sochi-2014-schatten

Heute werden die Olympischen Winterspiele in Sotschi (Sochi) eröffnet.

Monate lang wurde über Menschenrechtsverletzungen in Russland berichtet.
Russland erließ ein sog. „Gesetz zum Schutz der traditionellen Lebensgemeinschaften”, dass Homosexuellen verbietet, sich in der Öffentlichkeit „auszuleben” und dies zu propagieren.
Ebenso dürfen die Medien nicht darüber berichten.

Dies monieren viele und auch UN-Chef Ban Ki Moon verurteilte dies, auch in besonderem Maße in Bezug zur Pressefreiheit und der persönlichen Entfaltung.

Öffentlich wurde von Menschenrechtsorganisationen dazu aufgerufen, die Sportler sollten die „Spiele” boykottieren.
Viele, auch solche, die in Sotschi an den „Spielen” teilnehmen, unterstützten diesen Aufruf.

Nun beginnen in Kürze die „Spiele” uns alle Olympioniken – auch die Kritiker – treten an.

Gestern, am 6.2.2014, gingen Schriftsteller, Autoren und Journalisten mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit, an der gefordert wurde, die Behinderung der Pressefreiheit zu stoppen, dass Russland die Meinungsfreiheit achten solle und sie reklamierten das sog. „Anti-Homo-Gesetz”.

Geändert hat sich auch seitdem nichts.

Journalisten – besonders „unbequeme” und kritische – werden weiterhin unter Druck gesetzt und bei ihrer Arbeit behindert.

Einem „nicht-linientreuen” Fernsehsender wurde „ganz zufällig” die Sendelizenz außer Kraft gesetzt bzw. nicht verlängert.
Menschenrechte – unterschwellige und verdeckte – gehen weiter.

Alles soll ja perfekt sein, und Russland will sich von seiner „besten Seite” zeigen.

Auch die sog. „Femen” – selbst ernannte Frauen- und Menschenrechtlerinnen – hatten ihre mehr oder minder medienwirksamen Auftritte, doch sie haben außer ihre Selbstdarstellung nichts erreicht.

Die „Spiele” werden „ganz normal” durchgezogen, komme, was wolle!

Auch wenn der Deutsche Bundespräsident, Joachim Gauck, hat bei seiner öffentlichen Absage, nach Sotschi zu reisen, nichts erreicht, außer viel Anerkennung!
Seine Haltung kann man ihm hoch anrechnen!

Das An-den-Pranger-Stellen Russland über die verschiedensten Kanäle sind hehre Zeile, die man mit keiner Silbe verleugnen kann.

Die Erklärung der Schriftsteller kann einen Tag vor Eröffnung sehr seltsam daher, denn so kann man nichts (mehr) erreichen, auch wenn es noch so gut gemeint war.

So ist es eben, wenn viel Geld mitspielt!

Da werden vor „Geld-Geilheit” die Menschenrechte vergessen!

 

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