Liebe

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Als vor zwei Wochen gegen den Willen des Volkes die „Vorratsdatenspeicherung” im Bundestag durchgesetzt wurde, haben alle „Volksvertreter” gesagt, dass dies notwendig sei, um Terror abzuwehren.
Zu anderen Zwecken solle die „Vorratsdatenspeicherung” nicht benutzt werden, sagten sie alle hoch und scheinheilig.

Der Rechtsausschuss des Bundesrates will nun eine Klausel einfügen lassen, dass die bevorrateten Daten auch dazu benutzt werden dürften, um Urheberrechtsverletzungen aufzuspüren.

Die Begründung ist, dass Urheberrechtsinhaber (z.B. Plattenfirmen) ein Strafverfahren gegen vermutete Urheberrechtsverletzer (z.B. Raubkopierer) einleiten müssten, was aber die meisten Urheberrechtsinhaber nicht wünschten.
Weiter heißt es, dass eine große Zahl von potenziellen Rechtsverletzern in unnötiger Weise kriminalisiert und die Staatsanwaltschaften enorm belastet würde.

Das ist ja erstaunlich!

Wenn von jedem Bürger die Verbindungsdaten von Telefon- und Handygesprächen sowie die Verschick- und Empfangszeiten von E‑Mails und SMS, ferner die Ein- und Auslogzeiten bezüglich des Internets sowie die besuchten Webseiten mitgeschnitten und ein halbes Jahr gespeichert werden, weil ja irgendwo ein Terrorist stecken könnte, spricht man nicht von „unnötiger Kriminalisierung”.

Liebe Mitglieder des Rechtsausschusses des Bundesrates, meint Ihr, dass Ihr uns für dumm verkaufen könnt?

Aua aua aua!

Das Arme-Reiche-Promi-Mitleid-Story-Blättchen – politisch korrekt: „Boulevard-Blatt“ – „Neue Post” hat sich bekanntermaßen ein „Verhältnis” zwischen der Sängerin Mireille Mathieu und dem „Volksmusikstar” Florian Silbereisen zusammenhalluziniert.
Als die von ihr versprühten Gerüchte nicht mehr haltbar waren, behauptete sie, Silbereisen und Mireille Mathieu hätten Beziehungsstress.

Anscheinend hat dies Mireille Mathieu und Silbereisen nicht gereicht, denn in „Neue Post” kann man eine halbseidene Entschuldigung lesen.

„… Soweit hierdurch bzw. durch die Berichterstattung über die Stars der Eindruck entstanden ist, dass sie tatsächlich ein Liebesverhältnis handelt, legen Mireille und Florian Wert darauf, dass es wirklich nur Freundschaft und keine Liebe ist, die sie so herzlich verbindet.
Wir bedauern ein enstandenes Missverständnis.”

Die Mühlen der Wahrheit mahlen langsam, aber gerecht.

Wenn man von Erdstrahlen hört, denkt man sofort an schädliche Wirkung, obwohl Erdstrahlung nichts anderes als natürliche Radioaktivität ist, die überall und immer auf der Erde auftritt und sehr sehr schwach ist.
Die Erde ist eine riesige Kugel aus Mineralien u.ä., also chemischen Elementen, zu denen bekanntlich auch radioaktive gehören. Diese strahlen sehr niedrig.
Nun könnte man Glauben machen, dass „Erdstrahlung die Summe der natürlichen aus der Erde aufsteigender Strahlung” sei und manchen Menschen, die sensibel sind, Schaden zufügen könne.
Die Pseudo-WissenschaftRadiästhesie untersucht solche kausalen Zusammenhänge.

In einer Anzeige wird nun Reklame für Kupfermatten gemacht, die man unter dem Bett legen soll, um Erdstrahlen abzuschirmen. So kann man laut der Anzeige wieder ruhig schlafen und Schmerzen verschwänden.
Die Kupfermatte hat eine Besonderheit aufzuweisen. Sie ist aus einem 2800 Meter langen Faden gewebt.

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Nicht erkannt werden ...

Nachdem sich die „Neue Post” ein „Verhältnis” zwischen der Sängerin Mireille Mathieu und dem „Volksmusikstar” Florian Silbereisen zusammenhalluziniert und sich dann auch noch Beweise dafür zusammenfantasiert hatte, musste sie natürlich Farbe bekennen, weil (fast) jeder bemerkt hatte, dass es nicht stimmt(e).
Vor ein paar Wochen hatte die „Neue Post” damit begonnen, der Wahrheit nahe zu kommen.
So tut sie so, als hätte sie die Wahrheit gepachtet und strickt sich eine interessante Geschichte, um dahin zukommen, dass alles eingerenkt ist.
Sie behauptet, Silbereisen und Mireille Mathieu hätten Beziehungsstress.
Um diesen Quatsch zu untermauern, konnte man noch eine Story über das „Liebespaar” lesen. Diese war aber nur dazu da, sich selbst etwas zu beweisen.
So gebe es angeblich neue Beweise in der französischen Zeitschrift „France Dimanche” dafür, dass doch ein „Verhältnis” bestehe.
„Neue Post” macht daraus DEN Liebesbeweis schlecht hin.
Dann folgt wieder der Sermon, dass Silbereisen immer wieder mit Frauen Schluss mache, wenn sie ihm zu nahe kämen.
Silbereisen hat sich ja bekanntlich vor kurzem von seiner langjährigen Freundin getrennt, dann soll sich laut „Neuer Post” ein „Verhältnis” zwischen ihm und Mireille Mathieu entwickelt haben.
Den Rest kennt man ja zur Genüge.
Schon gerissen, diese „Taktik”, um die Schuld von sich zu weisen und den beiden doch ein „Verhältnis” andichten zu können.

Man hätte auch Rückgrat beweisen können und sagen können, man hätte sich geirrt.

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