Heute, Mittwoch, den 27.3.2019, war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu Gast im Klinikum Böblingen.

„Gesundheitspolitik im Fokus“

Von 16 : 30 bis 17:30 Uhr begann die oben genannte Veranstaltung, nachdem er (abgeschottet von der Öffentlichkeit) zu einer  internen Diskussion (inklusive gemeinsamen Essen) mit Führungskräften des Klinikums geladen war.
Er schwadronierte die erste halbe Stunde über die Gesundheitspolitik der Bundesregierung und erklärte Beweggründe und Zusammenhänge.
Danach war eine Diskussionsrunde an der Reihe.
Angestellte und Nicht-Angestellte des Klinikums durfte Fragen stellen und erhielten Antworten.
Jens Spahn versuchte dabei immer wieder zu erklären, warum dies oder jenes getan werde.

Wir erfuhren unter Anderem, dass es ab dem 1.1.2020 keine diagnosebezogenen Fallpauschalen –Diagnosis Related Groups (DRG) – mehr in der Pflege – im Gegensatz zum medizinischen Bereich – geben wird. 

Es war eine interessante Veranstaltung.
Wir wurden aber nicht den Verdacht los, dass es eine Werbetour für Jens Span war.
Jens Spahn erzählte nämlich in seinem Eröffnungsstatement, dass die „Bürger“ Vertrauen in die „Politik“ verloren hätten, was er zurückerobern wolle.

Die Klinikleitung hatte darauf gedrängt, dass möglichst viele vom Pflegepersonal kommen sollten. Dazu wurden sie damit gelockt, dass sie sich für diese Veranstaltung eine Arbeitsstunde bezahlt bekämen. Als Einschränkung galt aber, dass diese mit ihrer weißen Kluft kommen sollten. Am nächsten Tag wurden schon einige vom Pflegepersonal kritisiert, dass sie ohne weiße Kluft gekommen waren.

Jens Spahn hatte von der Krankenschwester Tanja Pardela aus dem Klinikum zwei sog. „Brandbriefe“ aus dem Alltag des Pflegepersonals bekommen, woraufhin er beschloss,, sich mit ihr zu treffen.
Die Frau, die als Mitarbeiterin des Klinikums Böblngen vorgestellt wurde, hatte im Krankenhaus Sindelfingen gearbeitet und ist momentan tätig in der „Schule für Gesundheitsberufe“.
Es wird niemanden wundern, dass auf sie eingewirkt wurde, was zu sagen ist und was nicht.

Der medizinische Geschäftsführer des Krankenhauses SIndelfingen hatte sich mindestens zwei Fauxpas geliefert.
Während der Veranstaltung versuchte er mehrmals, die Besucher, insbesondere das Pflegepersonal, mit überzogenen Gesten dazu zu verleiten, dass mehr, öfter und lauter applaudiert wurde.
Sein Gebahren kam eher herüber wie eine Kasper-Vorstellung in einem Kinder-Theater.
Eine Person am Empfang des Klinikums teilte uns mit, dass der medizinische Geschäftsführer es mit Artikel 5 des Grundgesetzes – Meinungs‑ und Pressefreiheit – nicht ernst nahm.
Er hatte angeordnet, dass ihn die Personen vom Empfang auf der Stelle anzurufen hätten, wenn jemand draußen vor dem Haus oder im Foyer einem Reporter Frage und Antwort stünde. Er wollte also Informationskontrolle betreiben, auch besser bekannt unter dem Wort „Zensur“.

Aus seiner Sicht wollte er wohl Bad Publicity vermeiden.

Diese Bad Publicity haben Sie sich gerade erarbeitet, Verehrtester!

 


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