In den Artikeln über Deutungshoheiten im Steampunk wurde darauf eingegangen, wie manche sich anschicken, immer wieder zu betonen, dass sie im Besitz der „einzigen Wahrheit“ sind.

Als wir am 31.7.2021 bei der „Zeitreise der Epochen“ in Dossenheim waren, spürten wir wieder, dass manche Personen immer noch Lügen über uns verbreiten und andere es unreflektiert glauben.

Es ging um eine Denunziation, die von einem kleinen Mann, der vielen Steampunks bekannt ist, angezettelt wurde und tiefe Wunden gerissen hatte.

Wir sind vor vier Jahren das erste Mal mit dem Steampunk in Berührung gekommen.
Wir waren als Fotografen geladen, hatten uns aber etwas wie die Steampunks angezogen.
„Etwas wie die Steampunks angezogen“ beschreibt es gut, denn wir hatten mehr oder weniger Karnevalskleidung an. Wenn wir zurückblicken oder uns alte Bilder anschauen, schütteln wir den Kopf darüber, wie war anfangs aussahen.

Die Steampunks hatten uns zu ihren nächsten Veranstaltungen geladen und wir wuchsen in die Szene herein.
Wir sind sehr gut integriert und haben auch viele Freunde.

Wir entwickelten kreative Ideen und ernteten viel Lob, aber nicht von jedem.

Irgendwann begann der Neid gegen uns und wir wehrten uns, doch ungeschehen dessen behauptete jemand – der oben erwähnte kleine Mann – wir wären Rechtsradikale. 

Er machte es daran fest, dass wir Fotos von Rechtspopulisten gemacht und veröffentlicht hatten. 

Dass wir für verschiedene Mediengesellschaften Politiker verschiedenster Couleur und verschiedenste Parteien sowie ebenso viele Prominente fotografiert hatten, interessierte dabei nicht sonderlich.
Wenn man seinen Neid auslebt, kann man ja schonmal neunzig Prozent der Bilder ausblenden.

Wie es so ist, auch wenn man alles ausräumen kann, bleibt etwas von dem Dreck, den man auf der Kleidung hatte irgendwo hängen – und wenn es in der Erinnerung mancher Personen ist.

Einige hatten uns gemieden, wovon wieder welche zurückgekommen waren.
Manche hatten wir einige Zeit nicht gesehen.

Am 31.7.2021 waren wir wie oben schon dargestellt bei der „Zeitreise der Epochen“.
Dies fand beim „Lakota Trading Post“ in Dossenheim statt.
Dort residieren Indianer und Nordstaatler.
Diese wollte uns Steampunks kennenlernen.

Um die Mittagszeit sah ich Bekannte, die ich schon einige Zeit nicht mehr gesehen hatte.
Ich ging zu ihnen hin und begrüßte sie.
Die einzige barsche Bemerkung war: „Wir wollen erst zu Mittag essen.“

Danke fürs Gespräch!

Obwohl diese Gruppe am Tisch hinter uns saß, kommunizierten sie auch später nicht mit uns.
Wir kannten uns zwar aber die Situation war so:
Wir und unsere Freunde an dem einen Tisch, die vier mit ihrer Fotografin am anderen Tisch.
Wir hatten Spaß und gute Laune, an dem anderen Tisch wurde sich ruhig unterhalten.
Zu uns kamen immer wieder Leute und sprachen mit uns, bei den anderen blieb es ruhig.

Wir spürten, dass bei ihnen die Gerüchteküche weiterkochte.

Meine Begrüßung, mit der ich mein Auf-sie-zugehen zeigen wollte, hatte nichts gebracht.

Wer schon längst ausgeräumte Gerüchte über das gemeinsame Hobby stellt, hat es auch – leider – nicht anders verdient.

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