
Wenn man sich (oft) mit dem Thema Stuttgart 21 (S21) beschäftigt, wird man sich notgedrungen (leider) auch mit den Gegnern dieses hervorragenden Bahnprojekt beschäftigen müssen.
Diese Ewiggestrigen mit ihren gebetsmühlenartig wiederholten Lügen, Halbwahrheiten und daraus resultierender Panikmache (bei Unbeteiligten oder welchen, die sich kaum mit dem Thema befassen) können sehr nerven.
Wenn auf den schon längst überflüssig gewordenen sog. „Montags-Demos” weiterhin perfide gegen alles und jeden gehetzt wird, der nicht den verdrehten Ansichten der S21-Gegner ist, fragt man nach der Sinnhaftigkeit solcher Möchtegern-Aktionen. Es kommt einem nicht so vor, als würden die Leute wirklich aus Überzeugung noch handeln, sondern eher als Bockigkeit im Sinne von : „Wir waren immer schon Gegner und wir bleiben es, komme, was wolle!”.
Was uns aber auch sehr verwundert, ist dass sich immer wieder Leute von den S21-Gegnern einschüchtern bzw. nötigen oder zum Schweigen bringen lassen.
Dies passiert aber auch Journalisten und Reportern.
Wer als Journalist oder Reporter bei einem Tunnelanschlag bzw. ‑anstich Fotos mache oder darüber berichte, sei gekauft und arbeite für die Bundesbahn, ist Gedankengut der (Hardcore-) S21-Gegner.
Dass Journalisten objektiv von Veranstaltungen berichten, weil dies zum Zeitgeschehen gehört und es „ihr Job” ist, interessiert die S21-Gegner nicht.
Alles, was nicht gegen S21 ist, ist gekauft. Mehr nicht, weniger aber auch nicht!
Wenn sie behaupten, dass S21-Befürworter Geld für das Publizieren von Positiven zum Thema S21 bekämen, bekommen sie es aber andererseits nicht hin, sich selbst zu reflektieren.
Die S21-Gegner machen angeblich alles aus Überzeugung, egal ob Demonstrieren, Randalieren, Publizieren von Beiträgen gegen S21 etc.
Laut eigenen Angaben bekommen sie nichts dafür, sondern bezahlen alles aus der eigenen Tasche.
In ihren Augen ist das mit den S21-Befürwortern aber anders.
Laut ihrer Meinung gibt es nämlich gar keine Befürworter – im Slang der S21-Gegner „Pros” oder „Proler” (von „Pro S21″) genannt, denn das Projekt taugt nicht, was ausnahmlos jeder wisse.
Die Bahn bezahle nämlich Leute, damit diese – trotz gegenteiliger Überzeugung – für S21 sind und dies auch nach außen hin zeigen.
S21-Befürworter werden denunziert als sog. „Lohnschreiber”.
Diese kranke Weltansicht ist schon für Außenstehende durchschaubar und gehört eher in die Kleinkinderstube „Weltverschwörung” und nicht in die (objektive) Realität.
Anscheinend lebt es sich aber gut in dieser Parallel-Welt der S21-Gegner.
Man ist das Gute und alles andere ist vom Bösen gesteuert.
Was auch schade ist, ist die permanente Realitätsverweigerung.
Als die Grün-Rote Regierung in Baden-Württemberg an die Macht kam, gab es einen Volksentscheid, ob das Land sich weiter an S21 beteiligen solle oder nicht.
Die Wahlberechtigten bzw. Entscheidungsberechtigten entschieden zu 58.9 Prozent dafür, dass das Land sich weiter an dem Bahnprojekt beteiligen solle, sagten also „Nein zum S21-Kündigungsgesetz”.
Für die S21-Gegner war dies ein Schock, da diese ja immer wieder behauptet hatten, dass „Volk von Baden-Württemberg” wolle S21 nicht.
Plötzlich hatte sie den Gegenbeweis – übrigens die S21-Befürworter auch – , dass die Mehrheit zu S21 stand und nicht nur eine kleine Minderheit, die angeblich Propaganda für die Bahn betrieb.
Aber sie suchten nicht bei sich, sondern gaben den Anderen die Schuld, indem sie stumpf behaupten, die 58.9 Prozent seien nicht informiert gewesen.
Ebenso wurde gesagt, der Volksentscheid sei nicht gültig etc. pp.
Diese Realitätsverweigerung zieht sich wie ein grüner roter Faden durch die ganze „Argumentation”.
Es wird behauptet, dass das Mineralwasser versiege, wenn das Grundwassermangement von S21 beginne zu arbeiten, obwohl Geologen zig mal bewiesen hatten, dass dies nicht möglich sei, da das Mineralwasser in viel tieferen abgeschotteten Schichten liege als das Grundwasser.
Genauso behaupteten die S21-Gegner, dass durch das Abholzen von ca. 300 Bäumen Stuttgart ersticke, obwohl knapp 6000 neue gepflanzt werden.
Diese Behauptung wurde aber auch schon sehr oft widerlegt.
Es wird auch gesagt, es würden keine neuen Bäume gepflanzt etc. pp.
Die S21-Gegner nennen jeglichen Befürworter „Lügner” bzw. die Befürworter „Lügenpack”, bedienen sich aber selbst der arglistigen Täuschung und perfiden Lüge.
Wenn man kein Recht bekommt, nimmt man sich die Trillerpfeife und macht Lärm, damit man nicht mehr die Wahrheit hören kann.
Aber auch kann es manch Unbedarften passieren, dass er sich verbal niederknüppeln lässt.
Uns ist es schon sehr sehr oft passiert, dass wir den S21-Gegnern anhand von Vorschriften und Gesetzen, die jeder einhalten muss, zeigen konnten, dass ihre Arguente nicht (ganz) richtig sind.
Dann wird eben gesagt, dass sei eine Täuschung von uns, denn die Gesetze lauteten anders, man habe sie im Kopf aber eben nicht vorzeigbar und verweist uns aufs Internet, wo man die „richtigen” nachlesen kann.
Wenn man fragt, wo man sie finde, sagt man, man solle suchen oder sie befänden sich bei einschlägigen Foren, Seiten und dergleichen, die aber nicht genannt werden.
Wenn man das „Richtige” nicht findet, ist man selber schuld, wozu die „allwissenden” S21-Gegner nichts zu können!
Es gibt auch viele, die sich aufspielen, wie erst kürzlich erlebt.
Wir diskutierten mit einem S21-Gegner über den Stress-Test, der bekanntermaßen sehr gut für S21 ausgefallen ist. „Ich will es Ihnen mal genau erklären”, sagte der Mann, „Ich bin Mathematiker.”
Dietmar alias Syntronica konterte: „Sie dürften aber wissen, dass ich Informatik studiert habe und das Parallelfach grundsätzlich Mathematik ist?”
Darauf machte der S21-Gegner ein enttäuschtes Gesicht und fing mit einem anderen Thema an.
Wenn wir beruflich journalistisch unterwegs sind oder uns als Fotografen verdingen, brüllen sie nach dem „Recht am eigenen Bild” und wollen nicht fotografiert werden.
Gleichzeitig nehmen sie sich aber heraus, uns ungefragt zu fotografieren und sogar diese Bilder – gegen unsseren expliziten Willen – zu veröffentlichen.
Wir sind allerdings um einige Erfahrungen reicher als manch andere Journalisten- und Reporterkollegen.
Wir können plumpe Argumentationen erkennen und falsifizieren Falschdarstellungen, auch wenn sie noch so laut schreien.






3 Responses to Ewiggestriges und Wiederholungen von Lügen