Erbrechen schlecht Würgen Kotzen Vomit Vomitieren Gübeln

Heute ist uns etwas „Bedrohliches“ widerfahren.
Wir befuhren die Wilhelm-Maybach-Straße in Böblingen, von der Tübinger Straße kommend Richtung Schönbuchstraße.
Die Straße ist nicht gerade breit und zudem stehen noch geparkte Autos dort, wie auch heute auf der Gegenspur von uns ausgesehen, Richtung Bahndamm.
Ein LKW kam uns entgegen. Weil auf der Gegenspur noch genügend Platz war, warteten wir, damit er dort hinfahren hätte können.
Er blieb auf Höhe einer Hofeinfahrt stehen und machte die Warnblinkanlage an.

Nach ein, zwei Minuten stieg der Fahrer aus und ging an der Hofeinfahrt auf und ab.
Ich stieg aus und ging freundlich auf ihm zu: „Könnten Sie Ihren LKW gegenüber parken. Ich habe extra für Sie Platz gemacht. Meine Frau und ich müssen hierdurch.“
„Ich muss hier abladen.“
„Sie können doch Ihren LKW dorthin stellen. Es sind nur ein paar Meter. Dort ist es auch nicht so eng.“
„Ich habe keine Zeit für sowas.“
Dann war er in der Firma verschwunden. 

Ich ging zu unserem Auto zurück.
Ein Auto, von der anderen Richtung kommend, versucht schräg über den Gehweg zu fahren, doch es klappte nicht.

Dann kam ein Mann mit Arbeitskleidung heraus und redete mit dem LKW-Fahrer.
Ich hupte. Die beiden wurden auf uns aufmerksam. Meine Frau rief: „Könnten Sie hierhin fahren? Dann versperren Sie auch nicht die Straße. Wir müssen beide zur Arbeit.“
Der Arbeiter kam mit seinem Hammer auf unser Auto zu und schlug diesen provozierend in seine andere Hand.
Auch wenn es eine verbale Entgleisung darstellt, was er sagte, möchte ich es hier wiedergeben.
„Verpisst Euch hier! Wir müssen arbeiten. Ihr habt hier nix zu suchen oder habt Ihr eine Genehmigung, dass Ihr hier fahren dürft?“
„Was Sie hier machen, ist Behinderung“, sagte meine Frau, „Wir haben extra diesen Platz freigehalten, damit der LKW dort bequem stehen kann.“
Er hantierte bedrohlich mit seinem Hammer und sagte dann in einem restringierten Sprachcode: „Wenn Ihr Euch nicht verpisst, schlage ich Euch die Scheiben ein.“
Das war der Moment, indem meine Frau die Polizei anrief.

Diese hörte alles mit, auch die nachfolgenden Entgleisungen des Mannes, der meinte, dass die Polizei ihm nichts könnte, weil dies ja ein Privatweg wäre. 

Währenddessen hatte der LKW-Fahrer einen kleinen Gabelstapler aus dem Heck des LKWs gehievt und befuhr die Straße.
Der Arbeiter drohte uns, drehte sich aber fluchend, dass wir hässlich wären, um und ging.
Wir versuchten, an den LKW vorbei über den Bürgersteig zu kommen, doch der Arbeiter warf eine Palette vor unser Auto.
„Hier kommt Ihr überhaupt nicht mehr her“, triumphierte er und hantierte wieder mit seinem Hammer herum.
„Verpisst Euch Ihr Halbdaggl!“ rief er (Haldaggl = Vollidiot auf Schwäbisch).

Da wir Angst um unser Auto hatten, drehten wir um und fuhren wegen zweier unfreundlicher Leute einen Umweg von über einen Kilometer.
Als ich meine Frau zur Arbeit gebracht hatte, fuhr ich zur Polizei, da ich noch etwa eine Stunde Zeit bis zum Arbeitsbeginn hatte.

Die Polizei wusste Bescheid und war auf der Wilhelm-Maybach-Straße gewesen und hatte mit den beiden Leuten gesprochen.
Sie hatten sich aufgeschrieben, was der Arbeiter zu uns gesagt hätte.
Mir kam es so vor, dass es gar nicht so wichtig war, was sich abgespielt hatte.
Es wäre besser gewesen, wenn wir gewartet hätten als das wir (vor Angst) weggefahren wären, sagten sie mir.
Wir wissen nicht, was die beiden den Polizisten gesagt hatten, aber die beiden, die auch dort gewesen waren und nun mit mir sprachen, schien kaum etwas zu interessieren.
Es interessierte sie auch nicht, als ich ihnen die Bilder von dem Arbeiter gezeigt hatte, als er uns neben dem Auto mit dem Hammer gedroht hatte.
Auch der aggressive Gesichtsausdruck schien nicht schlimm gewesen zu sein für sie.

Wo ich richtig enttäuscht war, war die Sache, dass wir nicht hätten in die Wilhelm-Maybach-Straße fahren dürften.
Ich nahm es erstmal hin, als ich aber einmal um den Block fuhr und beide Einfahrten der Wilhelm-Maybach-Straße anschaute, befand sich da kein Schild, dass darauf hinwies, dass dies eine Privatstraße sei oder dass diese eingeschränkt sei.

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