Verkehr

In der von den Gegnerschaft von „Stuttgart 21″ künstlich angestachelten Diskussion gibt es keine Kehrtwende und keine Bewegung.
Leider!
Auf die Argumente sowohl der Seite „Stuttgart 21″ – S21 – als auch „Kopfbahnhof 21” – K21 – sind wir schon mehrmals eingegangen und werden diese nicht wiederholen.
Kurios mutet an, dass die K21-er von sich so eingenommen sind, dass sie gar keine Argumente liefern (müssen).
- „K21 kommt. S21 wird eingestampft.”
- „S21 ist zu teuer, deswegen K21.”
- „S21 ist eine Totgeburt.”
- „Die Leute wollen K21.”
- „Alle sind gegen S21.”
Über Twitter, Facebook aber auch in real life haben wir versucht, mit K21-ern zu diskutieren.
Wir gehen nicht aggressiv auf unsere „Gegner” zu, sondern grüßen freundlich und versuchen, ein Gespräch zu beginnen.
Versuchen!
Einige unserer Fragen, die wir stellen:
- „Wie hoch ist die Kosten-Nutzen-Faktor von K21?”
- „Wieviel kostet K21 in Gänze oder wieviel kostet ein Modul davon?”
- „Wieviel dürfte Ihrer Meinung nach S21 kosten?”
- „Wieviel dürfte Ihrer Meinung nach ein neuer bzw. renovierter Bahnhof in Stuttgart kosten?”
Das sind nebenbeibemerkt auch die Fragen, die wir – S21-Befürworter – von der Gegenseite gestellt bekommen.
Leider bemerken wir bei dem Großteil der K21-er, dass sie „Argumente” haben, diese aber nur flach und plakativ sind.
Wir sagen nicht, dass alle K21-er so sind.
Wir geben bereitwillig unsere Fakten weiter, z.B. Knosten-Nutzen-Analysen, geologische Gutachten, Faktenchecks etc.
Diese werden aber als „unendliche Geschichte der Täuschung” bezeichnet, und dann hat sich nach ein‑, zweimaliger Wiederholung dieses Totschlagarguments die Diskussion für uns erledigt.
Im Gegenzug gibt es von K21-er-Seite keine Fakten, sondern nur Relativierungen, dass K21 billiger sei als S21.
Das treibt uns dann auch dazu, die Diskussion zu beenden.
Desweiteren wird sich am 30.9.2010, dem „Schwarzen Donnerstag der K21-er” – der Tag, als die Wasserwerfer gegen die nicht gerade friedlichen Demonstranten eingesetzt wurden – , festgehalten, um wenigstens ein „Argument” zu haben.
Auch das ist für uns antikommunikativ, und wir diskutieren nicht weiter.
Wenn es hier im Blog (heiße bzw. heftige) Diskussionen um S21 / K21 gibt, wird uns vorgeworfen, wir führten hier Selbstgespräche und stellen die Kommentare selbst ein, um etwas zu tun und vorzuzeigen zu haben.
Wir werden also als Hochstapler bezeichnet.
Über K21 ist also nichts berichtenswert, alles beim alten.
S21 wird (weiter) gebaut, und die K21-er sonnen sich in den angeblichen Lügen!

Die Diskussion um „Stuttgart 21“ – S21 – und „Kopfbahnhof 21“ – K21 – geht weiter, indem die S21-Gegner polemisch-demagogisch das Thema hochhalten bzw. nicht bereit sind, den Spruch der selbstgeforderten Schlichtung inklusive selbstbenannten Schlichter, Heiner Geißler, zu akzeptieren.
Darauf sind wir aber in den anderen Artikeln hier im Blog eingegangen, und werden es nicht wiederholen.
So weit, so gut oder so schlecht?
Wir – S21-Befürworter aus Überzeugung nach langer Willensfindungsphase – diskutieren mit anderen Leuten, werden auch wegen unseren offen an der Kleidung getragenen Ansteckern angesprochen, meist wohlwollend.
Wir diskutieren aber auch im Internet in Facebook-Gruppen, kommunizieren über Twitter etc.
Da im Internet alles geheim zu sein scheint, gibt es schon mal Situationen, wie K21-er uns bekehren wollen.
Wir stellen hier einige „köstliche Beträge“ zur „allgemeinen Erheiterung“ zur Verfügung.

Seitenscheibe, Fahrerseite von innen gefroren

Windschutzscheibe von innen gefroren

Windschutzscheibe halb freigekratzt, Eisreste auf dem Armaturenbrett
So viele Autos wir auch hatten, aber ein Auto, bei dem tagsüber die geschlossenen Scheiben gefrieren, kannten wir noch nicht.
Wir denken über rechtliche Schritte gegen den Verkäufer nach!

Heiner Geißler hat gesprochen.
„Stuttgart 21“ – S21 – wird weitergebaut, allerdings werden Verbesserungswünsche beachtet.
Dieses Projekt heißt nun „Stuttgart 21 Plus“ bzw. S21+.
Das „Alternativkonzept“ „Kopfbahnhof 21“ – K21 – wurde in seiner Gänze abgelehnt.
Es gab ja nicht mal eine Kostenrechnung, eine Planfeststellung und eine durchgängige Planung, nichts außer dem „tollen Bild”, wie man sich K21 vorstellen könnte. Könnte, wohl gemerkt, denn es gibt zig Varianten!
Die, die am lautesten nach einer Schlichtung schrien, sind plötzlich ruhig geworden, zumindest für einen kleinen Augenblick.
Dann pöbelte der Mob wieder, kurz nach dem der Schlichterspruch kam.
„Lügenpack!“, „Mappus weg!“, „Wir sind das Volk!“ skandierten sie im und am Rathaus, doch niemand wollte sie hören.
Niederlagen tun weh!
Sie wollen nicht akzeptieren, dass sie verloren haben.
Es stand von vornherein fest, dass die Bundesbahn den bestehenden Kopfbahnhof nicht renovieren wird, sondern den unterirdischen Durchgangsbahnhof bauen wird.
Es ist auch bekannt, dass Mitte der 1990-er-Jahre ein Konzept für einen renovierten Kopfbahnhof als unrealistisch von der Bundesbahn verworfen wurde.
Am heutigen Abend des 30.11.2010 zogen die wutentbrannten S21(+)-Gegner durch Stuttgart.
Die Demonstration war nicht angemeldet. Sie verlief vom Bahnhof durch die Innenstadt und wieder zurück – in die Zelte nahe dem Bahnhof.
Laut skandierend „Lügenpack!“ u.ä. marschierten sie durch Stuttgart.
Sogar das Schloss (Sitz der Landesregierung) wollten sie stürmen, aus Wut nicht ihren Willen bekommen zu haben, doch die Polizei schritt ein, auch weil die Bannmeile verletzt wurde.
Eine Glastür wurde zerbrochen, ein Polizist verletzt dabei.
So sind die Keintologen alias K21-Befürworter!
Sie schreien nach demokratischer Mitbestimmung und Schlichtung, sogar nach Volksentscheiden.
Wenn sie aber nicht das bekommen, was sie wollen, werfen sie sich in Embryonalstellung auf den Boden und schreien nach der Mama.

Es ist nicht unsere Schuld, dass der Bahnhof so ist, wie er ist.
Es wäre nur unsere Schuld, wenn er so bleibt.
Glaube keinem K21-Verfechter, der dir sagt, dass du nichts verändern kannst!
Die, die das behaupten, haben nur vor Veränderungen Angst.
Es sind dieselben, die erklären, dass es gut so ist, wie es ist.
Wenn wir etwas verändern wollen, sind wir automatisch Terroristen.
Lass uns darüber reden, denn in unserm schönen Land
sind zumindest theoretisch alle furchtbar tolerant.
Worte sollen etwas bewegen, Worte tun manchmal weh.
Darum lass uns darüber reden, denn Diskusionen sind OK.
Wir gehen auf die Straße, denn wer nicht versucht zu kämpfen,
der kann nur verlieren!
Die, die dich verkohlen, hast du selbst gewählt.
Darum lass Sie Deine Stimme hören, weil jede Stimme zählt!

Nun gibt es einen neuen Treibstoff fürs Auto.

Gestern gegen 15:30 Uhr auf der oberen Poststraße in Böblingen.
Ein Radfahrer ging ohne zu schauen mitten über die Straße …
Ein Autofahrer hupte.
Der Radfahrer blieb daraufhin beleidigt stehen und brachte für knapp eine Viertelstunde den Verkehr zu erliegen.
Es staute sich bis zum Elbenplatz und wahrscheinlich noch weiter.

Nachdem Argumente für das „Projekt“ „Kopfbahnhof 21“ – kurz: K21 – aufgelistet wurden, soll nun das Projekt „Stuttgart 21“ – kurz: S21 – beleuchtet werden.
Stuttgart liegt ungefähr in der Mitte der Magistralen Bratislava – Paris.
Eine Magistrale ist eine von der Europäischen Union ausgewiesene wichtige Eisenbahnstrecke,
ähnlich einer Europastraße bzw. ‑autobahn.
Nicht nur Stuttgart neben der Region, sondern auch Deutschland benötigt das Projekt S21.
Welche Vorteile bringt S21?
Wenn die Zuschüsse nicht nach Baden-Württemberg fließen, sind sie für die Region verloren. Dann S21 bauen.
Wie oben schon kurz angerissen wird, erfüllt S21 sehr große synergetische Effekte.
Durch den Lückenschluss der Magistrale Bratislava – Paris wird Stuttgart nicht im internationalen Bahnverkehr abgehängt.
Mehr Personen verlagern ihre Reise vom Auto auf die Schiene. Auch der Schienennah- und Regionalverkehr profitiert hiervon.
Mehr Personen kommen Stuttgart besuchen und kurbeln die Wirtschaft an, z.B. im Bereich Tourismus.
Während der Bauzeit entstehen ca. 7000 Arbeitsplätze. Mindestens 10 000 werden geschaffen, wenn Geschäftszentren auf dem freiwerdenden Flächen entstehen.
Dies heißt aber auch, dass neue Parkerweiterungen und Wohngebiete entstehen.
Der jetzige Kopfbahnhof ist nicht mehr rentabel und muss durch einen Durchgangsbahnhof ersetzt werden.

Was ist „K21” – „Kopfbahnhof 21”?
Welche Gründe sprechen dafür, den Bahnhof nicht in den Untergrund zu verlegen, sondern am „Alten“ festzuhalten?
- Der Zeitplan
Für einen Baustopp ist es nicht zu spät, da erhebliche Planungs‑, Bau- und Kostenrisiken noch nicht beseitigt sind.
Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist noch nicht ausgereift. - Stuttgart 21 ist schlecht kalkuliert und zu teuer
Durch die Erfahrung bei anderen Objekten ist es jetzt schon sicher, dass es zu einer Kostenexplosion kommen wird.
Baufehler und längere Bauzeiten sind vorprogrammiert. - Rekordverschuldung
Die Planung und Kalkulierung für das Projekt fand vor 10 Jahren statt, als die Haushaltskassen noch voll waren.
Nun sind zehn Jahre ins Land gegangen, und die finanzielle Lage hat sich erheblich geändert.
Viele Verkehrsprojekte drohen dem Rotstift zum Opfer zu fallen, daher ist S21 nicht mehr zeitgemäß. - Bauzeit
Eine Verlängerung der Bauzeit ist vorprogrammiert, da sich die Tandem-Projekte Neubaustrecke und S21 gegenseitig ausbremsen werden. - Schaden für das Ganze
Wird S21 und Neubautrassen gebaut, werden transnationale Trassen vernachlässigt und viele kleinere Projekte, mit großer Wirkung auf Eis gelegt.
Zum Nachteil für Bürger, Wirtschaft und Klima. - Planung: Qualität mangelhaft
Viele Dinge sind nicht ausgereift, und nur halbherzig geplant, besonders wenn es um die Frage der Sicherheit geht. - Reisen per Bahn wird teurer, langsamer und stressiger
Die Menschen und ihre Bedürfnisse stehen bei der Planung alles andere als im Mittelpunkt.
S21 bedeutet: längere Reisezeiten, teurere Tickets, umständliches Umsteigen, fehlende Verbindungen. - Meisterwerk der Architektur, Kulturdenkmal
Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist ein architektur- und geistesgeschichtliches Kulturzeugnis ersten Ranges, das man mit dem Abriss des Nordflügels begonnen hat zu zerstören. - Bürgerwille und Bürgerbeteiligung bleibt außen vor
Was bisher geschehen ist, ist ein Armutszeugnis für die Demokratie - Die Alternative K21
Bereits als bloßes Denkkonstrukt besticht das Alternativmodell „Kopfbahnhof 21” seit vielen Jahren durch zahlreiche Vorteile, von den im Vergleich zu Stuttgart 21 deutlich niedrigeren Kosten ganz zu schweigen.
Höchste Zeit, dieses Modell ernsthaft in Betracht zu ziehen!
Dies sind Argumente, die man auf den Seiten der Befürworter von „K21” bzw. den Gegnern von „S21″ findet.
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In Stuttgart, der Landeshauptstadt Baden-Württembergs, scheint es nur noch ein Thema zu geben.
„Stuttgart 21“
Was ist „Stuttgart 21“?
„Stuttgart 21“, kurz S21, bezeichnet das Projekt, den jetzigen oberirdischen Kopfbahnhof in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umzuwandeln.
Dieses Projekt wurde Mitte der 1990er-Jahre genehmigt, nachdem es alle politischen, wirtschaftlichen und technischen Hürden genommen hatte.
Im Februar diesen Jahres wurde mit den ersten Arbeiten begonnen, im Sommer wurden dann der Nordflügel des Bahnhofs abgerissen.
Seit der Errichtung des Bauzauns am Nordflügel, der aus Sicherheitsgründen bezüglich herabstürzender Teile aufgestellt wurde, formierte sich ab da an der Widerstand gegen S21.
Am Bauzaun wurden als Erstes Transparente aufgezogen, dass man den Nordflügel nicht abreißen bzw. den Abriss stoppen sollte, doch ungeachtet dieser „Aufrufe“ war kurze Zeit später nichts mehr vom Nordflügel zu sehen.
Um das Grundwasser während des Baus in den Griff zu bekommen, wurden am Südflügel des Bahnhofs die ersten von ca. 280 Bäume gefällt.
An diesem Tag war der Protest besonders heftig.
Beim Aufeinandertreffen von Demonstranten und der Polizei ging es heiß her.
Etliche Polizisten und Demonstranten wurden verletzt, zwei Personen verloren durch Wasserwerfereinsätze (fast) ihr Augenlicht.
Einer der beiden ist aus der Gegend Stuttgart.
Er hat trotz mehrmaliger Warnungen nicht aufgehört, die Polizisten zu bewerfen.
Er wurde mehrmals vom Wasserwerfer attackiert, der irgendwann seine Augen traf.
Im Nachhinein saft der nun auf einem Auge Blinde, er habe der Polizei gewinkt, um die Wasserwerfer von Kindern wegzulocken.
Dies ist seltsamerweise auf entsprechenden Videos nicht zu sehen.
Ein anderer Geschädigter war angeblich auch friedlich, obwohl er der Polizei – dem Staatsschutz bzw. Verfassungsschutz – schon als militanter, bundesweit aktiver Demonstrant bekannt ist.
Bedingt durch die Anti-S21-Demonstrationen gibt es nun auch Pro-S21-Demonstrationen.
Wir werden in lockeren Abständen über „Stuttgart 21“ berichten.