
Landläufiger Meinung ist es, dass Hunde nur Instinkt gesteuert seien, keine Emotionen besäßen und in keinster Weise kontextuell denken könnten.
Unsere Hündin Cora wurde im Juni 2013 geboren und war „wild lebend“ in Teneriffa, bis sie im Frühjahr 2014 ins Tierheim mit anschließender Verbringung in eine Tötungsstation kam.
Zu uns kam sie über die Tierorganisation „Vergessene Pfoten Stuttgart“.
Nach einer Eingewöhnungsphase hat sie sich an uns gewöhnt und ist auch sehr schnell stubenrein geworden. Wir haben nie mit ihr geschimpft oder Schlimmeres mit ihr angestellt, wenn sie mal in die Wohnung gemacht hat, sondern sie mit Liebe und Lob, wenn sie draußen gemacht hat, erzogen.
Wenn sie mal in die Wohnung gemacht hat, haben wir dies gereinigt und nichts gesagt, aber gelobt, wenn sie es draußen gemacht hat.
So lernte sie sehr schnell.
Sylvester 2014 / Neujahr 2015 haben wir während des Sylvester- bzw. Neujahrsfeuerwerks etwas erlebt, dass die These, dass Hunde (nur) sehr kurze Erinnerungen hätten, widerspricht.
Wir saßen im Wohnzimmer und schauten vom Sofa aus dem Feuerwerk zu.
Cora freute sich ebenfalls über das Leuchten und die bunten Lichter, was man unter anderem durch das Schwanzwedeln und positive Bewegungen bemerkte.
Plötzlich hielt sie inne und wurde ruhig – mitten während des Feuerwerks.
Sie starrte irgendwo hin – weit, weit weg.
Man bemerkte, dass sie sich an etwas erinnerte und dies vor ihrem inneren Auge sah.
Wir vermuten, dass sie sich daran erinnerte, dass sie vor einem Jahr (mit ihrem damaligen Rudel (?)) in Teneriffa das Sylvester- bzw. Neujahrsfeuerwerk angeschaut hatte.
Irgendwann kam sie dann wieder „zurück zu uns ins Wohnzimmer”.
Sie freute sich sichtlich, uns zu sehen.
Cora hat bewiesen, dass sie sich an etwas aus der Vergangenheit erinnern kann.






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