Ein Kommissar der Bundespolizei aus Hamburg bekommt von einer Frau, mit der er irgendwann ein Verhältnis hatte, einen Telefonanruf, sie werde bedroht.
Etwas später müssen er und seine Kollegin nach Norderney reisen, um den Tod eines Mannes aufzuklären.
Die Bekannte des Kommissars stellt sich als Journalistin heraus, die an einer Sache von Grundstücksmauscheleien auf Norderney dran ist. Sie wird auch etwas später bedroht und gewürgt.

Der Tatort plätschert langsam und ermüdend vor sich hin.

Die Journalistin versucht die beiden Bundespolizisten für sich einzunehmen, doch das klappt nicht so ganz, zudem die beiden Ermittler sich wehren, dass sie sich permanent in die Polizeiarbeit einmischt.

Als der Kommissar alleine auf Norderney bleibt, um die Ermittlungen weiterzubringen, erfährt seine Kollegin von einem Reporter, den sie kennt, dass die Journalistin, die auf Norderney lebt, schizoide Züge hätte.

Auf Norderney spitzt sich die Sache zu, die darin endet, dass die Journalistin sich mit Alkohol abfüllt, da sie merkt, dass der Kommissar nicht das tut, was sie will und dass die Ermittlungen und das Stochern nicht das ergeben haben, was sie sich zurechtphantasiert hatte.
Sie läuft während der steigenenden Flut in die Nordsee hinein. Der Kommissar will sie überzeugen, nicht alles wegzuwerfen, doch diese nimmt seine Handschellen und fesselt beide zusammen und wirft den Schlüssel in die Fluten.
Eine Suche wird gestartet, die jedoch über Nacht zu nichts führt.

Am Schluss des Tatorts sieht man den Kommissar auf einem Stück Land nach der Ebbe sitzen, immer noch zusammen gefesselt mit der nun toten Journalistin, die wohl über Nacht ertrunken ist.

So war grob der Tatort.

Die Folge war langweilig und nichtssagend. Dorf‑ und Inselklischees folgen aufeinander, auf der einen Seite die Inselbewohner, die Norderney nie verlassen haben und auf der anderen die weitgereiste Journalistin, die zwar von da stammt, aber nur aufgesetzt Insulanerin ist.
Von den Grundstücksmauscheleien erfährt man so gut wie nicht mehr, ebenso wenig wie von der angeblichen Korruption. Auch eine ominöse Gestalt auf einem Motorrad und stellenweise in Motorradkleidung zu sehen fällt aus der Handlung vollkommen heraus. Man erfährt nichts davon.
Das einzige, was herauskommt, ist, dass die Journalistin den Mann getötet haben will, nachdem er sie laut eigener Darstellung gewürgt haben soll. Mehr erfährt man nicht.

Aufgesetzt ist auch der Möchtegern-Showdown, wo die Journalistin und der Ermittler in den Fluten der Nordsee aneinander gekettet stehen.
Spannung kam zwar auch, aber man kann sich denken, dass die Journalistin stirbt.

Der Tatort überzeugte in keinster Weise.

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