenlang zählen kann.
Sie gehen mit einem durch dick und dünn.
Danke, Familie Werseaue!
Liebe Leserinnen und Leser,
kennt Ihr auch solche Mitmenschen?
Schreibt uns Eure Geschichte(n)!

Der Punkt, an dem der Regenbogen die Erde berührt, ist dort, wo das Herz von meinem Herzbeben strahlt.
Siehst Du die schönen Farben über Dir?
Ich liebe Dich für immer und ewig.
Nachdem Herzbeben seinen Ritt auf der Kanonenkugel beendet hatte …
… musste Carla mit ihm für ein Foto posieren.
Baron Münchhausen wäre stolz gewesen.

In einer bekannten Buchhandlung in Stuttgart sind wir gerngesehene Kunden.
Wir waren auch dort schon auf Autorenlesungen.
Da vor kurzem eine Lesung eines Krimi-Autors dort stattfand, fragten wir, als wir die Eintrittskarten buchen wollten, ob wir Carla mitnehmen dürften.
Die Verkäuferin, die uns kannte, bejahte dies und sah ebenso wie ihre Kollegin, die neben ihr stand, kein Problem.
Carla verhält sich immer sehr ruhig und legt sich, während wir Bücher anschauen, hin und döst etwas.
Die Verkäuferin verwies uns aber vorsichtshalber auf eine Frau aus der Verwaltung.
Wir versuchten diese, ans Telefon zu bekommen. Dies klappte aber nicht.
Obwohl wir auf dem Anrufbeantworter sprachen und ein Rückruf versprochen wurde, tat sich nichts.
Irgendwann erreichten wir die Frau dann doch.
Sie hörte sich gerne an, dass wir begeistert von den Lesungen waren, doch in dem Moment, in dem wir Carla erwähnten, wollte sie nicht mehr zuhören und unterbrach uns barsch mit: „Nein, der Hund darf nicht herein.”
Wir hakten nach, erzählten von Carla und auch, dass wir sehr häufig dort einkaufen, doch man unterbrach uns und es blieb beim unreflektierten „Nein!”.
So schrieben wir dem Geschäftsleiter der Buchhandlung am 27.04.2009, doch eine Antwort erhielten wir nicht.
Deswegen veröffentlichen wir unseren Brief hier etwas weiter unten.
Für uns steht fest, dass wir bei dieser Buchhandlung nichts mehr kaufen und dass wir auch keine diesbezüglichen Berichte von Lesungen oder Ankündigungen dergleichen mehr hier veröffentlichen.
Am Samstag, den 2.5.2009, hielten wir uns wieder mit Carla in Stuttgart auf.
Wir kamen zufällig an der Buchhandlung vorbei. Dort war ein „Gewinnspiel” zugange.
„Intelligente Fragen wie
„Im Jahre 47, also 1947, wurde eine Schriftstellergruppe gegründet.
Wie hieß sie?
- Gruppe 2000
- Gruppe 47
- Gruppe 30
- Gruppe 68″
wurden dort gestellt.
Auf diesem Niveau – Fragen, die die Antwort schon enthielten – ging es weiter.
Der „Entertainer” machte flache Witze, wie: „Ja, die Gruppe 47 erfand auch ein Deo – 4711.”, über die jedoch niemand lachen wollte.
Irgendwann lud er uns ein, an dem Gewinnspiel teilzunehmen.
„Das geht nicht, weil unser Hund nicht mit hinein darf”, sagten wir.
Er interventierte, dass ja einer von uns hereinkommen könnte.
Wir würden auch ein „Hundebuch” gewinnen.
Witz komm’ raus, du bist umzingelt!
Wir widersprachen, dass wir dies nicht täten, denn wenn einer von uns eine persona non grata sei, seien wir alle eine.
Einige Passanten wurden hellhörig.
Der „Entertainer” schwenkte plötzlich um und ignorierte uns.

Als wir – Glühwürmchen und Herzbeben – kurz vor einem Schaufenster in der Bietigheimer Innenstadt verweilten, dachte sich Carla, sie könnte sich kurz eine Auszeit gönnen.

Bei manchen Fast-Food-Ketten schmeckt es nicht so gut wie bei anderen.

Carla war mit uns am Sonntag, den 19.4.2009, am Max-Eyth-See in Stuttgart.
Nach ein paar Eingewöhnugsproblemchen lief Carla neben uns her, angebunden an Glühwürmchens Scooter.
Es gab keine Unfälle.

Es begab sich zu der Zeit, als wir – Glühwürmchen und Herzbeben – uns entschieden, das Tierheim „Spielwarenabteilung” aufzusuchen …
Bärbel war so von uns angetan, dass sie sich spontan entschied, mit zu uns zu kommen.
Wir liefen die Königstraße in Stuttgart entlang und sahen einen buntgekleideten Clown auf einer Bank sitzen.
Der Clown schaute uns an, nickte uns lächelnd zu und hielt uns einen Lolly hin.
„Voy una lecca lecca?”, fragte er auf italienisch.
Herzbeben nahm Bärbel aus der Transporttasche und Bärbel schüttelte den Kopf.
„No, gracie!”, antwortete er.
Der Clown schaute uns entgeistert an, schüttelte den Kopf und hielt noch einige Sekunden bewegungslos den Lolly hoch.
Mit sowas hatte er nicht gerechnet …