
Bei Twitter gibt es ja die Möglichkeit, andere Benutzer zu blocken.
Diese Funktion ist allerdings nicht so weitreichend wie z.B. bei Facebook.
Wenn man jemanden bei Facebook blockt, kann man nichts mehr von einem sehen und er auch nichts mehr von dem, der ihn geblockt hat, sehen.
Blocken bei Twitter ist nur sehr rudimentär.
Wenn man jemanden blockt,
- kann dieser einem nicht mehr folgen,
- kann er einen nicht mehr in eine sog. Liste aufnehmen,
- bekommt keine „Replies“ (@name) mehr in den Ordner „Erwähnungen“
- und man erhält auch keine Direktnachrichten (mehr) von ihm.
Die Mankos bei Twitter sind, dass
- man den Blockierten sehen kann, wenn man seine Twitteradresse (www.twitter.com/name) hat ,
- der Blockierte einen auch so sieht
- und der Blockierte taucht in Suchergebnissen via Suche oder sog. Hashtagging – Kategorisierungen – auf.
Wir haben uns nun überlegt, wie man bewerkstelligen kann, dass man jemanden, den man blockiert hat, gar nicht mehr sieht.
Vorweg: Man könnte sich unsichtbar machen, aber dann sieht keiner mehr, was man twittert.
Wir haben uns etwas für den Browser Firefox überlegt.

Dieser ist ja quelloffen, d.h. man kann sich seinen Programmcode ansehen.
Gleichsam kann man aber auch eigenen sog. Addons – Zusatzprogramme – schreiben und diese in Firefox einbinden.
Wir schauten uns ein Addon namens Adblock Plus an. Dies ist ein Werbe-Blocker und kommt schon dem, was wir gerne hätten, so nah.
Adblock benutzen wir schon lange und ist sehr verlässlich.
Ein Browser bekommt eine Internet-Seite zugeschickt, interpretiert die Befehle und zeigt die Seite, weil er weiß, was er mit den Befehlen machen muss, nach diesen bestimmten Regeln an.
Firefox hat aber eine Besonderheit zu bieten.
Dem Programm, das die Seiten auf den Bildschirm „zeichnet“ – genannt Gecko – kann man noch etwas vorher machen lassen.
Hier hakt nun unser Twitter-Blockierer ein.
Unser Twitter-Blockierer „liest“ zuerst die Seite, noch vor Gecko.
Dann schaut er nach bestimmten Mustern und nimmt die Befehle, die etwas damit zu tun haben, heraus. Das macht er mit der ganzen Seite.
Danach übergibt er erst die Seite, also die ohne die gefilterten Segmente, an Gecko.
Dieser zeigt die Seite dann an, als wäre es eine ungefilterte. Gecko „meint“, dass die Seite direkt aus dem Internet käme, zeigt aber eine gefilterte an.
Unser Addon – Twitter-Block – kann schon einiges:
- Bestimmte Begriffe filtern,
- bestimmte Benutzernamen filtern
- und Ausnahmen verwalten.
Wenn man z.B. Tweets, die den Begriff „Fleisch“ enthalten, nicht sehen möchte, gibt man den Begriff – das Textmuster „Fleisch“ – in den Filter ein.
Dies funktioniert auch mit Benutzernamen, aber mit der Besonderheit, dass diese auch in den Suchbegriffen und via Hashtags – Kategorisierung – auch nicht mehr angezeigt werden.
Dies ist der Vorteil gegenüber dem Blocken von Twitter, wo ja über den Suchbegriff oder Hashtag trotzdem Benutzer angezeigt werden, die man geblockt hat.
Unser Addon kann noch etwas – Ausnahmen verwalten.
Wenn man den Begriff „Fleisch“ blockt, aber Tweets mit dem Wort „Fleischerei” angezeigt bekommen möchte, kann man dies in eine Ausnahmeliste aufnehmen.
Wir erhielten auch Nachfragen, ob man etwas blocken könnte, was „ähnlich“ zu anderem wäre.
Das haben wir in dieser Version von „Twitter-Block“ schon eingepflegt.
In der Vorgängerversion gab es die Rubrik „Ähnlichkeit“ und „reguläre Ausdrücke“.
In der aktuellen nur noch die Rubrik „Ähnlichkeit“, die auch reguläre Ausdrücke verwalten kann.
Der Hintergrund ist, dass jemand auf die stellenweise „kreative“ Orthographie aufmerksam machte und fragte, ob man nicht Begriffe, die falsch geschrieben würden, nicht direkt in bestimmten Variationen a priori blocken könnte.
Das funktioniert nun, zwar noch nicht ganz stabil, weil es noch Probleme mit der Ausnahmeliste gibt, aber das bekommen wir noch hin.
So kann man nun die Varianten „Orthographie“, wie es richtig ist, „Ortografie“, „Orthografie“, Ortographie“ durch einen regulären Ausdruck beschreiben und hat mit einem Eintrag mindestens vier Textmuster geblockt („Ottografie” wäre z.B. auch geblockt, wenn man es richtig beschriebe).
Dies geht auch mit Benutzernamen.
Wenn man z.B. weißt, dass ein Benutzer Namen benutzt, die ähnlich sind, aber nicht alle kennt, könnte man dies mit einem regulären Ausdruck beschreiben und löscht auch schon a priori bestimmte Zeilen aus der Anzeige.
Das Problem mit der Ausnahmeliste resultiert momentan noch hiervon, denn reguläre Ausdrücke in mehren Listen „beißen“ sich momentan.
Abhilfe ist im Moment, in den Ausnahmen keine regulären Ausdrücke zu benutzen.
Viel Spaß!
Wir danken unseren Beta-Testern für deren „Arbeit” sowie deren Anregungen und Kritik!






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