
Das Jugendwort des Jahres 2024: „Aura” – Ein Meilenstein in der Sprachkultur
Gestern war wieder soweit!
Das heiß erwartete Jugendwort des Jahres wurde auf der Frankfurter Buchmesse gekürt.
Und die Ehre geht an.
Trommelwirbel
„Aura”
Ja, richtig gehört, „Aura” ist das Jugendwort 2024.
Ein Begriff, der gleichzeitig tiefgründig, spirituell und irgendwie schick daherkommt.
Die Jugend von heute spricht eben nicht mehr einfach von Ausstrahlung oder Vibes – nein, es muss schon die „Aura” sein.
Man fragt sich, was genau den Unterschied macht, aber irgendwie scheint es, als ob „Aura” alles umfasst, was man in einer Person spüren, aber nicht sehen kann.
Diese unsichtbare Präsenz, die jemanden umgibt, ist nun der Maßstab für Coolness.
Und mal ehrlich, mal was ganz Neues, oder?
Man könnte fast meinen, es handele sich um ein philosophisches Schlagwort.
Wer in den 1990ern noch „cool” oder in den frühen 2000ern „fresh” war, kommt sich jetzt fast ein wenig banal vor.
Denn wer heute keine Aura hat, ist irgendwie abgehängt.
Es ist fast so, als hätte man keinen Zugang zur nächsten spirituellen Dimension.
So wie man früher die richtige Markenjeans haben musste, braucht man heute eben die richtige Aura, um im sozialen Gefüge mitzuschwimmen.
Die Konkurrenz um den Thron war übrigens hart. Besonders die „Stein” hatte wohl noch gute Chancen, es in die Endrunde zu schaffen.
Aber, wie das Sprichwort schon sagt: „Schere, Stein, Papier …” und diesmal hat die „Aura” eben gewonnen, weil „Aura” auf dem Papier stand.
Zudem wickelt ja Papier den Stein ein und gewinnt somit.
Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass in einer immer digitaler werdenden Welt die spirituelle und emotionale Ebene an Bedeutung gewinnt.
Jetzt stellt sich natürlich die große Frage:
Was kommt nächstes Jahr?
Vielleicht „Tortenheber” – das klingt doch schon fast nach einem logischen Schritt.
Aber warum sich auf nur einen Teil der Besteckschublade beschränken?
Nächstes Jahr könnte ja auch „Messer” das Rennen machen.
Schließlich hat das mindestens genauso viel Biss!
Oder vielleicht doch „Löffel”?
Wer weiß – wenn wir Glück haben, stehen uns noch tiefergehende Küchenmetaphern bevor.
Vielleicht wird es auch etwas völlig Unerwartetes wie „Wissenschaft” oder „Bildung”.
Aber, eins nach dem anderen – heute dreht sich alles um die „Aura”.
Aura – ein Allround-Talent.
Der Begriff bringt so viel mit sich!
Von der spirituellen Bedeutung, die uns mit einem unsichtbaren Glanz umhüllt, bis hin zur neurologischen Komponente:
Migräne mit Aura – wer kennt es nicht?
Das ist doch mal ein Gefühl … ähm … Lebensgefühl.
Kopfschmerzen kriegen jetzt ein Upgrade, wenn man plötzlich auch noch bunte Lichtblitze sieht und dazu eine Aura bekommt.
Esoteriker hätten Spaß daran, sich gegenseitig die Aura zu fotografieren.
So wird man abgelenkt von den bohrenden Kopfschmerzen.
Theoretisch könnte man das ja auch als eine Art Superkraft betrachten, nicht wahr?
Die Aura kann also sowohl etwas mystisch Erhabenes als auch etwas ganz Alltägliches sein.
Und dann ist da noch der historische Touch, der fast schon an römische Zeiten erinnert.
Vielleicht kommt im nächsten Jahr ein jugendliches „Veni, vidi, vinci” daher.
Warum nicht?
In Zeiten von Social Media könnte das Motto doch gut lauten: „Ich kam, sah und postete.”
Oder noch besser: „Ich kam, sah und ging viral.”
Ein Slogan, der die Generation prägt und gleichzeitig verschiedene Ebenen anspricht.
Am Ende bleibt eins sicher:
„Aura” ist mehr als nur ein Wort – es ist ein Zustand, eine Haltung, vielleicht sogar ein Lebensstil.
Die Jugendlichen von heute haben eine Aura, die über den bloßen Raum hinausreicht und uns alle mitzieht.
Es ist fast, als ob die Aura die Grenze zwischen der physischen und der digitalen Welt auflöst, uns in eine Sphäre eintauchen lässt, in der beide Ebenen nahtlos ineinander übergehen.
Und nächstes Jahr?
Nächstes Jahr wird sich zeigen, ob wir die perfekte Attitüde für den Tortenheber dafür haben.
Bis dahin genießen wir erst mal die erhabene „Aura” dieses Moments und lassen uns von ihrer Magie einhüllen.
Schließlich ist die Aura das, was uns verbindet, das unsichtbare Netz, das uns alle in dieser verrückten Welt zusammenhält.






Schreibe einen Kommentar