Gesellschaft u. Politik

Aktuelles zu und über Gesellschaft und Politik

Arbeitsloser

Als „Best of” begann, wurde alle Probanden Kandidaten in Einzelgesprächen zu den Arbeitsvermittlern eingeladen.
Neben der obligatorischen Vorstellung von „Best of” gab es Sekt, Kuchen und ein kaltes Buffet Ankündigungen von Leistungskürzungen beim Arbeitslosengeld 2, falls man nicht mitspielt.

Dies wurde in der sog. Eingliederungsvereinbarung festgehalten.

Die „Eingliederungsvereinbarung” ist nichts anderes als ein schriftliches Festhalten der Pflichten des Arbeitslosen mit Ankündigung von Sanktionen, also nicht viel mehr als Nötigung mit „Du, du, du! Wenn du nicht tust, was ich will, kriegst du kein Geld mehr”.
Pflichten für die ARGE gibt es nicht.
Es wird viel mehr davon geschwafelt, dass die ARGE die Arbeitslosen nach bestem Wissen und Gewissen unterstützt.

Zu „Best of” gehört auch, dass es mindestens einmal im Monat ein Treffen zwischen dem Probanden Arbeitslosen und dem Arbeitsvermittler gibt, was der Arbeitsvermittler natürlich mündlich festgehalten hat.

Ein Arbeitsloser war zu einer Vorstellung bei einer Firma und sagte zwischen Tür und Angel seinem Arbeitsvermittler, dass er leider nicht eingestellt worden sei.

Diese knapp einminütige Meldung legte der Arbeitsvermittler wohl als „monatliches Treffen” aus, denn der Arbeitslose bekam keine Einladung für den betreffenden Monat.

arbeitslos

Im Kreis fanden vom 12.11. bis zum 16.11.2007 sog. Zeitarbeitsmessen statt, in Beckum am 14.11.2007.
Der Initiator dieser „Messen“ war die Arbeitsagentur.
Die Teilnehmer waren ausnahmslos Seelenverkäufer Leiharbeitsfirmen.

Nachdem zwei Monate später die Statistiken dazu veröffentlicht wurden, hagelte es nicht nur hier Kritik.
In der „Glocke”, der hier ansässigen Tageszeitung, äußerten sich Leser negativ, weil von den 1600 Probanden Bewerbern nur elf eingestellt wurden, und dies angeblich ein Erfolg gewesen sein sollte.

Nun meldete sich die Arbeitsagentur nochmals zu Wort und verwies darauf, dass die „Zeitarbeitsmesse” nicht dazu da gewesen wäre, Arbeitslose in Lohn und Brot zu bekommen, sondern es sei darum gegangen, dass man sich informieren konnte, welche Branchen und Sparten es gebe.

Warum wurden Arbeitslose – unter Androhung von Kürzungen beim Arbeitslosengeld I und II – denn überhaupt eingeladen?

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Der Dax ist gefallen, um knapp 400 Punkte.

Panik ist sichtbar in den Augen der Aktionäre, Angstschweiß steht ihnen auf der Stirn. Vor Angst verkaufen sie ihre Aktien.

Bonzen kaufen Aktien, um sich unstillbar bereichern zu können.
Bedingt durch die „Hypothekenkrise” knallt es jetzt.
Doch die „Hypothekenkrise” ist nicht einfach mal so gekommen, sondern ist von eben denen nimmersatten Aktionären gemacht, die jetzt laut losheulen und mit Panikattacken im Bett liegen und bibbern.
Sie bekamen den Hals nicht voll und kauften und kauften – Beteiligungen an Risikogeschäften noch und nöcher, ohne auch nur Rücklage oder Abfederungen zu schaffen.
Das war ihnen ja egal, Hauptsache mehr, mehr, mehr.
Dann ging als Knall auf Fall.
Die Risikogeschäfte gingen in die Hose, Verluste ohne Unterlass.
Bankenpleiten!
Das kommt davon, wenn man den nur orgiastisch nach dem Geld schaut und nicht mal mitbekommt, dass das Verlustrisiko immer steigt.

Sollen wir Mitleid mit den Börsenspekulanten haben?

Nein!

Um sich zu bereichern, kaufen Leute Aktien. Lange Zeit haben sie Gewinne. Dann gibt es Stagnation und wohlmöglich Verluste. Sofort verkaufen sie ihre Anteile.

Wo ist die Loyalität?

Sowas kennen die Aktionäre nicht. Bringt eine Aktie nichts mehr oder nicht mehr soviel wie gewohnt, werden sie sauer auf ihr finanzielles Aphrodisiakum namens Aktie, und heulen laut, während sie verkaufen und andere in den Ruin treiben bzw. andere mitreißen in den Ruin.

Wer den Hals nicht voll genug kriegen kann, hat es nicht anders verdient, als zu verlieren.

rote-gedanken-2

Gerade zur Wahl in Niedersachsen und Hessen zeigt die SPD mal wieder, wie „sozial” sie eingestellt ist, wie sie sich „sozial” engagiert und wie sie sich um die Bedürfnisse der „kleinen Leute” kümmert.

Und wer ist der „Schlimmste”?
Kurt Beck, der Ober-Spezialdemokrat!

Vor knapp einem Jahr noch war er der Meinung, dass Arbeitslose allein dadurch einen Job bekämen, wenn sie sich wuschen und rasierten.

Seit ein paar Wochen ist er plötzlich anderer Meinung.
Von einem Tag auf den anderen!
Auf einmal erinnert er sich der „sozialen” Wurzeln der SPD.

Man fragt sich berechtigterweise, warum!

Ein, zwei Wochen bevor Beck sich der Wurzeln der SPD bewusst wurde, war der Vereinigungsparteitag der PDS mit der WASG zur Partei „Die Linke”.
Prognose belegten und Wahlen bestätigten, dass „Die Linke” gute Chancen hatte und hat.

Das Sagen bei der Linken hat Oskar Lafontaine, auch wenn es pro forma noch Lothar Bisky als Vorsitzenden gibt.
Das tut der SPD natürlich weh!
Die Spezialdemokraten wollen ihren Ex-Genossen Lafontaine eins auswischen. Sie können es nicht einfach so wegstecken, dass er sich von ihnen abgewandt hatte und dass er eine neue LINKE Partei gegründet hat, die ihnen zudem noch Wähler wegnimmt.

Einen anderen Grund gibt es nicht.

Doch!

Die SPD gibt sich nur sozial. Es geht ihr nämlich um etwas Anderes.
Es geht den Spezialdemokraten nur darum, dass sie keine Wählerstimmen (mehr) an die Linke verliert.
Jede Stimme bedeutet Geld in den Parteigeldbeutel.

Weniger Wählerstimmen – weniger Geld.

Der SPD geht es einzig und allein um Geld und Macht, nicht um „soziales Engagement” und um die „kleinen Leute”.

Und nicht zu vergessen, dass ihre Mitglieder Posten bekleiden, unverhältnismäßig Geld und Rentenansprüche bekommen.

Syntronica

Fleischprodukte dürfen bald auch dann als „gentechnikfrei” deklariert werden, wenn zur Herstellung gentechnisch-veränderte Produkte verwandt wurden.

Laut Regierung darf dies aber nur dann geschehen, wenn die gentechnisch-veränderten Vitamine und Aminosäuren erstens in Fleischprodukten nicht nachweisbar sind und zweitens keine „gentechnischfreie” Alternative „verfügbar” ist.
Die Regelung entspräche der EU-Verodnung, ließ die Regierung verlautbaren. Sie könne deswegen nicht anders handeln.

Man denke (kurz) darüber nach, wer die EU-Kommision ist!

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weißer Mann - ARGE -Arbeitsagentur

Am 14.11.2007 fand in Beckum eine sog. Zeitarbeitsmesse statt.
Kreisweit in der Woche vom 12.11. bis zum 16.11.2007 fanden in anderen Städten auch solche „Messen” statt.
Der Initiator dieser „Messen” war die Arbeitsagentur.

„Zeitarbeitsmesse” hört sich gut an, doch es ist nichts anderes als eine Leiharbeitsbörse.
Seelenverkäufer Leiharbeitsfirmen präsentierten sich dort mehr oder weniger sinnvoll und erfolgversprechend, und versuchten Arbeitslose z.T. zu Hungerlöhnen als Arbeitnehmer einzustellen.

Die Auswertung der „Zeitarbeitsmesse” hat knapp zwei Monate gedauert, und nun liegen die Ergebnisse vor.

1600 „Besucher” – Man hat verschwiegen, dass die Arbeitslosen dort mit Druckmitteln (Androhung der Kürzung beim Arbeitslosengeld I und II) „hinbestellt” wurden. – haben 600 Bewerbungsgespräche geführt.
Die Zahl, wieviele Leihfirmen sich präsentierten, wurde nicht genannt.

Man lobte sich selbst für die erfolgreiche „Zeitarbeitsmesse”, denn es wurden auch Arbeitslose eingestellt.

Sage und schreibe ELF (11) Personen!

Es ist gut, wenn man täglich Vermittlungsvorschläge von der ARGE bekommt.

Ein Arbeitsloser – politisch korrekt : Arbeitsuchender – hat seit langem wieder einen Vermittlungsvorschlag bekommen.

Der Brief mit dem Vermittlungsvorschlag ist auf den 11.1.2008 datiert.
Auf dem Vermittlungsvorschlag ist als Einstellungstermin der 20.12.2007 genannt.
Weiterhin ist dort vermerkt: „Bewerbungen ab dem 6.8.2007”.

Der „Arbeitsvermittler” meinte, nachdem dies angeprangert wurde, man könne sich ja trotzdem dort bewerben. Vielleicht bräuchte das Unternehmen noch Mitarbeiter.

Auf Nachfrage erklärte der potentielle Arbeitgeber, dass die Stelle schon längst besetzt sei und man sich wundere, dass die ARGE dies nicht wüsste.

ARGE Person

Bei der ARGE hat man immer noch ARGE Sehstörungen, die auch nicht in diesem Jahr besser geworden sind. Vielleicht sollte man sich einer ARGEn Untersuchung unterziehen.

Ein Proband Arbeitsloser bei „Best of” hat auch in diesem Jahr wieder Stellenangebote Vermittlungsvorschläge bekommen.
Das Datum des Poststempels bzw. das Recherchedatum des „Arbeitsvermittlers” ist der 7.1.2008.
Die ausgeschriebene Stelle wies als Einstellungstermin den 1.2.2008 auf, was theoretisch darauf hinwiese, dass der „Arbeitsvermittler” aufgepasst haben könnte.

Da auf dem Vermittlungsvorschlag keine Telefonnummer des potentiellen Arbeitgebers notiert war, wurde auf der Webseite der „Jobbörse” der Arbeitsagentur recherchiert.

Über eine Suchmaschine kam man auf die Seite der Firma und erfuhr auch deren Telefonnummer.

Bei einem obligatorischen Anruf, bei dem die Kompetenzen abklopft werden, meinte der potentielle Arbeitgeber, dass es aber schnell gehe bei der Arbeitsagentur.
Der Arbeitslose fragte nach und erfuhr von der Person am anderen Ende der Telefonleitung, dass das Stellenangebot erst ein paar Minuten vor dem Anruf von deren Seite aktualisiert bzw. neu eingestellt worden sei. Man hätte sich schon Anfang Dezember für einen der Bewerber entschieden, und dies Anfang Dezember der ARGE mitgeteilt. Der neue Mitarbeiter habe jedoch wieder gekündigt. Und so habe man sich heute entschieden, ein neues bzw. aktualisiertes Stellengesuch in die „Jobbörse” zu setzen.

Das Aktualisierungs- bzw. Einstellungsdatum ist also der 8.1.2008.

Der Vermittlungsvorschlag war aber bei der ARGE am 7.1.2008 verschickt worden, an dem nicht feststand, dass wieder ein neuer Mitarbeiter gesucht wurde.

Es war also ein Zufall, ein ARGEr Zufall, dass der Arbeitslose einen Vermittlungsvorschlag bekommen hat, der noch „aktuell” war.

Dies hat definitiv nichts mit der Kompetenz des „Arbeitsvermittlers” zu tun.

Wie bereits berichtet, werden E‑Mail bei der ARGE nicht beantwortet, obwohl E‑Mail-Kontakt explizit erwünscht ist.

Bei einem Besuch auf der ARGE angesprochen von einem Probanden Arbeitslosen, warum er, der „Arbeitsvermittler”, die an ihn geschickte E‑Mail nicht beantworte, wünschte der „Arbeitsvermittler” dem Arbeitslosen erstmal ein „frohes neues Jahr” und sagte dann, er sei bis zum heutigen Tag, 7.1.2008, zwei Wochen im Urlaub gewesen.
Der Arbeitslose rechnete blitzschnell nach und kam zum Ergebnis, dass der „Arbeitsvermittler” von 24.12.2008 Urlaub gehabt haben musste, was er ihm aber nicht kundtat.

Aber das Kuriose ist, dass der Arbeitslose die E‑Mail am 11.12.2007 und in Kopie am 14.12.2007, am 16.12.2007, am 18.12.2007 und am 20.12.2007 an den „Arbeitsvermittler” geschickt hatte.

traktor-im-geld

Laut Statistischem Bundesamt sind die Preise für Lebensmittel in diesem Jahr eklatant angestiegen.
Sie liegen im Durchschnitt 5,8 Prozent höher als vor einem Jahr.
Butter wurde um 46 Prozent teurer.
Der Preis für Speisequark ist um 37 Prozent gestiegen.
Milch verteuerte sich um 28 Prozent.

Der Deutsche Bauernverband wiegelt aber ab und quengelt immer noch über zu niedrige Verdienste.

Nach den Berechnungen der Bauern bekommt man für den heutigen Stundenlohn deutlich mehr Lebensmittel als vor 25 Jahren.

Die Bauern lassen mitteilen, dass ein Arbeiter 1970 – Das war vor 37 Jahren und nicht vor 25 Jahren! – für ein Kilo Schweinekotelett 96 Minuten arbeiten gemusst hätte und heute nur 23 Minuten. Und Butter bekomme ein Arbeiter für vier Minuten Arbeit und 1980 – Das sind 27 Jahre und nicht 25! – hätte er dafür 21 Minuten arbeiten gemusst.
Der Lohn von Industriearbeitern sei in den vergangenen 50 Jahren um das Zwanzigfache gestiegen, bei den Bauern das Einkommen „schlechter” gestiegen.

Der Landwirtschaftsminister will das Bewusstsein des Volkes für Nahrungsmittel steigern.
Das ist eine völlig hirnlose vernünftige „Maßnahme”.

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