Laut Straßenverkehrsordnung müssen Autos vor Zebrastreifen anhalten und Fußgänger passieren lassen.
Man sieht immer mehr Radfahrer, die sich auch dieses Recht herausnehmen, obwohl sie vor dem Betreten abstiegen müssen, um ihn zu Fuß mit dem Rad schiebend zu überqueren.

Wenn ein Radfahrer fahrend den Zebrastreifen „betritt“, hat er in dem Moment sein Vorfahrtrecht verwirkt.
So steht es in der Straßenverkehrsordnung, in der Zebrastreifen bezeichnend „Fußgängerüberwege“ heißen.

Radfahrer scheinen Sonderrechte zu haben, was den Verkehr angeht.

Um sie zu schützen, muss man zwischen Auto und Fahrrad mindesten ein Meter fünfzig Abstand halten, mit dem Hintergedanken, dem Radfahrer keinen Schaden zuzufügen.
Wenn man die ein Meter fünfzig nicht einhalten kann, muss man hinter dem Radfahrer blieben und darf ihn auch nicht überholen oder sich an der Ampel neben ihn stellen. Dies gilt auch für den Radfahrer.

Von der Sichtweise der Radfahrer ist dies trotz eindeutiger Rechtslage anders.

Wenn ein Kolonne von Autos vor einer roten Ampel steht oder es zu Staus kommt, schmuggeln sich die Radfahrer dadurch, bis nach vorne. Plötzlich gilt bei ihnen nicht mehr der Abstand von einem Meter fünfzig, denn sie denken nur daran, möglichst schnell von hier nach da zu kommen.

Wenn dann ein Unfall passiert ist. heißt es, der Autofahrer hätte den Radfahrer übersehen oder nicht aufgepasst oder den Abstand nicht eingehalten, doch die Schuldigen sind die Radfahrer selber. 

An Zebrastreifen reden sich Radfahrer, die nicht abgestiegen sind und in einen Unfall verwickelt werden, damit heraus, dass die Autofahrer zu schnell gefahren seien.
Dass Zeugen eindeutig gesehen haben, dass der Radfahrer vor dem Zebrastreifen nicht abgestiegen ist, spielt in diesem Zusammenhang für den verunfallten Radfahrer keine Rolle, denn bestimmt sagt dieser, dass der Autofahrer zu schnell gefahren sei. Dies werden auch ein paar Zeugen bestätigen, doch dies spielt keine Rolle, denn die Geschwindigkeit des Autos ist nicht „amtlich ermittelt“ worden.
Es dauert übrigens nicht lange und das Argument „Der Autofahrer hat nicht aufgepasst“ kommt oder „Man kann auch Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen“ kommt.

Dabei vergisst man zu leicht, dass der Radfahrer den Unfall verursacht hat, weil er sich nicht an Regeln gehalten hat..

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