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Von Böblingen aus hat es eine neue Sportart zu olympischen Ehren geschafft.
Tontauben Grüßen
Diese Sportart wurde vor einigen Jahren in Böblingen, Baden-Württemberg, erfunden und schwang sich seit der Gründung der „Aninmal Olympics Böblingen” in vorher unbekannte Gefilde.
Anfangs waren es noch eine Handvoll Leute, doch die Fans und Aktiven wurden immer mehr.
Diese Sportart hat den militärischen Charakter des „Tontauben schießen” ersetzt durch eine freundliche Art der Völkerverständigung.
Aus einem Magazin werden aus Ton modellierte Tauben herausgeschleudert.
In Windeseile muss der Agierende nun diese Taube grüßen.
Er hebt dazu seine Hand und winkt kurz.
Es ist aber nicht mit einem schlichten „Hallo!” getan, sondern die Intention des „Tontsuben grüßen” ist ja Völkerverständigung.
Die Tauben sind nämlich lackiert und zwar mit den Flaggen verschiedenster Länder.
Eine blau-weiß-rote Taube begrüßt man mit „Bonjour” oder „Salut”, eine grün-weiß-rote mit „Buongiorno” oder „Ciao”.
Zugegeben sind dies im Fachjargon der „Grüßenden” einfache Aufgaben.
Schwieriger wird es schon bei sehr bunten Flaggen, wie z.B. bei der afrikanischer Staaten oder arabischer.
Aber auch ihm – verrät uns der Vorsitzende der „Animal Olympics Böblingen” – seien schonmal Fehler passiert.
Anstatt „Merhaba!” habe er bei einer roten Taube mit Halbmond gemeint, es sei ein Kreuz und habe „Grüezi!” gerufen. „Rot-weiß ist eben verwirrend”, sagt er mit einem Augenzwinkern.
Ein anderer erzählt uns, es komme in der Eile auch vor, die Farbreihenfolge falsch zu deuten.
„Ich habe ‚Guten Tag!’ gerufen”, erklärte er, „doch es war die Taube mit dem belgischem Aufdruck”.
Augenverdrehend fügt er hinzu: „So passiert es eben, wenn man die Drehung der fliegenden Taube nicht mitbeurteilt und sich nur auf die Farben konzentriert.”
„Pflupp” macht es wieder neben mir und eine weiß-rote Taube landet im Gras.
„Meine Chance”, denke ich mir und rufe: „Monaco oder Polen”.
Drei Augen schauen mich strafend an.
„Bahrain” , höre ich, „Das Rot in der Flagge von Bahrain ist ausgefranst in der Mitte.”
„Oh”, mache ich, und erhalte als Antwort: „Man muss schon genau hinschauen.”






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