Verkehr

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Es gibt schon kuriose Zufälle …

In der Taxizentrale sagte mir der Zentralist die Straße und den Ort, wo ich die Kunden abholen sollte und fügte hinzu: „Aber du weißt ja, wo Schneidewinds wohnen.“

Ich fragte verblüfft nach, weil ich dachte, der Zentralist wolle mich verkohlen.
Er meinte es ernst und war seinerseits überrascht, dass ich Schneidewinds, die auch noch in unserer Nähe wohnen, nicht kenne.

Als ich bei Schneidewinds ankam, wurde es kurios, aber herzlich.

„Sie sind ja superpünktlich“, lobte mich Herr Schneidewind, den ich bis jetzt noch nicht gekannt hatte.
Ich erwiderte: „Schneidewinds sind immer pünktlich.“ und erntete einen fragenden Blick.
Ich fügte hinzu: „Heute haben Sie das Glück, mit einem Herrn Schneidewind zu fahren.“

Jetzt dämmerte es meinem Gegenüber.
Wir begrüßten uns.

„Angenehm, Herr Schneidewind – Schneidewind!“

„Angenehm, Herr Schneidewind – Schneidewind!“

Wir tauschten ein paar Nettigkeiten aus und fuhren dann los.

Herr Schneidewind sagte mir, es sei ihm auch nun klar, weswegen der Zentralist bei der Vorbestellung so seltsam geklungen habe, als er den Namen gehört habe.

Auf dem Weg stellte sich heraus, dass Schneidewinds auch wie mein Vater aus der Nähe des Harzes kamen. Mein Vater wurde in der Luther-Stadt Eisleben geboren,. Gerhard Schneidewind, den ich seit Kurzem kannte, hatte Wurzeln bei einem Johannes Schneidewind, einem Weggefährten Martin Luthers.

Während der Fahrt sprachen wir uns auffällig mit Namen an.

„Wie finden Sie das Wetter, Herr Schneidewind?“
„Es könnte besser sein, Herr Schneidewind.“
„Das stimmt, Herr Schneidewind.“

Irgendwann war dann die Fahrt zu Ende und wir verabschiedeten uns vorläufig.

„Tschüss, Herr Schneidewind.“
„Einen schönen Urlaub, Herr Schneidewind.“
„Danke, Herr Schneidewind.“

Es gibt schon Zufälle!

Google, die Daten-Krake im Internet, ist weit bekannt geworden durch „Google-Street-View“, einem Dienst, bei dem man online ganze Straßenzüge „fotorealistisch“ in drei Dimensionen anschauen kann.
Die Google-Kamera-Autos fahren dazu permanent herum und fotografieren alles und jeden.

Laut einem Rechtsgutachten ist dies rechtlich sehr bedenklich.

Irgendwann kam heraus, dass die Street-View-Autos auch WLAN-Punkte gescannt haben und deren sog. MAC-Adressen und Identifikationsnummern mitgeschnitten haben bei ihren Fototouren.
Google fand das nicht schlimm, schließlich machten das „Andere“ – die man natürlich nicht näher nannte – auch und alles habe „datenschutzrechlichtlich gesehen” schon seine Richtigkeit.
Es wurde von einem Googlesprecher verteidigt, irgendwas geplappert, was sich wie juristische Statements anhörte, aber doch nur Wischiwaschi war.

Nun kam heraus, dass Google auch E‑Mail-Fragmente beim Fotografieren gescannt und gespeichert hat.
Google hat reagiert und meinte dazu, es habe sich ein Teil einer anderen Software aus Versehen in die Foto-Software geschlichen, die ein anderes Projektteam programmiert habe und die überhaupt nichts mit Street-View zu tun habe.

Auf einmal!

Erst war das Einsammeln von WLAN-Daten nicht schlimm, weil es „Andere“ auch tun.
Als sich dann der hamburger Landesdatenschutzbeauftragte eingeschaltet hatte, sagte Google, es tue ihnen leid, man habe nicht gewusst, dass sich Teile einer „anderen Software“ eingeschlichen hätten.

Hand aufs Herz!

Street-View-Autos sind mit Kameras, die dreidimensionale Abbilder von Häusern, Straßenzügen etc. aufnehmen, ausgestattet.
Es kann passieren, dass irgendjemand nicht aufgepasst hat und aus Versehen einen Teil einer anderen Software installiert hat. Das kann man noch „irgendwie” glauben.
Kameras können allerdings keine WLAN-Punkte scannen, sondern bekanntermaßen nur Fotos schließen.
Also muss irgendjemand doch Scanner für das WLAN ins Auto eingebaut haben – aus Versehen?
Und as ist bis jetzt niemandem bei Google aufgefallen!
Und dass eine Software, die WLAN-Punkte und E‑Mails, die über WLAN übertragen werden, scannen kann aus Versehen zufälligerweise installiert und aktiviert wurde in Autos, die nur Kameras und nichts anderes an Bord haben dürften, ist auch niemanden aufgefallen!

Es gibt schon Zufälle, die keine sind …

streetviewauto-neu

Das Google-Street-View-Auto, das momentan hier in Böblingen auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums auf der Freiburger Allee steht, hat ein Facelifting bekommen.

Es ist nun „schön bunt”, damit man es gut erkennen kann.

Das heißt allerdings nicht, dass Google-Street-View rechtlich unbedenklich ist, wie manche es uns, den Bürgern, weismachen wollen.

Rechtliches hierzu – Hier klicken!

By the way: Die „Google-Street-View-Arbeit” in Böblingen / Sindelfingen ist beendet.

Von heute, 15.4.2010, bis Samstag, 17.4.2010, ist das Bundestagsmobil in Böblingen.
Es steht auf dem Elbenplatz.

Interessierte Bürger sind eingeladen, sich über die Arbeit des Bundestags zu informieren.

Wir – Glühwürmchen und Herzbeben – waren in Ludwigsburg vor knapp eineinhalb Wochen beim Bundestagsmobil und haben mit den Referenten diskutiert.

Es ist lohnenswert.

Infoseite:

Wenn bei Profiliersüchtigen die Minderwertigkeit herausbricht, kann eine Zahl schon den Ausschlag für einen geistigen Absturz geben …

Ein „Neureicher” musste bei seinem Privatauto die Reifen wechseln lassen.

Da er ja immer in Bewegung ist, brauchte er natürlich für die Zeit des (halbstündigen) Reifenwechsels ein Leihauto.
Er hatte einen BMW 745 und brauchte „natürlich” etwas „Standesgemäßes”.
Der Autoverleiher gab ihm einen BMW 743, der ein paar PS/KW weniger als ein 745er hat, der eben aber kein 745er ist, weil er ein 743er ist.

Der Kunde beschwerte sich lautstark und wortgewaltig wegen der Entwürdigung, die er hinnehmen müsse.
Ihm blieb aber keine Wahl, weil der 743er der „nobelste” war, den der Autoverleiher in der Flotte hatte.

Der Kunde benötigte das Auto knapp 12 Stunden und fuhr damit elf Kilometer.
Beim Zurückgeben des Autos machte er seinem Unmut nochmals heftigst kund.

Ein paar Tage später trudelte beim Autoverleiher ein dreiseitiges Beschwerdeschreiben wegen der Sache „743 statt 745” ein.

Gut, dass die Welt nicht untergegangen ist!

verbotene-kamera

Eine Überwachung des Arbeitsplatzes ist laut geltendem Recht in der Bundesrepublik Deutschland illegal, also verboten.

Warnung:
Sollte durch diese Kamera jemand Ärger bekommen,
wird es ein rechtliches Nachspiel haben.

In Böblingen ist die Friedrich-List-Straße eine viel befahrene Straße.
Wenn man die Autobahn über die Stuttgarter Straße verlässt, kommt man über die Friedrich-List-Straße sehr schnell in die böblinger Innenstadt.
Die Anwohner sind natürlich sauer und forderten von den „Stadtoberen” eine Lösung.

Die „Stadtoberen” haben sich etwas „ganz Intelligentes” einfallen lassen.

Die Ampeln auf der Friedrich-List-Straße stadteinwärts wurden so geschaltet, dass die Rotphase in diese Richtung sehr lange sind.

So hofft man – Dies stand am Freitag in der Sindelfinger/Böblinger Zeitung. – das diejenigen, die über die Friedrich-List-Straße hineinkommen, merken, dass die Rotphase sehr lange ist und sie deswegen „eigenverantwortlich” irgendwo anders herfahren und so die Friedrich-List-Straße auf diese Weise beruhigt bzw. entlastet wird.

Heutzutage reicht ein Minimal(st)wissen aus, um sich durchzuschlagen.

Rechnen zu können, ist nicht so wichtig, denn schließlich gibt es Taschenrechner.

Fähigkeiten, die jeder als Grundlagen beherrschen sollte, sind verloren gegangen.
Grundlagen, der Unterbau allem weiterführenden Wissens, fehlen, weil die Technik (fast) alles übernimmt.

Wenn „Unwissenheit” – um mal nicht das Wort „Dummheit” zu benutzen – mit der Realität kollidiert, kann es „ganz schöne Auswüchse” annehmen.

Ortskenntnisse bzw. minimale Grundlagen von Geographie sind sogar irrelevant, wenn man Taxifahrer wird.
Um Personen abzuholen und ans Ziel zu bringen, benutzt man ein Navigationssystem.
Anstatt sich umzuschauen, wie Straßen u.ä.  heißen, und die Nase in Karte oder Atlanten zu stecken, reicht es ja aus, Kommandos wie „Jetzt links abbiegen!” ohne nachzudenken auszuführen.

Wenn das Kartenmaterial im Navigationssystem nicht so aktuell ist wie die Realität, heißt es dann:
„Die Adresse stimmt nicht, mein Navi kennt die Hausnummer nicht.”

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