Europa

Nun ist es beschlossene Sache, dass die wegen der „pandemischen Lage nationaler Reichweite” teilweise beschnittenen Grundrechte nicht für alle in vollem Umfang zunächst zurückkehren können.
Man spricht von den 3G-Regeln oder der 3G-Gruppe.

Die Personen, die nicht darunterfallen, sind im Gegensatz zu denen der 3G-Gruppe potenzielle Infektionsträger.

Seitdem es die Kategorisierung „3G” oder auch „2G” gibt, wehren sich die Nicht-Geimpften dagegen und deklarieren sich als Opfer.

Dies ist ein Text, der sich auf die Schweiz bezieht. Ihn gibt es in leicht geänderter Form auch in Deutschland.

Die aktuelle Situation bezüglich geimpft vs nicht geimpft im speziellen „Certifiziert oder nicht” in der Schweiz beunruhigt mich.
Ich habe mich impfen lassen. Weil ich für die Gesellschaft und auch für mich einen gesundheitlichen Nutzen darin sah. Für mich geht das Leben draussen „normal” weiter. Ich trag meine Maske wenn ich in ein öffentliches Gebäude gehe, aber das ist auch schon alles.
Meine Freunde hingegen die nicht geimpft sprich „ZERTIFIZIERT” sind, sehen sich vor direkte sozial ausgrenzende Probleme gestellt.
Ein Geburtstagsfest in einem Restaurant kann nicht besucht werden ausser man wird getestet. Ein Kino besuch ist nicht möglich ausser man ist finanziell in der lage sich testen zu lassen.
Auf den ersten Blick betrachtet mag, dies kein grosses Problem sein. Die schwierigkeit liegt aber dairin das diese Entwicklung in eine Richtung läuft die ich nicht für gut finde. Das Corona-Gesetzt meiner meinung nach, mit all seinen besten intensionen fürhrt zu einer sozialen Ausgrenzung von einer Minderheit. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich glaube, wir finden eine Lösung gegen Covid auch ohne Certifikat. Dafür werde ich gerne nocmals Lockdowns eingehen.
Daher werde ich in meinem leben zum ersten mal Politisch aktiv, Ich schreibe diesen Text, Suche gleichgesinnte denen es nicht um „Impfing ja oder nein” sondern um „Certifizierte Zwei Klassengesellschaft geht”. und Ich werde eine entsprechende Initative oder Referendum unterstützen, und im äussersten falle auch SVP wählen.
Ich tue dies nicht weil ich betroffen bin sondern weil es meine Freunde betrift und weil es nicht OK ist wie das derzeit gehandhabt wird.

Text aus sozialen Online-Netzwerken

Auf die Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler werde ich nicht eingehen.

Jeder kann sich impfen lassen.
Bestimmte Personen fallen nicht darunter und haben nichts zu befürchten.

Die Gesellschaft wird allerdings nicht gespalten beziehungsweise nicht erst jetzt.
Das hat schon viel früher stattgefunden.

Die Demokratie lässt auch zu, dass manche sich gegen die Interessen der Gesellschaft stellen.
Bei einer pandemischen Lage nationalen Ausmaßes geht es darum, die Seuche (Covid-19) aufzuhalten, um andere zu schützen.

Ja, ich habe sogar dreimal die Impfdosis bekommen, die dritte vorigen Mittwoch!
Meine Intention ist dabei auch, dass ich nicht Covid bekomme.

Die dritte Dosis hat mir zugesetzt, gebe ich zu.
Ich bin nach knapp einer Woche wieder so gut wie zu 100 Prozent auf dem Damm.
Ich habe die Nebenwirkungen in Kauf genommen, obwohl ich nicht damit gerechnet habe, dass diese sogenannte „Booster-Impfung” solche Auswirkungen hatte. Vorigen Donnerstag war es richtig schlimm.
Die beiden anderen Dosen habe so gut wie gar nicht gespürt.

Nun weiß ich, wie Covid sich zum Teil anfühlt, denn die Nebenwirkungen waren mit Covid-Symptomen vergleichbar.

Auch wenn man nach der Impfung (etwas) neben sich steht, kann man etwas für andere tun und sich impfen lassen.

Die, die jetzt johlen, haben die Gesellschaft mit ihrer permanenten Verweigerungshaltung gegenüber vielen Dingen (Regeln) schon lange gespalten.
Dafür bekommen sie nun die Quittung.
Die quertreibenden Egoisten wollen nämlich plötzlich unsere Unterstützung, damit sie weitermachen können wie immer.
Sie wollen unsere Unterstützung, obwohl sie nichts für uns tun.

Nicht mit mir!

Der Text, weiter oben, wurde zu hoher Wahrscheinlichkeit von einem Covidioten, Impfgegner, Querdenker oder anderen Realitätsverweigerern verfasst, denn die Argumentation dieser Personen ist immer gleich.
Der unbekannte Verfasser, dessen Text zigmal kopiert wurde, gibt sich als Geimpfter aus, obwohl von der Wortwahl her daran gezweifelt werden darf. Sie stammt aus dem Covidioten-Jargon.

Angenommen man würde einen „Lockdown” verhängen, wären diese Leute die ersten, die nach der Beendigung eben dessen schreien.

Der Text ist eine billige Masche, mit der Impfgegner und ihre Sympathisanten versuchen, Stimmung gegen die selbst verschuldete Lage zu machen. 

Man sieht, dass sie nicht mal wollen, dass man von ihnen einen Schnell-Test nimmt, mit denen sie dann trotz alledem an Festivitäten teilnehmen können.

Von der politischen rechten Seite und vonseiten der sogenannten Reichsbürger wird behauptet, dass Deutschland kein freies Land, sondern immer noch von den USA besetzt sei.
Gibt es keinen Friedensvertrag?

Einen Friedensvertrag, wie ihn sich die Reichsbürger vorstellen, gibt es tatsächlich nicht.

Der Vertrag heißt nämlich nicht „Friedensvertrag”, sondern „Zwei-plus-Vier-Vertrag”.

Es geht um das Verhältnis der beiden deutschen Staaten und den vier Alliierten.

Im „Zwei-plus-Vier-Vertrag” vom 12.9.1990 steht, dass Deutschland eigenständig über alle Gesetze bestimmen könne.
Auch ist dort zu lesen, dass die ehemaligen Besatzungsmächte – Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion – keinen Einfluss auf die Entscheidung der Bundesrepublik haben.

Das vereinte Deutschland hat (demgemäß) volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten.

Artikel 7 des „Zwei-plus-Vier-Vertrags”

Laut Wissenschaftlichem Dienst der Bundesrepublik Deutschland war kein expliziter Friedensvertrag nötig, da alle Teilnehmer und Unterzeichner des „Zwei-plus-Vier-Vertrag” uneingeschränkt die Selbstständigkeit des wiedervereinten Deutschland anerkennen.

Mit der Wiedergewinnung der vollen Souveränität und der Anerkennung auch der Ostgrenze Deutschlands war kein gesonderter Friedensvertrag mehr nötig. Daher wurde auf den Abschluss eines als ‘Friedensvertrag’ benannten Abkommens einvernehmlich verzichtet. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag ersetzte einen Friedensvertrag.

Zitat, Wissenschaftlicher Dienst der Bundesrepublik Deutschland

Sogenannte „Reichsbürger” berufen sich immer gerne auch auf das Besatzungsstatut.

Das Besatzungsstatut trat am 21.9.1949 in Kraft, also einen Tag nach der Gründung der Regierung unter Konrad Adenauer. 

Dieses regelt die Beziehungen zwischen Deutschland und den Besatzern (beziehungsweise Alliierten).
So wurde darin festgehalten, dass es ein Mitsprache- und Entscheidungsrecht zum Grundgesetz oder in Fragen der Abrüstung gab.
Das „Besatzungsstatut” war aber befristet.

Es fiel am 22.11.1949 mit der Unterzeichnung des „Petersberger Abkommens”.

Dieser erlaubte der Bundesrepublik, konsularische und diplomatische Beziehungen zu anderen Staaten aufzunehmen.
Auch durfte nun auch Organisationen beigetreten werden, wie zum Beispiel dem Europa-Rat.
So wurden auch Produktionsbeschränkungen beim Schiffsbau und in der Stahlindustrie gelockert.
Die Bundesregierung verpflichtete sich, der Ruhrbehörde beizutreten, nicht wieder aufzurüsten und ihre demokratische Ordnung zu schützen. Mit dem Petersberger Abkommen erstrebte man eine entscheidende Wende, die Freiheiten und Zuständigkeiten der Bundesrepublik zu erweitern und sie schrittweise in die Europäische Gemeinschaft zu integrieren.

Der Deutschlandvertrag, auch „Bonner Konvention” genannt, wurde zwischen der Bundesrepublik und den drei Alliierten Frankreich, Großbritannien und den USA am 26.5.1952 geschlossen.

Gegenstand des Deutschlandvertrags war die Wiederherstellung der deutschen Souveränität und die Normalisierung des völkerrechtlichen Status Deutschlands.
Er löste das Besatzungsstatut von 1949 ab.

DiePariser Verträgevom 5.5.1955 waren wichtiger denn je. 

Sie regelten bis zur explizit festgeschriebenen Wiedervereinigung der beiden Staaten auf deutschem Boden die innere und äußere Souveränität der Bundesrepublik Deutschland. Sie ebneten ebenso den Weg für die Aufnahme in die NATO. Zudem wird der Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland festgelegt. 

Was die Reichsbürger darstellen, stimmt also nicht.

Es gibt keinen Friedensvertrag, der ausdrücklich „Friedensvertrag” heißt, doch gibt es viele Verträge.
Der „Zwei-plus-Vier-Vertrag” legt definitiv auch fest, dass von Deutschland keine Aggressivität ausgeht.
Es wird darin auch „Frieden” geschlossen.
Man kann auch lesen, dass kein expliziter „Friedensvertrag” mehr nötig ist.

Die Reichsbürger kennen sich mit Geschichte eindeutig nicht aus.

Leider steigen momentan, bedingt durch die zurückliegende Fußball-Europameisterschaft und der Urlaubszeit, wieder die Inzidenzzahlen bezüglich der Corona-Pandemie.
Die Covidioten befürchten eine „Freiheitsberaubung ab dem Spätsommer”.

Es ist leider so, dass man glauben kann, die Menschheit habe nichts gelernt. Zwar sind vorerst die Zahlen der Neuinfektionen sehr tief gesunken, doch durch euphorisch herangetriebenen Öffnungen wurde leider das Gegenteil erreicht.

Die Gegner der Corona-Maßnahmen haben sich diese Öffnungen auf ihre Fahnen geschrieben und skandierten laut, dass die „Diktatur” durch deren Einsatz dazu gezwungen worden sei.

Dass die Gesundheitsministerien und auch die WHO die Corona-Pandemie unterschätzt hatte, wird erst jetzt klar.
Das Coronavirus schläft nicht.
Dies hat auch nichts mit der hochansteckenden sogenannten „Delta-Variante” zu tun, sondern dass man davon ausging, dass das Virus bald ausgerottet wäre.
Dazu noch die euphorische Haltung à la „Wir haben es geschafft.” sowie das Bedürfnis vieler, endlich wieder (mehr) Freiheiten genießen zu können, hat viele leichtsinnig werden lassen.

Von dieser „Leichtigkeit” vieler, anzunehmen, die Krise sei überstanden und alles würde wieder so sein wie vor der Krise, zollt auch, dass viele sich nicht mehr an die AHA-Regeln gehalten haben, weil sie ja meinten, alles sei nun überstanden.

Die Covidioten mussten sich natürlich im Nachhinein wieder rechtfertigen, warum auch sie falsch lagen, besonders mit der Behauptung, durch deren massiven Widerstand – von ein paar Leutchen! – wäre die „Diktatur” gezwungen worden, die Zahlen der Neuinfektionen entgegen ihrer Überzeugung nun richtig und korrekt anzugeben.

Sie rechtfertigen es so, dass die „Diktatur” die „Ahnungslosen” für einen kurzen Augenblick getäuscht habe.
Auch wenn die Covidioten vorher etwas anderes behauptet haben, stellen sie es so dar, als hätten sie schon gewusst, dass „im Stillen” weitere Schritte vorbereitet werden, um die „Neue Welt-Ordnung” einzuleiten.

Die Covidioten haben bekanntermaßen schon so viel behauptet, was sie wüssten.
Man denke nur an die angeblichen wissenschaftlichen Beweise bezüglich der Ansteckung von Covid-19, oder angeblich bestätigten Analysen, dass MNS Menschen ersticken ließen oder das angeblich Geimpfte Menschen eine Gefahr für Kinder wären und vieles mehr.
Jede ihrer zum Himmel schreiende Unfug-Hypothese konnte sehr schnell und mit einfachsten Mitteln falsifiziert werden. 

Wenn die Covidioten schon nicht als Vorbilder taugen, können sie immer noch als Negativbeispiel gelten, wie man „es” nicht macht.

Laut der Europäischen Gesundheitsbehörde ECDC sind 2500 Corona-Neuinfizierte im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft aufgetreten.
Dies wundert kaum, denn in manchen Stadien tummeln sich sehr viele Besucher.

Besonders sei in der dritten Woche der EM ein erheblicher Anstieg aufgetreten, berichtete die ECDC. Während in Großbritannien, Russland, in skandinavischen Ländern und in den Niederlanden sehr viele Fälle aufgetreten seien, wurde glücklicherweise in Deutschland kein Fall aufgezeichnet. 

Es ist noch nicht gesichert, wie die Übertragung des Coronavirus genau vonstattenging.
Eins der Ursachen ist, dass zum Beispiel im Wembley-Stadion etwa 60 000 Fußballfans hinein gelassen wurden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass einige Personen gefälschte Impfausweise oder Zertifikate von „negativen Tests” bei sich hatten.
Dass Massen- und Großveranstaltung gerade während der Corona-Krise für viele Infektionen sorgen, hätte jedem klar sein sollen.

Für jeden Halbwegsgescheiten sollte eigentlich klar gewesen sein, dass eine Veranstaltung wie diese für erhöhte Infektionen sorgen. Leute in Feierlaune und mit hohem Alkoholpegel im Blut werden leichtsinnig.
Auch scheint kaum jemand es wahrhaben zu wollen, dass die Inzidenzen nur sommerbedingt heruntergehen.

Eine große Schuld trifft aber auch die FIFA, der anscheinend nichts heilig ist außer Geld.

Iz ä Tschällindsch.
Iz ä Kommpitischänn.
Iz ä Klässick.

Fußball im Blick - Durchbruch ::: © Pixelio.de

Ein Spieler der kroatischen Fußballmannschaft muss für zehn Tage in Quarantäne, weil bei ihm der Test „positiv“ ergeben hatte.
Seltsamerweise dürfen die anderen weiterspielen

Man redet sich heraus, dass alle anderen ja „negativ“ seien und nicht mit dem Coronavirus infiziert.
Sie sind allerdings „Kontaktpersonen der Kategorie 1“.
Dies sind Personen, die sich in unmittelbarer Nähe – unter einen Meter fünfzig – ohne MNS für mindestens fünfzehn Minuten aufgehalten haben.
Das wird ignoriert.
Man sagt, dass jeder Fußballer seine eigene Umkleide und seine eigene Dusche habe.
Das kann ja sein, denn Stadien, wie bei der Europameisterschaft benutzt, sind große Areale.
Das Training findet aber weder mit Maske noch mit Abstand statt.
Und genau darum geht es.
Die Transmission von Coronaviren – von einem auf den anderen – funktioniert durch Aerosole in der Atemluft. Bei sportlichen Betätigungen wie zum Beispiel beim Fußballtraining atmet man mehr und der Druck der ausgeatmeten Luft ist größer als unter normalen Bedingungen.
Da reicht manchmal ein Abstand von 1,5 Metern auch nicht aus.
Zudem spielen die Personen körpernah, was einen sehr geringen Abstand untereinander bedingt.

Man tut ja auch so, als würden sich die Fußballer im Hotel und in den Unterkünften nicht treffen.
Sie sind regelmäßig getestet und verlassen sich darauf.
Oftmals – größtenteils – wird auch keine Maske getragen.
Das gemeinsame Abend- oder Mittagessen funktioniert auch nicht mit einem akzeptablen Abstand.

Dass nur jeweils der Infizierte für zehn Tage ausgeschlossen wird, ist nicht hinnehmbar.

Jemand legt die Regeln so aus, wie er sie benötigt.

Die UEFA und die FIFA haben ihre eigenen Corona-Regeln, denn mit Geld kann man sich auch „Regeln“ kaufen.

Morgen, den 23.6.2021, findet das Fußballspiel Deutschland gegen Ungarn statt.
Da Ungarn menschenfeindliche Gesetz gegen Homosexuelle und andere Lebensarten verabschiedet hat und diese Menschen in hohem Maße dort diskriminiert werden, sollte die Allianz Arena in Regenbogenfarben leuchten.

Um ein Zeichen zu setzen!

Diesen Antrag hatte der Gemeinderat München an die UEFA gestellt.

Was von allen sehr gut aufgenommen wurde, hat die UEFA heute abgelehnt.

Die Enttäuschung ist groß, zeigt sie doch, wie die UEFA sich von einem einzigen Mitglied an der Nase herumführen lässt.

„Die UEFA ist aufgrund ihrer Statuten eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt – muss die UEFA diese Anfrage ablehnen.”

Offizielles Statement der UEFA

Bernhard Franke, Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, sagte: „Gleichbehandlung und der Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sind universelle Werte, denen sich die UEFA selbst verpflichtet fühlt. Das Verbot, das Münchner Stadion in Regenbogenfarben leuchten zu lassen, ist deshalb unverständlich. Die UEFA verspielt damit die Gelegenheit, ein deutliches Zeichen für Toleranz und gegen Homophobie und LSBTIQ-Feindlichkeit im Fußball zu setzen.”

Recht hat er.

Mitglieder von LSBTIQ-Verbänden bemängeln immer wieder die erzkonservative Haltung der UEFA zu Homosexualität und Genderismus.

Die UEFA hat mit ihrer Entscheidung getroffen, eindeutig gegen sich selbst.

Besonders in diesem Jahr wird viel darüber diskutiert, ob in unserem Land die Meinungsfreiheit leidet. „Amnesty International”, sagt, dass die Meinungsfreiheit bedingt durch die sogenannten „Querdenker” oder durch Populisten gefährdet sei.

Ist dies haltbar?

„Man kann nichts mehr eine kritische Meinung haben, ohne dass man als Rechter gilt”, hört man oft.
Dies liest man wie gesagt sehr oft, die Frage ist aber, ob es sich wirklich so darstellt.

Man muss unterscheiden zwischen Meinung und Widerspruch – These und Antithese, eventuell mit Synthese – und Meinung, die man nicht äußern darf.
Wenn man seine Meinung äußert, zum Beispiel bezugnehmend auf oben und man sagt, dass man nicht möchte, dass mehr Flüchtlinge ins Land kommen, muss man damit rechnen, dass jemand widerspricht und einen möglicherweise als „Rechter” bezeichnet.
Das ist sein recht, denn er kann ja der Meinung sein, dass jemand, der sowas denkt, ein „Rechter” ist.

Genauso ist es mit dem sogenannten „Genderismus” und dem „Gendersternchen”.
Nur, weil man das gutheißt, muss man kein „Linker” oder „Grüner” sein Ebenso muss man kein „Rechter” sein oder „Anti-Demokrat”, wenn man dagegen ist.
Man kann aber die Meinung vertreten, dass jemand, der gegen „Gendersimus” ist, ein „Rechter” ist, auch wenn dies eine Pauschalisierung darstellt. 

Wenn nun jemand sagt, er akzeptiert nicht, dass sich jemand gegen das „Gendersternchen” ausspricht, ist dies mangelnder Respekt und fehlende Toleranz.
Dies hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Artikel 5, Absatz 1, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Das sieht schon etwas anders aus als gefühlte Einschränkung.

Es scheint so zu sein, dass der gegenseitige Respekt fehlt oder auch nur die nötige Reife, die Meinung des anderen anzuerkennen.

In der DDR durfte niemand seine Meinung gegen das SED-Regime erheben.
Dies konnte massive Konsequenzen wie Berufsverbot oder Gefängnisstrafen nach sich ziehen.
Aber auch in vielen selbst-deklarierten „Demokratien” ist es leider immer noch so.
Das aktuell bekannte Beispiel ist Alexej Nawalny, der die Regierung von Putin kritisierte und fast einem Attentat zum Opfer fiel und nach seiner Rückkehr nach Russland auch gefoltert wurde.

Die Meinungsfreiheit ist bei uns nicht eingeschränkt. Man kann es daran sehen, dass man für seine kritische Meinung zum Beispiel gegenüber der Regierung nicht bestraft wird.

Etwas anderes ist auch die sogenannte „Meinungspolizei”.
Manche angehörigen von mehr oder weniger radikalen oder extremistischen Gruppen lassen gegenteilige Meinungen zu ihren nicht so und werfen dann Moral-Schein-Argumente in die Diskussion, mit denen sie versuchen, die Meinung anderer zu „korrigieren”.
Dazu gehört auch die „politische Korrektheit”. Manche sind beispielsweise davon überzeugt, dass man in Anreden auf bestimmte Floskeln verzichten solle, um niemanden zu benachteiligen oder zu ignorieren.
Statt „Sehr geehrte Damen und Herren” solle man „Sehr geehrte Anwesende” sagen, da es ja sein könne, dass sich transsexuelle und andere benachteiligt fühlen könnten.
Sie „korrigieren” einen laufend, wenn man sich in deren Augen nicht „korrekt” verhält und versuchen so, auf penetrante Weise ihre Meinung oder Weltansicht durchzusetzen, ohne Rücksicht auf Verluste durchzusetzen.

Dies hat aber auch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, denn der „Staat” hat dies nicht unter Strafandrohung von oben angeordnet.

Was momentan als „Meinungsfreiheit” angefochten wird, ist die „Argumentation” vieler, dass sie Widerspruch nicht akzeptieren und tolerieren können.

Momentan kursieren Nachrichten über die Mutationen des Corona-Virus. Die Regierung warnt besonders davor, weil niemand wirklich weiß, was passieren mag. Überlegungen, deswegen den sogenannten „Lockdown“ zu verlängern, stehen im Raum.

Dass die Virus-Mutationen infektiöser sind und dass diese schon längst in Deutschland angekommen sind, steht außer Frage.
Was die Politiker allerdings daraus machen, ist etwas ganz anderes.
Das einzige, was den verantwortlichen Politikern dazu einfällt, ist es, den „Lockdown“ zu verlängern und sonst nichts.
Es gibt kein Konzept, wie es Mitte Februar weitergehen soll, außer eine Verlängerung.

Das kann es aber nicht sein. 

Nun weil eine hochinfektiöse Variante auftaucht und sich schon welche damit angesteckt haben, können wir nicht einfach zu Vorbeugung weiter alles dicht machen und hoffen, dass alles besser werden mag.

Angesichts der sinkenden Inzidenz nicht nur in den Kreisen und Bundesländern, sondern auch bundesweit, sprechen Bände, dass die verschärften Maßnahmen etwas gebracht haben. Die in den Keller fallenden Inzidenzzahlen sind aber erst nicht aufgetreten, seitdem die Anordnung erlassen wurde, man solle OP- oder FFP2-Masken im Personenverkehr oder beim Einkaufen tragen.

Auch dieses plötzliche Auftauchen und das vehemente Festhalten an einer Inzidenz von 25, die erst seit kurzem im Gespräch ist, zeigt, dass in unserem Land etwas gewaltig schiefläuft.

Die von Deutschland betriebene Beschaffung von Impfstoffen ist völlig konfus gelaufen, aber auch die EU hat diesbezüglich vollkommen versagt. Die Fixierung auf Sanofi als Zugpferd für Impfstoff war ein Griff in die Kloake, denn der Pharmakonzern Sanofi bekommt es nicht hin, einen Impfstoff in der Zeit herzustellen, wie man selbst gedacht hatte.
Der deutsche Hoffnungsträger Curevac ist leider auch zum Rohrkrepierer geworden, ebenso wie die Einstellung der Corona-Impfstoffforschung bei Merck Pharma gemeinsam mit dem Pasteur-Institut.
Nun musste man mit BioNtech / Pfizer verhandeln. Es wurde ja als Hoffnung sondergleichen hingestellt, doch die Realität sieht anders aus.
Die deutsche Regierung hat sich leider nicht genug Impfdosen gesichert, BioNTech / Pfizer können aus „unerklärlichen Gründen“ plötzlich nicht die versprochene Menge liefern.
Der neue Produzent AstraZenenca glänzt auch durch verminderte Lieferungen, wie kommuniziert wurde, obwohl noch nicht die Zulassung da ist. Auch die Ergebnisse, dass der Impfstoff bei Personen über 65 Jahren kaum mehr wirkt, ist negativ.

Dies sind alles „Entwicklungen“, die man nicht berechnen konnte im Vorfeld. Es bliebt trotz alledem aber der bittere Geschmack, dass das Bundesgesundheitsministerium zu wenig akquiriert hatte.
Das Einkaufen eines Antikörper-Medikaments gegen schwere Verläufe von Covid-19 hat gerade nicht geglänzt, steht laut klinischen Studien überhaupt nicht fest, ob das Medikament, dass pro Dosis etwa 2 000 Euro kostet dies verhindern kann.
Was das Gesundheitsministerium, allen voran Jens Spahn, sich momentan liefert, ist ein völliges Armutszeugnis.
In diesem Kontext passt auch das immer wieder kehrende Erwähnen der hochinfektiösen Variante des Corona-Virus kann nicht von dem Beschaffungsdebakel ablenken.

Auch die obenerwähnte Inzidenz von 25 passt in diese Situation herein, kann man sich doch selbst schön herausreden 

Und ablenken von den eigenen Defiziten!

Dass die Inzidenzen heruntergehen, wird damit übertüncht, dass man auf die Mutationen zeigt und so das eigene fehlerhafte Handeln relativiert und sich dahinter versteckt.
Meine Gattin und ich halten uns an die sogenannten AHA-Regeln, halten unsere Aktivitäten zurück, doch irgendwann reicht es auch.
Und dieser Punkt ist momentan bei uns erreicht.

Frohes neues Jahr!

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