Standpunkt
Standpunkte, Kommentare, Meinungen

In der Diskussion um die Begandigung des RAF-Terrorist Christian Klar hat sich nun der Sohn des ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback zu Wort gemeldet.
Michael Buback habe Informationen, dass Christian Klar nicht am Attentat auf seinen Vater beteiligt war.
Vorher war nicht bekannt gewesen, wer daran beteiligt gewesen war.
Heute wird Bundespräsident Köhler über das Begnadigungsgesuch Christian Klars debattieren.
Zufällig sind die Informationen Bubacks bestimmt nicht aufgetaucht …
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Alles dreht sich momentan um das Eisbärbaby Knut.
Der bayrische Staatpräsident Edmund Äh-hä-äh Stoiber darf allerdings Knut nicht besuchen.
Der (für Knut) verantwortliche Tierpfleger begründete dies so: „Herr Stoiber ist maßgeblich an der Hetze, die schließlich zur Hinrichtung des Bären Bruno geführt hatte, beteiligt gewesen. Wenn er jetzt seine Sympathie für Knut beteuert, ist dies reine Heuchlerei. Wir haben die Hetzjagd Stoibers gegen Bruno nicht vergessen.”
Endlich wird ein Politiker für seine Taten bestraft.
Auf der Titelseite des Arme-Reiche-Promi-Heile-Welt-Mitleid-Story- und-Moralheuchel-Blättchen – politisch korrekt: „Boulevard-Blatt” – „Neue Post” konnte man in einem Aufmacher lesen, dass Johannes Heesters exklusiv für sie schreibe.
Auf irgendeiner Seite kann man dann lesen, was Johannes Heesters schreibt.
Er meldet sich eher zu Wort.
Es sagt, dass es ihm gut gehe. Er räumt auch mit den Gerüchten auf, er sei schwer krank.
Auch stimme es nicht, dass er einen Hörsturz erlitten habe, wie einige „Boulevard-Blätter” behaupteten u.v.m.
Wie muss man es nun kontextuell werten, dass die „Neue Post” auch diese Gerüchte über Wochen genährt hat, die Johannes Heesters nun entkräftet hat?
Hat sich Heesters wirklich gemeldet oder muss die „Neue Post” eine Richtigstellung bzw. Gegendarstellung veröffentlichen, die nur anders deklariert wurde?



In einem Team sind verschiedene Personen vereint.
Wenn jemand ein Problem hat, helfen die anderen natürlich.
Dies ist eine Frage der Ehre, und es wird nicht darüber gesprochen, sondern einfach getan.
Was ist aber, wenn ein und dasselbe Teammitglied meint, die anderen müssten auf sie immer Rücksicht nehmen? Wenn sie z.B. kälteempfindlich ist?
Das Team nimmt natürlich Rücksicht und schwitzt oft.
Rücksicht ist eine Tugend.
Aber nicht immer!
Wenn die Person, die Probleme hat, unumwunden auf „ihr Recht” pocht, wird die Tugendhaftigkeit der anderen ausgehöhlt.
Diese Person nutzt also die anderen aus und schiebt vor, die anderen müssten tugendhaft – rücksichtsvoll – sein. Sie vergisst aber, dass sie sich mit ihrem Verhalten nicht tugendhaft verhält, denn sie ist egoistisch, wenn sie nur auf „ihr Recht” pocht.
So kommt es irgendwann dazu, dass das Team sich nicht mehr ausnutzen lässt, und für sie nicht mehr (uneigennützig) schwitzt.
In einem Team gilt nämlich der hehre Grundsatz:
„Das Wohl vieler steht über das Wohl einzelner.”

„Die Erderwärmung – welch’ ein Graus!”
„Treibhausgase – Kohlendioxid – Ozonloch!”
„Autoabgase tragen zur Klimaschädigung bei.”
Nach Bekanntwerden des zweiten Teils des Weltklimaberichts der Vereinten Nationen reden sich die Politiker in Rage, wie schlimm doch alles sei.
Man kann natürlich depressiv werden, wenn man den Bericht liest, und man muss etwas gegen die fortlaufende Umweltzerstörung tun.
Das bezweifelt niemand.
Doch hat es sich bis vor kurzem niemand gewusst und ist alles ganz neu?
Mitnichten!
Es ist seit langem bekannt.
Wer etwas Anderes behauptet, lügt.
Vor knapp fünfundzwanzig, dreißig Jahren begann sich die Umweltschutzbewegung, in das Auge der Allgemeinheit zu schieben. Die Umweltbewegung etablierte sich langsam aber stetig.
Auto- und Industrieabgase wurden als Verschmutzer Nummer Eins genannt, gegen Kernenergie wurde gewettert, man sprach sich gegen „Triebhausgase”, sog. FCKW (Englisch : CFC) aus.
Langsam begann man umzudenken, die Firmen begannen, (bessere) Filtersysteme einzubauen., umweltfreundliche(re) Technologie wurde erfunden und benutzt.
Warum haben wir dies getan?
Weil wir schon lange wussten, dass die Umwelt irgendwann in die Knie geht.
Wer jetzt behauptet – allen voran die Politiker und Firmenbosse – er habe nichts gewusst und beginnt erschrocken aufzuschreien, ist ein Lügner.
Dumpfes, monotones Glockenläuten und Nebel.
Aus dem Nebel kommt eine Hand heraus und wischt den Nebel weg, während der Moderator langsam sichtbar wird und dieser sagt: „Die Abstiegsangst geht um, man hat kaum noch den Durchblick.”
Dann setzt ein Gitarrenriff ein …
„Hells Bells” von AC/DC.
Schnitt! Vorstellung der Gäste.
Ich habe so gut wie nie das „ZDF Sportstudio” gesehen, genauer gesagt schaue ich solche Sendungen nie.
Ich habe nach „Wilsberg – Die Wiedertäufer” (Karsamstag, 20.15 Uhr – 21.45 Uhr) das Heute-Journal angeschaut und bekam den Anfang des Sportstudios mit.
Ich habe heute nachmittag am Radio auf meinem Rückweg vom Westmünsterland die Fußballberichte bei „Radio WDR 2” neben der Musik gehört und habe so unbewusst etwas über die Fußballspiele mitbekommen.
Der Prolog vom Sportstudio war genial gelungen. Sehr treffend!
Zynik pur!
Nahe Guantanamo auf Cuba gibt es ungefähr seit dem von den USA angezettelten Irak-Krieg ein Gefangenenlager.

Dorthin werden islamistische Terroristen und Terrorverdächtige gebracht.
Das Lager ist nicht umstritten, man hört nur Negatives.
Entgegen der Menschenrechtskonvention werden die Häftlinge ohne Verlesung der Anklagepunkte festgehalten. Ein Recht auf Anwälte haben die Häftlinge ebenfalls nicht, ein Anrecht auf faire Behandlung auch nicht. Man munkelt auch, dass dort gefoltert werde.
Vor kurzem wurde der erste Guantanamo-Häftling einem Gerichtsverfahren unterzogen.
Einen Anwalt konnte er nicht frei wählen, viel mehr wurde ihm ein von der US-Armee benannter Pflichtverteidiger zur Seite gestellt.
Dass Terroristen bestraft werden müssen, ist unumstritten.
Man sollte aber über Folgendes nachdenken!
Terry Hicks, als australischer Taliban bekannt geworden, hat gestanden bzw. ihm wurde alles bewiesen, was er bis jetzt bestritten hatte.
Er wurde von den Taliban-Islamisten ausgebildet und hat in Afghanistan an deren Seite gekämpft.
Er wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, muss davon aber bedingt durch die Guantanamo-Haft nur (noch) neun Monate absitzen.
Auch ist von einer Geheimregelung mit dem Gericht die Rede.
Im Gegenzug hat Hicks alle Anzeigen gegen die USA wegen Misshandlung während seiner Haft fallen lassen.
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Nachdem sich die „Neue Post” ein „Verhältnis” zwischen der Sängerin Mireille Mathieu und dem „Volksmusikstar” Florian Silbereisen zusammenhalluziniert und sich dann auch noch Beweise dafür zusammenfantasiert hatte, musste sie natürlich Farbe bekennen, weil (fast) jeder bemerkt hatte, dass es nicht stimmt(e).
Vor ein paar Wochen hatte die „Neue Post” damit begonnen, der Wahrheit nahe zu kommen.
So tut sie so, als hätte sie die Wahrheit gepachtet und strickt sich eine interessante Geschichte, um dahin zukommen, dass alles eingerenkt ist.
Sie behauptet, Silbereisen und Mireille Mathieu hätten Beziehungsstress.
Um diesen Quatsch zu untermauern, konnte man noch eine Story über das „Liebespaar” lesen. Diese war aber nur dazu da, sich selbst etwas zu beweisen.
So gebe es angeblich neue Beweise in der französischen Zeitschrift „France Dimanche” dafür, dass doch ein „Verhältnis” bestehe.
„Neue Post” macht daraus DEN Liebesbeweis schlecht hin.
Dann folgt wieder der Sermon, dass Silbereisen immer wieder mit Frauen Schluss mache, wenn sie ihm zu nahe kämen.
Silbereisen hat sich ja bekanntlich vor kurzem von seiner langjährigen Freundin getrennt, dann soll sich laut „Neuer Post” ein „Verhältnis” zwischen ihm und Mireille Mathieu entwickelt haben.
Den Rest kennt man ja zur Genüge.
Schon gerissen, diese „Taktik”, um die Schuld von sich zu weisen und den beiden doch ein „Verhältnis” andichten zu können.
Man hätte auch Rückgrat beweisen können und sagen können, man hätte sich geirrt.

Die Kirchen sind aktiv in der sog. „Militärseelsorge” tätig.
Sie begleiten Soldaten seelsorgerisch durch Krisen.
In jüngster Zeit hat sich die „Militärseelsorge” geändert, denn bedingt durch die Auslandseinsätze der Bundeswehr ist es wichtig, Soldaten beizustehen, wenn sie Heimweh durch die Trennung von den Familien haben. Gleichzeitig stehen die „Militärseelsorger” den Soldaten aber auch bei Ängsten bei. Dies kann die Bedrohung durch den Feind sein, die Trauer über getötete Kameraden. Ebenso ist aber auch die psychische Belastung durch die eigene Schuld – wenn man jemanden töten musste – etwas, was man nicht so schnell oder gar nicht verarbeiten kann.
Die „Militärseelsorger” sind bei der Ausbildung der Soldaten im Bereich des „Lebenskundlichen Unterricht” tätig. Diesen Bestandteil füllen die Kirchen mit eigenen Inhalten.
Das hört sich alles positiv an, doch was mir fehlt, ist, dass die Kirchen im Zusammenhang der „Militärseelsorge” nicht ein Wort darüber verlieren, dass Krieg ein Verbrechen an der Menschheit ist.
Oder haben sie „nur” das fünfte Gebot vergessen, das da lautet:
„Du sollst nicht töten!”
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„K11” ist eine „Krimi-Doku-Serie” bei sat.1.
Schauspieler stellen reale Kriminalfälle nach.
In einem Fall ging es darum, dass eine Internatsschülerin mit einem Seil erdrosselt wurde. Die Ermittlung verläuft schleppend, weil viele Schülerinnen verdächtig sind, doch dann will eine Mitschülerin der Ermordeten deren Ex-Freund unter Druck setzen, weil sie einen Verdacht hat.
Die Ermittler – eine blonde, kurzhaarige Kommissarin und ein glatzköpfiger Kommissar – sind zur Stelle und können den Täter und dessen Helfer stellen und verhaften.
Schnitt!
Während einer kurzen Einspielung sagte eine Stimme: „Wie kommt das Mädchen mit der Todesangst zurecht? Nach der Werbung erfahren Sie es.”
Nach knapp fünf Minuten Werbung geht es weiter mit K11, eine satte Minute.
Die Gesichter der Täter erscheinen und eine Stimme erklärt, welche Strafen sie bekamen. Auch kann man das Strafmaß in einer Auflistung ablesen.
Dann einige Sekunden vor dem Abspann sagt die Stimme noch: „Das Mädchen hat zusammen mit ihren Mitschülerinnen den Verlust der Freundin und die damit zusammenhängende Gewalttat nach eine schweren Zeit verarbeitet.”
Abspann!
Ende!
Man fragt sich, welchen Zweck die Ankündigung hatte.
Wohl nur einen – dass man Werbung schaut und „dran” bleibt, um den (vermeintlichen) Rest von K11 nicht zu verpassen.