Wir waren Mitte August abends in einem Supermarkt zum Einkaufen.
In einem Gang wollte ich mir im Regal etwas herausnehmen, sah jedoch, dass dort eine Frau ohne Mund-Nasen-Schutz am Boden hockte und telefonierte.

Ich sprach die Frau freundlich an: „Könnten Sie bitte Ihre Maske aufsetzen?“

Sie erschrak und kam hoch. Da sie die Maske nur an der Unterlippe trug, fragte ich: „Könnten Sie die Maske bitte ganz aufsetzen. Ich habe Angst vor CoronaCorona Das Corona-Virus verursacht eine schlimme Lungenkrankheit (COVID-19), die tödlich verlaufen kann..“
Die Frau wurde verbal aggressiv gegen mich mit den Worten: „Sie haben mir überhaupt nichts zu sagen. Ich bin alleine und brauche keine aufzusetzen.“
Ich konterte, dass ihr wohl entgangen sei, dass ich neben ihr stünde und im Supermarkt generell eine Maskenpflicht bestünde, worauf sie mich etwas lauter mit den Worten „Sie haben mir überhaupt nichts vorzuschreiben!“ anging und irgend etwas sagte, wie, dass ich keine Polizei oder ähnliches sei und ihr nichts zu sagen hätte.
„Ich möchte gerne dort heran“, meinte ich ruhig, „Rollen Sie bitte den Kinderwagen kurz weg!“

Was dann passierte, können meine Gattin und ich nicht nachvollziehen.

Die Frau schrie mich an, dass ich ihr Kind bedroht hätte, worauf ich ein Stück nach hinten sprang. Ich kam gar nicht zu Wort, denn sie beleidigte mich fortwährend mit Worten wie Völkerausdrücke für „Afterschließmuskel“ und ähnlichem.
Sie wurde noch lauter und schrie weiter, ich solle ihr Kind in Ruhe lassen. Ich starrte sie nur überrascht an und wusste nicht, was ich tun soll.
Ich stand zwei Meter vor ihr entfernt und der Kinderwagen stand hinter ihr.

„Wie kommen Sie auf so etwas?“
„Sie haben mein Kind bedroht.“

Auf mein Nachfragen konnte sie mir nicht sagen, was ich gesagt haben soll.
Sie wiederholte, ich hätte ihr Kind bedroht, mehr nicht. Ebenso sagte sie, ihr Gesprächspartner am Telefon hätte dies auch gehört.
Ich zeigte zu meiner Gattin und sagte: „Sie können gerne diese Frau fragen. Ich habe sowas nicht gesagt. Sie ist Zeugin.“
Sofort sagte sie, sie zähle nicht als Zeugin, weil sie meine „Lebensgefährtin“ sei und zu mir hielte.
Wir waren perplex.

Während sie mich weiter verbal angriff, während ich mich passiv verhielt,, zog sie ihre Maske wieder herunter.
Ich unterbrach sie und sagte ihr, dass ich, wenn sie weiter die Maske absetze, die Polizei rufen würde, worauf ich mein Smartphone in die Hand nahm, während ich die Telefonnummer der Polizei eingab.

Dann kam es zu einem weiteren Aussetzer der Frau.

Sie schlug mir mein Smartphone aus der Hand, das auf den Boden fiel. Während ich es aufhob und wieder in die Hülle packte, schrie sie laut: „Sie dürfen kein Foto machen!“
Meine Frau, die näher gekommen war, konnte dies nicht nachvollziehen, da sie gesehen hatte, dass ich nur die Telefon-App geöffnet hatte.
Während ich sagte, dass ich jetzt die Polizei riefe, kündigte sie an, laut zu schreien.
„Bitte, nur zu, und ich rufe derweil die Polizei.“

Wir bekamen in einer sehr hohen Lautstärke immer wieder „Hilfe!“ zu hören.
In kürzester Zeit hatten sich über zehn Leute um uns versammelt und gafften.

Was dann passierte, war ebenso kurios, wie die Szene vorher.

Die angebliche „Chefin vom Dienst“ des Sipermarktes meinte, ich solle gehen und die Frau in Ruhe lassen.
Ich stand immer noch zwei Meter vor der Frau, die sich entschieden hatte, mit dem Schreien aufzuhören.
Neben meiner Frau und mir standen drei Mitarbeiter.
Da die „Chefin vom Dienst“ dies verlangte, entfernten wir uns etwas von der Frau, blieben aber am Ende des Gangs stehen.

Die Frau erzählte völlig hysterisch weiter ihre Lügengeschichte von der von ihr erfundenen Bedrohung ihres Kindes und davon, dass ich sie fotografiert hätte.
Sie riss sich auch ihren Mund-Nasen-Schutz vom Gesicht und schmiss ihn mit den lauten aggressiven Worten „Ich setze dieses Scheißding jetzt ganz ab.“ auf den Boden.

Die Kauflandmitarbeiter ließ dies kalt. Sie reagierten in keinster Weise darauf.

Die „Zeugen“, die einfach herbeigeeilt waren, als die Frau geschrien hatte, entfernten sich wieder, als wir – meine Gattin und ich – der „Chefin vom Dienst“ gesagt hatten, dass wir mit der Frau alleine im Gang gewesen seien, als sie mit ihrer „verbalen Attacke“ begann.

Nachdem irgendwelche „Knallzeugen“ die Frau bedauerten, wurde es uns zu dumm, da ich mir vorkam, als wäre ich ein Schwerverbrecher.
Dann kam eine andere Mitarbeiterin auf uns zu und meinte, wir sollten zurückkommen, weil die Frau jetzt die Polizei rufen wolle. Wir taten dies, während die Frau auf einem Karton oder ähnliches saß.

„Sie wollen mich also anzeigen, weil ich Sie bat, die Maske aufzusetzen?“
Sie begann wieder mit ihren Lügen und redete sich in Rage.
Das Intervenieren meiner Frau und mir, dass ich niemanden bedroht hätte, schien niemanden zu beeindrucken.

Die „Chefin vom Dienst“ forderte sogar eine Entschuldigung von mir, was ich ablehnte, da die Frau mich beleidigt hatte.

Ich machte ein Eingeständnis: „Wenn Sie aufhören, zu behaupten, ich hätte ihr Kind bedroht, bin ich zu einer beidseitigen Entschuldigung bereit.“
Da die „Chefin vom Dienst“ meinte, die Frau würde nichts einfach erfinden, ließen wir unseren Einkauf stehe und verließen den Supermarkt.

Ein schwarzhaariger Mann mit Vollbart und Maske rief uns hinterher, wir kämen nicht raus.
Dieser Mann war auch ein Knallzeuge. Er provozierte uns schon, als wir dort standen.
Meine Frau und ich forderten, dass er bitte gehen solle, da er eindeutig kein Zeuge war.
Ich schlug vor, dass eine Mitarbeiterin sich unsere Version anhören solle und die „Chefin vom Dienst“ bei der Frau bleiben solle. Die Frau wollte den Mann bei sich behalten, da sie sich laut ihren eigenen Worten sicher fühlte bei ihm.
Die Mitarbeiterin sagte, sie wäre nicht dabei gewesen, als etwas passiert wäre, aber der Frau glaube.

Ich versuchte es nochmal mit dem Kompromiss der gegenseitigen Entschuldigung, doch sie lehnte ab, ebenso die „Chefin vom Dienst“.

Da wir uns von dem „Leibwächter“ der Frau bedroht fühlten, gingen wir auf Ankündigung.
Niemand hielt uns zurück.

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