Münsterland

Der „Bauhof der Sinne e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der die Ausstellung „Physik zum Anfassen“ organisiert hat.
Auch die Ausstellung wird im Allgemeinen „Bauhof der Sinne“ genannt.
Bei der Arbeitsgemeinschaft Sozialgesetzbuch Teil II (ARGE SGB II) ist dies jedoch nicht so einfach.
Der „Bauhof der Sinne“ hat zusammen mit seinem Kooperationspartner Anforderungsprofile für sog. „Brückenjobber“ – das ist das politisch korrekte Wort für Ein-Euro-Jobber – erstellt, die der „Bauhof der Sinne“ beschäftigen möchte. Darunter fallen z.B. Personen, die Führungen beiwohnen, den Besuchern physikalische Zusammenhänge erklären, aber auch Personen, die im Laden und in der Cafeteria arbeiten.
Nun begab es sich vor kurzem, dass die ARGE SGB II diese Stellen besetzen wollte.
Sie schickte jemanden beim „Bauhof der Sinne“ vorbei.
Dieser kam auch gerade zu der Zeit, als beim „Bauhof der Sinne“ zwei Schulklassen zu Besuch waren.
Die beiden Verantwortlichen für die Ausstellung sprachen kurz mit ihm und wunderten sich danach doch sehr, nicht über den Bewerber.
Die Essenz des Bewerbungsgesprächs soll nun kurz nachgestellt werden.
Der Bewerber war etwas verstört, was man verstehen kann.
„Schön, dass wir nun jemanden für «Physik zum Anfassen« gefunden haben“, sagte der Ausstellungsleiter.
Der Bewerber schaute überrascht und meinte: „Ich habe aber keine Ahnung von Physik.“
„Naja, das müssen Sie auch nicht unbedingt. Wir wachsen alle hinein. Wir wissen auch nicht alles. Die Kinder sollen ja auch selbst überlegen, wie etwas funktioniert. Sie müssen nur offen für Neues sein und mit Kindern umgehen können.“
„Ich habe keine Kinder“, antwortete nun der Bewerber.
„Kein Problem“, sagte der andere Museumsverantwortliche, „ich habe auch keine Kinder. Man gewöhnt sich daran und es macht sogar Spaß. Welchen Beruf haben Sie eigentlich?“
„Maurer“, kam eine schnelle Antwort, „die ARGE hat mir gesagt, dass ich hier beim Bauhof als Maurer arbeiten soll.“
Die beiden Verantwortlichen wechselten einen verwirrten Blick und begriffen dann.
„Bauhof der Sinne“ – „Städtischer Bauhof“ – Maurer!
Den Bewerber traf keine Schuld. Er kam im guten Glauben, im „Bauhof der Sinne“ als Maurer eine Anstellung zu finden und musste nun miterleben, dass die Fallmanagerin von der ARGE wohl etwas durcheinander geworfen hatte.
Es ist ja so, dass die Fallmanager der ARGE und der Arbeitsagenturen von ihren „Schützlingen“ verlangen, dass sie z.B. Bewerbungen ganz genau schreiben.
Wie sieht es dann bei den Fallmanagern selbst aus?
„Bauhof“ = Maurer !!! (Pawlowsche Hunde?)
Hätten Sie nicht mal ihre Arbeit vernünftig machen können und etwas weiterdenken bzw. in der Stellenanforderung weiterlesen können (mehr als die Überschrift) ?

Späte Rache (?)
Der Professor, der Bücherwurm und der Generaldirektor saßen am Tisch und tranken Kaffee, als der Bücherwurm den Professor fragte: „Kommst Du heute Abend um halb sieben auch mit dem Anzug und der Krawatte?”
„Klar, komme ich so zur Weihnachtsfeier”, antwortete der Angesprochene und schaute an seinem Nobelzwirn herunter, „um achtzehn Uhr ist hier im Museum Feierabend und es lohnt sich nicht, nach Hause zu fahren.”
„Weihnachtsfeier?” horchte der Generaldirektor auf, „wieso bin ich nicht eingeladen?”
„Wurden wir zur Einweihungsfeier des Museums eingeladen?” fragten der Professor und der Bücherwurm gleichzeitig, als wäre es abgesprochen gewesen.

Jürgen Kehrer liest aus dem neuen Roman “Wilsberg und die dritte Generation”
30.11.2006, 20.00 Uhr
Telgte, St.-Rochus-Hospital

Jürgen Kehrer liest aus dem neuen Roman “Wilsberg und die dritte Generation”
24.11.2006, 17.00 Uhr
Münster, Karstadt, Salzstraße
Premierenlesung

Jürgen Kehrer liest aus dem neuen Roman „Wilsberg und die dritte Generation”
13.10.2006, 19:30 Uhr
Münster, Planetarium, Sentruper Straße

Am Sonntag, 24.09.2006, fand in der Zeche Westfalen, Ahlen, eine Autorenlesung im Rahmen von „Mord am Hellweg” (Teil 3) in der ehemaligen Waschkaue / Lohnkasse statt.
Es traten auf:
- Jürgen Kehrer (Wilsberg und historische Krimis)
- Jacques Berndorf (Eifelkrimis)
- Gabriella Wollengast (Reporterin Grappa)
- Das Trio Criminale Leenders, Bay, Leenders (Niederrhein-Krimis), die eine kuriose Geschichte vorlasen.
- Katrin Heinrichs (Sauerlandkrimis), auch als Kabarettistin bekannt
- Gisa Klönne, die als Einzige arrogant war
- Die Jazz-Combo Memphis PC aus Dortmund/Recklinghausen
- Moderator Ferchner vom WDR5
Die Lesung war eine Aufzeichnung und wird am 13.10. ab 20.05 im Radio WDR5 gesendet.
Angefangen mit der Vorstellung der Herausgeber des Sammelbandes über Kurzkrimis „Mord am Hellweg III”, lasen dann die Autorinnen und Autoren aus ihren Romanen vor. Dazwischen spielte die Jazzband Memphis PC.
Besonders hervorstechend war Katrin Heinrichs mit ihrem Kapitel aus einem ihrer Sauerland-Krimis, in dem die Hauptperson zum ersten Mal bei den Eltern der Freundin eingeladen ist. Amüsant par excellence!
Kurzer Auszug, ein Klischee von vielen:
Mutter: „So essen Sie doch!” Vater erzählt, wie er das Reh erschoss, von dem der Braten stammt. Tochter rutscht zum x‑ten Mal unter den Tisch vor Scham.
Mutter: „Sie essen ja nichts – schmeckt es Ihnen nicht?”
Mutter: „Ich kann Ihnen auch ein Butterbrot machen mit Schmalz, wennse wollen.”
Tochter: „Mutter, wenn du immer auf ihn einredest, kann er ja nix essen.”
Gast : „Ich …” Alle Augen auf ihn gerichtet.
Omma : „So einen willste heiraten, da macht ja das Kochen keinen Spaß.”
Gast : „Ich ha .. habe …” Alle Augen nwieder auf ihn. Vater schenkt Wein nach.
Mutter: „Oder einen Strammen Max.”
Gast: „Ich habe kein Besteck!”
Jacques Berndorf, zynisch ohne Ende, las eine Story, in der der Protagonist plant, den Erbonkel zu ermorden. Dieser Krimi ist im Band „Mord am Hellweg III” zu finden.
Neben Jürgen Kehrer war Berndorf der beste Act des Abends.
Berndorfs Eifelkrimis muss man gelesen haben, aber auch seine anderen Bücher.
Die Band spielte neben „Bei mir bist du schön.” und den „Cantina Song aus Star Wars” viele andere Song. Die Musik passte hervorragend zum Ambiente.
Gisa Klönne nervte durch ihre Arroganz und besonders durch den Spruch : „Ich achte besonders auf mehrere Handlungsstränge in meinen Büchern.” Obwohl ihre Bücher „Verkaufsschlager” sind, würde ich sie mir nicht kaufen, weil sie emotional zu langatmig sind.
Leenders, Bay, Leenders – das Trio Criminale – las wieder aus ihren Büchern.
Die Story mit einem Tier, das ein Kommissar überfahren hatte, und die bürokratischen Querelen, die sich daraus ergaben, war vortrefflich.
Meisterhaft!
Tolles Essen, nicht mal teuer, rundete das Geschehen ab.
Eine Reise in Krimis, die mir sehr gut gefallen hat. Einfach toll.
Am 13.10.2005 wird dieses Event ab 20.05 Uhr im Radio WDR 5 ausgestrahlt.

Autorenlesung „Mord am Hellweg”
Jürgen Kehrer liest zusammen mit Jacques Berndorf, Gisa Klönne, Leenders/Bay/Leenders, Gabriella Wollenhaupt und Kathrin Heinrichs
24.09.2006, 17:00 Uhr
Ahlen, Zeche Westfalen
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Literarische Mittsommernacht
Jürgen Kehrer liest zusammen mit Prominenten aus Politik und Sport „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull” von Thomas Mann
23.06.2006, 19:00 Uhr
Nottuln, Alte Amtmannei, Kastanienplatz

Vorigen Mittwoch bekam ich eine E‑Mail, in der eine russische Firma einen Finanzchef suchte.
Die Firma stellte sich als ebay-Partner vor und machte deutlich, dass ihr Umsatz permanent steige, was auch daher rühre, dass sie laut Bewertung eines Wirtschaftsinstituts zu den zwanzig Unternehmen gehöre, die an der Spitze, was Wachstum betreffe, lägen.
Die Arbeit als Finanzchef gestaltete sich ganz einfach, man könne dies in der Freizeit erledigen (geringer Zeitaufwand) und es erfordere nicht viel, nur einen PC, eine Internetverbindung und ein Konto in Deutschland.
Die Aufgabe der Firma ist es, bei, über bzw. mit ebay Geschäfte zu machen. Man suche eben deutsche Partner, die dies erledigten. Beim Verkauf von Dienstleistungen bzw. Waren über ebay bzw. an ebay werden die Beträge auf das Konto des Finanzchefs transferiert, weil dies einfacher ist als direkt nach Russland zu überweisen. Der Finanzchef verdiene laut E‑Mail 500 bis 1000 Euro pro Woche, was aber nur vorsichtig geschätzt sei.
Bei mir läuteten sofort die Alarmglocken.
Eine Firma will also über einen (?) deutschen „Finanzchef“ Geld nach Russland transferieren.
Diese Taktik ist bekannt, denn so wird Geld, das Phisher erbeutet haben, über mehrere Knoten transferiert, um die Rückverfolgung zu erschweren.
Phisher sind Personen, die anderen gefälschte E‑Mail von Banken zuschicken, in denen die vermeintlichen Bankkunden aufgefordert werden, auf einen Hyperlink (angeblich ein (neues) Sicherheitssystem der Bank) zu klicken, um eine oder mehrere Transaktionsnummern, die Kontonummer, Bankverbindung und das Passwort zu „Sicherheitszwecken” bei der Bank zu hinterlegen. Phisher (Passwort-Fischer) loggen sich dann mit den gestohlenen Daten ein und überweisen an sich Geld, fischen also in (trüben )„Geld-Teichen“.
Damit das ergaunerte Geld schnell auf ihre Konten überwiesen werden können, muss man sich etwas einfallen lassen, z.B. Strohmänner einrichten, und das erbeutete Geld über mehrere Knoten verschieben.
Dies ist die Absicht der o.g. E‑Mail, die ich bekam.
Mit schrillenden Alarmglocken ging ich zur Polizeiwache und nahm ein paar Ausdrucke der Anwerbe-E-Mail mit.
Ich erklärte der Polizistin, worum es ging und sie schaute erstmal einige Minuten in ein E‑Mail-Programm im Computer vor ihr.
Sie wusste nicht, was sie von meinem Bericht halten sollte und meinte dann, sie müsse erstmal ihren Vorgesetzten um Rat fragen.
Nach einigen Minuten kam sie wieder und erklärte mir, dass die E‑Mail eindeutig keine Phishing-Mail sei, da man mich darin ja nicht auffordere, Kontoinformationen preiszugeben.
Das hatte ich auch schon vorher gewusst, aber mein Anliegen war ein anderes, das ich nochmals wiederholten und mit anderen Worten beschrieb.
Die Polizistin sagte mir, dass die E‑Mail eindeutig nicht kriminell sei, aus dem gleichen Grund, den sie kurz vorher beschrieben hatte.
Ich sagte ihr, dass ich IT-Spezialist sei und diese E‑Mail eindeutig ein Anwerbeversuch darstelle, um gestohlenes Geld über mehrere Knoten von Strohmännern zu einem Phisher zu transferieren.
Sie wiederholte ihren Satz, dass es sich um keine Phishing-Mail handle.
Ich versuchte nochmals, sie von meinem Anliegen zu überzeugen, doch es brachte nichts.
Mir ist nicht klar, ob die Polizei überhaupt wusste, was ich von ihr wollte.
Eins liegt der Polizei Beckum nicht am Herzen – Aufklärung und Verfolgung von Phishing-Fällen.







