
Die Frau – eine unserer Nachbarinnen – , über die wir heute berichten, hat viele selbst erklärte Feinde, auch hier in der Gegend, in der wir wohnen, denn sie ist beim Landratsamt beschäftigt.
Das ist nicht das „Makel“, allerdings ist sie zuständig für die Aufdeckung von Betrug bei Sozialhilfe und Arbeitslosengeld, insbesondere Arbeitslosengeld II (sog. „Hartz-IV“).
Wer als Empfänger von „Hartz-IV” ins Landratsamt und nicht ins Jobcenter geladen wird, kann sicher sein, dass er / sie im Verdacht steht, „Hartz-IV“ zu Unrecht zu bekommen oder zuviel zu bekommen.
Es kann sich bei diesen Verdachtsfällen darum handeln, dass falsche Angaben gemacht wurden oder jemand vergessen hat, seinen Nebenjob anzugeben. Die Gründe können vielschichtig sein, auch z. B. wenn sich jemand nach mehrmaligem Auffordern, beim Jobcenter nicht gemeldet hat etc.
Die Ausreden natürlich auch!
Ein Sahnestückchen einer Ausrede ist dieses…
Die Frau fährt jeden Tag von ihrer Wohnung mit dem Bus zur Arbeit ins Landratsamt und kennt natürlich auch einige Leute.
Sie lud jemanden zu sich, die erst nicht erschien.
Nach mehrmaligem Anrufen, erreichte sie sie schließlich und sagte ihr „persönlich“, dass sie zu ihr kommen solle.
Die Angesprochene meinte, das ginge nicht, da sie kein Auto habe.
Die Frau vom Landratsamt meinte, sie könne mit dem Bus fahren, und erklärte ihr auch, welche Linien sie nehmen solle.
Die „Hartz-IV”-Empfängerin erwiderte: „Ich habe so wenig Geld, dass ich mir keinen Bus leisten kann.“
Dies war ein gefundenes Fressen für die am anderen Ende der „Telefonleitung“:
„Ich fahre jeden Morgen von zu Hause mit dem Bus zur Arbeit.
Ich sehe Sie jeden Morgen in den gleichen Bus einsteigen wie ich und Sie zeigen immer eine Monatskarte vor.“






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