Verlogenes

| * 16.04.1927 |



In einem Team sind verschiedene Personen vereint.
Wenn jemand ein Problem hat, helfen die anderen natürlich.
Dies ist eine Frage der Ehre, und es wird nicht darüber gesprochen, sondern einfach getan.
Was ist aber, wenn ein und dasselbe Teammitglied meint, die anderen müssten auf sie immer Rücksicht nehmen? Wenn sie z.B. kälteempfindlich ist?
Das Team nimmt natürlich Rücksicht und schwitzt oft.
Rücksicht ist eine Tugend.
Aber nicht immer!
Wenn die Person, die Probleme hat, unumwunden auf „ihr Recht” pocht, wird die Tugendhaftigkeit der anderen ausgehöhlt.
Diese Person nutzt also die anderen aus und schiebt vor, die anderen müssten tugendhaft – rücksichtsvoll – sein. Sie vergisst aber, dass sie sich mit ihrem Verhalten nicht tugendhaft verhält, denn sie ist egoistisch, wenn sie nur auf „ihr Recht” pocht.
So kommt es irgendwann dazu, dass das Team sich nicht mehr ausnutzen lässt, und für sie nicht mehr (uneigennützig) schwitzt.
In einem Team gilt nämlich der hehre Grundsatz:
„Das Wohl vieler steht über das Wohl einzelner.”

„Die Erderwärmung – welch’ ein Graus!”
„Treibhausgase – Kohlendioxid – Ozonloch!”
„Autoabgase tragen zur Klimaschädigung bei.”
Nach Bekanntwerden des zweiten Teils des Weltklimaberichts der Vereinten Nationen reden sich die Politiker in Rage, wie schlimm doch alles sei.
Man kann natürlich depressiv werden, wenn man den Bericht liest, und man muss etwas gegen die fortlaufende Umweltzerstörung tun.
Das bezweifelt niemand.
Doch hat es sich bis vor kurzem niemand gewusst und ist alles ganz neu?
Mitnichten!
Es ist seit langem bekannt.
Wer etwas Anderes behauptet, lügt.
Vor knapp fünfundzwanzig, dreißig Jahren begann sich die Umweltschutzbewegung, in das Auge der Allgemeinheit zu schieben. Die Umweltbewegung etablierte sich langsam aber stetig.
Auto- und Industrieabgase wurden als Verschmutzer Nummer Eins genannt, gegen Kernenergie wurde gewettert, man sprach sich gegen „Triebhausgase”, sog. FCKW (Englisch : CFC) aus.
Langsam begann man umzudenken, die Firmen begannen, (bessere) Filtersysteme einzubauen., umweltfreundliche(re) Technologie wurde erfunden und benutzt.
Warum haben wir dies getan?
Weil wir schon lange wussten, dass die Umwelt irgendwann in die Knie geht.
Wer jetzt behauptet – allen voran die Politiker und Firmenbosse – er habe nichts gewusst und beginnt erschrocken aufzuschreien, ist ein Lügner.
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Nachdem sich die „Neue Post” ein „Verhältnis” zwischen der Sängerin Mireille Mathieu und dem „Volksmusikstar” Florian Silbereisen zusammenhalluziniert und sich dann auch noch Beweise dafür zusammenfantasiert hatte, musste sie natürlich Farbe bekennen, weil (fast) jeder bemerkt hatte, dass es nicht stimmt(e).
Vor ein paar Wochen hatte die „Neue Post” damit begonnen, der Wahrheit nahe zu kommen.
So tut sie so, als hätte sie die Wahrheit gepachtet und strickt sich eine interessante Geschichte, um dahin zukommen, dass alles eingerenkt ist.
Sie behauptet, Silbereisen und Mireille Mathieu hätten Beziehungsstress.
Um diesen Quatsch zu untermauern, konnte man noch eine Story über das „Liebespaar” lesen. Diese war aber nur dazu da, sich selbst etwas zu beweisen.
So gebe es angeblich neue Beweise in der französischen Zeitschrift „France Dimanche” dafür, dass doch ein „Verhältnis” bestehe.
„Neue Post” macht daraus DEN Liebesbeweis schlecht hin.
Dann folgt wieder der Sermon, dass Silbereisen immer wieder mit Frauen Schluss mache, wenn sie ihm zu nahe kämen.
Silbereisen hat sich ja bekanntlich vor kurzem von seiner langjährigen Freundin getrennt, dann soll sich laut „Neuer Post” ein „Verhältnis” zwischen ihm und Mireille Mathieu entwickelt haben.
Den Rest kennt man ja zur Genüge.
Schon gerissen, diese „Taktik”, um die Schuld von sich zu weisen und den beiden doch ein „Verhältnis” andichten zu können.
Man hätte auch Rückgrat beweisen können und sagen können, man hätte sich geirrt.

Die Kirchen sind aktiv in der sog. „Militärseelsorge” tätig.
Sie begleiten Soldaten seelsorgerisch durch Krisen.
In jüngster Zeit hat sich die „Militärseelsorge” geändert, denn bedingt durch die Auslandseinsätze der Bundeswehr ist es wichtig, Soldaten beizustehen, wenn sie Heimweh durch die Trennung von den Familien haben. Gleichzeitig stehen die „Militärseelsorger” den Soldaten aber auch bei Ängsten bei. Dies kann die Bedrohung durch den Feind sein, die Trauer über getötete Kameraden. Ebenso ist aber auch die psychische Belastung durch die eigene Schuld – wenn man jemanden töten musste – etwas, was man nicht so schnell oder gar nicht verarbeiten kann.
Die „Militärseelsorger” sind bei der Ausbildung der Soldaten im Bereich des „Lebenskundlichen Unterricht” tätig. Diesen Bestandteil füllen die Kirchen mit eigenen Inhalten.
Das hört sich alles positiv an, doch was mir fehlt, ist, dass die Kirchen im Zusammenhang der „Militärseelsorge” nicht ein Wort darüber verlieren, dass Krieg ein Verbrechen an der Menschheit ist.
Oder haben sie „nur” das fünfte Gebot vergessen, das da lautet:
„Du sollst nicht töten!”
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„K11” ist eine „Krimi-Doku-Serie” bei sat.1.
Schauspieler stellen reale Kriminalfälle nach.
In einem Fall ging es darum, dass eine Internatsschülerin mit einem Seil erdrosselt wurde. Die Ermittlung verläuft schleppend, weil viele Schülerinnen verdächtig sind, doch dann will eine Mitschülerin der Ermordeten deren Ex-Freund unter Druck setzen, weil sie einen Verdacht hat.
Die Ermittler – eine blonde, kurzhaarige Kommissarin und ein glatzköpfiger Kommissar – sind zur Stelle und können den Täter und dessen Helfer stellen und verhaften.
Schnitt!
Während einer kurzen Einspielung sagte eine Stimme: „Wie kommt das Mädchen mit der Todesangst zurecht? Nach der Werbung erfahren Sie es.”
Nach knapp fünf Minuten Werbung geht es weiter mit K11, eine satte Minute.
Die Gesichter der Täter erscheinen und eine Stimme erklärt, welche Strafen sie bekamen. Auch kann man das Strafmaß in einer Auflistung ablesen.
Dann einige Sekunden vor dem Abspann sagt die Stimme noch: „Das Mädchen hat zusammen mit ihren Mitschülerinnen den Verlust der Freundin und die damit zusammenhängende Gewalttat nach eine schweren Zeit verarbeitet.”
Abspann!
Ende!
Man fragt sich, welchen Zweck die Ankündigung hatte.
Wohl nur einen – dass man Werbung schaut und „dran” bleibt, um den (vermeintlichen) Rest von K11 nicht zu verpassen.

AOLs Kritik an Bohlen
- „Dieter Bohlen hat kein Benehmen.”
- „Dieter Bohlen beleidigt.”
- „Dieter Bohlen pöbelt herum.”
Dies kann man nach jeder Folge „RTL sucht den auszubeutenden Sänger” – politisch korrekt: „Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) – im Entertainment-Bereich bei AOL lesen.
Die Redakteure regen sich immer und immer wieder über die unflätigen Bemerkungen auf, die Dieter Bohlen, der Pop-Titan, den Probanden – politisch korrekt : „Teilnehmer” – bei DSDS entgegenschleudert und diese auf Unter-Normal-Null-Niveau damit beleidigt.
Und ganz plötzlich, ein Absatz weiter, wird die Serie – und mit ihr Dieter Bohlen – in den Himmel gehoben.
Dieter Bohlen, der einzig wahre Juror!
Nicht nachvollziehbar, diese Wende, einfach nur peinlich.

Heute – 01.03.2007 – sollte der Chef des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, und dessen Vorgänger bezüglich des „Falles Kurnaz“ vernommen werden.
Das Verhör musste allerdings abgesagt werden, weil wichtige BND-Akten verschwunden sind.
So ein Zufall auch!

Das Arme-Reiche-Promi-Mitleid-Story-Blättchen – politisch korrekt: „Boulevard-Blatt” – „Neue Post” hat sich ja vor einiger Zeit zusammenhalluziniert, dass „Volksmusikstar” Florian Silbereisen ein „Verhältnis” mit einem Groupie habe und deswegen mit seiner langjährigen Lebenspartnerin Schluss gemacht habe (Beitrag: „Aber es ist nur ein Gerücht …”).
Das hat sich natürlich wie erwartet als Zeitungsente herausgestellt.
Da die Promi-News bekanntlich nie ausgehen, schreibt die „Neue Post” aus nicht aussagekräftigen – und vor allem nicht zu beweisenden – Indizien heraus, Silbereisen und Mireille Mathieu seien ein Liebespaar.
Und die „Neue Post” tischt immer neue „Beweise” auf, in denen der Mutmaßungsgehalt bei mehr als neunundneunzig Prozent liegt.
Man muss nicht erwähnen, dass es keinen finalen Beweis gibt.
So sind zumindest ein paar Autoren mit dem Verfassen von Sermon beschäftigt und werden (erstmal) nicht arbeitslos, da es ja etwas zu berichten gibt.
Das Neuste, was das Blättchen nun herausbekommen haben will, ist, dass Silbereisen seine „Liebe” Mireille Mathieu unbewusst beleidigt haben will und die „Liebe” auf eine harte Probe gestellt habe.
Silbereisen – mal nicht blöd – hat bei einem Volksmusik-Spektakel wohl zu einer Kollegin vor laufender Kamera gesagt, sie solle nichts über Mireille Mathieu sagen, sonst dichte man beiden – ihm und Mireille Mathieu – (wieder) eine Liaison an.
Mireille Mathieu hielt sich zu der Zeit in St. Petersburg auf und hat – in den Augen von „Neue Post” zeitgleich – gewusst, was Silbereisen vom Stapel gelassen hatte und verfiel erst mal in tiefe Depression.
Die arme Mireille Mathieu!
Viele Jahre habe sie keinen Freund gehabt und im Alter habe sie sich einsam gefühlt und es habe sich ein Band der Liebe zwischen ihr und Silbereisen „gefestigt”.
Und nun diese Enttäuschung, dass Silbereisen ihre „Liebe” mit einem „dummen Spruch” verleugnet und vor allem beleidigt hat!
Ein Foto einer traurigen Mireille Mathieu und eines lustig schauenden Silbereisens bleibt nicht aus und ist neben den „Bericht” gepappt.
Wie kann sich Silbereisen auch erdreisten und einen lockeren Spruch ablassen?
Vor allem sich lustig machen?
Allerdings nicht über Mireille Mathieu, wie die „Neue Post” behauptet, sondern über die „Neue Post”!
Warum sollte er sonst so etwas sagen?
Bestimmt nicht, um Mireille Mathieu zu beleidigen, sondern um sich über die Halluzinationen der „Neuen Post” lustig zu machen …
Der überzeugte Nazi Ernst Zündel, der immer wieder behauptet hatte, dass eine Massenvernichtung der Juden nicht stattgefunden habe, ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.
Der Richter plädierte nach der Verlesung des Urteils dafür, dass Zündel keine Bewährung nach zwei Dritteln der Haft gewährt werden solle.
Zündel hat einen abgrundtiefen Hass auf alles „Jüdische”, was während des fast zwölfmonatigen Prozesses gegen ihn immer wieder zu Eklats im Gerichtssaal geführt hatte.
Wenn man die Brand- und Schmierschriften von Zündel, die übrigens von Kanada aus verlegt werden, liest, könnte man glauben, dass der Autor auch „Mein Kampf” geschrieben haben könnte.