Gesellschaft u. Politik
Aktuelles zu und über Gesellschaft und Politik

Gestern wurde eine „Kinderstudie” veröffentlicht.
In dieser wurden Kinder u.a. über deren „Zukunftsängste” gesprochen bzw. diesbezügliche Fragen gestellt.
Die Schlussfolgerungen sind größtenteils schlüssig, eine ist mir allerdings sehr suspekt.
Grundschüler, zwischen acht und zwölf Jahren (!!!), wurden gefragt, welche Schulbildung sie anstrebten.
Kinder aus „Akademikerfamilien” sagte, sie wollen auf Gymnasium, um Abitur zu machen.
Kinder aus „sozial schwachen Familien” gaben an, sie strebten den Hauptschulabschluss an.
Die Schlussfolgerungen war laut der betreuenden Wissenschaftler, dass Grundschüler sich schon ihrer schichtendeterminierten Zukunft bewusst sind.
Kinder aus „sozial schwachen Familien” seien sich schon bewusst, dass sie in ihrem Leben nichts erreichen könnten.
Da Kindern aus „Akademikerfamilien” klar sei, dass sie bessere Voraussetzungen hätten, z.B. wegen besserer Bildung, sähe in ihren Vorstellungen die Zukunft rosig aus.
Dies sage aus, dass Kinder schon milieukontextuell denken könnten.
Man kann es auch anders sehen.
Kinder beziehen sich gerne auf Vorbilder.
In allen Familien gibt es Idole, denen die Kinder folgen.
„Akademikerkinder” kennen größtenteils nur Familienmitglieder, die Akademiker sind.
Kinder aus „sozial schwachen Familien” kennen größtenteils nur „ihresgleichen”.
„Ihresgleichen” ist nicht abwertend gemeint.
Kinder eifern also ihren Vorbildern nach, die einmal auf dem Gymnasium waren, und andersmal auf der Hauptschule.
Mir ist noch etwas aufgefallen.
Die betreuenden Wissenschaftler gehen von der schichtenspezifischen Determinierung aus, d.h. für sie steht fest, dass Kinder aus „sozial schwachen Familien” gesellschaftlich darauf festgelegt, also determiniert, sind, keine Akademiker zu werden.
Bekommt man für solche Schlussfolgerungen eigentlich Geld?

Die SPD hat entschieden (gegen den Willen Müntes).
Die Bezugsdauer des ALG I soll für ältere Beschäftigte verlängert werden.
Folgendes hat die SPD-Führung, der Münte nicht angehört, entschieden:
- Arbeitslose ab 45 Jahren sollen 15 Monate lang ALG I bekommen, wenn sie in den fünf Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens 30 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren.
- Arbeitslose ab 50 Jahren sollen
- 18 Monate lang ALG I bekommen, wenn sie vorher 36 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren
- und 24 Monate lang ALG I, wenn sie mindestens 42 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren.
Bleibt nur abzuwarten, ob die SPD (noch) so standhaft bleibt, wenn sie der CDU den Vorschlag unterbreitet hat und diese ihn ablehnt.

Der Ober-Sozi Kurt Beck will, dass die Bezugsdauer des ALG I für ältere Menschen (ab fünfzig Jahren) verlängert wird.
Momentan ist es so, dass Arbeitslose für ein Jahr ALG I – i.d.R. 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelts der letzten drei Monate – empfangen. Danach bekommen sie ALG II. ALG II – im Volksmund auch „Hartz-IV” genannt – ist nicht mehr als das Existenzminimum.
Mit dieser staatlich verordneten Subsistenz kann man die reine Existenz sichern, mehr aber auch nicht und das auch nicht immer (Man denke an die jüngste Erhöhung der Lebensmittel- und Energiepreise etc.)
Die Arbeitslosen unterstützen Becks Vorschlag.
Es ist ungerecht, dass Menschen, die zwanzig, dreißig oder noch mehr Jahre gearbeitet und brav ihre Sozialabgaben einbezahlt haben, plötzlich nach einem Jahr nur noch Existenzminimum in den Händen halten (wenn überhaupt!), genauso wenig bekommen wie Menschen, die nur ein oder zwei Jahre gearbeitet haben oder gar nicht.
Die Gründe kann auch der gewiefteste Politiker nicht plausibel machen. Es wurde einfach staatlich diktiert.
Viele müssen staatlich verordnet ihre Häuser oder Lebensversicherungen sowie andere Immobilien verkaufen, ihre Rücklagen anbrechen etc., was eine Frechheit vom Staat ist, der immer predigt, man solle fürs Alter vorsorgen.
Viele können ihre Existenz nicht sichern und sind auch Lebensmittel(spenden) aus sog. Tafeln angewiesen.
Wie soll man sparen, wenn etwas defekt ist?
Laut Katalog der Aufrechnungen, wie die sog. Grundvorsorgung des ALG II zustandekommt, wird z.B. pro Monat ein Beitrag von siebenundvierzig Cent für sog. „fremde” Schuhreparaturen (z.B. neue Absätze oder neue Sohlen) aufgerechnet.
Das ist eine Ehrverletzung, wie übrigens die ganze „Hartz-IV-Reform”!
Aber zurück zu Becks „Idee”!
Durch die Verlängerung der Bezugzeit des ALG I für Menschen über fünfzig Jahren haben diese Menschen – Das Wort Menschen wird nicht von der Arbeitsagentur benutzt. – auch nicht mehr Geld zur Verfügung, dafür aber länger.
Alles wird aber nur aufgeschoben, nichts aufgehoben.
Es ist nur Makulatur, die Bezugsdauer des ALG I zu verlängern.
Dadurch sollen Unzufriedene und Kritiker ruhiggestellt werden.
Die Wirkung wird gelindert, aber die Ursache nicht bekämpft.
An der Lage auf dem Arbeitsmarkt ändert sich nichts.
Die Arbeitslosen wollen keine Betäubung ihrer (finanziellen) Sorgen.
Sie wollen Arbeit.

Die CSU hat einen neuen Vorstizenden – Erwin Huber.
Landrätin Pauli hat so gut wie keine Stimmen auf sich vereinigen können.
Ist Horst Seehofer, wie er sagte, nach der Wahlschlappe erhobenen Hauptes aus der Wahl gegangen?
Von vorigem Freitag war ich bis zum Montag im Osten Deutschlands bei Verwandten und Freunden.
Ein Freund bat mich um ein Interview in einer ortsansässigen Zeitung, das prompt am nächsten Morgen veröffentlicht wurde.
Leider habe ich vergessen, die Zeitung mitzunehmen.
Von meinem Onkel habe nur einen kurzen Ausriss aus dem „Zebbeliner Kurier” per Mail zugeschickt bekommen.
Der Redakteur will mir aber das ganze Interview schicken.

Vielen Dank!

Die immer noch regierende Militärjunta hat Birma (englisch: Burma) 1989 – ein Jahr nach der blutigen Niederschlagung einer Revolte für Frieden und Freiheit – in „Myanmar” umgetauft. Die Freiheitskämpfer von Birma sagen, dass man mit der Militärjunta einverstanden sei, wenn man „Myanmar” sage.
Patrioten und Personen, die gegen die Militärjunta sind, benutzen den Namen „Birma” , wie die einsteige britische Kolonie ursprünglich hieß.
Das Rot in der Flagge steht für Mut, Blau für Frieden und Weiß für Reinheit.
Die Sterne symbolisieren die vierzehn Staaten Birmas.
Das Zahnrad steht für die Industrie, der Reis für den Ackerbau.

In Landau, Rheinland-Pfalz, hat sich etwas bewegt.
Landau hat seit 1945 immer CDU-Bürgermeister gehabt, doch nun ist damit Schluss.
Was ist passiert?
Der ehemalige CDU-Kandidat hat sich (unrechtmäßig) einen Doktortitel angemaßt.
Anstatt aber seine Verfehlung zuzugeben (Die Beweise waren erdrückend.) spielte er ein ehrenloses Spiel.
Er simulierte, dass er krank sei und täuschte auch noch eine Krebserkrankung vor.
Dies alles nur, um von seiner Tat abzulenken.
Die CDU beantragte gegen ihn ein Parteiausschlussverfahren, die Staatsanwalt ermittelt wegen Titelmissbrauch.
Der SPD-Kandidat gewann, wie zu erwarten war, die Wahl zum Oberbürgermeister mit 62.5 Prozent der Stimmen.
Der Betrüger und Hochstapler (Noch-CDU-Mitglied) hatte allerdings eine Fünf (5) vor seinem Ergebnis – 5.7 Prozent.
Es scheint noch Gerechtigkeit zu geben …










„Die Erderwärmung – welch’ ein Graus!”
„Treibhausgase – Kohlendioxid – Ozonloch!”
„Autoabgase tragen zur Klimaschädigung bei.”
Nach Bekanntwerden des zweiten Teils des Weltklimaberichts der Vereinten Nationen reden sich die Politiker in Rage, wie schlimm doch alles sei.
Man kann natürlich depressiv werden, wenn man den Bericht liest, und man muss etwas gegen die fortlaufende Umweltzerstörung tun.
Das bezweifelt niemand.
Doch hat es sich bis vor kurzem niemand gewusst und ist alles ganz neu?
Mitnichten!
Es ist seit langem bekannt.
Wer etwas Anderes behauptet, lügt.
Vor knapp fünfundzwanzig, dreißig Jahren begann sich die Umweltschutzbewegung, in das Auge der Allgemeinheit zu schieben. Die Umweltbewegung etablierte sich langsam aber stetig.
Auto- und Industrieabgase wurden als Verschmutzer Nummer Eins genannt, gegen Kernenergie wurde gewettert, man sprach sich gegen „Triebhausgase”, sog. FCKW (Englisch : CFC) aus.
Langsam begann man umzudenken, die Firmen begannen, (bessere) Filtersysteme einzubauen., umweltfreundliche(re) Technologie wurde erfunden und benutzt.
Warum haben wir dies getan?
Weil wir schon lange wussten, dass die Umwelt irgendwann in die Knie geht.
Wer jetzt behauptet – allen voran die Politiker und Firmenbosse – er habe nichts gewusst und beginnt erschrocken aufzuschreien, ist ein Lügner.

Herzlichen Glückwunsch zum achtzigsten Geburtstag, Hans-Dietrich Genscher!