Das Unternehmen Wieselmobil (2.0) wurde bekanntermaßen am 31.1.2019 geschlossen.

Wie konnte es zu dem Debakel kommen?

Wieselmobil bestand bis Juli 2017 aus drei Geschäftsstellen mit dem Hauptsitz in Pforzheim. Wieselmobil Pforzheim verkaufte die Geschäftsstellen Böblingen und Ludwigsburg.
In Böblingen übernahmen der ehemalige Geschäftsstellenleiter und der Personalchef unter dem Namen „Wieselmobil Seebacher und Kurtz GbR“ und verlagerten den Sitz nach Holzgerlingen. 

Im Januar und Februar 2018 zeichnete sich ab, dass es in Richtung Involvenz ging. Herr Seebacher und Herr Kurtz waren zerstritten über den Weg des Unternehmens. Dazu kam, dass Herr Kurtz anscheinend Innovationen und die Erhöhung von (gewinnbringenden) Kurierfahrten blockierte. 
Da die Verlagerung der Geschäfte in die Schönbuchlichtung nicht so verlief, wie man sich erhofft hatte, und da der Sitz Holzgerlingen bezüglich Anfahrten zum Haupteinsatzbereich Sindelfingen und Böblingen wegen vieler Staus auf der Bundesstraße 464 nicht das Gelbe vom Ei waren, kam es zu weiteren Differenzen. Ebenso fielen viele der arg betagten Autos aus und konnten wegen fehlender Mittel nicht ersetzt werden.
So meldete „Wieselmobil Seebacher und Kurtz GbR“ zum April 2018 Insolvenz an.

Zwei Fahrer von Wieselmobil übernahmen das Unternehmen aus der Insolvenzmasse als „Wieselmobil 2.0 Chirico und Palmieri GbR“. Der Sitz blieb in Holzgerlingen. Die Probleme blieben, weil  Staus auf der Bundesstraße 464 und den Umfahrungsstraßen nicht aufhörten. Hinzu kam, dass die beiden Neuen keine neuen Autos kaufen konnten. Alte Autos wurden wieder hergerichtet. Drei angeschaffte gebrauchte Autos versagten leider den Dienst und mussten nach ein paar Wochen stillgelegt werden.
Hinzu kam ein Hauptmanko. Chirico und Palmieri setzten Herrn Kurtz wieder als Geschäftsführer ein. Jeder Angestellte von Wieselmobil kritisierte diese Entscheidung, doch diese wurde nicht revidiert.
Ein weiteres Problem war, dass die Neuen nicht auf Fähigkeiten der Mitarbeiter zugriffen, obwohl diese dies immer wieder angeboten hatten. Auch interessierte sie nicht, welche Vorschläge die Mitarbeiter unterbreiteten.
Herr Kurtz machte so weiter wie schon immer und ignorierte ebenso Innovationen wie schon zu Zeiten, als er noch Eigner war.

Wenn pünktlich, dann Taxi ansonsten Wieselmobil

Die Fahrer bemängelten fortwährend die Missstände bei den Anfahrten. In der Zentrale ignorierte man Verzögerungs‑ und Staumeldungen der Fahrer. Es wurde bei zähfließendem Verkehr keine höhere Anfahrtszeit anberaumt.
Verspätungen waren die Regel, nicht die Ausnahmen.
Auf einer Mitarbeiterbesprechung deklarierte die Geschäftsleitung, dass es für Kunden bzw. Fahrgäste hinnehmbar sei, wenn man bei Vorbestellungen eine Viertelstunde zu spät käme.
Fahrer als auch Fahrgäste intervenierten, doch man blieb stur.
Dies brach Wieselmobil noch mehr Wirbel im Rücken.
Zu defekten und stillgelegten Autos sowie nur noch Reparaturen, wenn es sich nicht mehr aufschieben ließ und dazu nur noch notdürftige, gesellte sich die Unzufriedenheit der Fahrgäste über Verspätungen oder vergessene Aufträge.
Aufträge und Fahrten blieben weg wegen der Unzufriedenheit der Kunden.
Wegen Autos, bei denen wegen Masseunzulänglichkeit kein „TÜV“ mehr gemacht wurde, passierte es, dass in einer Woche nur noch ein Auto unterwegs war. Dadurch potentierten sich die Verspätungen nochmals.
So kann man kein Unternehmen führen.

Ein neuer Investor erklärte sich Ende November/Anfang Dezember 2018 bereit, „Wieselmbil 2.0“ zu übernehmen, da er Potential sah.
Obwohl er bei einer Mitarbeiterversammlung groß und breit betonte, Verbesserungen enführen zu wollen und auch schon jemanden an der Hand gehabt zu haben, der hm Autos verkaufen würde, passierte nichts. Er kam ab und zu und schaute sich Abläufe an, doch es passierte nichts. 
Angeblich wäre es nicht zu bewerkstelligen gewesen, eine Lzenz für die Personenbeförderung zu bekommen, wurde gemunkelt. Weswegen er sang‑ und klanglos ausgestiegen war, ist nichtr bekannt.
 
Die Löhne von November, Dezember und Januar konnten nicht mehr bezahlt werden, was dazu führte, dass viele Fahrer den Dienst verweigerten.
Bevor die Schließung des Unternehmens vom Insolvenzverwalter entschieden wurde, waren noch zwei Autos fahr‑ und verkehrstüchtig.
Vor der Schließung wurden Daueraufträge gekündigt, Geschäftskunden wurde mitgeteilt, dass das Unternehmen geschlossen werden.
Die einzigen, die es nicht wussten, waren die Mitarbeiter. Sie erfuhren es stellenweise von den Kunden.
Wieselmobil wurde am 31.1.2019 um 12 Uhr mittags geschlossen.

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