Bis zum Jahr 1887 verfiel die Stolberger Burg über nahezu ein Jahrhundert hinweg zunehmend zu einer Ruine. Etwa 100 Jahre zuvor erlitt die Burg im Jahr 1756 schwere Schäden infolge eines Erdbebens. 

Die sich verschlechternde Struktur erfuhr jedoch eine positive Entwicklung durch den letzten privaten Eigentümer, was das Wahrzeichen der Stadt Stolberg in seiner heutigen Form ermöglichte.

Während des 19. Jahrhunderts dienten die noch bewohnbaren Teile der Burg zeitweise als Unterkunft für Obdachlose und beherbergten zugleich Werkstätten von Handwerkern.
Als das Ehepaar Welter im Jahr 1863 die Burg erwarb, war ihr Zustand so marode, dass ein polizeiliches Wohnungsverbot wegen des fortschreitenden Verfalls ausgesprochen wurde.
Die adeligen Vorbesitzer entschieden sich daraufhin zum Verkauf der Burg, nachdem Welter bereits mit dem Abriss des Geschützturms begonnen hatte.

Schließlich begann im Jahr 1888 unter der Leitung des Fabrikanten Moritz Kraus der lang ersehnte Wiederaufbau der verfallenen Festung mit umfassenden Renovierungen:

Nachdem Moritz Kraus die Ruine der Burg erworben hatte, wurde sie im Stil des historistischen Neobarock nach den Plänen der Stolberger Architekten Carl Wilhelm Schleicher und des Kölner Architekten Alfred Müller-Grah rekonstruiert. 

Kraus schenkte dieses heutige Wahrzeichen im Jahr 1909 der Stadt Stolberg und somit allen Einwohnern.

Die Bauarbeiten erstreckten sich über rund 25 Jahre mit mehreren Unterbrechungen und waren zum Zeitpunkt der Schenkung durch Kraus an die Stolberger noch nicht abgeschlossen. Gemäß dem Vertrag wurde der Bau noch im selben Jahr mit der Errichtung des Torbaus durch die Stadt Stolberg fertiggestellt.

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