
An unserem Geocache „Kritzelwerk” verläuft der neunte Meridian Ost.
Dies war uns seit langem bekannt. Es hat niemanden gestört o.ä..
Nun hat die Stadt Böblingen an den Verlauf des Meridians – in einem Park im Stadtteil Diezenhalde – eine Schautafel mit bunten Stangen und einer roten Markierung aufgestellt bzw. eingerichtet.

Da nun bedingt durch Verröffentlichungen in den Medien ein Augenmerk geschaffen wurde, meinten „ganz schlaue Leute”, sie müssten auf dem nun bekannt gewordenen neunten Meridian Ost einen Geocache auslegen.
Beim Geocaching gibt es aber u.a. eine Regelung bezüglich des Abstands zwischen zwei Geocaches.
Der Abstand zwischen zwei Geocaches muss mindestens 161 Meter – ein Zentel einer Meile – Luftlinie betragen.
Es gibt noch einige andere Regeln, doch diese werden wir der Einfachheit halber außen vorlassen.
Unser Geocache „Kritzelwerk” liegt nun in unmittelbarer Nähe des neunten Meridian Osts.
Der Abstand beträgt ca. zwei Meter.
Die „ganz schlauen Leute” haben sich gedacht, dass „Kritzelwerk” für deren Ruhmeswerk weichen müsste.
„Kritzelwerk” liegt nun schon seit zweieinhalb Jahren aus. Er wurde auch ca. 160 mal gefunden und geloggt.
Vom anfänglich großen Geocache, in dem die Finder Geschichten in dem darin enthaltenem Notizbuch schreiben sollten, wurde leider nach mehrmaligem Diebstahl ein kleines Filmdöschen.
Von der offiziellen Seite von „Geocaching.com”, die die Plattform bereitstellen, kam außer Kritik, wenn er mal wieder entwendet wurde und wir ihn nicht innerhalB kürzester Zeit ersetzten, nichts.
Nun haben uns die „ganz schlauen Leute” eine E‑Mail gesandt.
Sie schrieben uns, dass „Kritzelwerk” mit deren geplanten Geocache, der am o.g. Meridian liegen solle, kollidiere.
Sie forderten uns auf, dass wir unseren Geocache um 160 (!!!) Meter verlegen sollten, damit deren Geocache am Meridian liegen könne. Plötzlich wurden wir auch zum „Geocaching-Stammtisch” geladen, um uns kennenzulernen. Die Aufforderung war allerdings so gedacht, dass man uns dort nur überreden wollte, unseren Geocache zu verlegen.
Wie schon oben beschrieben, gibt es bestimmte Regeln für das Auslegen eines Geocaches. Dazu kommt, dass man den Geocache erst auslegen muss auf den Koordinaten, die man sich überlegt hat. Danach prüft ein „Offizieller” der Plattform „Geocaching.com”, ob alle Maßgaben und Regeln eingehalten wurden.
Dieses Kontrollieren passiert allerdings nur online und mit Programmen, die normale Geocacher nicht besitzen.
Wenn alles regelkonform ist, bekommt man den Geocache genehmigt. Bei Nicht-Genehmigung muss man den Geocache wieder einsammeln und dort wegnehmen.
Dies führte dazu, dass wir „Kritzelwerk” und andere Geocaches schon mehrmals verlegen mussten, weil irgend etwas nicht stimmte.
Was es war, wurde uns aber nicht vollständig mitgeteilt, z.B. „… kolliert mit Geocache XYZ”.
Es passierte uns, dass wir „Kritzelwerk” positionierten, dann auf die Genehmgung warteten.
Jemand suchte einen anderen Geocache und fand zufällig „Kritzelwerk”, in dessen beinhaltetem Logbuch er sich verewigte.
Dann wurde „Kritzelwerk” erst nicht genehmigt, weil die Koordinaten mit einem anderen kollidierten.
Wir mussten „Kritzelwerk” also wegnehmen und irgendwo anders hinlegen.
Offiell durften wir den Logbuchentrag des zufälligen Finders nicht anerkennen.
Beim Geocaching gibt es allerdings auch die Regel „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.”, die wir nun befolgen.
Unser Geocache „Kritzelwerk” lag zuerst dort und bleibt dort liegen!






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