Verkehr

Foto-Golf-350

Auch wenn es nur ein seelenloses Stück Metall ist, es ist nicht leicht, es einfach abzumelden und hinzustellen, doch es ist „notwendig”.

Ein Auto, wie man es sich wünscht!
Robust, bequeme Sitze, großer Kofferraum, gute Straßenlage, wendig, wenig Verbrauch, leiser Motor, kaum Reparaturen.
Das ist nur die technische seelenlose Seite.

Viele Erinnerungen

Niemals hat der rote VW Golf mich im Stich gelassen, hat mich von hier nach da gebracht. Wenn er erzählen könnte, wo er alles war, man könnte Bücher damit füllen.
Mehrmals Urlaub auf der Ostseeinsel Fehmarn, bei großer Hitze ging es voll mit Koffern dort hin, Devil war dabei. Zwischendurch immer wieder Pause, weil es Devil zu heiß wurde.
Nach Halle an die Saale mit meinen Eltern, vier bis fünf Stunden Fahrt zu Verwandten. Stellenweise fuhren wir im Harz über Eis. Keine Ausrutscher, keine Unfälle, keine Schäden.
Es ging durch Wald und Flur, durch Tag und Nacht hindurch.
Von Norden nach Süden, von Osten nach Westen.
Urlaub in Norden an der Nordsee, wieder Devil dabei, das Auto wieder vollgepackt, ging es los. Kein Schwächenanfall. Alles erkundigt.
Auch der Unzug nach Schwaben hat hervorragend geklappt mit meinem Golf.
Nur Devil konnte nicht mit.
Vollgepackt mit Koffern und Utensilien ging es dorthin zu neuen Ufern.

Zu meiner Herzallerliebsten

Er brachte mich am 28.6.2008 nach Köln, wo das Treffen der Herzen stattfand und ein niemals-endendes Kapitel meines Lebens begann.
Nach über vierzig Jahren wusste ich endlich, was es bedeutet, glücklich zu sein …

… nach „einem halben Leben”!

Er brachte mich zu Glühwürmchen, damit sie von mir unendliche Liebe empfangen konnte und ich von ihr.
Er half uns beim Umzug, als wir – Glühwürmchen und Herzbeben – uns entschlossen, zusammenzuziehen. Er wurde nie müde.
Er half uns auch, als wir zusammen berufsbedingt vom Dorf in die Großstadt zogen, und stand „brav” in der Tiefgarage, wurde wach, wenn wir los wollten und versah einfach seinen Dienst, vor allem, wenn er uns nach Nordrhein-Westfalen bringen sollte.
Fünf bis sechs Stunden Fahrt bis dorthin, im Winter im Schnee.

Wochenenden der Freude in Nordrhein-Westfalen!

Aber eben nur ein Stück Metall!

Knöllchen Strafmandat Auto - Rechte:pixelio.de
(Davor hatte jemand Angst …)

„Sie können hier nicht parken”, sagt Herzbeben zu dem Mann, der gerade auf dem Bürgersteig neben dem Parkplatz am stuttgarter Bahnhof seinen Geländewagen abgestellt hat. Herzbeben schaut den Mann ernst an.

Glühwürmchen und Herzbeben kommen engumschlungen vom Parkhaus an der Landesbank Baden-Württemberg und gehen Richtung stuttgarter Innenstadt.

Der Mann hatte beim Parken nicht genau geschaut und hätte Herzbeben um ein paar Zentimeter fast an der Schulter gerammt.
‚Das muss bestraft werden’, dachte sich Herzbeben und hatte einen spontanen Einfall.

Der Mann, der zur Heckklappe des Geländewagens geht, schaut Herzbeben in dessen ernstes, leicht bedrohendes Gesicht mit den ihn durchdringenden Augen. Herzbeben setzt noch einen drauf, während er seine Herzallerliebste weiterhin engumschlungen hält, und nimmt aus dem Portemonnee einen „Ausweis”.

id-card-herzbeben-dunkelrot
(So sieht der „Ausweis” aus.)

Diesen hält er den Mann unter die Nase bzw. vor die Augen.
Der Mann schaut verdutzt und sieht Herzbeben fragend an.
„Hier ist kein Parkbereich”, sagt Herzbeben mit dunkler, ernster, bestimmender Stimme, „Sie müssen hier weg.” und bohrt seine Augen wieder in die des Mannes.
„Ich will nur kurz …”, beginnt der Mann irritiert, ihm fehlen aber die weiteren Worte. Er schaut sich nach irgendjemanden um.
„Zwei Minuten kann ich Ihnen zugestehen”, quetscht sich Herzbeben durch die Lippen und starrt den Mann wieder ernst an.
In dem Moment kommt ein Mädchen auf den Mann zu und sagt: „Papa, gib mir die Koffer! Wir haben nicht viel Zeit. Hier kannst du sowieso nicht stehenbleiben.”
Der Mann greift nach dem Koffer und stellt ihm seiner Tochter hin.
Herzbeben heftet seine Augen an die des Mannes, zeigt ihm und abwechselnd dem Mädchen den „Ausweis”.
Das Mädchen nimmt den Koffer und verschwindet mit einem „Tschüss” auf den Lippen.
„Ich bin schon weg”, sagt der Mann und eilt in sein Auto, das er Sekunden später wegfährt.

Glühwürmchen und Herzbeben lachen sich fast schlapp.

Was ein „Ausweis” doch alles ausmacht …

glasbruch

„Kraaack! Dann war die Scheibe kaputt …”

Diese Werbung nervt schon seit einigen Jahren, ist sie doch von Penetranz nicht zu überbieten.
Es gibt mehrere Varianten der Werbung, bei denen die Autofahrer die Gelackmeierten sind, weil ihnen die Windschutzscheibe kaputtgegangen ist.
Gemeinsam ist an den Werbeeinspielungen aber, dass die Autoscheiben durch „Mikrorisse” strapaziert waren.

  • Durch Eis haben sich die „Mikrorisse” ausgedehnt und die Scheibe ist gerissen.
  • Durch Sonneneinstrahlung ist die Scheibe noch mehr strapaziert worden und beim Fahren über Kopfsteinpflaster ist sie dann durchgeschüttelt worden und gerissen.
  • Durch Steinschläge entstanden die „Mikrorisse” und dann irgendwann fuhr man vor einen Bordstein und die Scheibe riss.
  • Hagelschauer verursachten „Mikrorisse” und dann reisst irgendwann die Scheibe.
  • Durch kaputte Scheibenwischer wird die Scheibe langsam zerstört und reisst auch irgendwann.

Gemeinsam ist allen „Geschädigten” aber auch, dass sie erst zu dem Glas-Reparatur-Service kommen, wenn das Malheur schon passiert ist.

Die neueste Masche ist, dass jemand „Mikrorisse” in der Scheibe hatte, diese durch irgendetwas größer wurden, die Scheibe dann gerissen ist und man dadurch durch den TÜV die Hauptuntersuchung gefallen ist.

Es tut schon weh, was sich Werbetreibende einfallen lassen!

Meeting Tisch Leute Personen Diskussion

Die Chefs der Bahn haben ihre Mitarbeiter ausspioniert – politisch korrekt: durchleuchten – lassen.

Angeblich wollte man der Korruption in den eigenen Reihen vorbeugen bzw. Herr werden.
Dabei wurde das Persönlichkeitsrecht permanent verletzt.
Bahn-Chef Mehdorn hat wie immer erstmal nichts gesagt, musste aber dann, weil er immer mehr unter Druck geriet, zugeben, dass spioniert wurde. Proforma hat man sich auch entschuldigt und erklärte, man wolle die „Affäre” aufdecken.

Weil Politiker nicht wirklich etwas zu tun haben, meldete sich jetzt Bundesjustizministerin Brigitte Zypries zu Wort.
Sie forderte ein Gesetz gegen das uneingeschränkte Durchleuchten von Mitarbeitern.
Das hört sich gut und schön an, aber es gibt genug Paragraphen, die sich damit beschäftigen.
Man muss sie nur anwenden.

So ist es aber eben in der Politik.
Das „Volk” ist aufgebracht wegen der „Bahn-Affäre” und so versucht man wieder Mitgefühl zu heucheln, um das „Volk” zu beruhigen.

Wir vergessen aber nicht, was Ministerin Zypries zur informationellen Selbstbestimmung gesagt hatte:

„Aber das Recht auf informationelle Selbstbestimmung heißt ja nur, dass Bürger darüber informiert werden müssen, wer was von ihnen speichert.”

Rechte: pixelio.de

Man muss auch mal gewinnen können …

Ende November 2008 waren hier in Dettenhausen die Straßen – besonders die im Industriegebiet – mit einer kompakten Eisschicht überzogen.
Als ich zu meinem Arbeitgeber einbiegen wollte, kam ich, obwohl ich Schritttempo fuhr, leicht ins Rutschen, und mein Auto rammte eins, das mir entgegenkam. Der Schaden war sehr unerheblich, musste aber gemeldet werden, weil es ein Firmenauto war. Unter „normalen” Umständen hätte man die kleine Macke nicht mal reparieren lassen.
Wir riefen also die Polizei.
Der Polizist kam und nahm den Unfall auf. Vorher sagte er aber, ich bekäme eine Anzeige wegen „Missachtung des Rechtsfahrgebots”.
Ein paar Tage später bekam ich auch den Bußgeldbescheid. Ich legte sofort Einspruch ein, indem ich die Sachlage klarstellte.

Heute wurde die Anzeige wegen „Missachtung des Rechtsfahrgebots” aufgehoben.

Man muss eben nicht glauben, man könne durch Schreiben von (nicht gerechtfertigten) Anzeigen Karriere machen …

Dick und Doof Auto

Stolz fährt der Besitzer des neuen Autos bei Nachbarn und Freunden vor, von den Kollegen ganz zu schweigen!
Die eigene Minderwertigkeit existiert von dem Moment nicht mehr, in dem der Autoverkäufer einem den Schlüssel übergeben hat.
Gerade war man noch ein Nichts und jetzt Besitzer eines neuen Autos!

Eines neuen Autos!

Diesmal kein Gebraucht- oder Jahreswagen!

Gleichzeitig steigt der vorher nicht vorhandene Ruhm. Nun ist man Mitglied des elitären Kreises der Neuwagenbesitzer, gehört dazu …
Es spielt überhaupt keine Rolle, ob man finanziell hinten und vorne nicht mehr hochkommt, ob man sich nur noch trockenes Brot leisten kann oder ob die Kinder mit geflickter Kleidung herumlaufen müssen, weil kein Geld mehr für neue da ist!
Auch wenn vom wenigen Geld noch viel Monat übrigbleibt!

Hauptsache Neuwagenbesitzer!

Syntronica - sitzende

Wer kennt es nicht?

An der Tankstelle hat man wegen „unruhiger” Finger nicht für 20 Euro getankt, sondern für 20,01 Euro.
Man geht hinein und bezahlt – aus Kulanz – nur 20 Euro.
Wenn man mal für 19.99 Euro getankt hat, bezahlt man natürlich 20 Euro.
So ist mir das bis jetzt immer passiert, auch bei Tankstellen, an denen ich mal unterwegs getankt habe.

Bis jetzt!

In einen Ort in der Nähe von Dettenhausen wollte ich eigentlich volltanken, habe mich aber anhand des sehr hohen Preises von 1,399 Euro für einen Liter Diesel entschieden, nur für 20 Euro zu tanken. Meine Finger waren aber etwas unruhig und so habe ich einen Betrag von 20,01 Euro erreicht.
Ich ging zum Bezahlen und legte einen 50-Euro-Schein hin.
Die Kassierin nahm ihn entgegen, fischte einige Münzen mit ihren Fingern in der Kasse hin und her und meinte dann zu meinem Erstaunen: „Haben Sie einen Cent klein?”

Ich war so verwundert und überrascht, dass ich einen Cent aus meinem Portemonnee nahm und ihn ihr gab.
Sie gab mir genau 30 Euro heraus, einen 10-Euro-Schein und einen 20-Euro-Schein.

Dort werde ich freiwillig nicht mehr so schnell tanken.

Autopanne, Unfall, Abschleppwagen

Gestern nachmittag bin ich von Beckum nach Dettenhausen gefahren.
Bedingt durch den erneuten Kälteeinbruch, gab es viele Unfälle.
In der Nähe von Griesheim und bei Darmstadt rasten einige Auto wegen plötzlich überfrierender Nässe ineinander.

Kurz vor Pforzheim auf der A5 wurde ich Zeuge zweier (!) Unfälle.

Beim Überholen raste ein Auto in ein anderes und verwickelte noch zwei in den Unfall. Dies geschah auf der linken Spur von dreien.
Wir fädelten uns ein auf zwei Spuren.

Man sollte meinen, dass alle nun etwas vorsichtig(er) wären …

Wir fuhren also an dem gerade passierten Unfall langsam vorbei.
Vor mir und hinter mir fuhren ein paar Raser nach der Unfallstelle wieder auf die linke Spur.
Einer von ihnen gab so viel Gas, dass er einem Auto, das sich vor ihm befand, ins Heck krachte.

Die Distanz zwischen den beiden Unfällen war nicht mehr als 250 bis 300 Meter.

Mit vernünftiger Fahrweise hatte das in keiner Hinsicht etwas zu tun.

tief-sw

Gestern bin ich von Dettenhausen wieder nach Beckum gefahren, um hier Ostern – vor allem mit Devil – zu verbringen.

Mein Chef hat mir erlaubt, dass ich wegen des Osterreiseverkehrs schon um 14:30 Uhr fahren durfte.

In der Nähe von Stuttgart war ich im Stau, dann wieder beim Kreuz Leonberg etwas weiter entfernt.
In Pforzheim wieder …
Insgesamt waren es – trotz Umfahrungen – sechs Staus.

Auf der A45 machte ich Halt an einer Raststätte im Siegerland, wo der Kaffee teuer war.
Als ich wieder auf der Autobahn weiterfuhr, begann es erst zu regnen – das dachte ich. Es war aber Schnee, der in starkem Maße zunahm und dafür sorgte, dass Matsch und Schnee sowie stellenweise Eis auf der Autobahn herrschte.
Auf der Autobahn waren Leuchtschilder mit dem Eis-Symbol (Eiskristall mit roten Dreieck) eingeschaltet.
Man konnte maximal sechzig bis achtzig km/h fahren, manchmal auch nur 50.
So tröpfelte die Zeit dahin.

Wegen eines Staus von 21 Kilometern auf der A1 machte ich einen Schlenker und war dann im Dunkeln in Beckum.

Um 22:30 Uhr!

„Dank” des Osterreiseverkehrs und des „Winters” …

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