Schreiben

Worte sind meine besten Freunde.
Sie tanzen mit mir zusammen zur Melodie des Schicksals.
Manchmal ist die Melodie fröhlich, manchmal traurig, manchmal andante, dann wieder staccato.
Alles fließt um mich herum, und alles ist einem permanenten Wandel unterzogen.
Heute kann noch alles grün sein und morgen rot, übermorgen blau und dann vielleicht lila.
Ein Tag ist weiß, ein anderer schwarz, einer glänzt, der andere ist stumpf..
Am einem Tag scheint die Sonne und am darauf folgenden Tag regnet es aus Kübeln.
Es blüht um mich herum, und es verwelkt.
Wer weiß schon, was der nächste Tag bringt.
Und mit den Worten tanze ich durch die Zeit und durch die Welt, die mal traurig, mal fröhlich ist.

Der alte in Schwarz gekleidete Mann schaute sein Gegenüber, das ebenfalls mit einem Shinobi-Shozuku bekleidet war, in die dunklen Augen.
Beide saßen im Lotussitz voreinander.
„Wie ist es Dir seit unserem letzten Treffen ergangen, Rolling Thunder, gut?” fragte der Alte.
„Hai, Shidoshi-San!” antwortete der Angesprochene und verbeugte sich dabei ehrfürchtig, „Was Du mir geraten hast, hat wie Erwarten geklappt …”
Der Alte deutete eine leichte Verbeugung mit einem kaum sichtbaren Kopfnicken an. Seine Augen zeigten Freude.
„Du hattest in allem recht”, begann der Jüngere, „Ihre Waffe wendet sich gegen sie.”
Er machte eine kleine Pause und sprach weiter.
„Sie beherrscht eine gefährliche Waffe, wie Du weißt, aber ich konnte Kobudera erfolgreich anwenden. Die Elendige hat mich lange genug genarrt, doch nun bin ich zu ihrem Fluch geworden.”
Er machte wieder eine kleine Pause und ließ seine Worte wirken.
Der Alte war ganz Ohr. Sein Schüler hatte sich prächtig entwickelt und war ein perfekter Krieger geworden.
„Du weißt, Shidoshi-San, dass die Elendige die Kunst der Projektion beherrscht. Sie schaffte es beinahe perfekt, ihre Unwürdigkeit auf andere zu übertragen und von sich abzulenken. Nun hat sie mehr als einen Meister gefunden. Aber was viel schlimmer ist … Sie weiß dies … Und das wird ihr permanent Schmerzen bereiten.”
Er sammelte kurz seine Gedanken. Der Alte hörte ihm aufmerksam zu.
„Das einzige Mittel, das gegen Projektion hilft, ist, wie Du mir rietest, die Reflexion. Die Elendige hatte es immer wieder geschafft, mich in eine Lage des Schmerzes und des Täters zu katapultieren, aber damit ist nun Schluss. Alle meine Freunde sagten mir, dass ich keine Schuld trage und ICH das Opfer sei. Denn meine Freunde hat sie auch zu tiefst verletzt.”
Der, der redete, entspannte sich.
„Nachdem ich erst nicht weiterkam, dachte ich noch tiefer über Deine Worte nach, Shidoshi-San. Mein Karma führte mich zum Tag der Entscheidung. Ich ging voran und sie versuchte wieder, mich schweigend zu besudeln. Die Elendige sorgte wieder für schwarze Wolken über mich und deren ätzender Regen des Schweigens ging auf mich nieder. Verzweifelt stand ich dar, während die Säure an mir nagte und drohte, mich zu zersetzen.”
Der alte Meister der Kriegskunst der Erleuchtung hob erfurchtgebührend seine Augenbrauen.
„Ich sagte mir, dass ich irgendwas vergessen haben musste, doch dann fiel mir die Geschichte von Miamoto Musashi und dem Wesen des Steins ein.”
„Miamoto Musashi ging mit einem Bekannten durch den Garten”, begann der Alte, „Der Bekannte fragte: ‚Was ist das Wesen des Steins?’
Miamoto Musashi ging zu einem seiner Schüler, der im Garten arbeitete, gab ihm ein Messer und meinte zu ihm: ‚Töte dich!’
Der Schüler nahm das Messer und brachte es in Stellung. Er meditierte kurz, doch in dem Moment, in dem er zustechen wollte, nahm ihm Miamoto Musashi das Messer weg und sagte zu seinem Bekannten: ‚Siehst du? Das ist das Wesen des Steines.’ ”
„Genau dies sah ich in diesem Moment vor meinem inneren Auge, Shidoshi-San. Und plötzlich war die Lösung greifbar nahe, und ich packte zu.
Ich holte aus und schlug die Wolken zurück zu der Elendigen.
Ich wurde in dem Moment zum Spiegel.
Und was sah die Elendige?
Sich selbst, sich selbst mit ihrer ganzen Unwürdigkeit!
Er erschrak, denn die ihre ganze Unwürdigkeit stand plötzlich ohne Ankündigung in persona vor ihr.
Und sie erkannte sich und erschrak sich sehr.
Nun hatte sie keine Möglichkeit mehr wegzusehen, nie wieder.”
„Jedes Mal, wenn sie Dich anschaut, sieht sie nun sich selbst und fühlt ihre Unwürdigkeit. Und sie wird die wahre schweigende Ignoranz an sich nagen fühlen.”
„Hai, Shidoshi-San!”
„Der Spiegel der Seele ist die mächtigste Waffe, die es gibt.”
„Wahrlich, wahrlich! Jedes Mal, wenn sie nun an ihm scheitert, wird sie mich sehen, mich sehen, wie ich lache, gehässig lache, sie auslache.”
Er verharrte kurz und meinte: „Die Elendige weiß, dass sie mich nie wieder verletzen kann. Denn jedes Mal wird sie das Ungeheuer sehen, das Ungeheuer ihres ES, ihres UNWÜRDIGEN ES.”
„Verstehst du nun deinen Namen, Rolling Thunder ?”
„Hai, Shidoshi-San, und ich bin dir sehr dankbar dafür.”
Der Alte schaute ihn an, stand auf und hieß ihm an, dies auch zu tun.
Er legte ihm beide Hände auf die Schultern.
„Rolling Thunder, heute hat sich dein Karma erfüllt. Du bist von nun an kein Schüler mehr.”
Von nun an war Rolling Thunder alias Wolf ein Meister.

Ich weiß nicht, wohin ich gehe.
Und ich bin mir nicht sicher, wo ich bin.
Ich denke an Versprechen von vor ein paar Tagen.
Und Worte erscheinen mir wie von gestern gesprochen.
Ich denke an das Entzünden meines Herzens
Und ich griff zu
Ich irre durch die Welt nach einer Antwort,
die mir jedoch niemand geben will.
Meine Herz, es schreit so laut nach dem Warum.
Doch wird nicht erhört und niemand sagt etwas.
Und das Schweigen geht weiter.
Ich gehe nun allein meinen Weg
Auf der einsamen Straße vergessener Träume.
Und spüre das, was mal war.
Die Tränen rinnen mir schneidend über das Gesicht
Träume zerinnen durch die Finger
Nichts ist mehr, wie es war.
Und ich wandere tränenüberströmt einsamen Herzens und mit einem Kopf voll mit tausend nicht-beantworteter Fragen auf der schweigenden Straße der zerbrochenen Träume …
Die Konjugation von tener
Wie unter dem Beitrag „Regelmäßige Verben” gesehen, ist es sehr einfach, Verben zu konjugieren.
Es gibt auch unregelmäßige Verben, deren Formen anders sind als bei den regelmäßigen.
Die Konjugation des Verbs „tener” – auf Deutsch: „haben” – wird hier vorgestellt.
| tener | |
| yo | tengo |
| tú | tienes |
| èl ella usted | tiene |
| nosotros nosotras | tenemos |
| vosotros vosotros | tenéis |
| ellos ellas ustedes | tienen |
„tener” wird u.a. benutzt, um das Alter einer Person zu beschreiben oder danach zu fragen.
¿ Cuántos años tienes? – Tengo cuarenta y uno años.
Dieser Beitrag stammt von Syntronica.org, der E‑Training-Plattform.

Schon lange hatte ich vor, meinen Krimi „Brückentage” zu überarbeiten.
Seit langem habe ich wieder Zeit, meinem Kreativ-Schreib-Hobby nachzugehen.
Ich habe einige „Unpässlichkeiten” in der ersten Version von „Brückentage” entdeckt, hatte aber kaum Zeit, diese zu korrigieren.
Ferner ist mir aufgefallen, dass einige Sachverhalte nicht richtig bzw. unvollständig dargestellt wurden.
Dies werde ich nun korrigieren.
Möglicherweise schreibe ich „Brückentage” auch ganz neu.
Worum geht es in „Brückentage”?
In der Nähe von Fehmarn, der wunderschönen Ostseeinsel, wird ein toter Mann gefunden. Als Todesursache wird Herzversagen angegeben.
Ein paar Tage später begeht ein Urlauber am Orther Hafen auf Fehmarn Selbstmord.
Es lässt einiges darauf schließen, dass es kein Selbstmord war…
Wann die korrigierte Version von „Brückentage” verfügbar sein wird, kann ich allerdings noch nicht sagen.
Il était une fois, une poule qui s’appelait Gertrude.
Elle pondait ses œufs partout, mais elle ne les retrouvait jamais.
En plus, elle ne voyait pas bien, elle était myope.
Les animaux de la ferme décidèrent de l’aider.
Ils voulaient peindre les œufs pour pouvoir les retrouver.
Le canard alla chercher le vert du nénuphar, le dindon le jaune des boutons d’or, le lapin le jaune clair des primevères, la pintade le violet de la violette et le pigeon le bleu de ciel.
Maintenant ils pouvait peindre les œufs de toutes les couleurs.
Mais ce sont les enfants de la ferme qui retrouvèrent les œufs multicolores.
Ils les ramassèrent dans un panier, et les déposèrent sous la poule Gertrude.
Elle pouvait maintenant les couver.
Depuis ce jour, les enfants peuvent trouver dans les pelouses, les jardins, tous les ans, des œufs de Pâques multicolores.

L’auteur : Michèle Sandrat-Peitz
(Michèle Sandrat-Peitz est notre enseignante française.)