
Manchmal erkenne ich den Moment nicht an den Worten, sondern an der Lautstärke.
Wie an einem Windstoß, der plötzlich durchs Zimmer fährt und alles aufwirbelt, was eben noch still lag.
Wenn die Stimme laut wird, wird der Geist leise.
Dann ist da dieses Geräusch von Macht, das keine ist.
Ein Dröhnen, das nicht aus Stärke kommt, sondern aus Angst, nicht gehört zu werden.
Als müsste man sich selbst beweisen, dass man noch Gewicht hat.
Früher habe ich geglaubt, ich müsste mich dagegenstellen.
Müsste wachsen, hart werden, kantig.
Müsste die Brust heben, die Stimme heben, den Raum heben.
Doch ich habe gelernt:
Ich muss mich nicht aufplustern.
Ich kann klein bleiben – und trotzdem standhaft.
Ich kann leise sein – und trotzdem unübersehbar.
Ich kann ruhig atmen, während jemand anderes versucht, mich mit Lärm zu erschüttern.
Denn ein Geist, der wirklich wach ist, macht keinen Krach.
Er bleibt klar.
Er bleibt warm.
Und er bleibt bei sich.






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