
Es ist etwas befremdlich, wenn im Stadtteil, in dem man wohnt, plötzlich der Strom ausfällt.
Das ist gerade bei uns passiert.
Nach knapp einer halben bis dreiviertel Stunde war alles allerdings wieder in Ordnung.
Wir – meine Herzallerliebste und ich – saßen im Computerraum an unseren Laptops und unterhielten uns nebenbei, wie wir es eigentlich immer tun.
Plötzlich ging das Licht aus. In der ganzen Wohnung ging kein Licht an, die Beleuchtung vor der Haustür war auch aus. Etwas später sahen wir, dass es im ganzen Stadtteil dunkel war, keine Straßenlaternen brannten.
Nachdem Anruf bei der Polizei wußten wir, dass Hilfe nahte.
Was mich faszinierte in der neuen Situaton, war die Stille und die Dunkelheit.
Es ist abends zwar dunkel, wenn man aus dem Fenster schaut, doch irgendwo sieht man immer ein Licht in Fenstern oder die Straßenlaternen brennen.
Es war „richtig” dunkel, anders dunkel, dunkler als sonst.
Auch wenn man glaubt, es sei still, hört man irgendwas – einen laufenden Aufzug, das Summen der Heizung (Pumpen etc.) oder Fernseher, die laufen, oder wenn es leise laufende Maschinen oder Geräte sind.
Auch die Situation, keinen Internetzugriff zu haben, nicht kommunizieren zu können (außer dem Handy / Smartphone) übte eine Beruhigung auf mich aus.
Ich dachte darüber nach, was ich nun tun könnte – ohne Internet, ohne Fernsehen, kein Radio!
Mir wurde klar, dass man in „Alltäglichen” nicht merkt, dass man einiges nur aus Langeweile tut.
Das war fasziniernd, in gewisser Hinsicht.
Auch unsere Hündin Cora war plötzlich sehr entspannt, sehr ruhig, legte sich zu uns und genoss die Stille.
Als das Licht wieder naging, reagierte sie direkt und war wieder aufmerksam und lauschte.
Ich möchte das gerade Erlebte nicht unbedingt öfters wiederholen, doch diese kurze stille, dunkle Zeitspanne habe ich genossen.
Ich hat mich beruhigt.
Bildnachweis: © Treetog Artwork @ IconArchive






Schreibe einen Kommentar