
Trotz herber Kritik bezüglich seiner Äüßerung zu „entarteter Kultur” sieht Kardinal Meisner keine Veranlassung zurückzurudern.
Kritik interessiert ihn nicht. Er bleibt bei seiner Meinung, dass der Ausdruck „entartete Kultur” angebracht gewesen wäre.
Momentan verweilt er in Rumänien. Von da aus hat er sich nicht hierzu geäußert.
Bischof Fürst, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Bischofskonferenz, sagte dazu nun: „Diese durch die Nationalsozialisten geprägte Begrifflichkeit beschwört den Horizont schlimmer Exzesse der Barbarei und fürchterlicher Schicksale von Künstlern und Schriftstellern herauf.”
Bischof Fürst betonte , dass dies seine eigene Meinung und nicht die der Bischofskonferenz sei.
Ein Sprecher des Erzbistums Köln meinte, dass Meisner die ganze Gesellschaft gemeint habe, die entgöttlicht sei. Der Sprecher meinte aber auch kleinlaut, dass Meisner, wenn dieser gewusst hätte, welche Empörung er damit ausgelöst hätte, wohl einen anderen Begriff benutzt hätte.
Die Deutsche Bischofskonferenz schwieg zu der Äußerung Meisners beharrlich.
Es ist zu hoffen, dass die sie sehr bald Stellung nimmt.
Auch eine Rüge Meisners durch sie sollte stattfinden.






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